So finden Sie den besten DAX ETF 2021

Mai 18, 2021 12:25 UTC

Eine Wundertüte heißt so, weil sie Überraschungen enthält. Wer hineingreift, weiß nicht, was er in den Händen halten wird. 

Bei der Vermögensanlage möchte man solche Überraschungen möglichst vermeiden. Gerade deshalb werden DAX ETF oft als solides Investment gepriesen.

Sind ETF auf den DAX aber wirklich so gut wie ihr Ruf es verspricht? Was ergibt ein DAX ETF Vergleich? Können Sie Ihre Anlageziele vielleicht eher mit einem CFD (Contract for Difference) auf den DAX erreichen? 

Diese und weitere Fragen wollen wir im Verlauf des Artikels klären. Los geht's!

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Was genau ist ein DAX ETF?

Ein Exchange Traded Fund (ETF) ist ein Investmentfonds, der wie eine Aktie an der Börse gehandelt wird.

ETFs bieten die besten Eigenschaften zweier beliebter Anlageklassen: Sie haben die Diversifikationsvorteile von Investmentfonds und bieten gleichzeitig die Transparenz des Aktienhandels. 

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Wie alle Finanzprodukte sind auch ETFs kein Allheilmittel. Sie sollten jeden einzelnen ETF daher immer nach seinen spezifischen Merkmalen wie Verwaltungskosten, Handelbarkeit und vor allem der Qualität der Anlagestrategie beurteilen.

ETFs bieten Ihnen die Möglichkeit, in einen Korb von Vermögenswerten zu investieren, ohne dass Sie alle Komponenten einzeln kaufen müssen. Und das zu vergleichsweise geringen Kosten.

Die zahlreichen Vorteile, die ETFs zugeschrieben werden, haben in den letzten 15 Jahren zu einem enormen Anstieg in der Beliebtheit dieser Anlageklasse geführt, wie die folgende Grafik zum weltweit in ETF angelegten Vermögen (in Mrd. USD) zeigt:

Quelle: Statista.de, Entwicklung des in börsengehandelten Fonds (ETFs) angelegten Vermögens (2003-2020), abgerufen am 28. Oktober 2021.

Ein ETF funktioniert wie folgt: Bei einem ETF besitzt der Fondsanbieter die zugrundeliegenden Vermögenswerte, entwirft einen Fonds, der deren Wertentwicklung abbildet, und verkauft dann Anteile dieses Fonds an Anleger. 

Die Anteilseigner besitzen einen Teil eines ETF, aber nicht die zugrundeliegenden Vermögenswerte im Fonds. Dennoch profitieren Anleger in einem ETF, der einen Aktienindex wie zum Beispiel den deutschen Leitindex DAX abbildet, bei eventuellen Gewinnausschüttungen der Aktiengesellschaften – entweder in Form von Dividendenzahlungen oder durch die Reinvestition in Fondsanteile. 

Während ETFs so konzipiert sind, dass sie den Basiswert nachbilden - sei es ein Rohstoff wie Gold oder ein Korb von Aktien wie der DAX - werden sie zu Marktpreisen gehandelt, die in der Regel von diesem Vermögenswert abweichen. Außerdem können längerfristig die Renditen eines ETFs unter anderem wegen seiner Kosten von denen des zugrunde liegenden Vermögenswerts abweichen.

Diese Vor- und Nachteile kann ein DAX ETF haben

Wie jedes Finanzinstrument haben auch DAX ETFs gewisse Vor- und auch Nachteile, die man kennen sollte.

DAX ETF Vorteile:

  • Diversifikation: Der Kern der Diversifikation ist es, sein Geld so aufzuteilen, dass das Risiko gestreut wird. Viele Anleger denken bei dem Thema an eine Aufteilung über verschiedene Anlageklassen wie zum Beispiel Aktien, Anleihen oder Rohstoffe. Ein DAX ETF ermöglicht Anlegern auch eine horizontale Diversifikation innerhalb der Anlageklasse Aktien. Es würde viel Geld und Mühe kosten, alle 40 im DAX gelisteten Titel einzeln zu kaufen. Ein DAX ETF hingegen liefert diese Risikostreuung für Ihr Portfolio in einem Zug.
  • Transparenz: Jeder, der über einen Internetzugang verfügt, kann das Kursgeschehen für einen bestimmten ETF an einer Börse abfragen. Darüber hinaus werden die Bestände eines Indexfonds täglich veröffentlicht, während dies bei aktiv verwalteten Investmentfonds nur monatlich oder vierteljährlich geschieht. ETF sind also sehr transparent.
  • Steuerliche Vorteile: Anleger werden in der Regel erst beim Verkauf ihrer Anteile besteuert, bei Investmentfonds können diese Belastungen schon während der Haltedauer anfallen.

