DAX mal anders - diese DAX Hebelprodukte gibt es auch für Kleinanleger

November 16, 2021 17:20 UTC

Vielleicht haben sie schon von Hebelprodukten auf den DAX gehört. Aber auch für Neueinsteiger ist es interessant zu wissen, dass man den DAX mit Hebel handeln kann.

Was DAX Hebelprodukte überhaupt sind, für wen sie eine Anlagestrategie darstellen könnten und wie Sie persönlich den Dax hebeln können, lesen Sie hier.

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Kann ich den DAX nicht einfach kaufen?

Der DAX ist einer der wichtigsten europäischen Aktienindizes, da Deutschland über die größte Volkswirtschaft Europas verfügt. Seit seiner Erweiterung im September 2021 beinhaltet er die 40 größten (gemessen an der Marktkapitalisierung der im Streubesitz befindlichen Aktien) deutschen Unternehmen. Damit gehört er zum Prime-Standard-Börsensegment der Frankfurter Wertpapierbörse, welches die höchsten Anforderungen an Transparenz stellt.

Wenn man versteht, was ein Börsenindex überhaupt ist, beantwortet sich die Frage, ob man „den DAX“ direkt kaufen kann, von selbst. Im Allgemeinen ist ein Index ein Indikator oder ein Maß für etwas. Einfach ausgedrückt, ist ein Index in der Welt des Investierens ein hypothetisches Portfolio von Wertpapieren, das eine Anlageklasse, einen Markt oder ein Marktsegment repräsentieren soll.

Indizes spielen in jeder Phase des Anlageprozesses eine wichtige und informative Rolle. Wirtschaftswissenschaftler analysieren mit ihrer Hilfe wirtschaftliche Trends und Investoren treffen ihre Entscheidungen auf der Grundlage ihrer Prognosen.

Institutionelle Anleger nutzen Indizes zur Risikoanalyse, zur Entwicklung von Anlagerichtlinien und zur Erstellung von Strategien für die Vermögensverteilung. Nahezu alle Arten von Anlegern nutzen sie, um die Leistung ihrer Anlageportfolios zu bewerten.

Da ein Index also ein hypothetischer Aktienkorb ist, kann man nicht direkt in ihn investieren. Es werden jedoch zum Beispiel von Fondsemittenten Tausende von Anlageprodukte, die Indizes nachbilden, angeboten. Dazu gehören Investmentfonds, börsengehandelte Fonds (Exchange Traded Funds, oder ETFs) und Derivate wie DAX Hebelprodukte.

Indexnachbildende Instrumente unterscheiden sich von aktiv verwalteten dadurch, dass sie nicht versuchen, durch Anlageentscheidungen einen bestimmten Markt oder ein Segment davon zu übertreffen. Ihre Rolle ist vielmehr, einen Index möglichst genau nachzubilden, indem sie die gleichen Wertpapiere mit derselben Gewichtung wie im Index selbst halten.

Bei solchen Produkten, die auch als "passiv verwaltet" bezeichnet werden, berechnet und veröffentlicht der Indexanbieter den Index und der Produktemittent lizenziert die Rechte zur Erstellung des auf dem Index basierenden Anlageprodukts. Der Produktemittent verwaltet die Kapitalflüsse, notiert das Produkt an einer Börse oder stellt es auf andere Weise zum Kauf zur Verfügung, zum Beispiel im Over the Counter (OTC) Markt, also im Direkthandel.

Index-Investitionen sind in der Vergangenheit immer beliebter geworden, da diese passive Strategie im Zeitverlauf eine bessere Performance als aktivere Anlagen aufweist, insbesondere nach Abzug von Gebühren und Steuern.

Was sind überhaupt Hebelprodukte?

Kurz gesagt sind Hebelprodukte Finanzinstrumente, die es Tradern ermöglichen, sich stärker am Markt zu engagieren als es ihr Kapitaleinsatz eigentlich erlauben würde. Das klingt auf den ersten Blick etwas verwirrend, aber genau das ist die Hebelwirkung: Sie verstärkt potentielle Gewinne (aber auch Verluste!) mit dem Faktor des Hebels, der im englischen Sprachgebrauch „Leverage“ genannt wird.

Leverage Trading ist also eine Anlagestrategie, bei der geliehenes Geld eingesetzt wird, um die potenzielle Rendite einer Anlage zu erhöhen. Jedes Finanzinstrument, das es Ihnen ermöglicht, eine Position einzugehen, die am Markt mehr wert ist als Ihr ursprünglicher Einsatz, ist ein Hebelprodukt. Verschiedene Hebelprodukte funktionieren auf unterschiedliche Weise, aber alle steigern das Gewinn- und Verlustpotenzial eines Händlers.

