EURUSD Analyse: Wirtschaftlicher Aufschwung lässt auf sich warten

März 17, 2021 11:30
  • EUR/USD Analyse & Wochenausblick 17.03.2021 mit Set-ups - für aktive Forex-Trader

Da das US-Hilfspaket auf den Weg gebracht wurde, wird in den nächsten Wochen und Monaten viel Liquidität in die Märkte fließen. Die Zentralbank wird aufmerksam verfolgen, wie sich die Inflation entwickeln wird.

Die FED wird in dieser Woche erneut tagen, unserer Meinung nach, aber keine Änderung der geldpolitischen Ausrichtung vornehmen. Marktteilnehmer erwarten, zumindest kurzfristig, eine Preissteigerung, die über dem Level von 2% Marke liegen wird. Die FED hat schon zu verstehen gegeben, dass sie eine Preissteigerung über der Marke von 2% akzeptieren wird, wenn sie davon ausgehen kann, dass dies ein kurzfristiges Phänomen ist. Die Inflation wird damit dynamisch und flexibel interpretiert. Fakt ist aber auch, dass die Zinsen für die 10-jährigen US-Staatsanleihen in den letzten Wochen deutlicher gestiegen sind. Das hat die Märkte kurzfristig irritiert.

Es ist zu erwarten, dass der Lockdown in Deutschland über Ostern hinweg verlängert wird. Wir gehen auch davon aus, dass wir in den nächsten Wochen deutlich mehr Infizierte haben werden. Diese Zahlen könnten noch weit über denen liegen, die wir zu Jahresbeginn gesehen haben. Auslöser sind die Mutationen, vor allem aber, dass in Deutschland kaum Menschen geimpft worden sind. Damit rückt auch die wirtschaftliche Erholung erst einmal in den Spätsommer / Herbst 2021.

EURUSD-Rückblick (10.03.2021 - 16.03.2021)

Der EUR bewegte sich zu Beginn unseres Betrachtungszeitraums, am Mittwoch der letzten Handelswoche, im Bereich der 1,1877 und damit gut 200 Pips unter dem Niveau fünf Handelstage zuvor. Das Währungspaar konnte sich am Mittwoch wieder über die 1,1900 schieben und auch etablieren. Es ging am Donnerstag weiter aufwärts. Der EUR konnte sich im Zuge dessen bis in den Bereich der 1,1990 schieben, kam hier aber trotz einiger Versuche nicht weiter. Folglich setzte der EUR am Freitag etwas zurück, um dann im späteren Handel einen erneuten Angriff auf die 1,2000 zu starten. Dieser war aber bereits bei 1,1957 beendet. Das Währungspaar ging knapp unter diesem Level aus dem Wochenhandel. Zu Wochenbeginn ging es zunächst in einer engen Box seitwärts. Der EUR konnte sich erst am Dienstag wieder in Richtung der 1,1950 schieben, scheiterte aber erneut, das Level zu überwinden. Am Nachmittag ging es dann vergleichsweise dynamisch unter die 1,1900, wobei es im späteren Handel gelang, wieder über die 1,1900 zu laufen.

Das Hoch im Betrachtungszeitraum liegt deutlich unter dem Level der Vorperiode. Das Tief allerdings wurde über dem Niveau des letzten Betrachtungszeitraums formatiert. Der Wochenschluss konnte über der 1,1900 und über dem Niveau der Vorwoche formatiert werden. Die Range war mit 119 Pips deutlich kleiner als in der Vorperiode.

Wir hatten auf der Oberseite damit gerechnet, dass der EUR mit dem Überschreiten der 1,1981/83 weiter an unser nächstes Anlaufziel bei 1,1992/94 laufen könnte. Diese Bewegung hat sich eingestellt, das Anlaufziel wurde nicht ganz erreicht, das Setup hat damit nicht optimal gegriffen. Die Rücksetzer gingen nicht unter die 1,1870, unsere Anlaufziele auf der Unterseite wurden damit nicht erreicht.

