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Money Management - was es ist, wie es funktioniert, warum Sie es brauchen

November 13, 2020 10:30 UTC
Lesezeit: 10 Minuten

Money Management - was es ist, wie es funktioniert, warum Sie es brauchen

Per Definition hat jedes erfolgreiche Trading System einen positiven Erwartungswert. Das bedeutet, dass ein Handelssystem auf lange Sicht profitabel sein soll. Es heißt nicht, dass man als Trader immer oder oft gewinnt. Wir sollten nur dann eine Tradingposition eröffnen, wenn die Marktsituation für uns erfolgversprechend aussieht. Jedoch ist ein Trade immer auch mit Unsicherheit verbunden.

Jeder Trade birgt immer ein gewisses Risiko. Es ist daher unvermeidlich, dass es früher oder später zu Verlusten kommt. Es liegt in der menschlichen Natur, dass wir eine große Abneigung gegenüber Verlusten haben. Viele verschließen jedoch die Augen vor dieser "harten" Realität und ignorieren sie. So können Sie sich aber auch nicht auf mögliche Verluste vorbereiten, was wiederum ein Scheitern nahezu garantiert. An diesem Punkt kommt nun das Money Management ins Spiel.

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Was ist Money Management?

Im Money Management geht es darum, das in jedem Trade eingesetzte Risiko unter Kontrolle zu behalten, indem man die Positionsgröße in Abhängigkeit zum gesamten vorhandenen Eigenkapital bestimmt. Ein adäquates Money Management erlaubt es Ihnen, auch in schweren Zeiten (denn diese werden zwangsläufig früher oder später auftreten) an den Märkten zu "überleben". Es wurden schon viele Bücher zu diesem Thema geschrieben, inklusive komplizierter mathematischer Analysemethoden.

Die gute Nachricht ist jedoch: Money Management kann einfach sein!

Wie auch bei jedem anderen Vorhaben sollte im Forex & CFD Trading ein vollständiger Plan vorhanden sein, zu dem auch das Money Management gehört. Ein kompletter Trading Plan gibt vor:

  • Wann Sie einsteigen (Entry).
  • Wann Sie aussteigen (Exit).
  • Welches Finanzinstrument Sie handeln.
  • Wie Sie Ihre Ressourcen einsetzen.
  • Wie groß die Positionen der einzelnen Trades sind (Volumen).

Money Management ist also sehr wichtig, jedoch nur ein Bestandteil der kompletten Trading Strategie. Nachfolgend finden Sie eine Liste der 10 wichtigsten Tipps für Ihr Money Management im Online Trading.

10 Tipps für Ihr Money Management

Die hier aufgeführten Money Management Trading Tipps für den CFD Handel sind alle wichtig, es gibt jedoch keine bestimmte Reihenfolge. Schauen Sie sich die Liste an und überlegen Sie, wie Sie die einzelnen Regeln bestmöglich in Ihre persönliche Trading Strategie einbinden können.

Money Management Tipp # 1: Bewerten Sie Ihr Risikokapital

Die wichtigsten Aspekte des Moneymanagement beruhen auf diesem Grundsatz. Beispielsweise bestimmt die Summe Ihres gesamten Risikokapitals die Größe der einzelnen Position.

Oftmals hört man: Sie sollten nicht mehr als 2% Ihres gesamten Risikokapitals pro Trade riskieren. Bei Hebelprodukten trifft diese Faustformel nicht immer zu, da auch die Wahl des Hebels eine Rolle spielt. Dennoch sollten Sie diese Regel kennen und die für Sie passende Prozentzahl bestimmen. Beachten Sie diese Kennzahl dann bei Ihrem Trade-Management.

Money Management Tipp # 2: Vermeiden Sie zu aggressives Trading

Allzu aggressives Trading ist vielleicht einer der größten Fehler von Trading Anfängern. Wenn eine kleine Serie an Verlusttrades bereits einen Großteil Ihres Risikokapitals vernichtet hat, liegt der Verdachte nahe, dass Sie pro Trade zu viel Geld riskiert haben.

Eine möglicher Lösungsansatz zur Risikobestimmung ist, die Positionsgröße an die Volatilität des Marktes anzupassen. Beachten Sie hierbei, dass bei einem Markt mit einer hohen Volatilität eine kleinere Position zu empfehlen ist als bei einem weniger volatilen Markt.

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Money Management Tipp # 3: Seien Sie realistisch

Ein Grund, warum Trading-Anfänger zu aggressiv handeln, ist, dass Sie zu hohe Erwartungen haben. Sie denken, dass aggressives Trading zu schnellem Reichtum führt. Bitte vergessen Sie nie: Der Hebeleffekt multipliziert Ihre potenziellen Gewinne, leider aber auch die potenziellen Verluste. Die Chancen und Risiken gehen stets Hand in Hand.