Wie kommt aber die Hebelwirkung überhaupt zustande? Verantwortlich ist die sogenannte Margin. Sie kaufen also ein Finanzprodukt mit dem Nominalwert x, zahlen aber nicht den gesamten Gegenwert, sondern nur eine Sicherheitsleistung (x-y) an Ihren Broker. Dieser Teilbetrag wird als Margin im Trading bezeichnet.

Das Spiegelbild der Margin ist der Hebelfaktor. Wenn Sie als Beispiel eine Margin von 20 Prozent einzahlen, beträgt der Hebelfaktor fünf (100:20). Ihr potentieller Gewinn kann also fünf Mal höher ausfallen, als bei einer nicht gehebelten Anlage. Hier noch ein konkretes Beispiel, bei dem die klassische Investition in Aktien mit dem Kauf eines CFDs bei einer Margin von 10% verglichen wird.

Quelle: Eigene Darstellung 

Um es zu wiederholen: Privatanleger sollten sich immer bewusst machen, dass der Hebel in beide Richtungen wirkt. Es können also auch Verluste verstärkt werden. Das bedeutet, dass man nicht ahnungslos oder unvorbereitet in den Derivatehandel mit Hebelprodukten einsteigen sollte.

Dem berühmten Investor Warren Buffett wird folgender Satz zugeschrieben: „Wenn man Unwissenheit und Hebel kombiniert, erhält man einige sehr interessante Ergebnisse.“ Einer der besten Wege, um diese Art von Ergebnissen zu vermeiden, ist mit einem kostenlosen Demokonto die Welt des Tradings erst einmal ohne Risiko zu testen.

Einige der wichtigsten gehebelten Produkte werden im Folgenden näher betrachtet. Zu den beliebtesten der letzten Jahre gehören Differenzkontrakte (CFDs).

Wann machen DAX Hebelprodukte mehr Sinn als eine Investition in Aktien oder ETFs?

Die Entscheidung, DAX Hebelprodukte zu traden oder direkt in die Aktien des Index zu investieren beziehungsweise diese über einen ETF zu kaufen, hängt von Ihren individuellen Präferenzen ab.

Das Trading folgt einer anderen Logik als das Investieren. Wo der Trader versucht, durch häufiges Kaufen und Verkaufen (im Daytrading werden die Positionen am selben Tag geöffnet und wieder geschlossen) und so zahlreiche, kleinere Gewinne zu erzielen, folgt der Aktieninvestor dem Diktum von Börsenaltmeister André Kostolany: „Kaufen Sie Aktien, nehmen Sie Schlaftabletten und schauen Sie die Papiere nicht mehr an. Nach vielen Jahren werden Sie sehen: Sie sind reich.“

Der springende Punkt hierbei ist „nach vielen Jahren“. In der Tat zeigt die Erfahrung, dass bei einem (sehr) langen Anlagehorizont die Börsenindizes stets im Schnitt eine akzeptable Rendite abgeworfen haben. Allerdings kann diese Phase gerne 20 Jahre und länger dauern.

Und im Zeitverlauf kann ein Problem auftreten, das Kostolany selbst so beschrieben hat: "An der Börse sind 2 mal 2 niemals 4, sondern 5 minus 1." Er meint damit, dass es an den Börsen immer auch Phasen fallender Kurse gibt. Diese Rückschläge muss ein Anleger aussitzen können.

Und gerade in solchen Phasen können DAX Hebelprodukte mehr Sinn als eine Investition in Aktien machen. Mit Finanzinstrumenten wie CFDs können Sie nämlich sogar bei fallenden Kursen einen Gewinn erzielen. Möglich wird das durch das sogenannte Shorten. Es eignet sich übrigens auch als Hedging-Strategie, mit der Sie Ihr Aktienportfolio gegen Verluste absichern können.

Wer also nicht 20 Jahre warten und mit den Aktien des deutschen Leitindex eine aktivere Rolle einnehmen möchte, sollte sich überlegen, DAX-Hebelprodukte zu traden. Hier ein Überblick der Möglichkeiten.

Diese DAX Hebelprodukte gibt es

Optionen/Optionsscheine

Optionen gehören zu den sogenannten Derivaten. Das sind Finanzinstrumente, die sich von einem Basiswert (Underlying) ableiten. Ein Optionskontrakt bietet dem Inhaber die Möglichkeit, den zugrunde liegenden Vermögenswert entweder zu kaufen oder zu verkaufen. Im Gegensatz zu Futures (unbedingtes Termingeschäft) ist der Trader aber nicht verpflichtet, die Transaktion durchzuführen.

Mit Call-Optionen kann man den Vermögenswert zu einem bestimmten Preis innerhalb eines festgelegten Zeitrahmens kaufen, mit Put-Optionen verkaufen. Jeder Optionsvertrag hat ein fixes Verfallsdatum, bis zu dem der Inhaber seine Option ausüben muss. Der angegebene Preis für eine Option wird als Ausübungs- oder Strike-Preis bezeichnet.