DAX ETF Nachteile:

  • Handelskosten: Die Kosten für ETFs können über die reinen Verwaltungskosten hinausgehen. Da ETFs börsengehandelt sind, fallen unter Umständen Provisionsgebühren an. Viele – aber nicht alle - Broker haben sich dazu entschlossen, ihre ETF-Provisionen auf null zu senken.
  • Illiquidität: Wie auf jedem Finanzmarkt, muss auch bei ETFs Angebot und Nachfrage zueinander passen. Ist der Markt nicht liquide, kann genau das unter Umständen ausbleiben und Sie finden im Zweifel keinen Käufer für Ihre ETF Anteile. Daher ist es gut, sich auf liquidere Papiere wie zum Beispiel ETFs auf den DAX zu konzentrieren. Jedoch sollten Sie immer im Kopf behalten, dass Verluste und Illiquidität auch hier auftreten können. 
  • Risiko, dass der ETF geschlossen wird: Der Hauptgrund für eine Fondsschließung ist, dass nicht genügend Anlegergelder eingesammelt werden konnten, um die Verwaltungskosten zu decken. Für Investoren kann das die Unannehmlichkeit bedeuten, Anteile ungewollt verkaufen zu müssen - und das möglicherweise mit Verlust.

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Diese unterschiedlichen DAX ETF Typen gibt es

Viele unerfahrene Anleger denken möglicherweise, es gebe nur einen DAX und dementsprechend auch nur einen DAX ETF. Dem ist jedoch nicht so. 

Wie viele andere ETFs auch können sich DAX ETFs in der Methode, wie sie einen Index nachbilden („replizieren“), unterscheiden. Auch wie der jeweilige ETF mit Dividenden und erwirtschafteten Gewinnen umgeht, kann unterschiedlich ausfallen. Sehen wir uns das genauer an.

Indirekte und direkte Replikation 

Ein ETF mit physischer Replikation, auch als direkte oder vollständige Replikation bezeichnet, bildet einen Index nach, indem er die zugrunde liegenden Wertpapiere des Index direkt kauft. Ein DAX ETF investiert daher in die 40 größten Unternehmen Deutschlands und gewichtet sie mit dem gleichen Prozentsatz wie der DAX Index selbst.

Bei indirekter oder synthetischer Nachbildung werden Swaps (englisch für Tausch) und andere Finanzderivate verwendet, um eine genaue Replikation eines bestimmten Vermögenswerts zu erreichen. Für Anleger, die die damit verbundenen Risiken verstehen, kann ein synthetischer ETF ein sehr effektives und kosteneffizientes Instrument zur Indexnachbildung sein.

Wie funktioniert die indirekte Replikation? Anstatt die zugrunde liegenden Wertpapiere oder Vermögenswerte zu halten, nutzen synthetische ETF Financial Engineering, um die gewünschten Ergebnisse zu erzielen.

Sie verwenden dabei Derivate wie zum Beispiel Swaps, um den Index abzubilden. Der ETF-Anbieter schließt ein Geschäft mit einer Gegenpartei (in der Regel eine Bank) ab, die verspricht, dass der Swap den Wert des jeweiligen Index, den der ETF abbildet, zurückgibt.

Beide ETF Arten bieten Vor- und Nachteile, die Anleger kennen sollten. Ein Risiko, das bei synthetisch replizierenden ETFs in der Tendenz größer ist, besteht darin, dass der Fondsanbieter ein Swap-Geschäft mit einem Finanzinstitut eingehen muss. Damit ist er dem Ausfallrisiko der Gegenpartei ausgesetzt.

Die Pluspunkte synthetischer ETF liegen in der verbesserten Nachverfolgung von Vermögenswerten, deren physische Verwahrung kostspielig ist. Dazu gehören zum Beispiel Rohstoffe, die gelagert werden müssen. Für DAX ETF, die schlicht den Index 1:1 abbilden, fallen diese Vorzüge synthetischer Replikation nicht ins Gewicht.