  • Hoch*: 1,1990                    Vorperiode: 1,2113
  • Tief*:   1,1871                    Vorperiode: 1,1845
  • Wochenschluss: 1,1950        Vorwoche:  1,1909
  • Range*: 119 Pips                Vorperiode: 268 Pips

* Betrachtungszeitraum 10.03.2021 - 16.03.2021 - Handelszeiten zwischen 08:00-22:00 Uhr

EURUSD: Wie könnte es weitergehen?

  • Euro-WS: 1,2042/77....1,2147.....1,2226/62/79/89......1,2333/73.....1,2433
  • Euro-US: 1,1877/51/27......1,1791/15......1,1643.....1,1581

Die wichtigsten Marken auf Basis unseres Setups:

  • I-Day-Marke                          1,1976  und  1,1871
  • Tagesschlussmarken               1,2338  und  1,1687
  • Boxbereich                            1,2555  bis   1,0504
  • Range                                   1,3479  bis   0,9631

Zum EURUSD in den kommenden fünf Handelstagen:

Chartcheck - Betrachtung im Weekly:

Der EUR hat in den letzten Handelswochen und -monaten mehrmals den Kontakt zur SMA20 (aktuell bei 1,2055) gehabt, dies ist im Chart erkennbar. Jedes Mal konnte sich der EUR von der Linie nach Norden abstoßen. Dies hat sich in den letzten beiden Handelswochen aber geändert. Der EUR konnte sich nicht von der Linie abstoßen, sondern ist unter diese Linie gerutscht. Er hat sich aber noch nicht verbindlich darunter etabliert, ein Rücklauf über diese Linie damit möglich und vorstellbar.

Um die SMA20 zu erreichen muss der EUR über die 1,1950. Im Chart ist erkennbar, wie wichtig und bedeutend dieses Level ist - und das auf den meisten Zeitebenen. Gelingt es dem Währungspaar sich über die 1,1950 zu schieben und zu etablieren, könnte es weiter aufwärts gehen. Anlaufziel könnte dann übergeordnet die SMA20 sein.

Scheitert der EUR an der 1,1950, so könnten sich weitere Rücksetzer einstellen, die bis an die SMA50 (aktuell bei 1,1679) gehen könnten.

Chartbild Weekly: bärisch

Daily:

Nachdem der EUR zunächst über die SMA50 (aktuell bei 1,2077) gelaufen ist, fiel er in einem Rutsch unter die SMA20 (aktuell bei 1,2018) zurück und etablierte sich auch darunter. Es ging dann zwar im Rahmen einer kleineren Erholungsbewegung noch einmal knapp über die SMA20, dann setzten vor einigen Handelstagen deutliche Abgaben ein. Das Währungspaar fiel unter das Level bei 1,1950 und hat sich übergeordnet auch darunter etabliert. Der EUR hat die Möglichkeit Anfang dieser Handelswoche nicht genutzt weiter zu steigen, sondern ist wieder unter die 1,1950 gefallen, der Ausbruch Ende der letzten Handelswoche war damit ein Fehlausbruch.

Der EUR muss, um wieder Perspektiven auf der Oberseite zu haben, unbedingt über die 1,1950 und er muss sich darüber auf Tagesbasis etablieren. Erst wenn der Tagesschluss am Folgetag bestätigt wird, könnte es weiter aufwärts gehen. Ob der EUR im Zuge dieser denkbaren Bewegung auch bis zur SMA50 kommt, bleibt abzuwarten. Zwischen der SMA20 und der SMA50 liegt auch die SMA20 im Weekly. Ein Durchlaufen ist damit, in unseren Augen, nur mit Dynamik und Momentum möglich.

Scheitert der EUR aber an der 1,1950, so könnten sich erneute Abgaben einstellen, die zunächst das Potential haben könnten, bis in den Bereich der SMA200 (aktuell bei 1,1838) zu laufen.

Chartbild Daily: bärisch

4H-Chart:

Im Chart ist gut erkennbar, dass der EUR einfach nicht weiterkommt. Es geht zwar an und im Zweifel über die 1,1950, dann verlassen den EUR aber die Kräfte. Er muss sich über dieser Durchschnittslinie etablieren, um wieder Perspektiven auf der Oberseite zu haben. Um an die 1,1950 zu kommen, muss er über die SMA50 (aktuell bei 1,1916) und über die SMA20 (aktuell bei 1,1924) kommen. Im Chart ist erkennbar, welche Probleme das Währungspaar zu Wochenbeginn mit diesem Level hatte.

