EURUSD Analyse: Erneute Inflationsangst drückt Marktstimmung

Oktober 13, 2021 17:00

Die Inflationsangst ist zurückgekehrt. Ausdruck dessen ist die Berichterstattung in den Massenmedien. Preistreiber sind aktuell vor allem die Rohstoffkosten, die teilweise zweistellig angestiegen sind.

  • EUR/USD Analyse & Wochenausblick 13.10.2021 mit Set-ups für aktive Forex-Trader
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Dies bezieht sich nicht nur auf Öl oder Gas, sondern auch auf Holz, Aluminium oder andere Güter, die zur Herstellung von Produkten benötigt werden. Experten verweisen in diesem Zusammenhang auf die Lieferketten, die nach wie vor nicht im Takt sind. Die Automobilindustrie leidet besonders unter der Chipknappheit, ein Umstand, der schon seit über 12 Monaten besteht. In vielen Unternehmen beginnt ein Umdenken, was die Lieferanten und die Lieferländer angeht. Es ist zu erwarten, das die Knappheit an Rohstoffen und Vorprodukten noch bis ins nächste Jahr reichen wird. Die Inflation wird bis dahin weiterhin hoch sein.

In Deutschland scheint es im Augenblick auf eine Ampelkoalition hinauszulaufen. Die drei Parteien sondieren weiter und loten die Möglichkeit einer Zusammenarbeit aus. Konkret Verhandlungen könnten dann noch in diesem Monat starten, eine Regierung dann im Dezember arbeitsfähig sein.

EURUSD-Rückblick (06.10.2021 - 12.10.2021)

Der EUR bewegte sich zu Beginn unseres Betrachtungszeitraums, am Mittwoch der letzten Handelswoche, im Bereich der 1,1582 und damit 100 Pips unter dem Niveau fünf Handelstage zuvor. Der EUR gab am Mittwoch zunächst dynamisch nach. Erst bei 1,1529 gelang die Stabilisierung. Eine wirkliche Erholung hat sich danach nicht eingestellt, es ging am Donnerstag in einer Box seitwärts. Am Freitag Vormittag gelang dann einer kleineren Erholung, die wieder bis 1,1586 ging. Von hier bröckelten die Notierungen etwas ab, der EUR formatierte bei 1,1572 seinen Wochenschluss. Zu Wochenbeginn ging es dann zunächst einmal an das TH von Freitag, das knapp überschritten wurde. Aber auch dieser Versuch des Ausbruchs scheiterte. Das Währungspaar gab im Nachgang dessen wieder nach und unterschritt am Dienstag nach einer Zwischenerholung erneut die 1,1550. Eine Stabilisierung gelang erst im späten Handel im Bereich der 1,1524.

Das Hoch im Betrachtungszeitraum liegt gut 100 Pips unter dem Level der Vorperiode. Das Tief wurde ebenfalls deutlich unter dem Niveau des letzten Betrachtungszeitraums formatiert. Der Wochenschluss lag erneut unter der 1,1600 als auch unter dem Niveau der Vorwoche. Die Range war mit 63 Pips in den letzten fünf Handelstagen extrem klein.

Wir hatten auf der Oberseite damit gerechnet, dass der EUR mit dem Überschreiten der 1,1575 weiter an unser nächstes Anlaufziel bei 1,1581/83 laufen könnte. Diese Bewegung hat sich eingestellt, das Anlaufziel wurde erreicht und um einige Pips überschritten, das Setup hat damit auf der Oberseite nicht gepasst. Die Rücksetzer gingen mit dem Unterschreiten der 1,1530/28 nicht an unser nächstes Anlaufziel bei 1,1519/17.

Range 06.10-12.10. 29.09.-05.10.
Hoch* 1,1587 1,1686
Tief* 1,1524 1,1562
Wochenschluss** 1,1572 1,1592
Range 63 124

* Betrachtungszeitraum 06.10.2021 - 12.10.2021 - Handelszeiten zwischen 08:00-22:00 Uhr ** Bezieht sich auf die Handelswoche, nicht den Betrachtungszeitraum

Anmerkung: Farben dokumentieren jeweils die Veränderung zur Vorperiode / rot=Verlust - grün= Gewinn

EURUSD - Wie könnte es weitergehen?

EUR/USD Widerstände

  • 1,1556/73
  • 1,1638/97
  • 1,1723/25/44/92
  • 1,1865
  • 1,1937/55/68
  • 1,2090
  • 1,2139
  • 1,2279/89
  • 1,2313/33/73

EUR/USD Unterstützungen

  • 1,1522/09
  • 1,1452
  • 1,1393/28
  • 1,1277/33

Ausblick für die kommenden fünf Handelstage:

EURUSD Chartcheck - Betrachtung im DAILY/4h Chart:

DAILY

Im Daily ist erkennbar, dass der EUR nach Formatierung des Doppeltop bei 1,1909, Anfang September, wieder an und unter die SMA50 (aktuell bei 1,1725) als auch unter die SMA20 (aktuell bei 1,1638) gerutscht ist. Es hatte sich zwar eine Konsolidierung eingestellt, das Währungspaar ist in den folgenden Handelstagen weiter abgerutscht. Im Zuge dessen ging es wieder in den Abwärtskanal, wo sich der EUR inzwischen etabliert hat. In den letzten beiden Handelstagen hat sich das Chartbild weiter eingetrübt, da der EUR unter die 1,1550 gefallen ist. 

Aktuell sind die Anlaufziele eher auf der Unter- als auf der Oberseite zu suchen. Übergeordnet könnten jetzt noch die 1,1500/1,1480 angelaufen werden. Beide Anlaufziele liegen innerhalb des Abwärtskanals. Sollte es im Bereich der 1,1500/1,1480 zu keinen Stabilisierungen kommen, so könnte es weiter abwärts bis in den Bereich der 1,1350/1,1270 gehen.

