Sollte ich volatile Aktien kaufen oder nicht?

April 27, 2022 11:12 UTC

Ist Volatilität gut oder schlecht? Was sind volatile Aktien genau? Und sind Aktien mit starken Kursschwankungen für Anleger zu empfehlen? Dieser Artikel hält Antworten bereit.

Volatile Aktien kaufen

Wann ist eine Aktie volatil?

Die Volatilität gibt an, wie stark die Preise eines Vermögenswerts um den Durchschnittspreis schwanken - sie ist ein statistisches Maß für die Streuung von Zeitreihen wie zum Beispiel der Renditen von Aktien.

In den meisten Fällen gilt: Je höher die Volatilität, desto riskanter ist die Geldanlage.

Auf den Wertpapiermärkten wird Volatilität oft mit großen Ausschlägen in beide Richtungen in Verbindung gebracht. Wenn zum Beispiel der Aktienmarkt über einen längeren Zeitraum um mehr als ein Prozent steigt und fällt, spricht man von einem "volatilen" Markt.

Volatile Aktien werden oft als riskanter angesehen als weniger volatile. Und zwar nicht in erster Linie wegen der Schwankungen selbst, sondern weil die Preisentwicklung von Aktien mit hoher Volatilität weniger vorhersehbar ist.

Volatilität ist für viele Anleger lästig. Schwankungen des Aktienkurses, die den Wert ihres Portfolios ständig verändern, können dazu führen, dass emotional getriebene Anlageentscheidungen getroffen werden.

Deshalb sollten Sie wissen, wie man die Volatilität berechnen kann. Dadurch bekommen Sie ein besseres Gefühl dafür, was Sie in Zukunft erwarten können.

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So wird die Volatilität einer Aktie berechnet

Es gibt mehrere Möglichkeiten, die Volatilität zu messen, darunter Beta-Koeffizienten, Optionspreismodelle und die Standardabweichung der Renditen.

Meistens ist mit Volatilität die Standardabweichung gemeint. Um diese zu berechnen, müssen Sie einen Datensatz erstellen, der die Preis- oder Wertänderungen einer Aktie in regelmäßigen Abständen (zum Beispiel täglich) verfolgt.

Wenn Sie den täglichen Schlusskurs einer Aktie kennen, idealerweise über einen langen Zeitraum, können Sie die prozentuale Veränderung von Tag zu Tag berechnen. Die einzelnen Werte zusammenaddiert und durch die Anzahl der Beobachtungen geteilt ergibt den Durchschnitt der Renditen.

Das sind dann schon alle Daten, die Sie zur Berechnung der Standardabweichung volatiler Aktien brauchen. Am einfachsten geht das mit Tabellenkalkulationsprogrammen, die dafür spezielle Funktionen bereithalten.

Die dazugehörige Formel ist die Wurzel aus den gewichteten (soll heißen, durch die Anzahl der Beobachtungen dividierten) und quadrierten Abweichungen der einzelnen Werte vom Durchschnitt:

√(1/n) × ((a−i)² + (b − i)² + ⋯ (n − i)²),

wobei:

  • n der Anzahl der beobachteten Kurswerte entspricht,
  • a, b, etc. den einzelnen Kurswerten und
  • i der durchschnittlichen Rendite.

Hier ein fiktives Beispiel in Tabellenform, bezogen auf monatliche Werte, die insgesamt vier Mal erhoben werden:

Kurs Monatsanfang in EUR  Kurs Monatsende in Euro Monatliche Rendite in %
62 66 +6,5
66 74 +12,1
74 78 +5,4
78 70 -10,3

Durchschnittsrendite= (6,5 + 12,1 + 5,4 − 10,34)/4 = 3,435 %

Die Werte in die Formel oben eingesetzt ergibt dann die Volatilität:

√(1/4) × (6,5 − 3,425 )² + ( 12,1 − 3,425)² + ... = 8,321 %

Achtung: Um Volatilitäten auch vergleichbar zu machen, sind diese immer für die gleichen Zeiträume zu berechnen. Üblich an den Aktienmärkten sind 200, 250 oder 360 Tage.

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Wann sind volatile Aktien für Anleger interessant?

Die Volatilität des Aktienmarktes ist wohl eines der am meisten missverstandenen Konzepte bei Anlegern.

Menschen neigen dazu, den Schmerz eines Verlustes stärker zu empfinden als die Freude über einen Gewinn. Deshalb kann eine volatile Aktie als unnötig riskantes Unterfangen erscheinen, obwohl sie sich ebenso oft nach oben wie nach unten bewegt.

