Was ist ein Spread? Basiswissen Online Trading

März 19, 2021 11:20 UTC

Beim Forex & CFD Handel werden Trades über einen Broker und nicht direkt an der Börse abgewickelt. Ein solcher Broker ermöglicht privaten Tradern also den Handel an den weltweiten Finanzmärkten.

In vielen Fällen ist der Handel mit Forex & CFDs über einen Broker kommissionsfrei. Jedoch heißt kommissionsfrei nicht frei von Kosten, denn beim Trading sind in erster Linie die sogenannten Spreads die zu beachtenden Transaktionskosten. Außerdem können noch Kosten wie Swaps hinzukommen, die für das Halten von Positionen über Nacht oder mehrere Tage entstehen.

Doch was ist ein Spread? Wie der Spread entsteht, was der Unterschied zwischen durchschnittlichem und typischen Spread ist und welche weiteren Kosten Sie beim Trading erwarten können, erfahren Sie in diesem Artikel.

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Was ist ein Spread?

Beim CFD Handel werden oftmals für die wichtigsten Trading Instrumente wie den DAX, Dow Jones, EUR/USD oder Gold keine Kommissionen berechnet.

Bei einem klassischen CFD Konto erzielen die Broker ihre Einnahmen über die Spreads.

Der Begriff Spread (kurz für Bid Ask Spread bzw. Geld-Brief-Spanne) bezeichnet die Differenz zwischen dem tieferen Geldkurs (Bid) und dem höheren Briefkurs (Ask) - also zwischen dem An- und Verkaufspreis.

Der Geldkurs ist der Preis, zu dem der Market Maker bereit ist, einen Basiswert vom Trader zu kaufen. Der Briefkurs hingegen ist der Preis, bei dem der Market Maker bereit ist zu verkaufen.

Im CFD Handel ist der Spread der wichtigste Kostenpunkt, welchen der Trader an den CFD Broker zu entrichten hat.

Je kleiner der Spread, desto niedriger die Kosten für den Trader und umgekehrt.

Während der Handelszeiten des jeweiligen Basiswertes und unter normalen Marktbedingungen ist der Spread typischerweise fix. Große Spreads können auf einen illiquiden Markt oder eine hohe Volatilität hinweisen.

Je häufiger ein Wertpapier gehandelt wird, desto enger liegen Geld- und Briefkurs beieinander. So weisen populäre Werte wie der DAX Index, Dow Jones, EUR/USD oder Gold im Durchschnitt relativ kleine Spreads im Vergleich mit exotischen Basiswerten auf, die wesentlich seltener gehandelt werden.

Die folgende Abbildung zeigt den Spread für den DAX30 CFD, der im Trade.MT5 und Trade.MT4 Kontomodell bei 0,8 Punkten liegt.

Quelle: MetaTrader 5 Supreme Edition, DAX30, Datum 20.04.2021, um 08:30 Uhr. Bitte beachten Sie: Vergangene Performances zeigen keine zukünftigen Resultate an und sind kein verlässlicher Indikator für zukünftige Performances.

Kommission vs. Spread

Eine weitere Art der Kosten beim CFD Trading sind Kommissionen.

Die Kommission wird entweder als absoluter Kostensatz pro Lot (Standardkontrakt) oder als bestimmter Prozentsatz des Handelsvolumens berechnet.

Oftmals erheben Online Broker im Falle einer prozentualen Kommission eine Mindestprovision, die anfällt, wenn sehr geringe Volumina gehandelt werden.

Ein CFD-Geschäft setzt sich mit der Eröffnung und dem Schließen der Position immer aus zwei Transaktionen zusammen, weshalb die Kommission ebenfalls zweimal berechnet werden muss. Die CFD-Broker geben die anfallende Kommission zumeist als half turn (halbe Drehung) an, das heißt, die angegebene Kommission muss verdoppelt werden, um auf den vollen Kostensatz, den round turn (volle Drehung), zu gelangen.

Wie bereits erwähnt, fallen bei den klassischen Handelskonten keine Kommissionen an, wie etwa dem Trade.MT4 oder dem Trade.MT5 Kontomodell. Allerdings können zusätzliche Kosten wie Swaps anfallen, die für das Halten von Positionen über Nacht oder mehrere Tage entstehen.

