EURUSD Analyse: Verbraucherpreise steigen weiter

Mai 19, 2021 14:00
  • EUR/USD Analyse & Wochenausblick 19.05.2021 mit Set-ups - für aktive Forex-Trader, Daytrading

Der Daten zur US-Preissteigerungen sind in der letzten Woche deutlich höher als erwartet ausgefallen. Im April sind die US-Preise um 4,2% gestiegen, für Mai wird eine noch höhere Inflation erwartet. Damit ist das eingetreten, was von vielen erwartet wurde. Die Preise steigen auf breiter Front.

Im Rahmen der Corona Krise haben nicht nur die amerikanische Notenbank, sondern auch die EZB die Märkte mit Liquidität geflutet. Der Liquiditätszufluss hält nach wie vor an, da sowohl die FED als auch die EZB weiter weiterhin Wertpapiere kaufen und dem Markt damit Kapital zur Verfügung stellen. Ob diese Preissteigerungen jetzt ein vorübergehendes Phänomen sind, wie es die Notenbanken artikulieren, bliebt abzuwarten. Es ist feststellbar, dass es Preissteigerungen in praktisch allen Bereichen gibt. Sollten jetzt auch noch die Löhne steigen, so würde aus dem vorübergehenden Phänomen ein permanentes werden.

Die Inflationssorgen der Anleger bleiben damit weiterhin bestehen. Die FED hat angekündigt, die Abkehr von niedrigen Zinsen, bzw. der Änderung der Geldpolitik frühzeitig bekannt zu geben. Sollte es zu einer Neuausrichtung der Geldpolitik der Notenbank kommen, hätten diese das Problem dem Markt die Liquidität zu entziehen. Deutliche Zinssteigerungen könnten mittelfristig die Folge sein, mit entsprechenden Konsequenzen auf die wirtschaftliche Entwicklung der einzelnen Länder.

EURUSD-Rückblick (12.05.2021 - 18.05.2021)

Der EUR bewegte sich zu Beginn unseres Betrachtungszeitraums, am Mittwoch der letzten Handelswoche, im Bereich der 1,2122 und damit gut 110 Pips über dem Niveau fünf Handelstage zuvor. Das Währungspaar bewegte sich am Mittwoch zunächst seitwärts, um dann am Nachmittag stärker zurückzusetzen. Es ging im Zuge dessen zurück bis in den Bereich der 1,2076. Hier gelang eine Stabilisierung, es dauerte aber bis Freitag, bis eine deutlichere Erholung einsetzte. Diese war dann auch ausgeprägt und lief bis an die 1,2147, knapp darunter wurde der Wochenschluss formatiert. Zu Wochenbeginn konnte sich der EUR zunächst leicht erholen, im weiteren Handelsverlauf am Dienstag dann deutlicher. Es gelang dem Währungspaar bis zum Dienstag an die 1,2234 zu laufen. Von hier aus gaben die Notierungen wieder etwas nach.

Das Hoch im Betrachtungszeitraum liegt über dem Level der Vorperiode und über der 1,2200. Das ist der höchste Stand seit Ende Februar. Ebenso lag das Tief im Betrachtungszeitraum deutlich über dem Niveau der Vorperiode. Der Wochenschluss hingegen wurde knapp unter dem Level der Vorwoche formatiert. Die Range war mit 183 Pips etwa vergleichbar groß wie in der Periode fünf Handelstage zuvor.

Wir hatten auf der Oberseite damit gerechnet, dass der EUR mit dem Überschreiten der 1,2228/30 weiter an unser nächstes Anlaufziel bei 1,2237/39 laufen könnte. Diese Bewegung hat sich eingestellt, das Anlaufziel wurde nicht erreicht, das Setup hat damit nicht gepasst. Die Rücksetzer gingen mit dem Unterschreiten der 1,2060/58 nicht ganz an unser nächstes Anlaufziel bei 1,2050/48. Hier hat ein Pip gefehlt.

  • Hoch*: 1,2234                    Vorperiode: 1,2181
  • Tief*:   1,2051                    Vorperiode: 1,1986
  • Wochenschluss: 1,2145        Vorwoche:  1,2163
  • Range*: 183 Pips                Vorperiode: 195 Pips

* Betrachtungszeitraum 12.05.2021 - 18.05.2021 - Handelszeiten zwischen 08:00-22:00 Uhr

EURUSD: Wie könnte es weitergehen?