Erfahrene Trader wissen, dass die Volatilität der Märkte dem geduldigen Anleger zahlreiche Perspektiven zum Geldverdienen an der Börse bietet. Zwar geht es bei der Geldanlage naturgemäß um ungewisse Resultate. Jeder Handel birgt sowohl das Risiko des Scheiterns als auch die Chance des Erfolgs. Ohne Volatilität ist aber die Eintrittswahrscheinlichkeit beider Möglichkeiten geringer.

Volatilität kann für Anleger jeder Couleur also von Vorteil sein. Viele konservativere Händler bevorzugen eine langfristige Strategie, das so genannte Buy and Hold. Dabei wird eine Aktie gekauft und dann über einen längeren Zeitraum, oft viele Jahre, gehalten, um die Früchte des Wachstums des Unternehmens zu ernten. Diese Strategie beruht auf der Annahme, dass der Markt zwar Schwankungen unterworfen sein kann, aber in der Regel langfristig Erträge abwirft.

Während eine Aktie mit hoher Volatilität für diese Art von Strategie eine eher suboptimale Wahl sein kann, bietet auch hier ein gewisses Maß an Volatilität tatsächlich größere Gewinnchancen. Die Kursschwankungen bieten den Anlegern nämlich die Möglichkeit, Aktien eines soliden Unternehmens zu kaufen, wenn der Kurs sehr niedrig ist, und dann auf ein kumulatives Wachstum in der Zukunft zu warten.

Für das kurzfristig orientierte Daytrading ist die Volatilität sogar noch wichtiger. Daytrader arbeiten mit Veränderungen, die von Sekunde zu Sekunde, von Minute zu Minute auftreten. Wenn es keine Preisveränderung gibt, gibt es auch keinen Gewinn.

Im Swing Trading arbeitet man mit einem etwas längeren Zeitrahmen, in der Regel Tage oder Wochen, aber die Marktvolatilität ist immer noch der Eckpfeiler dieser Strategie. Während der Preis hin und her schwankt, können kurzfristige Händler Chartmuster und andere Hilfsmittel der technischen Aktienanalyse nutzen, um die Höchst- und Tiefststände zu bestimmen.

Mithilfe von Indikatoren wie Bollinger Bändern, dem Relative Strength Index, Tradingvolumen und etablierten Unterstützungs- und Widerstandsniveaus können Swing Trader potenzielle Umkehrpunkte ausfindig machen, wenn die Kurse schwanken. Das bedeutet, dass sie in die Aktie einsteigen, sobald sich der Kurs einem Tiefpunkt nähert, und dann den Aufschwung nutzen, um beim oder nahe dem Höchststand zu verkaufen.

In ähnlicher Weise kann die Vorhersage des Zeitpunkts, an dem eine volatile Aktie ihren derzeitigen Aufwärtsschwung ausschöpft, bedeuten, dass man die Aktie Shorten kann, sobald der Abschwung beginnt.

Diese Arten von kurzfristigen Trades können im Einzelfall zu kleineren Gewinnen führen, aber eine Aktie mit hoher Volatilität kann viele Möglichkeiten bieten, den Swing zu handeln. Zahlreiche bescheidenere Auszahlungen innerhalb eines kurzen Zeitraums können durchaus lukrativer sein als ein großer Cash-out nach vielen Jahren des Wartens.

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Das Risiko bei Aktien mit hoher Volatilität

Hochvolatile Aktien können ihren Wert innerhalb eines kurzen Zeitraums in beide Richtungen dramatisch verändern. Warum aber ist das ein Problem? Schließlich könnte man einwenden, was fällt, steigt auch wieder!

Aber erstens gibt es an den Aktienmärkten immer wieder Phasen langer Seitwärtsbewegungen. Und vor allem sollten Sie bedenken, dass stets dann, wenn Sie einen Verlust in Ihrem Portfolio auszugleichen haben, prozentual höhere Kurssteigerungen eingefahren werden müssen, als es dem vorangegangen Preisverfall entspricht.

Klingt kompliziert, ist aber nur einfache Mathematik. Der Effekt kommt dadurch zustande, dass bei der Berechnung der prozentualen Rendite immer vom Ausgangs- zum Endwert gerechnet wird. Wenn Sie also beispielsweise 100 EUR investiert haben und Ihre Anlage um 10 % gestiegen ist, ist sie 110 EUR wert.

