Kosten Aktienkauf - das kostet eine Investition in Aktien wirklich

August 10, 2021 12:20 UTC

Wie kommen die Kosten beim Aktienkauf zustande? 

Jeder, der an den Finanzmärkten investieren möchte, sollte sich bewusst machen, dass alle Investitionen zunächst mit Kosten verbunden sind. Einmal sind das die sogenannten Opportunitätskosten, die dadurch entstehen, dass man zugunsten eines bestimmten Vermögenswerts auf einen anderen (potenziell auch rentablen) verzichtet.

Hier geht es aber um die „realen“ Aktienkauf Kosten. Leider ignorieren viele Anleger diese Ausgaben, obwohl sie großen Einfluss auf den Anlageerfolg haben können. Manche Privatanleger finden die Aktien Gebühren verwirrend oder erkennen sie nicht vollständig, weil sie durch Fachjargon verklausuliert oder im Kleingedruckten versteckt werden.

Dieser Artikel schafft Abhilfe. Der erste Schritt besteht darin, die verschiedenen Arten von Aufwendungen zu verstehen. Dafür kann zwischen all jenen Kosten, die für die Schaffung der zum Kauf und Verkauf von Wertpapieren notwendigen Voraussetzungen gehören (insbesondere die Führung eines Depotkontos) und denjenigen, die erst entstehen, wenn der Anleger tatsächlich Kauf- oder Verkaufsaufträge ausführt. Das sind die sogenannten Transaktionskosten.

Die Summe dieser Transaktionskosten kann verschiedene Elemente beinhalten, wie der nächste Abschnitt zeigt. Zudem ist deren konkrete Höhe auch die freie Entscheidung des jeweiligen Anbieters, ob Bank oder Broker. Es lohnt sich also, genauer hinzuschauen.

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Welche Gebühren können bei Aktien anfallen?

Bei einem Blick auf die Aktien Gebühren Landschaft ergibt sich kein einheitliches Bild. Zunächst ist ein Unterschied zwischen traditionellen Filialbanken, den diversen Direktbanken und schließlich modernen Online-Brokern zu machen.  

Wer welche Gebühren für den Aktienkauf und in welcher Höhe erhebt, unterscheidet sich im Einzelfall stark, wie folgende Tabelle zeigt. Als Richtschnur kann man aber davon ausgehen, dass Filialbanken immer am teuersten sind, gefolgt von den Direktbanken. In aller Regel sind Online-Broker preislich unschlagbar.  

  Sparkasse München Direktbank (z.B. DKB) Online-Broker (z.B. Admirals) 
Ankauf Wertpapiere 5.000 Euro 25 Euro plus Spesen 10 Euro Ca. 2 Euro (bei 100 Stück à 50 Euro)
Verwahrung 45 Euro pro Jahr*  0 Euro  0 Euro 
Kosten bei 10 Jahren Haltedauer  475  10 2 Euro 

 * Reduziert sich auf 9 € pro Jahr, wenn Anleger pro Quartal mindestens einmal Aktien oder Fonds kauft oder verkauft. 
Quelle: Stadtsparkasse München, DKB, Admirals (Stand: 1. März 2021) 

Nicht zuletzt wegen dieser Kostenstruktur werden Online-Broker oftmals von Kleinanlegern bevorzugt. Nachfolgend ein detaillierter Überblick von möglichen Kosten beim Aktienkauf, mit denen Sie beim Online Trading häufig konfrontiert werden.

Orderprovision und Kommission

Wenn Sie Aktien kaufen oder verkaufen, gehören Orderprovisionen der Bank oder des Brokers in der Regel zu den Kosten des Aktienkaufs. Diese können einmal ein Fixum pro Order sein, oder ein volumenabhängiger Prozentsatz, also abhängig von der Ordergröße. Häufig ist beides gleichzeitig anzutreffen.

Dazu kommen je nachdem, an welcher Börse Ihre Transaktion durchgeführt wird, noch Handelsplatzgebühren. Diese können je nach Börse (in Deutschland zum Beispiel Frankfurter oder Stuttgarter Börse) variieren.  

