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So tradet man den DAX Short

September 07, 2020 14:36 UTC
Lesezeit: 8 Minuten

So tradet man den DAX Short

Wer den DAX short handelt, geht davon aus, dass der Kurs des Index fallen wird. Mit dem richtigen Tradinginstrument ist es möglich, aus jedem Kursrückgang Gewinne zu realisieren. Je nach Marktsituation sind Hebelzertifikate, Knockouts oder CFDs (Contracts for Difference) das Mittel der Wahl. Für Privatanleger ist insbesondere der CFD Handel geeignet, da er dank niedriger Anfangsinvestitionen einfach zugänglich und weniger kompliziert als die anderen Handelsoptionen ist. Darüber hinaus gibt es den sogenannten ShortDAX. Worum es sich dabei handelt und wie sich die Handelsmethoden unterscheiden, erklären wir nachfolgend.

Was ist der ShortDAX?

Viele Aktienindizes wurden so konzipiert, dass sich eine positive Entwicklung ausschließlich durch steigende Kurse der enthaltenen Aktien erzielen lässt. Die Deutsche Börse Group hat mit dem Short DAX einen Index ins Leben gerufen, der entgegengesetzt zum DAX verläuft. Verliert dieser zum Beispiel 50 Punkte, steigt der ShortDAX im selben Zeitraum um eben diesen Wert. Steigt der Wert des Deutschen Aktienindex jedoch um zwei Prozent an, gibt der Short DAX in gleichem Maße nach.

Anleger mit negativen Markterwartungen haben somit die Chance, mittels Index-Zertifikaten oder ETFs (Exchange Traded Funds) Gewinne in schwachen Börsenphasen zu erzielen. Investoren profitieren sogar bei seitwärts tendierenden Notierungen im Deutschen Aktienindex. Denn zusätzlich zum Anlagekapital werden auch die Mittel, die durch Leerverkäufe der Index-Aktien frei werden, sicher am Geldmarkt angelegt. Für den Short DAX werden der Kurs-Index und der Perfomance-Index berechnet.

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Die Vor- und Nachteile des ShortDAX

Vorteile

Für erfahrene Investoren, die die Vorzüge des ShortDAX kennen, eröffnen sich beim Handel diverse Vorteile. Wird der Short DAX zum Beispiel mit anderen Produkten im Portfolio klug kombiniert, ist es möglich, so eventuelle Verluste auszugleichen und gleichermaßen von niedrigen Handelskosten zu profitieren. Der ShortDAX wird in erster Linie als ETF gehandelt, so dass die Order- und Verwaltungsgebühren für die Anlage in den Short DAX vergleichsweise gering ausfallen.

Nachteile

Mit der Kapitalanlage in einen ShortDAX ETF gehen auch Risiken einher, die Anleger beachten müssen. Dazu sehen wir uns ein Beispiel an:

Wir nehmen an, dass der Deutsche Aktienindex von heute auf morgen von 12.300 auf 12.800 Punkte steigt. Dies entspricht einer Erhöhung von 4,07 Prozent. Der Kurs des ShortDAX würde in diesem Fall um 4,07 Prozent sinken. Sollte der DAX am Tag darauf auf 12.300 Punkte zurückfallen, würde dies einer Senkung von 3,91 Prozent entsprechen, auf die der Short DAX mit einer Kurssteigerung um 3,91 Prozent reagiert. Da er vorher aber um 4,07 Prozent gefallen ist, ergibt sich eine Differenz von 0,16 Prozent. An diesem Handelstag hätte der Aktienindex noch weiter sinken müssen, damit der Investor einen Gewinn oder einen Ausgleich erzielt.