Erfolgreiche Trader erwirtschaften kontinuierlich positive Rückflüsse. Durch diesen Zinseszinseffekt können die Gewinne über die Zeit immer größer werden. Sie müssen daher Ihr Risikokapital schützen und dürfen nicht zu viel von diesem verlieren. Realistische Ziele und konservative Ansätze sind der richtige Weg, um mit dem Trading zu beginnen.

Money Management Tipp # 4: Halten Sie nicht zu sehr an Ihrer Einschätzung fest

Eine goldene Regel besagt, dass Sie Gewinne laufen lassen und Verluste begrenzen sollten. Es ist essentiell wichtig, dass Sie schnell aussteigen, wenn ersichtlich wird, dass Sie einen schlechten Trade gemacht haben. Es liegt in der menschlichen Natur, eine schlechte Situation in eine gute umwandeln zu wollen. Im Trading sollten Sie dieser natürlichen Veranlagung jedoch versuchen zu widerstehen.

Der Grund ist: Sie können den Markt nicht kontrollieren.

Sich einzugestehen, dass Sie sich in einer Verlustsituation befinden, erfordert viel Demut und Selbstreflexion. Das ist nicht einfach, aber notwendig, damit Sie die Verluste begrenzen und nicht zu viel von Ihrem Risikokapital verlieren. Es ist klüger, die Verlusttrades zu schließen, als darauf zu spekulieren, dass der Markt doch noch drehen könnte. Eine mögliche Strategie dafür kann es sein, jede neue Position direkt bei Eröffnung mit einem sinnvollen Stop Loss (SL) zu versehen. Mehr dazu in Tipp 7.

Money Management Tipp # 5: Seien Sie stets vorbereitet

Wir können nicht die Zukunft vorhersagen, jedoch haben wir umfangreiche Daten aus der Vergangenheit. Diese Daten sagen nicht direkt aus, was zukünftig passiert, jedoch geben sie Rückschlüsse, was möglich ist beziehungsweise passieren kann. Es ist also wichtig, die historischen Daten Ihrer bevorzugten Märkten zu analysieren.

Versuchen Sie ein Gefühl für die extremen Marktbewegungen zu bekommen, damit Sie ein mögliches Worst Case Szenario besser einschätzen können. Es ist sicher nicht das angenehmste, vom schlimmstmöglichen auszugehen, jedoch kann es im Trading sehr nützlich sein.

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Überlegen Sie sich, wie und mit welchen Maßnahmen Sie sich selbst vor solchen Szenarien schützen können. Unterschätzen Sie nicht die Wahrscheinlichkeit, dass ein Kursrutsch (Gap) auftreten kann. Von so einem Kursrutsch betroffen zu sein, ist kein Unglück im eigentlichen Sinne, es gehört zur Natur der Märkte und des Tradings. Sie sollten also einen Plan für diesen möglichen Fall haben.

Es ist jedoch nicht notwendig, zu tief in die Historie einzutauchen. Es ist beispielsweise nicht sinnvoll, als Worst Case von einem Extremereignis wie dem "Schweizer Frankenschock" im Januar 2015 mit über 30% Wertverlust gegenüber dem Euro in wenigen Minuten auszugehen.

Money Management Tipp # 6: Legen Sie Ausstiegspunkte fest, BEVOR Sie eine Position eröffnen

Überlegen Sie sich, wo Ihre Zielmarken liegen. Für den Fall, dass Ihr Trade aufgeht, aber auch für den Fall, dass Ihr Trade nicht aufgeht. Dieses Vorgehen wird Ihnen helfen, Ihre Disziplin zu verbessern, während Sie eine offene Position halten. Es wird Ihnen zusätzlich auch helfen, Ihr Denken auf ein möglichst ausgewogenes Chance-Risiko-Verhältnis (CRV) zu richten und damit Ihr Trade Management zu verbessern.

Money Management Tipp # 7: Nutzen Sie einen Stop Loss (SL)

Einen Stop Loss zu setzen, hilft Ihnen die potenziellen Verluste zu begrenzen, besonders wenn Sie nicht dauerhaft den Markt beobachten können oder wollen. Falls Sie keinen Stop Loss in Ihrer aktuellen Order im Markt hinterlegt haben, sollten Sie wenigstens ein mentales Stop-Level festlegen.

Der MetaTrader 4 oder 5 und besonders die MetaTrader Supreme Edition von Admiral Markets liefert viele weitergehende Möglichkeiten für das Trading mit Stops. Zum Beispiel können Sie Trading aus dem Chart betreiben: Ihre Stop-Linien werden direkt im Chart angezeigt, und bei Bedarf können Sie diese Stoplinien im Chart verschieben. Bequemer geht es kaum.

Ein Kurs-Alarm wäre eine weitere Option von vielen, die Ihnen in der Supreme Edition zur Verfügung stehen. Der Alarm-Manager bietet zum Beispiel eine SMS- oder E-Mail-Alarmfunktion, wenn der Kurs das gewünschte Niveau erreicht hat oder ähnliches.