Eine Indexoption gibt dem Vertragsinhaber das Recht, den Wert eines zugrunde liegenden Index wie beispielsweise des DAX, zum angegebenen Ausübungspreis am oder vor dem Verfallsdatum der Option zu kaufen oder zu verkaufen. Es werden dabei also keine tatsächlichen Aktien ge- oder verkauft.

Optionsscheine, englisch „warrants“, unterscheiden sich von Optionen vor allem dadurch, dass sie nicht an Börsen gehandelt werden. Vielmehr geben Unternehmen selbst Optionsscheine aus, um sich Kapital zu beschaffen.

Warrants werden meist mit einem deutlichen Preisabschlag im Vergleich zu dem Underlying, also der hinterlegten Aktie, getradet. Man kann also sagen, dass sie gewissermaßen einen eingebauten Hebel besitzen. Optionsscheine neigen dazu, die prozentuale Veränderungsbewegung gegenüber dem Aktienkurs zu übertreiben. Das gilt für steigende wie sinkende Kurse. Warrants haben also das Potenzial zu überproportionalen Gewinnen und Verlusten gleichermaßen.

Futures

Wie erwähnt, sind Futures unbedingte Termingeschäfte. Index-Futures sind Terminkontrakte, bei denen ein Händler heute einen Finanzindex kaufen oder verkaufen kann, der zu einem späteren Zeitpunkt abgerechnet wird.

Index-Futures werden verwendet, um auf die Richtung der Kursbewegung eines Index wie des DAX zu spekulieren. Investoren nutzen Index-Futures auch, um ihre Aktienpositionen gegen Verluste abzusichern, also zu hedgen.

Futures sind komplexe Finanzinstrumente und gelten auch wegen ihres Risikoprofils gerade für Neulinge am Finanzmarkt als ungeeignet.

Knock-out-Scheine

Diese Instrumente, die auch Hebelzertifikate oder einfach Knock-outs genannt werden, haben einen eingebauten Mechanismus, der dazu führt, dass der Schein wertlos verfällt, wenn ein bestimmtes Kursniveau des Basiswerts erreicht wird. Dabei kann es sich um eine Unter- („bullischer“ Knock-out) oder Überschreitung („bärischer“ Knock-out) handeln.

Da Knock-out-Scheine das Gewinnpotenzial (aber auch die potenziellen Verluste) für den Käufer begrenzen, können sie zu einer geringeren Prämie erworben werden als eine entsprechende Option ohne Knock-out-Bestimmung.

Knockouts gelten als Spekulationsinstrumente und werden vor allem auf den Rohstoff- und Devisenmärkten von großen Instituten eingesetzt. Sie können auch im Freiverkehr (OTC-Markt) gehandelt werden.

Gerade Knock-outs mit hoher Hebelwirkung empfiehlt die Börse Frankfurt nur sehr risikobereiten Anlegern. Für den durchschnittlichen Kleinanleger sind CFDs besser geeignet.

CFDs  

Ein CFD (Contract for Difference oder Differenzkontrakt) ist ein Vertrag zwischen einem Käufer und einem Verkäufer, in dem festgelegt ist, dass eine Partei der anderen die Differenz zwischen dem aktuellen Wert des Underlyings verglichen mit dem Zeitpunkt des Vertragsabschlusses zu zahlen hat. CFDs bieten Tradern daher die Möglichkeit, von Kursbewegungen zu profitieren, ohne die zugrunde liegenden Vermögenswerte zu besitzen.  

Im Wesentlichen können Anleger mit CFDs darauf spekulieren, ob der Kurs des Underlyings steigen oder fallen wird. Der Wert eines CFD-Kontrakts berücksichtigt also nur die Kursveränderung zwischen Ein- und Ausstieg. Dies wird durch einen Vertrag von Kunde und Broker erreicht, ohne dass eine Aktien-, Devisen-, Rohstoff- oder Terminbörse genutzt wird.  

Der Handel mit CFDs bietet mehrere wesentliche Vorteile, die die enorme Beliebtheit dieser Instrumente in den letzten zehn Jahren noch verstärkt haben. Ein Nachteil besteht darin, dass man nicht nur bei steigenden, sondern auch bei fallenden Kursen Geld verlieren kann.

Zu diesen Vorteilen gehören der Zugang zum Basiswert zu niedrigeren Kosten als beim direkten Kauf des Vermögenswerts, die einfache Ausführung und die Möglichkeit, „long“ oder „short“ zu gehen. Man kann also sowohl von steigenden als auch von fallenden Preisen profitieren.