Hier bezahlt der Trader ausschließlich den Spread.

Bevor Sie in einem Livekonto traden, empfehlen wir Ihnen, in einem kostenlosen Demokonto auszutesten, welches Kontomodell mit welchen Konditionen am besten zu Ihnen und Ihrem Anlagehorizont passt!

Wie berechnet man den Spread ? 

Per Definition ist der Spread im Handel die Differenz zwischen dem Ask-Kurs und dem Bid-Kurs. Um den Wert des Spreads zu berechnen, muss man also den Bid-Kurs vom Ask-Kurs subtrahieren. 

✔️ Angenommen, der Briefkurs (Ask) beträgt 100 konventionelle Einheiten und der Geldkurs (Bid) beträgt 80 konventionelle Einheiten. Dann wird die Spanne wie folgt berechnet: 

 Spread = Ask - Bid

Oder in unserem Beispiel: Spread = 100 - 80 = 20 konventionelle Einheiten. 

Wenn ein Trader eine Position eröffnet, zahlt er in der Regel den Wert des Spreads an den Broker, multipliziert mit dem Volumen der Transaktion (Lots). Der Broker kann auch zusätzliche Kommissionen festlegen, die zum Spread hinzugerechnet werden. 

Dadurch, dass der Trader dem Broker die Größe des Spreads jeder Transaktion bezahlt, ist es für den Trader profitabler, wenn der Spread so klein wie möglich ist. Es gibt mehrere Marktsituationen, in denen der Spread relativ klein ist: 

  1. Geringe Volatilität: Mit einem Anstieg der Volatilität können wir den Anstieg des Spreads beobachten. Um den Spread zu minimieren, sollten wir daher keine Trades machen, wenn die Volatilität hoch ist. 

✍ Dazu können Sie den technischen Indikator ATR (Average True Range) verwenden, der die Volatilität des Marktes anzeigt, oder Sie handeln nicht in Zeiten, in denen wichtige Nachrichten zu einem bestimmten Finanzinstrument veröffentlicht werden. Einige dieser Nachrichten können Sie im Wirtschaftskalender finden. 

  1. Eine hohe Liquidität in einem bestimmten Markt zeigt an, dass es auf vielen Preisniveaus Aufträge zum Kauf oder Verkauf anderer Trades gibt. Dadurch kann der Markt weniger Preisspitzen und damit auch weniger große Preislücken aufweisen, die den Spread erhöhen.

Warum erhöht sich der Spread also? Dies kann passieren, wenn die Volatilität zunimmt oder die Marktliquidität abnimmt. 

Spread in Pips, Punkten oder Ticks?

Wer mit den Finanzmärkten noch nicht vertraut ist, für den könnten Begriffe wie Pips, Punkte und Ticks etwa verwirrend erscheinen.

Punkt, Pip und Tick sind Begriffe, die zur Beschreibung von Preisänderungen und als Kostenmaß an den Finanzmärkten verwendet werden.

Ein Punkt stellt die kleinstmögliche Preisänderung vor dem Komma dar, während ein Tick die kleinstmögliche Preisänderung nach dem Komma bezeichnet. Die Beschreibung Pip wird speziell im Devisenhandel benutzt und meint entweder die vierte oder zweite Nachkommastelle, je nachdem, um welches Währungspaar es sich handelt.

Ein Punkt ist die größte Preisänderung der drei Messungen und bezieht sich nur auf Änderungen der kleinsten Vorkommastelle, während sich die anderen beiden Veränderungen auf Nachkommastellen beziehen.

Der Punkt ist auch der am häufigsten verwendete Begriff unter Tradern, um Preisänderungen in ihren gewählten Märkten zu beschreiben.

Zum Beispiel könnte ein Anleger, der eine CFD-Position im DAX hält, eine Preiserhöhung von 15300,00 Punkten auf 15305,00 Punkten auch als eine Bewegung von fünf Punkten beschreiben.