Bei einem Rückgang von 10 % würde die Anlage jedoch auf 90 EUR sinken, so dass Ihr neuer Startwert nach diesem Verlust 90 EUR betragen würde. Um wieder auf den Ausgangswert von 100 EUR zu kommen, müssten Sie also einen Gewinn von 10 EUR erzielen. Das entspricht aber einer Steigerung von 11 % (10 geteilt durch 90), die notwendig ist, um wieder auf den ursprünglichen Wert von 100 EUR zu kommen.

Der Punkt ist, je größer der Verlust, desto schwieriger ist es, ihn wieder auszugleichen. Das liegt daran, dass die Rendite, die erforderlich ist, um die Gewinnschwelle zu erreichen, viel schneller steigt als der Verlust. Zur Verdeutlichung:

  • Verliert eine Aktie 10 %, muss sie 11 % zulegen, um die Gewinnschwelle wieder zu erreichen.
  • Bei 25 % Verlust sind 33 % Zuwachs notwendig.
  • Bei minus 50 % muss sie 100 % zulegen.
  • Bei minus 80 % sind ganze 500 % nötig, um wieder im Plus zu liegen.

Eine Aktie mit hoher Volatilität, die einen erheblichen Verlust erlitten hat, kann Ihrem Portfolio also potenziell mehr schaden, denn sie setzt alle anderen Aktien in Ihrem Portfolio unter Druck, diesen Verlust nicht nur auszugleichen, sondern ihn deutlich zu übertreffen.

Mit anderen Worten: Bei volatilen Aktien muss die Kursschwankung nach oben zumindest im langfristigen Mittel stärker ausfallen als die nach unten. Sonst erleidet man Verluste.

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Tipps für den Kauf von volatilen Aktien

Angenommen, Sie möchten volatile Aktien kaufen. Aber wie findet man diese überhaupt? Es gibt mehrere Möglichkeiten, die alle einen mehr oder weniger großen Rechercheaufwand bedeuten. Hier sind fünf Tipps, wie auch Privatanleger die Suche nach volatilen Aktien gut bewerkstelligen können:

  • Top-/Flop-Listen der einschlägigen Finanzportale: Die ganz oben oder ganz unten gelisteten Titel sind auch häufig die volatilsten.
  • Online-Aktien-Screener:  Entscheidend ist die Möglichkeit, nach bestimmten Kriterien zu filtern, wie z. B Aktienkurs zwischen X und Y, durchschnittliches Handelsvolumen, relatives Volumen, Mindestspanne. Manchmal findet sich auch ein spezieller Volatilitätsfilter.
  • Einzelne Aktien analysieren und die Ursache für eine Bewegung finden: Man kann beispielsweise Gewinnberichte verfolgen, um festzustellen, welches Unternehmen die Erwartungen übertroffen hat. Die Kurse dieser Aktien werden wahrscheinlich stark schwanken, mit hoher Volatilität und starken Ausschlägen. Mit den Daten, die von den meisten kostenlosen Tools und Analyse-Websites zur Verfügung gestellt werden und einer gewissen Benutzererfahrung sollten Sie in der Lage sein, die volatilsten Aktien auf diesem Weg vor der Markteröffnung zu identifizieren.
  • Den letzten Handelstag analysieren: Achten Sie auf Aktien, die in der vorangegangenen Handelssitzung Gewinner oder Verlierer waren. Es ist sehr wahrscheinlich, dass sie ihre Gewinn- oder Verluststrähne in der Richtung des Vortages fortsetzen werden. Solange die Aktie neue Höchst- und Tiefststände bei hohem Volumen und einer überdurchschnittlich großen Preisspanne erreicht, bleibt sie im Spiel.
  • Wirtschaftskalender nutzen: Zum Beispiel Quartalszahlen können dabei helfen, die Ertragserwartungen von Unternehmen im Blick zu behalten. Mitteilungen über Quartalsgewinne oder -verluste führen häufig zu großen Kursbewegungen. Die Marktvolatilität nimmt zu, wenn Gewinne bekanntgegeben werden und Kursveränderungen von mehr als 10 % gegenüber dem Vortagesschluss sind dann nicht selten. Dies ist der Zeitpunkt, an dem ein Daytrader aus volatilen Aktien Kapital schlagen kann.
  • Analyse-Tools des Brokers nutzen, wie zum Beispiel die täglichen „Am Puls der Märkte“ Analyse- und Prognose Videos von Admirals auf YouTube.

Darum suchen Daytrader nach besonders volatilen Aktien

Informierte Anleger können die Volatilität nutzen, um durch Daytrading unabhängig von der Richtung der Kursbewegung Geld zu verdienen.

Daytrader konzentrieren sich oft auf Aktien mit hohen Umsätzen und starken Preisschwankungen, da diese Aktien die besten Möglichkeiten bieten, innerhalb von Stunden, Minuten oder sogar Sekunden Geld zu verdienen.