Ein sinkender Kurs des DAX bedeutet also nicht automatisch einen Gewinn für den Investor, auch wenn ein Short DAX ETF den Deutschen Aktienindex umgekehrt proportional abbildet und um denselben Prozentsatz steigt, den der Index vorher gesunken ist. Sowohl beim DAX als auch beim Short DAX werden die Kurse täglich berechnet. Deshalb ist das Verlustrisiko allgemein recht hoch. Zwar können Gewinne im Vergleich zu einer direkten Investition überproportional hoch ausfallen, das Gleiche gilt aber auch für Verluste. Der Anleger kann vor allem in Seitwärtsphasen dabei in Schwierigkeiten geraten.

Wie kann ich noch von fallenden DAX Kursen profitieren?

Neben dem ShortDAX ETF gibt es weitere Möglichkeiten, von fallenden DAX Kursen zu profitieren.

Zertifikate

Anleger, die davon ausgehen, dass der DAX Kurs in nächster Zeit fallen wird, können entsprechende Short Zertifikate kaufen. Mit jedem Punkt, den der Kurs sinkt, verdient der Investor dann Geld durch die Wertsteigerung seines Zertifikats. Im welchem Verhältnis sich dieses zum zugrundeliegenden Wert entwickelt, richtet sich nach der Konstruktion des jeweiligen Finanzprodukts.

An der Börse können Anleger Short Zertifikate unter anderem als Bonus- und Discount-Zertifikate kaufen. Weit verbreitet sind zudem die sogenannten Knock-Out Short Zertifikate. Dabei gibt es eine Besonderheit: Fällt die Börse stark und unterschreitet eine bestimmte Marke, verfällt der Wert der Zertifikate komplett. Hier ist von der Knock-Out-Schwelle die Rede. Diese macht die Short Zertifikate zu einer vergleichsweise spekulativen Anlage, die das Risiko eines Totalverlustes birgt.

Für eher konservative Anleger sind Short Zertifikate mit einem konstanten Hebel besser geeignet. Die Entwicklung dieser Zertifikate lässt sich eindeutig berechnen: Wenn der Deutsche Aktienindex beispielsweise um ein Prozent steigt, verliert das Hebel-Zertifikat entsprechend zwei Prozent an Wert.

Grundsätzlich kommen zwei Gruppen von Käufern für Short Zertifikate in Frage. Die erste Gruppe will auf fallende Kurse im Rohstoffhandel oder an den Aktienmärkten spekulieren. Die zweite Personengruppe ist in diversen Märkten engagiert und setzt auf einen weiteren Aufwärtstrend. Sollten sich die Märkte aber schlechter entwickeln als vorhergesagt, wollen sich die Investoren abgesichert wissen. Dies ist mit Short Zertifikaten möglich. Diese müssen dann so gewählt werden, dass sie die direkten Verluste durch ihre Wertsteigerungen bestmöglich ausgleichen können.

Knockouts

Knockouts sind keine komplett neue Erfindung. Optionen mit einer Knockout-Struktur waren bereits in den Anfangszeiten des Optionsschein-Marktes bekannt. Nach und nach setzten sich die Knockouts als eigene Produktklasse durch. Damit werden privaten Anlegern Terminkontrakte in Form von handelbaren Wertpapieren zugänglich gemacht. Im Laufe der Zeit haben sich viele verschiedene Varianten herausgebildet, wie zum Beispiel Mini-Futures, Waves, Turbo-Zertifikate oder Shorts.

Knockouts sind Hebelprodukte, mit denen Händler auf steigende und fallende Kurse von Währungen, Rohstoffen, Aktien oder eben Indizes wie dem DAX setzen können, und zum Teil unterschiedlich konstruiert, lassen sie aber trotzdem mit den bekannten Standard-Optionsscheinen vergleichen. Allerdings ist ihr Kursverhalten aufgrund ihrer Konstruktion einfacher für Anleger zu verstehen. So bilden die Knockouts die Kursveränderungen eines zugrundeliegenden Wertes beinahe im Verhältnis eins zu eins ab. Steigt zum Beispiel der DAX um einen Punkt, so steigt entsprechend auch der Kurs des Hebel-Zertifikats.