Ein Tick bezeichnet die kleinstmögliche Kursbewegung eines Basiswertes rechts von der Kommastelle.

Am Beispiel unseres DAX-Beispiels würde das bedeuten: Wenn sich der DAX-CFD-Kontrakt um 0,05 Punkte verändert, dann könnte man auch sagen, dass der DAX um 5 Ticks gestiegen ist.

Quelle: MetaTrader 5 Supreme Edition, DAX30, Datum 20.04.2021, um 08:36 Uhr. Bitte beachten Sie: Vergangene Performances zeigen keine zukünftigen Resultate an und sind kein verlässlicher Indikator für zukünftige Performances.

Pips (Abkürzung für price interest point) sind nur am Forex-Markt zu finden und das Maß für die Kursänderung eines Währungspaares.

Deshalb werden auch die Spreads bei Devisenpaaren immer in Pips angegeben. Für FX-Paare, die mit fünf Nachkommastellen quotiert werden, entspricht ein Pip der Veränderung der vierten Stelle nach dem Komma (1 Pip = 0,0001).

Pip im EUR/USD-Kurs

Quelle: MetaTrader 5 Supreme Edition, EUR/USD, Datum 20.04.2021 um 09:00 Uhr. Bitte beachten Sie: Vergangene Performances zeigen keine zukünftigen Resultate an und sind kein verlässlicher Indikator für zukünftige Performances.

Für FX-Instrumente, die mit drei Nachkommastellen quotiert werden, entspricht ein Pip der zweiten Stelle nach dem Komma (1 Pip = 0,01).

Pip im USD/JPY-Kurs

Quelle: MetaTrader 5 Supreme Edition, USD/JPY, Datum 20.04.2021 um 09:21 Uhr. Bitte beachten Sie: Vergangene Performances zeigen keine zukünftigen Resultate an und sind kein verlässlicher Indikator für zukünftige Performances.

Für Spot-Metalle entspricht ein Pip der Veränderung der zweiten Nachkommastelle (1 Pip = 0,01).

Pip im Goldkurs

Quelle: MetaTrader 5 Supreme Edition, Gold, Datum 20.04.2021 um 09:25 Uhr. Bitte beachten Sie: Vergangene Performances zeigen keine zukünftigen Resultate an und sind kein verlässlicher Indikator für zukünftige Performances.

Müssen immer Spread UND Kommission gezahlt werden?

Die Antwort auf diese Frage lautet: Nein, es müssen nicht immer der Spread und eine Kommission für einen Trade entrichtet werden.

Wenn Sie ein Trade.MT4 bzw. Trade.MT5-Konto eröffnen, müssen beim Handel von Forex & CFDs auf Indizes, Rohstoffe und Kryptowährungen keine Kommissionen gezahlt werden.

Lediglich bei Einzelaktien und ETFs (Invest.MT5), bei CFDs auf Aktien und ETFs im Trade.MT4 und Trade.MT5-Konto sowie beim Forex & CFD-Handel im Zero.MT4 Kontomodell fallen Kommissionen an. Dafür sind die Spreads in letzterem deutlich geringer, als in allen anderen Kontomodellen.

Hierbei sollte stets beachtet werden, dass neben Kommissionen auch andere Kosten wie Swaps für das Halten von Positionen über Nacht anfallen können.

Die Spreads sind hier ''typisch'', das heißt, dass der Spread unter normalen Marktbedingungen in den klassischen CFD-Kontomodellen eine feste Spanne einnimmt.

Während seltener, hochvolatiler Marktphasen kann es zu einer begrenzten Ausweitung des Spreads kommen.

Diese transparente und klare Kostenstruktur könnte der Grund dafür sein, warum bei Admirals die meistgewählten Kontomodelle das Trade.MT4 und Trade.MT5 sind.

Die folgende Abbildung zeigt die typischen, bzw. während der jeweiligen Haupthandelszeit fixen, Spreads für die populärsten Basiswerte an. Ausführliche Informationen zu den einzelnen Basiswerten finden Sie unter Kontraktdetails.

Quelle: Admirals Kontraktdetails

Daneben bietet Admirals mit seinem Zero.MT4 Kontomodell aber auch eine Kostenstruktur, in der die Spreads variabel sind.