Daytrading ist riskant und kann in kürzester Zeit zu erheblichen finanziellen Verlusten führen. Es erfordert deshalb eine besondere Aufmerksamkeit.

Da Daytrader, die mit volatilen Aktien handeln möchten, meistens ein hohes Handelsvolumen pro Tag abwickeln und außerdem versuchen, nicht mehr Kapital zu binden als notwendig, gehen viele von ihnen den Weg, statt mit einzelnen Aktien mit CFDs (Contracts for Difference) auf Aktien zu handeln.

Was bedeutet das? Im CFD Handel wird ein Vertrag zwischen einem Käufer und einem Verkäufer abgeschlossen, in dem festgelegt ist, dass der Käufer dem Verkäufer die Differenz zwischen dem aktuellen Preis eines Vermögenswerts und seinem Wert zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses zu zahlen hat.

CFDs bieten Händlern und Anlegern die Möglichkeit, von Kursbewegungen zu profitieren, ohne die zugrunde liegenden Vermögenswerte zu besitzen. Der Wert eines CFD-Kontrakts berücksichtigt nur die Preisveränderung zwischen dem Eintritt in den Handel und dem nachfolgenden Austritt.

Dies wird durch einen Vertrag zwischen Kunde und Broker erreicht, ohne dass eine Aktien-, Devisen-, Rohstoff- oder Terminbörse genutzt wird.

Zu den Vorteilen von CFDs gehören der Zugang zum Basiswert zu niedrigeren Kosten als beim direkten Kauf des Vermögenswerts, die schnelle Orderausführung und die Möglichkeit, Long oder Short zu gehen, also nicht auf steigende, sondern auch auf fallende Kurse spekulieren zu können. Natürlich bedeutet dies im Umkehrschluss auch, dass man nicht nur bei steigenden, sondern auch bei fallenden Kursen Verluste machen kann.

Was die Kosten anbelangt, so ist der sogenannte Spread die entscheidende Größe. Diese Bid-Ask- oder Geld-Brief-Spanne ist der Unterschied zwischen An- und Verkaufspreis. Der Spread bezeichnet die Differenz zwischen dem tieferen Geldkurs (Bid) und dem höheren Briefkurs (Ask). Da CFDs meist kommissionsfrei angeboten werden, finanziert sich der Broker über diesen Spread.

Für den Trader wichtig zu beachten ist, dass zum Zeitpunkt einer Transaktion der Geldkurs immer unter dem Briefkurs liegt. Der Trader muss den Spread also erst verdienen, um einen Verkaufsgewinn erzielen zu können.

Deshalb ist es wichtig, darauf zu achten, dass der Spread, den Ihr Broker verlangt, gering ist.

Ein weiterer entscheidender Grund, warum Daytrader gerne CFDs wählen, um volatile Aktien zu handeln, ist der Hebel. Er entsteht dadurch, dass ein Trader nicht den gesamten Gegenwert eines Differenzkontrakts als Investitionskapital einbringen muss. Vielmehr zahlt er auf sein Trading Konto lediglich einen Bruchteil davon, die sogenannte Margin, als eine Art Sicherheitsleistung ein.

Im Ergebnis bedeutet das, dass der Trader am Markt ein größeres Handelsvolumen bewegt, als es mit dem eingesetzten Kapital ohne Hebel möglich wäre. Geht die Trading Strategie dabei auf, entsteht ein gehebelter Gewinn in der Größe des Hebelfaktors, der dem Kontraktwert dividiert durch die Margin entspricht. Allerdings kann der Hebel auch in die entgegengesetzte Richtung wirken und potenzielle Verluste vervielfachen.

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12 Aktien mit besonders hoher Volatilität

Hier haben wir für Sie einige interessante, volatile Aktien ausgesucht, die potenziell ein attraktives Tradingprofil bieten.

Traditionell sind Aktien in einigen Branchen volatiler als in anderen. Während die Kurse in manchen stark schwanken, sind sie in anderen Sektoren tendenziell eher stabil. Die Aktienkurse in den konservativen Sektoren bewegen sich über lange Zeiträume mit kleinen Veränderungen in einem gleichmäßigen Tempo.

Werfen wir einen Blick auf die Börsensektoren, die in der Vergangenheit über einen längeren Zeitraum hinweg die größte Volatilität aufwiesen. Dazu gehören:

  • Technologie
  • E-Mobilität
  • FAANG-Aktien (FAANG ist ein Akronym, mit dem einige der bekanntesten Unternehmen des Technologiesektors bezeichnet werden und steht für Facebook (jetzt Meta), Amazon, Apple, Netflix und Google).
  • Healthcare und Biotechnologie

Die folgende Tabelle zeigt die 12 von uns ausgewählten Aktien in abnehmender Volatilität.