Um überhaupt so etwas wie eine Perspektive auf der Oberseite zu haben, muss der EUR auf Tagesschlussbasis über die SMA20 bzw. über die SMA50. Erst wenn ein Tagesschluss über der SMA50 am Folgetag bestätigt wird, könnte es weiter aufwärts in Richtung der Oberkante des Abwärtskanals gehen. Solange das Währungspaar unter der SMA20 notiert, solange sind neue Tiefs jederzeit möglich und denkbar.

  • Chartbild Daily, Prognose: bärisch

4h Chart:

Übergeordnet bleibt auch das 4h Chart weiterhin angeschlagen. Der EUR hat sich zwar vor einigen Handelstagen wieder über die SMA20 (aktuell bei 1,1556) schieben können, er hat es aber nicht geschafft, sich darüber zu etablieren. Am Dienstag ging es wieder nachhaltig unter diese Durchschnittslinie. Fakt ist: solange der EUR unter der SMA20 notiert, kann es jederzeit weiter abwärts gehen. Die Anlaufziele wurden im Daily genannt.

Erholungen könnten zunächst bis an die SMA20 und dann weiter bis an die SMA50 (aktuell bei 1,1573) gehen. Aufhellen würde sich das Chartbild aber erst dann, wenn sich der EUR über dieser Linie etablieren kann. Sollte dies gelingen, so könnten sich weitere Erholungen einstellen. Diese hätten dann das theoretische Potential bis in den Bereich der SMA200 (aktuell bei 1,1723) zu laufen. Im Chart ist erkennbar, dass die SMA50 in der Vergangenheit ein Bereich war, wo es häufig nicht weiter ging. Zudem kommt hinzu, dass die SMA200 im 4h Chart praktisch auf dem gleichen Level liegt wie die SMA50 im Daily, was ein Überschreiten noch einmal schwerer macht.

  • Chartbild 4h Chart, Prognose: bärisch

Fazit: Der EUR muss sich im 4h Chart über die SMA20/50 schieben und etablieren. Dann wäre die Perspektive gegeben, dass bullisches Szenario bestand hat. Solange er aber unter der SMA20/50 notiert, solange könnten sich weitere Verluste einstellen.

  • Wahrscheinlichkeit Bull Szenario: 40 %
  • Wahrscheinlichkeit Bear Szenario: 60 %

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EURUSD-Setups in den kommenden fünf Handelstagen:

Long-Setup: Kann sich der EUR über der 1,1550 behaupten, so könnte er versuchen unsere nächsten Anlaufziele bei 1,1555/57, bei 1,1562/64 und dann bei 1,1570/72 zu erreichen. Kann sich der EUR über die 1,1570/72 schieben so könnte es weiter an unsere nächsten Anlaufziele bei 1,1581/83, bei 1,1590/92 und dann bei 1,1600/02 gehen. Kommt es bei 1,1600/02 zu keinen Rücksetzern, so könnte sich die Aufwärtsbewegung weiter fortsetzen. Unsere nächsten Anlaufziele wären dann bei 1,1612/14, bei 1,1621/23, bei 1,1631/33 und dann bei 1,1637/39 zu finden. Über der 1,1637/39 wären unsere nächsten Anlaufziele die 1,1644/46, die 1,1649/51, die 1,1660/62, die 1,1671/73, die 1,1685/87, die 1,1693/95 und dann die 1,1703/05.

Short-Setup: Kann sich der EUR nicht über der 1,1550 halten, so könnten die Rücksetzer zunächst unsere nächste Anlaufziele bei 1,1540/38, bei 1,1530/28, bei 1,1519/17, bei 1,1509/07, bei 1,1499/97 erreichen. Unter der 1,1499/97 wären unsere nächsten Anlaufziele bei 1,1490/88, bei 1,1480/78, bei 1,1472/70, bei 1,1461/59, bei 1,1452/50 und dann bei 1,1445/43 zu finden.

Erwartete Wochenrange auf Basis unseres Setups

Erwartete Range von bis
Hoch 1,1583 1,1631
Tief 1,1519 1,1480

Übergeordnete erwartete Tendenz im Betrachtungszeitraum: seitwärts / abwärts

 

Die wichtigsten Veröffentlichungen der nächsten 7 Tage:

  • 14.10.2021: USA – Erstanträge Arbeitslosenhilfe
  • 15.10.2021: USA – Einzelhandelsumsätze
  • 16.10.2021: EUR – Rede EZB-Präsidentin Lagarde
  • 19.10.2021: USA – Baugenehmigungen

 

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Handelsoptionen für EURUSD in beide Marktrichtungen

Geht man von steigenden Kursen beim EUR/USD aus, kann der risikobewusste Trader eine BUY-Position aufgeben. Geht man von fallenden Kursen aus, tätigt man eine SELL-Order. Wenn die Handelsstrategie aufgeht und der Händler auf der richtigen Marktseite ist, können in beiden Richtungen des Marktes Tradinggewinne erzielt werden. Geht die Handelsstrategie nicht auf, macht der Trader Verluste. Der Hebel bis zu 1:30 mit EURUSD multipliziert dabei die möglichen Gewinne oder Verluste. 

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Quellen: Eigenanalyse, genutzt werden die Charts vom MetaTrader 4.

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Winfried Veeh
Winfried Veeh CEO & Founder von Day-Trading-Live Portal | Stadtlohn

Betreibt die Daytrading-Webseite day-trading-live.de gemeinsam mit seinem Partner Costa Tsitlakidis. Analysefokus sind der Dax, die amerikanischen Indizes und Forex. Über 40 Jahre gemeinsame Tradingerfahrung.