Hier nochmal die beiden ETF-Arten tabellarisch gegenübergestellt:

Quelle: Eigene Darstellung
  Physischer DAX ETF Synthetischer DAX ETF

Basiswert

Wertpapiere des Index

Swaps und Sicherheiten

Transparenz

Transparent

Vergleichsweise niedrig

Kontrahentenrisiko

Begrenzt

Höher als bei physischen ETF

Kosten

Transaktionskosten und Managementgebühren

Swap Kosten und Managementgebühren

Als Fazit lässt sich festhalten: Synthetische ETFs sind dann am sinnvollsten, wenn es unmöglich oder zu teuer ist, die zugrunde liegende Anlage auf andere Weise zu kaufen, zu halten und zu verkaufen. Die Tatsache, dass solche ETFs ein Kontrahentenrisiko beinhalten, sollte jedoch nicht ignoriert werden.

Thesaurierende und ausschüttende ETFs

Die Wortherkunft des Begriffs „thesaurierend“ ist das griechische thesauros, oder „Schatzhaus“ und bedeutet so viel wie horten oder anhäufen.

Der Unterschied zwischen thesaurierenden und ausschüttenden ETFs ist, dass erstere erzielte Gewinne sofort wieder in den Fonds re-investieren, während letztere die Gewinne an die Anteilseigner auszahlen. 

Der Hauptvorteil einer Thesaurierung liegt – unter sonst gleichen Bedingungen – darin, dass vor allem bei längerer Haltedauer höhere Renditen zu erwarten sind. Einer der Gründe hierfür ist der Zinseszinseffekt. 

DAX ETF Vergleich: Entscheidet allein die Performance? 

Unterschiedliche DAX ETFs zu vergleichen, ist gar nicht so einfach. Das Ergebnis hängt von verschiedenen Faktoren, die über die Wertentwicklung hinausgehen, ab. Dieser Abschnitt hilft Ihnen dabei, sich zu entscheiden und den für Sie richtigen DAX ETF zu kaufen.

Zuerst ist es wichtig, die etwas kryptischen Bezeichnungen in den Namen der ETFs zu entschlüsseln. Hat man das geschafft, ist der Rest schon viel leichter. Die folgende Abbildung zeigt, welche Bestandteile der Name eines ETF auf den DAX haben kann. 

Quelle: Admirals, eigene Darstellung

Außerdem gibt es noch ein paar Begriffe, die man kennen sollten, um einen DAX ETF Vergleich sinnvoll durchzuführen. Hier sind die Wichtigsten:

  • ISIN steht für International Security Identification Number. Sie beinhaltet einen Ländercode (zum Beispiel DE für Deutschland oder LU für Luxemburg), der den Sitz der Fondsgesellschaft angibt. Danach folgt eine zehnstellige Zahl. Mit der ISIN kann man im Dickicht tausender ETF jeden einzelnen genau identifizieren. Allein mit den Namen, die teilweise täuschend ähnlich sein können, ist das deutlich komplizierter.
  • Ticker: Das Tickersymbol ist eine drei- oder vierstellige Abfolge von Buchstaben und Zahlen, mit deren Hilfe man einen bestimmten ETF schnell zum Beispiel in einer Handelssoftware wie dem MetaTrader finden kann. 
  • Net Asset Value (NAV) gibt den Gesamtwert eines Fondsvermögens an. Ermittelt wird er durch die Addition sämtlicher Vermögenswerte des Fonds, abzüglich aller Verbindlichkeiten. Geteilt durch die Anteile entspricht der NAV im Wesentlichen, aber nicht zwangsläufig, dem Kurs des ETF.
  • UCITS ist die Abkürzung für die ziemlich sperrige Bezeichnung Undertakings for Collective Investments in Transferable Securities. Ist z.B. ein DAX ETF mit UCITS gekennzeichnet, gilt das als Qualitätsmerkmal. Denn es bedeutet, dass der Fonds den in der EU geltenden Regulierungen unterliegt.
  • TER: Die Total Expense Ratio oder Gesamtkostenpauschale gibt alle Verwaltungsgebühren eines Fonds gerechnet auf ein Jahr an. Neben den eigentlichen Transaktionskosten (möglich sind zum Beispiel Ordergebühren oder Ausgabeaufschläge) ist die TER der prozentuale Anteil Ihrer Investition in ein DAX ETF, die Sie das Halten für ein Jahr kostet. Logisch also, dass je niedriger die TER, desto höher die potenzielle Nettorendite.
  • DR steht für Direct Replication, also die direkte, physische Nachbildung eines Index.
  • ACC bedeutet “accumulating” (deutsch: anhäufend) und bezeichnet thesaurierende DAX ETF. Eine weitere geläufige Bezeichnung mit gleicher Bedeutung ist 1C.