Daraus leitet sich ab, dass der EUR kurzfristig über die SMA50 und SMA20 muss und nach Möglichkeit auch mit Dynamik über die 1,1950. Dann wäre es denkbar und möglich, dass der EUR sich über der 1,1950 etablieren könnte. Gelingt dies, so könnte sich die Aufwärtsbewegung bis an die SMA200 (aktuell bei 1,2046) ausdehnen. In diesem Bereich wird es dann wieder schwer, wie im Chart erkennbar.

Sollte der EUR die 1,1950 nicht überwinden können, so könnte auf der Unterseite Abgaben geben, die bis an die 1,1855/50 und dann weiter bis an die 1,1830/20 gehen könnten.

Chartbild 4h Chart: bärisch

Fazit: übergeordnet hat sich am Chartbild wenig geändert. Der Index ist in den letzten Handelstagen übergeordnet seitwärts gelaufen. Er muss sich über der 1,1950 etablieren, wenn er wieder Perspektiven auf der Oberseite haben möchte. Verweilt er unter der 1,1950 könnten sich wieder Abgaben einstellen, die bis an die 1,1830/20 gehen könnten.

  • Wahrscheinlichkeit Bull Szenario: 30 %
  • Wahrscheinlichkeit Bear Szenario: 70 %

 

EURUSD-Setups in den kommenden fünf Handelstagen:

Long-Setup: Kann sich der EUR über der 1,1890 behaupten, so könnte er versuchen unsere Anlaufziele bei 1,1901/03, bei 1,1910/12, bei 1,1921/23, bei 1,1929/31, bei 1,1938/40, bei 1,1947/49 und dann bei 1,1953/55 zu erreichen. Kann sich der EUR bis in den Bereich der 1,1947/55 zurückschieben, so könnte es hier schwer werden weiter zu kommen. Wird das Level aber mit Dynamik und mit Momentum angelaufen, so könnte es auch direkt weiter an unsere nächsten Anlaufziele bei 1,1961/63, bei 1,1970/72, bei 1,1981/83, bei 1,1992/94, bei 1,2001/03, bei 1,2010/12 und dann bei 1,2020/22 bzw. bei 1,2031/33 gehen.

Short-Setup: Kann sich der EUR nicht über der 1,1890 halten, so könnten die Rücksetzer zunächst unsere nächsten Anlaufziele bei 1,1880/78, bei 1,1872/70, bei 1,1863/61, bei 1,1857/55, bei 1,1847/45, bzw. bei 1,1838/36 gehen. Setzt der EUR bis in den Bereich der 1,1838/36 zurück, so hätte er hier vergleichsweise gute Chancen auf Stabilisierung und Erholung. Gelingt dies aber nicht, bzw. wird das Level mit Dynamik und mit Momentum angelaufen, so könnten sich weitere Abgaben einstellen, die unsere Anlaufziele bei 1,1831/29, bei 1,1825/23, bei 1,1818/16 und dann bei 1,1812/10 erreichen könnten. Gelingen hier keine Erholungen, so könnte es auch direkt weiter abwärts an unsere nächsten Anlaufmarken bei 1,1806/04, bei 1,1798/96, bei 1,1790/88, bei 1,1779/77, bei 1,1771/69, bei 1,1763/61 und dann bei 1,1754/52 gehen.

Erwartete Wochenrange auf Basis unseres Setups

1,1950 (1,1981) bis 1,1838 (1,1804)

Übergeordnete erwartete Tendenz im Betrachtungszeitraum: seitwärts / abwärts

 

 

Die wichtigsten Veröffentlichungen der nächsten 7 Tage:

  • 18.03.2021: USA – Erstanträge Arbeitslosenhilfe
  • 22.03.2021: USA – Verkäufe bestehender Häuser
  • 24.03.2021: USA – Auftragseingang langl. Güter
  • 24.03.2021: EUR – Einkaufsmanagerindex DE

 

EURUSD Tages-Updates, jeden Morgen gegen 09 Uhr frisch und aktuell

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Quellen: Eigenanalyse, genutzt werden die Charts vom MetaTrader 4.

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