Hier sind die Spreads geringer als in den klassischen Kontomodellen, jedoch wird zusätzlich eine Kommission auf alle handelbaren Basiswerte erhoben.

Für den "normalen" Trader stellt sich der Kostenfaktor bei beiden Kontomodellen in etwa gleich dar, wenn die Kommission mit einbezogen wird.

Das Zero.MT4 Kontomodell lohnt sich vor allem für Viel-Trader und Scalper (Trader, die nur wenige Minuten in einem Trade verweilen) mit Fokus auf den Devisen- und Metallhandel, denn hier bietet das Zero.MT4-Konto Vorteile, indem die Kommissionssätze mit steigendem Volumen herabgesetzt werden und somit die Trading-Kosten gesenkt werden können.

Für CFDs auf Spot-Energien und Cash-Indizes auf dem Zero.MT4 Konto wird eine Kommission erhoben, die nicht vom monatlichen Volumen abhängt und zu Pauschalsätzen berechnet wird, die in Kontraktdetails zu finden sind. In der folgenden Darstellung ist die Kostenstruktur des Zero.MT4 Kontos für die populärsten Basiswerte abgebildet.

Quelle: Admirals Kontraktdetails

Fixer oder variabler Spread - Was bedeutet das für meine Tradingkosten?

Fixer Spread

Am Beispiel für einen DAX30-Trade im Trade.MT4 Kontomodell wollen wir im Folgenden veranschaulichen, wie sich fixe Spreads auswirken.

Nehmen wir dafür an, dass Sie ein DAX30 Lot bei 11000-Punkten kaufen. Zur gleichen Zeit liegt der Bid-Kurs bei 10999,20 Punkten.

  • Szenario 1:

Wollten Sie den Kontrakt sofort wieder verkaufen, dann bekämen Sie den Bid-Kurs zur Ausführung und Sie würden bei einem gehandelten DAX30 Lot 0,80 Euro verlieren.

  • Szenario 2:

Nun steigt der DAX um 0,8 Punkte. Somit beträgt der Bid-Kurs 11000,00 und der Ask-Kurs von 11000,80 Punkte und Sie könnten den CFD-Kontrakt dann mit zu Ihrem Einstiegskurs verkaufen.

  • Szenario 3:

Steigt der DAX nach dem Entry um mehr als 0,8 Punkte, dann können Sie mit Gewinn verkaufen. Der fixe DAX30 Spread beträgt im Trade.MT4 Kontomodell während normaler Marktbedingungen 0,8 Punkte.

Die gleichen Konditionen gelten für das Trade.MT5 Kontomodell. Um zu testen, welches der vorgestellten Kontomodelle am besten zu Ihrem Tradingstil passt, testen Sie die verschiedenen Möglichkeiten am besten in einem kostenlosen Demokonto. Dort können Sie die unterschiedlichen Merkmale der Kontomodelle miteinander vergleichen und ausprobieren, bevor Sie sich für ein Livekonto entscheiden.

Variabler Spread

Beispiel für einen DAX-Trade im Zero.MT4 Kontomodell, bei dem variable Spreads vorherrschen: Sie kaufen ein DAX30 Lot bei 11000-Punkten. Zur gleichen Zeit liegt der Bid-Kurs bei 10999,80 Punkten.

Jedoch müssen Sie hier nach Kauf auch eine Kommission in Höhe von 0,3 Punkten pro Lot bezahlen. Bei einem DAX30 Lot entspricht das einem Gegenwert von 0,30 Euro.

Weiterhin müssen Sie beachten, dass beim Verkauf Ihrer Position ebenfalls eine Kommission pro Lot in Höhe von 0,3 Punkten anfällt.

Insgesamt zahlen Sie somit für ein DAX-CFD-Lot 0,60 Euro an Kommission. Damit belaufen sich Ihre Tradingkosten auf 0,2 Punkte Spread plus der Kommission von 0,6 Punkten.

Wie Sie sehen, sind im Falle einer Long-Position bzw. Short-Position im DAX30 die Kosten genauso hoch wie im klassischen Trade.MT4 Kontomodell mit typischem Spread.