Die folgende Tabelle stellt einige DAX ETF beispielhaft gegenüber. Nach vier „klassischen“ ETF auf den DAX zeigen zwei Spezialfälle, wie Sie Ihr Portfolio unter Umständen mit einem DAX ETF, der auf fallende Kurse setzt, und einem gehebelten ETF sinnvoll ergänzen können.

Fondsname/

Ticker Symbol/

ISIN

Wertentwicklung (NAV) in %

Fonds-

vermögen

 in Euro

TER (%)

Ertragsver-

wendung

Index-

abbildung

 

1 Jahr

5 Jahre

       

Xtrackers DAX UCITS ETF (Ticker: DBXD; ISIN: LU0274211480)

+46,56 

+51,4

4 Mrd. 

0,09

Thesaurierend

Physisch

iShares Core DAX UCITS ETF (EXS1; DE0005933931)

+46,18

+52,31

6,9 Mrd.

0,16

Thesaurierend

Physisch

Lyxor DAX (DR) UCITS ETF (LYY7; LU0252633754)

+46,47

+51,19

806 Mio.

0,15

Thesaurierend

Physisch

Xtrackers DAX Income UCITS ETF (XDDX; LU0838782315)

+46,55

+51,34

578 Mio.

0,09

Ausschüttend

Physisch

Spezialfälle

Xtrackers ShortDAX Daily Swap UCITS ETF 1C (DXSN; LU0292106241)

-35,95

-50,33

304 Mio.

0,40

Thesaurierend

Synthetisch

Lyxor Daily LevDAX UCITS ETF (LYY8; LU0252634307)

+105,71

+84,10

145 Mio.

0,35

Thesaurierend

Synthetisch

Quelle: finanzen.net, abgerufen am 28. Oktober 2021

Sollte ich einen DAX ETF kaufen oder lieber traden? 

Anleger unterscheiden sich bezüglich Risikoappetit und Gewinnerwartung. Finanzinstrumente und Strategien sind so zahlreich, das es schwer fallen kann, den Überblick zu behalten.

Worauf es also ankommt, ist, für sich zu entscheiden, zu welchem Anlegertyp man gehört und welche Instrumente für einen selbst geeignet sind. Ein guter Startpunkt in dieser Überlegung ist die grundsätzliche Unterscheidung zwischen langfristigem Investment und kurzfristigem Trading. 

Der Investor wählt seine Anlageobjekte mit Bedacht, von deren mittel- bis langfristiger Wertsteigerung er überzeugt ist. Dann wartet er geduldig ab, bis er häufig erst nach vielen Jahren verkauft.

Der Trader recherchiert und analysiert genauso, bevor er sein Geld an den Märkten riskiert. Aber anstatt gemächlich auf die Vermehrung seines Vermögens zu warten, versucht er, von dem kurzfristigen Auf und Ab der Kurse zu profitieren. 

Die Rolle des Traders ist also eine aktivere. Dafür braucht es starke Nerven und eine gewisse Toleranz gegenüber Hektik. Auch wer zu übertriebenen Emotionen neigt, ist gut beraten, dem Trading fern zu bleiben.

Das klassische Beispiel für Investieren sind Aktien und ETFs. Trader greifen eher auf derivative Finanzprodukte wie CFDs (Contracts for Difference) zurück. 

Hier die beiden Ansätze noch einmal gegenübergestellt:

Quelle: Eigene Darstellung
 

Investment

Trading

Anlegerverhalten

Passiv

Aktiv

Tempo

Langsam

Schnell

Zeithorizont

Langfristig

Kurzfristig

Risiko

+

++

Gewinnaussichten

+

++

Was bedeutet das jetzt für ein Engagement im deutschen Leitindex DAX, der die 40 größten Aktiengesellschaften beinhaltet? Indexinvesting ist von seiner Natur her passiv, Gewinne und Verluste entsprechen einfach der Entwicklung des Index im Zeitverlauf.

Dass es aber auch den Wunsch gibt, aktiver in das Geschehen einzugreifen, sieht man zum Beispiel an dem im vorherigen Abschnitt erwähnten Lyxor Lev DAX ETF, mit dem der Index gehebelt wird. Mit CFDs, also Contracts for Difference, gibt es ein Hebelprodukt, mit dem aktive Trader auf den DAX spekulieren können.

CFDs sind derivative Finanzprodukte. Das bedeutet, dass sich ihr Wert von der Entwicklung eines Basiswerts (englisch: Underlying) ableitet. Dieser Underlying kann auch ein Index wie der DAX, oder ein börsengehandelter Fonds, also ein DAX ETF sein. 