Auch die Aktien Gebühren im reinen Online-Handel unterscheiden sich von Broker zu Broker. Einige berechnen einen Pauschalbetrag pro Aktie, andere einen Prozentsatz des gesamten Handelswerts und wieder andere eine Kombination aus beidem.

Bei Admirals zahlen Sie eine niedrige, volumenbasierte Kommission ab 0,02 USD pro Aktie.

Depotgebühr

Ein Depot ist eigentlich nichts anderes als ein Konto, über das der Handel von Wertpapieren abgewickelt wird. Ähnlich wie die Kontoführungsgebühr beim Girokonto ist die Depotgebühr fix für einen bestimmten Zeitraum (monatlich, quartalsweise oder jährlich) zu zahlen.

Sie sollten sich schon aus Renditegründen für einen Anbieter entscheiden, der keine Depotgebühr erhebt, wie zum Beispiel Admirals.

Kontoführungsgebühr

Diese Kostenart kann beispielsweise dann zum Tragen kommen, wenn bei einer Filialbank ein Girokonto notwendig ist, um überhaupt ein Depot eröffnen zu können. Für diesen Regelfall können durchaus zwischen zwei und zehn Euro pro Monat anfallen.

In der anhaltenden Niedrigzinsphase wird es auch zunehmend schwieriger, ein kostenloses Girokonto zu finden, da viele Banken auf der Suche nach Einkommensquellen sind, was zu bislang unbekannten Ausgaben wie zum Beispiel dem Negativzins, den immer mehr Banken auf Guthaben erheben, führen kann.

Ein kostenpflichtiges Girokonto wäre also bei einer Filialbank auch Teil der Aktienkauf Kosten.

Kosten für Ein- und Auszahlungen

Zu den möglichen Kosten beim Aktienkauf gehören auch eventuelle Gebühren für Ein- und Auszahlungen auf Ihr Depotkonto. Manche Broker verlangen beides, wobei zumindest Einzahlungsgebühren kritisch zu sehen sind, da man ja schließlich Kapital braucht, um mit dem Trading beginnen kann.

Admirals verlangt für Einzahlungen keinerlei Gebühren und auch bei Auszahlungen können diese vermieden werden, wenn Sie sich Ihre Gewinne nicht häufiger als zweimal pro Monat auszahlen lassen.  

Die folgende Tabelle stellt die Aktienkauf Gebühren bei Admirals übersichtlich dar. Alle Details zu Ein- und Auszahlungen finden Sie auf der Website. 

Quelle: Eigene Darstellung

Inaktivitätsgebühren

Viele Broker erheben eine Gebühr, wenn auf einem Tradingkonto beziehungsweise Depot über längere Zeit keine Aktivitäten zu verzeichnen sind.

Kosten, die durch eine Nichtnutzung Ihres Depots entstehen, spielen als Gebühren beim Aktienkauf nur dann eine Rolle, wenn Sie den Zeitraum, an dem Sie vor dem Kauf eventuell inaktiv waren, mit in Ihre Renditebetrachtung einbeziehen. Ansonsten würde der Kauf oder Verkauf von Aktien ja die Inaktivität unterbrechen.

Dessen ungeachtet ist es natürlich gut zu wissen, welche Kosten durch einen längeren Zeitraum der Inaktivität anfallen können. Bei Admirals betragen die Inaktivitätsgebühren 10 Euro pro Monat und Konto. Allerdings fallen diese nur an, wenn Sie innerhalb der letzten 24 Monate keine einzige Transaktion durchgeführt haben und Ihr Konto keine offene Position aufweist.

Die Kosten werden auch nur dann fällig, wenn der Kontostand einen positiven Saldo aufweist. Für die meisten Anleger stellen die Inaktivitätsgebühren, so wie sie bei Admirals erhoben werden, daher lediglich einen theoretischen Kostenfaktor dar.

Kosten für die Handelssoftware

Um beim Aktien kaufen Kosten zu sparen, empfiehlt es sich, Transaktionen über einen Online-Broker abzuwickeln. Dazu benötigen Sie dann eine entsprechende Software, mit der Sie Ihre Order an den Broker weiterleiten können.