Wenn Sie mehr über den DAX und das DAX Trading erfahren wollen, dann informieren Sie sich in folgendem Video über die verschiedenen Möglichkeiten, den DAX zu handeln, die unterschiedlichen Handelsplätze und Spreads:

Beispiele für den Spread im Trading 

Forex Spread 

Was ist der Forex Spread? Per Definition ist der Forex Spread die Differenz zwischen dem höchsten Kaufkurs auf dem Markt und dem niedrigsten Verkaufskurs auf dem Währungsmarkt. Mit anderen Worten, es ist die Differenz zwischen den entsprechenden Ask- und Bid-Kursen für jedes Währungspaar. 

✅ Forex steht im Englischen für "Foreign Exchange", was im Deutschen mit "Devisenhandel" übersetzt wird. 

Nehmen wir ein Beispiel für die Berechnung des Spreads für das Währungspaar USDCHF. Zur Vereinfachung der Berechnung und des Verständnisses finden Sie unten ein Chart mit Kursen für dieses Währungspaar. 

Quelle: MetaTrader 5, USDCHF M1-Chart, abgerufen am 21. Mai 2021. Bitte beachten Sie: Vergangene Performances sind kein verlässlicher Indikator für zukünftige Ergebnisse.  

Die obige Abbildung zeigt ein Minutenchart des Währungspaares USDCHF, das ausschließlich zum Zweck der Demonstration der Spread-Berechnung dargestellt wird. Im Chart entspricht der ASK-Preis dem Preisniveau von 0,89633 und der BID-Preis dem Preisniveau von 0,89619.  

✔️ Um den Spread zu berechnen, ziehen Sie den BID-Preis vom ASK-Preis ab. Nämlich: 0,89633 - 0,89619 = 0,00014 oder 14 Pips. Wenn also ein Händler einen Trade zu dem im Chart angezeigten Zeitpunkt eröffnet, beträgt sein Spread 14 Pips.  

Im vorigen Absatz wurde der Spread für den Forex Markt vorgestellt, und zwar für das Währungspaar USDCHF. Betrachten wir den folgenden Spread für zwei andere Märkte: den Aktienmarkt und den Rohstoffmarkt. Die nachstehenden Charts und die Kurse wurden nur zur Veranschaulichung der Berechnung von Spreads in verschiedenen Märkten ausgewählt und stellen keine Anlageberatung dar.

Der Spread im Aktienmarkt 

✔️ Was ist der Spread am Aktienmarkt? In Analogie zur Definition des Spreads auf dem Devisenmarkt ist der Börsen Spread die Differenz zwischen dem Geld- und Briefkurs auf einem beliebigen Markt. 

Quelle: MetaTrader 5, Bayer (#BAYR) M1-Chart, abgerufen am 26. Mai 2021. Bitte beachten Sie: Vergangene Performances sind kein verlässlicher Indikator für zukünftige Ergebnisse.  

Nachdem wir die Frage "Was ist der Spread an der Börse?" beantwortet haben, wollen wir sehen, wie man ihn berechnet. 

➠ Im obigen Chart der Bayer-Aktie können wir deutlich die Ask- und Bid-Linien erkennen. Der Ask-Preis auf dem Chart liegt bei 55,200 und der Bid-Preis bei 55,180. 

Um den Spread zu berechnen, führen wir die folgenden Berechnungen durch: Ask - Bid = 55,200 - 55,180 = 0,020. Der Kurs der Bayer-Aktie wird in Euro angegeben, der Spread beträgt also 2 Cent pro Aktie. 

✍Es ist wichtig zu beachten, dass sich variable Spreads jederzeit ändern können. Mit anderen Worten, zeitweise kann es 1 Cent pro Aktie sein, zu anderen Zeiten wiederum 3 Cent oder mehr. 

Der Spread wird für die meisten anderen Aktien auf die gleiche Weise berechnet.  