Ein CFD ist also ein Differenzkontrakt, mit dem zwei Parteien (der Trader und ein CFD Broker) auf die Kursentwicklung des Basiswerts spekulieren und vereinbaren, sich bei Ablauf des Vertrages gegenseitig die Preisdifferenz zwischen Öffnen und Schließen der Handelsposition auszugleichen.

CFDs können aus folgenden Gründen attraktiv sein:

  • Margin: Der Trader bringt bei einem CFD lediglich einen prozentualen Anteil des Kontraktwertes als Sicherheitsleistung ein. Das ist die sogenannte Margin. Dadurch ist es möglich, mit relativ wenig Kapital eine vergleichsweise hohe Vertragssumme zu handeln.
  • Hebelwirkung: Der Hebel ist das Gegenstück zur Margin. Angenommen, Sie zahlen als Margin 5 % des Kontraktwerts auf Ihr Handelskonto ein. Dann hat der Hebel einen Faktor von 20 (100/5), um den das Handelsergebnis verstärkt wird. Aber Vorsicht: Ein Trading Hebel wirkt sich auf Gewinne und Verluste aus!
  • Short gehen: Mit CFDs können Sie problemlos auch auf fallende Kurse setzen. Dadurch ist es möglich, entweder direkt zu profitieren, wenn der DAX fällt oder mit einem Short CFD auf den DAX Ihr Gesamtportfolio abzusichern (Hedging).
  • Transaktionskosten: Im Vergleich zum direkten Investment in Aktien oder in einen DAX ETF können die Kosten bei CFDs deutlich geringer ausfallen.

Um Ihnen die Entscheidung DAX ETF oder DAX Trading leichter zu machen, sollten Sie drei Möglichkeiten, von der Entwicklung des deutschen Leitindex zu profitieren, gegenüber stellen: Ein Investment in einen DAX ETF, das Trading via CFD auf einen DAX ETF oder der direkte CFD Handel auf den DAX40.

Welche dieser drei Alternativen für Sie in Betracht kommt, hängt in erster Linie von Ihrer individuellen Situation ab. Zwar unterscheiden sich die Instrumente auch in den Details ihrer Kontraktdetails, jedoch sind zunächst übergeordnete Merkmale wie die Folgenden ausschlaggebend für Ihre Wahl. Daher sollten Sie diese fünf Punkte für sich bewerten und gewichten:

  1. Anlagehorizont: Wie schnell möchten Sie Ergebnisse erzielen? Wenn Sie in einen DAX ETF investieren, können Sie diesen jahrelang halten. CFDs dagegen sind kurzfristig zu handeln, in der Regel und im Rahmen einer Daytrading Strategie sogar am selben Tag. Bedenken Sie dabei auch, dass bei allen CFDs Übernacht-Haltekosten anfallen. Das macht sich insbesondere an Wochenenden bemerkbar.
  2. Zeitaufwand: Wenn Sie sich für die Rolle des aktiven Traders entscheiden, sollten Sie den damit verbundenen Aufwand nicht unterschätzen. Das Daytrading ist schnelllebig, die Marktentwicklungen müssen permanent beobachtet werden, um sofort reagieren zu können. Das bedeutet viele Stunden am Computer zu verbringen.
  3. Risikoprofil: Es liegt in der Natur dieser Finanzinstrumente, dass ein DAX ETF ein geringeres Risiko mit sich bringt als ein Derivat wie der DAX40 CFD. Aber mit höherem Risiko gehen auch höhere Ertragschancen einher. Es ist schließlich nicht jedermanns Sache, jahrelang auf einen Profit zu warten.
  4. Erfahrung: CFDs sind komplexere Produkte als ein DAX ETF. Das bedeutet, dass es neben einer soliden Traderausbildung auch einer gewissen Erfahrung bedarf, um damit Erfolg zu haben. Gerade wenn Sie diese noch nicht besitzen, empfiehlt es sich, mit einem kostenlosen Demokonto zu üben, bevor Sie zum Beispiel den DAX40 CFD traden.
  5. Kapitaleinsatz: Ganz grundsätzlich sollten Sie nur Geld an den Finanzmärkten einsetzen, das Sie zumindest kurzfristig nicht benötigen. Im Extremfall sollten Sie sogar einen Verlust Ihres Kapitals verschmerzen können. In diesem Zusammenhang kommt einer der größten Vorteile von CFDs zum Tragen: Durch die Margin kann im Vergleich zu einem traditionellen DAX ETF mit weniger Kapital mehr bewegt werden.