Aktie  Marktkapitalisierung (in Mrd. Euro)  180 Tage Volatilität in % Aktiensymbol Branche
LI AUTO 26,45 93,09 LI.US E-Mobilität
MEDIGENE 0,75 92,31 MDG1 Healthcare
DELIVERY HERO 10,34 88,57 DHER Technologie
PLUG POWER 13,84 76,94 PLUG E-Mobilität
TESLA 975,65 65,4 TSLA E-Mobilität
GFT Technologies 1,05 70,23 GFT Technologie
TEAMVIEWER 2,59 66,13 TMV.DE Technologie
CYTOKINETICS 3,26 59,63 CYTK Healthcare
META PLATFORMS (ehemals Facebook) 557,09 58,44 FB FAANG
NETFLIX 145,45 57,15 NFLX FAANG
AIXTRON 2,19 56,48 AIXA Technologie
EVOTEC 4,90 51,11 EVT Healthcare

Volatile Aktien kaufen oder lieber aktiv traden?

Die bisherigen Erkenntnisse lassen sich wie folgt zusammenfassen: Volatile Aktien können attraktive Gewinne bescheren, aber sie sind nichts für schwache Nerven. Gerade in turbulenten Zeiten, wo die Volatilität an den Finanzmärkten allgemein zurück ist, kann dies gefährlich sein.

Nichtsdestotrotz könnten gerade etwas erfahrenere Anleger, die frei verfügbares Kapital einsetzen können und ihre Emotionen weitgehend im Griff haben, Aktien mit starken Kursschwankungen ins Auge fassen.

Um die Kosten niedrig und die mögliche Rendite damit höher zu halten, kann es ratsam sein, nicht einzelne Aktien direkt zu handeln, sondern sich über CFDs an das Thema heranzuwagen. Gerade in einem Daytrading-Szenario, wo die täglichen Handelsvolumina hoch sind, können die Börsengebühren beim echten Aktienhandel die Gewinne schnell auffressen.

Wer also damit nachts noch gut schlafen kann, über das notwendige Fachwissen und die entsprechende Erfahrung verfügt, kann mit volatilen Aktien im Daytrading Erfolg haben. Empfehlenswert ist es jedoch immer, sich zuerst in einem kostenlosen Demokonto mit dem Thema vertraut zu machen.

Was ist Volatilität?

Volatilität ist ein Maß für die Schwankung von Aktienkursen. Je höher die Volatilität, desto stärker steigen und fallen die Preise von Aktien im Zeitverlauf.

Ist hohe Volatilität für Anleger schädlich?

Zwar gilt grundsätzlich, dass hohe Volatilität für Anleger auch ein höheres Risiko bedeutet. Und da Risiko ja die Kehrseite von Rendite ist, heißt das gleichzeitig, dass hohe Volatilität auch außergewöhnliche Gewinnchancen eröffnen kann.

Wie findet man Aktien mit hoher Volatilität?

Für den Privatanleger bieten sich folgende Möglichkeiten an:

  • Einen Online-Aktienscreener verwenden.
  • Die Tops und Flops eines Börsenindex auf ihre Volatilität hin untersuchen. Oft sind solche Aktien die volatilsten.
  • Sich auf bestimmte Branchen konzentrieren, die für ihre Volatilität bekannt sind. Beispiele sind Technologie oder E-Mobilitätsaktien.

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Dieses Material beinhaltet keine und sollte nicht als Investmentberatung, Investmentempfehlung, Angebot oder Werbung für jegliche Art von Transaktion mit Finanzinstrumenten aufgefasst werden. Bitte seien Sie sich bewusst, dass Artikel wie dieser keine verlässlichen Voraussagen für gegenwärtige oder zukünftige Entwicklungen darstellen, da sich die Umstände jederzeit ändern können. Bevor Sie irgendeine Art von Investment tätigen, sollten Sie einen unabhängigen Finanzberater konsultieren, um sicherzustellen, dass Sie die vorhandenen Risiken richtig verstehen und einschätzen können. 

Jens Chrzanowski
Jens Chrzanowski Niederlassungsleiter und Mitglied des globalen Group Management Boards | Berlin |

Gründer und Leiter des deutschen Büros von Admirals seit 2011. Vorherige berufliche Stationen bei FXCM, E*TRADE und der Deutschen Bank.