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Money Management Tipp # 8: Handeln Sie nicht bei emotionaler Befangenheit

Es kann vorkommen, dass Sie eines Tages einen erheblichen Anteil Ihres Risikokapitals verloren haben oder einen sehr hohen Verlusttrade erleiden mussten. Es wird Sie die Versuchung überkommen, die hohen Verluste mit dem nächsten "großen Trade" wieder auszugleichen.

Es gibt jedoch ein Problem: Wenn Sie und Ihr Risikokapital schon sehr strapaziert sind, ist dies der schlechteste Zeitpunkt, das eingesetzte Risiko auch noch zu erhöhen.

Stattdessen sollten Sie Ihre Positionsgrößen bei einer Verlustserie reduzieren oder sogar vorerst keine weiteren Trades eingehen, bis Sie einen möglichst erfolgversprechende Marktsituation ausfindig gemacht haben. Sie sollten immer mit einem ausgeglichenen bzw. angepassten Zustand agieren, sowohl was Ihre Emotionen (Trading Psychologie) als auch ihre Positionsgröße betrifft.

Money Management Tipp # 9: Verstehen und respektieren Sie den Hebeleffekt

Einer der Vorteile im CFD Trading ist der Hebeleffekt. Dieser erlaubt es Ihnen, deutlich größere Positionen zu handeln, als Ihnen an Risikokapital zur Verfügung steht.

Sagen wir es so einfach wie möglich: Angenommen, Sie würden einen DAX 30 CFD ohne Hebel traden wollen, so würde die Margin momentan (Stand November 2020) bei circa 13.092 EUR liegen. Im Vergleich dazu würden Sie für den gleichen Kontrakt, aber unter Verwendung eines Hebels von 1:20 lediglich eine Margin von 654 EUR hinterlegen müssen. Somit erlaubt Ihnen der Hebeleffekt, höhere Volumen zu handeln, ohne dafür einen Betrag in gleicher Höhe auf Ihrem Tradingkonto hinterlegen zu müssen. Dieses gehandelte Volumen ist es, wonach sich Ihr letztendlicher Gewinn beziehungsweise Verlust berechnet: Bei einem Kontrakt machen Sie 1 Euro Gewinn beziehungsweise Verlust pro Punkt Kursänderung, während Sie bei z.B. 5 Kontrakten 5 Euro Gewinn bzw. Verlust pro Punkt generieren würden.

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Eine sehr einfache Wahrheit, die sich jeder Einsteiger in den Forex & CFD Handel einprägen muss. Der Trading Hebel eröffnet Ihnen die Möglichkeit, Ihre potenziellen Gewinne deutlich zu vergrößern - aber er erhöht auch das potenzielle Verlustrisiko. Der Hebel ist ein nützliches Werkzeug. Es ist jedoch von großer Bedeutung, seine genaue Funktion und Auswirkungen zu verstehen, damit Sie ihr Money Management möglichst optimal umsetzen können.

Money Management Tipp # 10: Denken Sie langfristig

Ob ein Trading System erfolgreich ist oder nicht, wird von der langfristigen Performance bestimmt. Schenken Sie also dem aktuellen Trade nicht zu viel Beachtung, ob mit diesem ein Gewinn oder Verlust erzielt wurde. Umgehen Sie nicht Ihr Regelwerk bzw. Ihr Trading System, nur damit der aktuelle Trade ein Gewinner wird.

Abschließendes zum Money Management im Trading

Trading wird nicht nur von einer erfolgreichen Strategie bestimmt. Es ist auch wichtig, lange genug am Ball zu bleiben, damit Sie Ihrer Trading Strategie genügend Zeit und Freiraum geben und diese die gewünschten Erfolge erzielt. Wie bei allen Aspekten des Tradings wird der Erfolg davon abhängen, wie gut Sie Ihr System auf Ihre persönlichen Vorlieben und Eigenschaften abgestimmt haben.

Manche Forex & CFD Trader können mit größeren Risiken arbeiten als andere. Wenn Sie noch nicht soviel Erfahrung haben, ist es in jedem Fall ein guter Rat, konservativ zu beginnen. Testen Sie Ihr nun neu gewonnenes Wissen durch die oben genannten Money Management Trading Tipps in unserem kostenlosen Demokonto.

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Dieses Material beinhaltet keine und sollte nicht als Investmentberatung, Investmentempfehlung, Angebot oder Werbung für jegliche Art von Transaktion mit Finanzinstrumenten aufgefasst werden. Bitte seien Sie sich bewusst, dass Artikel wie dieser keine verlässlichen Voraussagen für gegenwärtige oder zukünftige Entwicklungen darstellen, da sich die Umstände jederzeit ändern können. Bevor Sie irgendeine Art von Investment tätigen, sollten Sie einen unabhängigen Finanzberater konsultieren, um sicherzustellen, dass Sie die vorhandenen Risiken richtig verstehen und einschätzen können.