Manche Broker verlangen für diese Handelssoftware eine Gebühr. Ganz gleich, ob volumenabhängig oder als Pauschale - Aktien Gebühren in Verbindung mit der Handelssoftware wirken sich renditeschmälernd aus.

Admirals bietet Ihnen mit dem MetaTrader eine der weltweit beliebtesten Handelsplattformen zum kostenlosen Download an. Verfügbar sind die Versionen MetaTrader 4 oder 5, jeweils mit den ebenfalls kostenlosen Erweiterungen wie der hauseigenen Supreme Edition und dem StereoTrader.  

Um genau zu sein: Der StereoTrader ist unter der Voraussetzung kostenlos, dass Ihr Livekonto über freies Eigenkapital in Höhe von mindestens 2.000 EUR (oder dem entsprechenden Gegenwert in einer anderen Währung) verfügt.

Kosten für eventuelle Tools oder Indikatoren

Je nachdem, wie intensiv Sie Aktien handeln und wie umfangreich Ihr Werkzeugkasten für die technische Aktienanalyse ist (zum Beispiel mittels Indikatoren wie Bollinger Bänder oder Relative Strength Index), können dafür weitere Kosten anfallen.  

Bei manchen Brokern entstehen neben einer Gebühr für Erweiterungen der Handelssoftware auch Ausgaben für Indikatoren oder Handelsroboter (sogenannte Expert Advisor), die unter anderem am freien Entwicklermarkt verfügbar sind.

Sollten Sie kostenpflichtige Hilfsmittel einsetzen, dann sind diese Kosten des Aktienkaufs natürlich bei Ihrer Renditebetrachtung zu berücksichtigen.

Indirekt: Kosten durch Steuerabgaben

Genau genommen sind Steuern keine Kosten im eigentlichen Sinn. Allerdings muss Ihr Handelsgewinn, den Sie durch Abzug aller Kosten von ihrem Investitionsergebnis ermitteln, versteuert werden. Erst nach der Versteuerung ist der Gewinn für Sie verfügbares Einkommen.

Wenn Sie in Deutschland steuerpflichtig sind, stellt sich die Situation wie folgt dar: Auf Kapitalerträge, also auch auf Gewinne von Aktienverkäufen oder von Dividendenzahlungen, wird die Kapitalertragsteuer fällig.

Diese wird als Abgeltungssteuer (Quellensteuer) in Höhe von 25 % erhoben. Dazu kommt der Solidaritätszuschlag und je nachdem Kirchensteuer. Im Ergebnis heißt das, dass deutsche Anleger in der Regel zwischen 26,38 % und 27,99 % Steuern auf ihre Kapitalerträge zahlen müssen.

Wenn Sie die (Brutto-) Rendite Ihrer Anlagestrategie ermitteln möchten, dann können diese Steuerzahlungen nicht als Aktienkauf Kosten betrachtet werden. Schließlich fallen sie erst auf den Gewinn an.

Wenn Sie aber überlegen, ob sich ein Engagement an den Aktienmärkten unter dem Strich für sie lohnt, das heißt, wieviel Geld, das Sie später auch ausgeben können, SIe damit erwirtschaften, sollten Sie die Steuerlast durchaus im Hinterkopf haben.

Diesen Einfluss haben Aktien Gebühren auf Ihr Ergebnis

Für Aktiengeschäfte gilt dieselbe goldene Regel wie für alle anderen Geschäfte:

Gewinn=Umsatz minus Kosten

Die Erfahrung zeigt, dass viele Geschäftsleute gebannt auf ihren Umsatz starren und sich über (scheinbar) hohe Zahlen freuen. Leider vergessen Sie dabei die Kosten. Auch Anleger geraten bisweilen wegen steigender Kurse in Euphorie. Wenn dann nach Abzug aller Ausgaben der endgültige Gewinn auf dem Konto landet, kann Ernüchterung einsetzen.