Es gibt zu den Optionsscheinen aber einen wesentlichen Unterschied: Wenn die Notierung ein zuvor festgelegtes Kursniveau – die bereits erwähnte Knockout-Schwelle – unter- oder überschritten hat, verfallen Knockouts sofort. Andererseits steigert diese Schwelle die Hebelwirkung der Zertifikate, was ihren Erfolg bei den Händlern in den zurückliegenden Jahren erklärt. Durch die großen Hebel können bei kleinen Kursbewegungen im Vergleich zu Optionsscheinen höhere Gewinne erzielt werden.

CFDs

Bei Contracts for Difference (CFDs) handelt es sich um Differenzkontrakte, bei denen der Händler keine Aktienanteile kauft, sondern durch den Kauf des CFD an der Kursentwicklung eines bestimmten Basiswertes beteiligt wird.

Geht der Investor also zum Beispiel von einer negativen Wertentwicklung des DAX aus, geht er short, platziert also eine Sell-Order. Andersherum kann er long gehen, also eine Buy-Order platzieren, wenn er an eine positive Entwicklung glaubt. Entwickelt sich der Kurs dann entsprechend der Vorhersage des Traders, erzielt dieser Gewinne. Im umgekehrten Fall erleidet seine Position Verluste.

Die Hebelwirkung spielt in diesem Zusammenhang eine wichtige Rolle. Diese kann sowohl die möglichen Gewinne als auch die Verluste vervielfachen. Bei allen in der EU regulierten Daytrading Brokern liegt der maximal nutzbare Hebel für Retail Clients für den DAX CFD bei 1:20, während sich der Maximalhebel für Professional Clients auf 1:500 beläuft.

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Sollte ich den ShortDAX oder den DAX Short traden?

CFDs sind die am einfachsten zugängliche und günstigste Möglichkeit für Privatanleger, den DAX Short zu traden. Die Vorteile liegen auf der Hand: CFDs unterliegen keinem Zeitwertverlust, da sie keine begrenzten Laufzeiten haben (mit Ausnahme von Futures CFDs). Es ist möglich, CFD-Positionen einige Tage oder Wochen zu halten, wobei hier die Konditionen für das Halten von Übernacht-Positionen (Swaps) beachtet werden müssen. Der Handel mit CFDs bietet sich somit vor allem für das Daytrading und den mittelfristigen Handel an.

Bei Admiral Markets können Sie im DAX CFD Short gehen, wenn Sie erwarten, dass der Kurs des Index sinken wird. Wenn Sie den DAX30 CFD handeln, fallen keine Ordergebühren an, Sie zahlen Intraday ausschließlich den Spread. Als Handelssoftware dient der MetaTrader 4 oder 5. Den DAX CFD können Sie rund um die Uhr (außer am Wochenende) traden.

Um die Handelsplattform kennenzulernen und Ihre DAX Short Trading Strategien auszuprobieren, empfehlen wir Ihnen die Eröffnung eines kostenlosen Demokontos. Dieses ermöglicht es Ihnen, in realistischer Marktumgebung zu traden, ohne eigenes Geld riskieren zu müssen. Sobald Sie sich ausreichend gewappnet fühlen, können Sie dann jederzeit zum Live Trading wechseln.

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Dieses Material beinhaltet keine und sollte nicht als Investmentberatung, Investmentempfehlung, Angebot oder Werbung für jegliche Art von Transaktion mit Finanzinstrumenten aufgefasst werden. Bitte seien Sie sich bewusst, dass Artikel wie dieser keine verlässlichen Voraussagen für gegenwärtige oder zukünftige Entwicklungen darstellen, da sich die Umstände jederzeit ändern können. Bevor Sie irgendeine Art von Investment tätigen, sollten Sie einen unabhängigen Finanzberater konsultieren, um sicherzustellen, dass Sie die vorhandenen Risiken richtig verstehen und einschätzen können.