Es ist wichtig, den Spread beim Trading zu berücksichtigen, um Trades mit einem relativ großen Spread zu vermeiden. Gleichzeitig bauen nur wenige Trader darauf basierende Trading Strategien auf. Um zu erfahren, wie man einen Trading Plan erstellt, der eine Vielzahl von Marktaspekten beinhaltet, lesen Sie bitte den entsprechenden Artikel. 

Der Spread im Rohstoffmarkt 

Per Definition in der Finanzwelt unterscheidet sich die Berechnung des Spreads beim Rohstoffhandel nicht von anderen Märkten. Schauen wir uns das folgende Beispiel an. 

Quelle: MetaTrader 5, ARABICA M1-Chart, abgerufen am 27. Mai 2021. Bitte beachten Sie: Vergangene Performances sind kein verlässlicher Indikator für zukünftige Ergebnisse. 

Die Abbildung oben zeigt die Spread-Berechnung für Arabica-Kaffee. Der Ask-Preis auf dem Chart liegt bei 153,90 und der Bid-Preis bei 153,54. Die Größe des Spreads ist: Ask - Bid = 153,90 - 153,54 = 0,36. 

Dieses Handelsinstrument wird in US Dollar (USD) notiert. Daher beträgt der berechnete Spread 36 Cent. 

✔️ Wie sieht der Spread aus? Wenn ein Trader in diesem Moment auf dem Chart eine Kaufposition (BUY) eröffnet, dann eröffnet er sie zum Ask-Preis = 153,90. Gleichzeitig wird diese Position zum Geldkurs geschlossen, per Definition. Wenn der Trader also eine Position eröffnet, wird er automatisch mit dem Spread konfrontiert. 

Ähnlich verhält es sich, wenn Sie eine Verkaufsposition (SELL) eröffnen. Diese Position wird zum Geldkurs = 153,54 eröffnet und zum Briefkurs geschlossen. 

Für mehr Komfort kann die Ask-Linie auch im Chart angezeigt werden. Klicken Sie dazu im MetaTrader 5-Chart rechts und wählen Sie "Eigenschaften". Klicken Sie dann auf "Zeigen" und setzen Sie ein Häkchen neben "Ask-Preis-Linie anzeigen". Analog dazu können Sie die Bid-Linie im Kurschart aktivieren oder löschen. 

Was ist Spread Trading?

Spread Trading, auch Pairs Trading oder Statistical Arbitrage genannt, ist ein Handelsstil, der sehr lukrativ sein kann.

Das Ziel dabei ist, Abweichungen von korrelierenden (gleichlaufenden) Handelsinstrumenten in Gewinne umzumünzen. Spread-Trading hat somit nichts mit dem Kosten-Spread zu tun, sondern bezeichnet eine Handelsstrategie.

Beim Spread Trading handeln Sie immer zwei Positionen gleichzeitig.

Dabei wird ein Finanzinstrument gekauft (Long-Position) und ein anderes simultan in gleicher Volumenhöhe verkauft (Short-Position). Dabei sollten die zu handelnden Märkte in einer direkten Verbindung zueinander stehen. Solche Beziehungen existieren beispielsweise zwischen Gold und Silber, WTI Crude Oil und Brent Oil oder bei Indizes wie DAX und Dow Jones.

Beim Spread Trading gewinnen Sie in drei von vier Fällen.

  1. Beide Preise können ansteigen, die Long-Position steigt aber stärker als die Short-Position.
  2. Beide Preise können fallen, die Long-Position fällt aber weniger als die Short-Position.
  3. Beide Preise entwickeln sich entgegengesetzt, die Long-Position steigt und die Short-Position fällt.

Wenn Sie einen Spread-Trade eröffnet haben, kann Ihnen die Richtung, die der Gesamtmarkt einschlägt, egal sein. Denn Sie sind immer in der einen Position long und in der anderen short.

Solange der gekaufte Wert mehr ansteigt, als der verkaufte Wert fällt, gewinnen Sie. Das Gleiche gilt auch umgekehrt: So lange der Wert, den Sie verkauft haben, mehr Ertrag erzielt als der gekaufte Wert verliert, erzielen Sie einen Gewinn.