Die Kosten für den Handel mit CFDs umfassen meistens den Spread - die Differenz zwischen dem Geldkurs (Kaufpreis) und dem Briefkurs – und/oder Kommissionen. Da beides Transaktionskosten darstellen, die sich renditeschmälernd auswirken, sollten Anleger bei der Wahl des Online-Brokers auf möglichst niedrige Spreads und Kommissionen achten.

CFDs können also eine Option sein, um einen Index zu traden. Bei Admirals finden Sie ein stark nachgefragtes Produkt, den DAX40 CFD. Dieser CFD ist ab einer Kontraktgröße von nur 0,1 Lot verfügbar, dem sogenannten Mini-Lot (ein Lot ist die Einheit, die die Größe einer Transaktion darstellt; das Standard-CFD-Lot beträgt 1).

Außerdem können Sie bei uns auch einen Future auf den DAX via CFDs handeln:

Quelle: Admiral Markets Website, abgerufen am 6. November 2021 um 10:05 Uhr

Wie kann ich DAX Hebelprodukte handeln?

Um DAX Hebelprodukte traden zu können, benötigen Sie einen Trading Account bei einem Online-Broker. Bei der Auswahl Ihres Brokers sollten Sie darauf achten, dass dieser reguliert, professionell und seriös ist.

Admirals ist seit vielen Jahren auch im deutschsprachigen Raum ein etablierter Broker. Darüber hinaus bietet Admirals mit dem DAX40 CFD eines der beliebtesten DAX Hebelprodukte im Markt. Die Popularität beruht nicht zuletzt auf den günstigen Konditionen.  

Einige der Hauptmerkmale dieses Bestsellers sind:

  • Typischer Spread von nur 1,0 Punkten während der gesamten Haupthandelszeit.
  • Positive sowie negative Slippage wird voll weitergegeben.
  • Als Mini-Lot verfügbar.
  • Keine Kommissionen oder Ordergebühren, Sie zahlen nur den Spread.
  • Keine Requotes.
  • Keine Mindestabstände für Stop Loss (SL) & Take Profit (TP).
  • Attraktive Marginanforderung ab 5% für Retail Clients.
  • Gehen Sie Long oder Short und versuchen Sie, von steigenden sowie fallenden Kursen profitieren.  

Jetzt DAX 40 CFD traden

Zum Schluss noch eine kurze Schritt-für-Schritt-Anleitung, wie Sie Ihrem Ziel, den Dax mit Hebel zu traden, näherkommen:

Schritt 1: Registrierung  

Klicken Sie auf der Startseite von Admirals oben rechts auf „Registrieren“ und folgen Sie den Anweisungen.  

Schritt 2: Trading Software herunterladen

Der weltweit verbreitete MetaTrader ist bei Admirals in den Versionen MT5 und MT4 kostenlos verfügbar. Im Kundenportal von Admirals, dem sogenannten Trader Room, können Sie Ihre Version herunterladen.

Schritt 3: Mit dem Demokonto üben

Bevor sie ein Livekonto eröffnen und mit echtem Geld traden, sollten Sie sich die Gelegenheit nicht entgehen lassen, alle Abläufe vollkommen kostenlos und risikofrei mit einem Demokonto einzuüben.

Schritt 4: Livekonto eröffnen

Mit diesem Schritt sind Sie schon fast am Ziel. Mit einem Livekonto verlassen Sie den Demomodus und agieren tatsächlich an den Märkten.

Schritt 5: Geld auf Ihr Konto einzahlen

Bevor es dann endgültig mit dem Trading losgehen kann, ist Ihr Konto noch zu kapitalisieren. Das ist bequem Online über verschiedene Wege möglich, wie das folgende Video zeigt:

Schritt 6: Den ersten Trade platzieren

Suchen Sie sich ein für Sie passendes DAX Hebelprodukt wie unseren DAX 40 CFD aus und machen Sie Ihren ersten echten Trade im MetaTrader.

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Dieses Material beinhaltet keine und sollte nicht als Investmentberatung, Investmentempfehlung, Angebot oder Werbung für jegliche Art von Transaktion mit Finanzinstrumenten aufgefasst werden. Bitte seien Sie sich bewusst, dass Artikel wie dieser keine verlässlichen Voraussagen für gegenwärtige oder zukünftige Entwicklungen darstellen, da sich die Umstände jederzeit ändern können. Bevor Sie irgendeine Art von Investment tätigen, sollten Sie einen unabhängigen Finanzberater konsultieren, um sicherzustellen, dass Sie die vorhandenen Risiken richtig verstehen und einschätzen können. 

Jens Chrzanowski
Jens Chrzanowski Niederlassungsleiter und Mitglied des globalen Group Management Boards | Berlin |

Gründer und Leiter des deutschen Büros von Admirals seit 2011. Vorherige berufliche Stationen bei FXCM, E*TRADE und der Deutschen Bank.