Im Falle der Finanzmärkte ist das Ergebnis, welches Sie mit Ihre Kauf- und Verkaufsaktivitäten erzielen, zunächst nichts anderes als der Umsatz. Erst durch den Abzug aller Kosten können Sie Ihren tatsächlichen Gewinn ermitteln. Sie sollten also stets darauf achten, dass die Aktien Gebühren nicht zum Renditekiller werden.

Deshalb ist es auch so wichtig, schon bei der Auswahl des Online-Brokers auf die Gebühren beim Aktienkauf und die sonstigen Konditionen zu achten. Diese sind bei Admirals nach Kontomodellen geordnet transparent auf der Website einsehbar.

Wie Sie Ihre Kosten beim Aktienkauf möglichst gering halten

Um es zum Abschluss noch einmal zu wiederholen: Es ist entscheidend, auf die Kosten zu achten, weil diese neben dem Tradingergebnis selbst Ihre Rendite bestimmen. Dabei kann es aber ein Fehler sein, sich nur auf diejenigen Broker zu konzentrieren, die zumindest auf den ersten Blick die besten Konditionen anbieten.

Viele Investoren geben zum Beispiel den Orderprovisionen ein zu großes Gewicht, weil diese am sichtbarsten sind. Dabei gehen dann oft zusätzliche Kosten wie die oben genannten (zum Beispiel Gebühren für die Handelsplattform oder Inaktivitätsgebühren) unter.

Wird die Gesamtheit aller Kosten berücksichtigt, ist häufig das zunächst scheinbar günstigste Angebot tatsächlich teurer als gedacht und folglich der Gewinn, der auf Ihrem Konto landet, niedriger.

Und schließlich sollte sich auch jeder Anleger die alte Weisheit des Wirtschaftswissenschaftlers Milton Friedman, der als Begründer des Monetarismus etwas von Geld verstand, vergegenwärtigen: „There is no such thing as a free lunch.“ Soll heißen: Wer guten Service will, muss dafür bezahlen.

Der richtige (oder falsche) Broker kann dabei der ausschlaggebende Faktor sein. Trotz der Wichtigkeit der Kosten darf nämlich nicht in Vergessenheit geraten, dass Gewinne in erster Linie durch erfolgreiches Trading entstehen. Die niedrigen Kosten sind also eine notwendige, aber nicht ausreichende Bedingung, um an den Finanzmärkten Geld zu verdienen.

Deshalb sollten Sie für Ihre Investitionen einen Broker wählen, bei dem das Gesamtpaket stimmt. Admirals entwickelt sich zu einem ganzheitlichen Knotenpunkt für Ihre persönlichen Finanzen und ist bestrebt, Lösungen dafür anzubieten, wie Sie Ihr Geld investieren, verwalten und ausgeben.

Und dabei können Sie sich jederzeit unter anderem auf folgende Qualitätsmerkmale verlassen:

  • Deutscher Kundenservice mit Büro in Berlin
  • Einlagensicherung und EU-Regulierung
  • Im Marktvergleich mit die größte Auswahl an Handelsinstrumenten (mehr als 4.300 Aktien) bei niedrigen Kosten.

Mit dem richtigen Broker an Ihrer Seite sollten Sie sich also durch Gebühren nicht vom Aktienkauf abhalten lassen. 

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Dieses Material beinhaltet keine und sollte nicht als Investmentberatung, Investmentempfehlung, Angebot oder Werbung für jegliche Art von Transaktion mit Finanzinstrumenten aufgefasst werden. Bitte seien Sie sich bewusst, dass Artikel wie dieser keine verlässlichen Voraussagen für gegenwärtige oder zukünftige Entwicklungen darstellen, da sich die Umstände jederzeit ändern können. Bevor Sie irgendeine Art von Investment tätigen, sollten Sie einen unabhängigen Finanzberater konsultieren, um sicherzustellen, dass Sie die vorhandenen Risiken richtig verstehen und einschätzen können. 

Jens Chrzanowski
Jens Chrzanowski Niederlassungsleiter und Mitglied des globalen Group Management Boards | Berlin |

Gründer und Leiter des deutschen Büros von Admirals seit 2011. Vorherige berufliche Stationen bei FXCM, E*TRADE und der Deutschen Bank.