Prinzipiell entwickeln sich DAX und Dow Jones sehr ähnlich. Doch durch die unterschiedlichen Börsenöffnungszeiten wird der DAX am Vormittag deutscher Zeit reger gehandelt als der Dow Jones.

Deshalb kommt es manchmal zu überzogenen Reaktionen der deutschen Händler, die im Laufe des Handelstages wieder auf ihr Normalmaß zurückkehren.

Eine gute Möglichkeit, Positionen aufzubauen wäre beispielsweise, wenn der DAX in Erwartung der Wallstreet-Eröffnung aufgrund von vorbörslichen US-Futures-Indikationen schon vorgelaufen ist. Oftmals pegeln sich dann die beiden Indizes zum Start der US-Session wieder auf ihr „normales Verhaltensmuster" ein. Diese Kursmuster kann ein Trader mit Spread Trading nutzen.

Ein weiterer Vorteil beim Spread Trading im Intraday-Bereich ist, das keine Finanzierungskosten anfallen. Im Trade.MT4 Kontomodell können Sie CFDs auf die beiden Indizes 24h handeln, so dass Sie immer und zu jeder Zeit Ihre Gewinne und Verluste der Spread Position sehen.

Um herauszufinden, ob das Spread Trading eine für Sie geeignete Strategie ist, empfiehlt es sich, ein kostenloses Demokonto zu eröffnen, mit dem Sie risikofrei unter realen Marktbedingungen das Trading testen können.

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Die Höhe des Spreads ist ausschlaggebend

Mit steigender Trading-Frequenz oder bei besonderen Handelsstrategien werden Transaktionskosten erfolgskritisch für Anleger.

Deshalb sollte hier genau hingeschaut und mit spitzem Bleistift nachgerechnet werden. Die wenigsten Trader machen es wahrscheinlich, aber wenn man sich mal die Mühe macht und alle Kosten, die man in der Vergangenheit für Trades bezahlt hat, zusammenrechnet, dann wird einem sehr schnell klar, welchen Anteil die Tradingkosten am Erfolg einnehmen.

Bei der Suche nach dem richtigen Broker sollten Sie neben so wichtigen Dingen, wie der Regulierung, den verfügbaren Handelsinstrumenten und den möglichen Trading Hebeln, auch auf die Konditionen, in Form von Kosten, achten.

Allgemein muss man zwischen verschiedenen Arten von Tradingkosten unterscheiden. Sie können in Form von Kommissionen, aber auch in Form von Spread Kosten auftreten.

Ein CFD-Broker sollte verschiedene Kontomodelle offerieren, um dem individuellen Trader die richtige Kostenstruktur bieten zu können. Einen Broker ohne Spread zu finden, ist vermutlich ein aussichtsloses Unterfangen. Einen Broker mit niedrigem Spread können Sie hingegen leicht finden, wenn Sie verschiedene Angebote vergleichen.

Die variablen Kontomodelle und fairen Konditionen von Admirals bieten jedem Handelsstil und Anlegertypen die perfekte Kostenstruktur. Nicht zuletzt deswegen wird Admirals Jahr für Jahr von Kunden und professionellen Fachjurys als einer der besten Broker mit Auszeichnungen prämiert.

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Dieses Material beinhaltet keine und sollte nicht als Investmentberatung, Investmentempfehlung, Angebot oder Werbung für jegliche Art von Transaktion mit Finanzinstrumenten aufgefasst werden. Bitte seien Sie sich bewusst, dass Artikel wie dieser keine verlässlichen Voraussagen für gegenwärtige oder zukünftige Entwicklungen darstellen, da sich die Umstände jederzeit ändern können. Bevor Sie irgendeine Art von Investment tätigen, sollten Sie einen unabhängigen Finanzberater konsultieren, um sicherzustellen, dass Sie die vorhandenen Risiken richtig verstehen und einschätzen können.

Jens Chrzanowski
Jens Chrzanowski Niederlassungsleiter und Mitglied des globalen Group Management Boards | Berlin |

Gründer und Leiter des deutschen Büros von Admirals seit 2011. Vorherige berufliche Stationen bei FXCM, E*TRADE und der Deutschen Bank.