Wie kann ich bei Admirals in einen DAX ETF investieren?

Ganz gleich, ob Sie sich für DAX ETFs oder CFDs auf den DAX entscheiden: Um einzusteigen, sind nur wenige Schritte notwendig.

Livekonto eröffnen 

Bevor Sie „Live“ gehen, sollten Sie idealerweise mit dem oben erwähnten, kostenlosen Demokonto Erfahrung gesammelt haben. Echtes Geld können Sie dann mit einem Livekonto einsetzen. Zur Eröffnung ist eine Registrierung auf der Website von Admirals notwendig.

Handelsplattform herunterladen

Als registrierter Nutzer – und falls Sie es nicht schon für das Demokonto getan haben - können Sie dann unter dem Menüpunkt „Handelsplattform“ auf der Website den MetaTrader in Version 4 oder 5 herunterladen und installieren. Für ein Investment in DAX ETF ist der MetaTrader 5 erforderlich. Verfügbar ist die Trading Plattform für Windows, Mac, Android oder iOS.

Konto kapitalisieren 

Um dann in einen DAX ETF investieren zu können, müssen Sie Geld auf Ihr Livekonto einzahlen, es kapitalisieren. Dazu loggen Sie sich im Kundenportal von Admirals mit den bei der Registrierung vergebenen Daten ein.

Die Zahlung kann per Banküberweisung, Kreditkarte oder auch mit Online Dienstleistern wie Klarna oder Skrill durchgeführt werden.

Denken Sie daran, Ihr Konto rechtzeitig zu kapitalisieren. Je nach gewählter Zahlungsmethode kann es nämlich etwa drei Werktage dauern, bis das Geld verfügbar ist. 

Hier nochmal eine Zusammenfassung des Einzahlungsvorgangs in 90 Sekunden:

DAX ETF wählen und investieren 

Wenn dann alles bereit ist, können Sie zur Tat schreiten und ein DAX ETF kaufen. Das machen Sie direkt im MetaTrader.

Als Beispiel hier der Kauf des Xtrackers DAX UCITS ETF (DBXD, LU0274211480) im MetaTrader 5 Demokonto, Schritt für Schritt:

1. Den gewünschten DAX ETF finden. Dazu suchen Sie im Marktübersichtsfenster des MetaTrader einfach nach dem Tickersymbol. 

Quelle: MetaTrader 5, Marktübersicht

2. Wenn Sie den DAX ETF der Liste hinzugefügt haben, öffnen Sie durch Doppelklick auf das Tickersymbol das Auftragsfenster:

Quelle: MetaTrader 5, Auftragsfenster

3. Um den Auftrag zum geltenden Marktpreis auszuführen, wählen Sie als Typ „Börsenausführung“, wie im Screenshot oben.

4. Dann geben Sie das gewünschte Handelsvolumen an. Weitere mögliche Ordereinstellungen sind die Festlegung eines Stop Loss, um eventuelle Verluste zu begrenzen, oder eines Take Profit, um Ihren Gewinn zu realisieren, sobald der Kurs ein bestimmtes Niveau erreicht.

5. Die Füllungsart bezieht sich darauf, wie Ihre Order ausgeführt werden soll. 

Quelle: MetaTrader 5, Auftragsfenster

Die Möglichkeiten sind:

  • Return Order: Hier sind Teilausführungen möglich, ein eventuelles Restvolumen wird nicht storniert.
  • FOK Order: Bei der „Fill or Kill” Order geht es um alles oder nichts. Entweder ist das gewünschte Handelsvolumen verfügbar, oder es wird nicht ausgeführt.
  • IOC Order: Hier heißt es „Jetzt oder nie“. Ausgeführt wird das sofort im Markt verfügbare Volumen, der Rest wird storniert.

6. Um den Kauf schließlich durchzuführen, genügt ein Klick auf den „Kaufen“ Button. Die Transaktion wird dann, wie im letzten Screenshot unten gezeigt, bestätigt. In diesem Fall wurde zum Kurs von 147.32 EUR ausgeführt.

Quelle: Admirals MT5 Supreme Edition, Order ausgeführt

Sollten Sie sich noch nicht bereit für ein Livekonto fühlen, testen Sie das Investment in einen DAX ETF zunächst in risikofreier Umgebung in einem kostenlosen Demokonto, in dem Sie unter realistischen Marktbedingungen mit virtuellem Geld investieren und traden können.

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