  • Euro-WS: 1,2241/62/79/89......1,2333/73.....1,2433
  • Euro-US: 1,2144......1,2097.....1,1960/55/50......1,1864.....1,1791......1,1680/43.....1,1581/66....1,1467

Die wichtigsten Marken auf Basis unseres Setups:

  • I-Day-Marke                          1,2222  und  1,1974
  • Tagesschlussmarken               1,2377  und  1,1791
  • Boxbereich                            1,2555  bis   1,0504
  • Range                                   1,3479  bis   0,9631

Zum EURUSD in den kommenden fünf Handelstagen:

Chartcheck - Betrachtung im Weekly:

Der EUR konnte sich in der letzten Handelswoche von der SMA20 (aktuell bei 1,2040) entfernen. Nachdem es einige Wochen nicht von dieser Durchschnittslinie weggegangen ist, hat er zu Wochenbeginn die Aufwärtsbewegung geschafft. Damit hat er die Perspektive weiter zu steigen. Übergeordnetes Anlaufziel in den kommenden Handelstagen könnte das Jahreshoch sein. Sollte er dies erreichen, so sollten die Kursmuster auch in den untergeordneten Zeitebenen engmaschig überprüft werden.

Solange er sich über der SMA20 auf Wochenschlussbasis halten kann, solange hat er die Perspektive zu steigen. Rücksetzer könnten bis in den Bereich der SMA20 gehen. Eintrüben würde sich das Chartbild wieder, sollte es zu einem Wochenschluss unter dieser Durchschnittslinie kommen. Dann könnten sich die Abgaben weiter bis in den Supportbereich bei 1,1975/50 fortsetzen.

Chartbild Weekly: bullisch

Daily:

Auch auf Tagesbasis ist zu erkennen, dass der EUR in den letzten Handelstagen immer wieder zur SMA20 (aktuell bei 1,2102) zurückgelaufen ist. Es ist ihm aber immer wieder gelungen, diese Durchschnittslinie als Basis einer Stabilisierung und Erholung zu nutzen. In den letzten Handelstagen hat er sich deutlich von dieser Linie entfernen können.

Damit hat sich das Chartbild wieder aufgehellt. Der EUR könnte jetzt, wie im Weekly schon konstatiert, weiter bis an das Jahreshoch steigen. Darüber wären die 1,2500/50 ein denkbares übergeordnetes Anlaufziel. Rücksetzer könnten bis an die SMA20 gehen, ohne dass sich das Chartbild eintrüben würde.

Kommt es aber zu einem Tagesschluss unter der SMA20 würde das die Gefahr weitere Rücksetzer bedeuten, die bis an den Supportbereich bei 1,1975/50 gehen könnten. Dort verlaufen die SMA50 (aktuell bei 1,1976) als auch die SMA200 (aktuell bei 1,1959).

Chartbild Daily: bullisch

4H-Chart:

Auch im 4h Chart ist erkennbar, dass sich das kurzfristige Chartbild wieder aufgehellt hat. Der EUR konnte sich mit Dynamik und mit Momentum von der SMA50 (aktuell bei 1,2140) abstoßen und über die SMA20 (aktuell bei 1,2169) laufen. Mittlerweile hat er sich über der SMA20 etablieren können. Damit hat er auch kurzfristig die Chance weiter zu steigen. Die übergeordneten Anlaufziele wurden bereits genannt.

Rücksetzer könnten bis in den Bereich der SMA20 bzw. der SMA50 gehen, ohne dass sich das kurzfristige Chartbild eintrüben würde. Sollte der EUR aber wieder unter die SMA50 rutschten und sich vor allem etablieren, so könnten sich weitere Rücksetzer einstellen, die bis in den Bereich der SMA200 (aktuell bei 1,2022) gehen. Darunter wäre der Supportbereich bei 1,1975/50 ein denkbares übergeordnetes Anlaufziel auf der Unterseite. Darunter würde sich das Chartbild deutlich eintrüben.

Chartbild 4h Chart: bullisch

Fazit: der EUR hat sich eine gute Ausgangssituation für weiter Kurssteigerungen geschaffen. Es könnte jetzt übergeordnet bis an das Jahreshoch gehen. Auf der Unterseite ist der EUR aktuell in den verschiedenen Zeitebenen gut unterstützt. Eintrüben würde sich das Chartbild aber mit einem Tagesschluss unter der 1,2100 mit einer Bestätigung am Folgetag.

  • Wahrscheinlichkeit Bull Szenario: 65 %
  • Wahrscheinlichkeit Bear Szenario: 35 %

 

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EURUSD Tages-Updates, jeden Morgen gegen 09 Uhr frisch und aktuell

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EURUSD-Setups in den kommenden fünf Handelstagen:

Long-Setup: Kann sich der EUR über der 1,2240 behaupten, so könnte er versuchen unsere nächsten Anlaufziele bei 1,2249/51, bei 1,2260/62, bei 1,2270/72, bei 1,2281/83, bei 1,2290/92 und dann bei 1,2299/1,2301 zu erreichen. Kann er sich über die 1,2299/1,2301 schieben, so könnte es weiter aufwärts an unsere nächsten Anlaufziele bei 1,2309/11, bei 1,2318/20, bei 1,2329/31, bei 1,2340/42, bei 1,2349/51 und dann bei 1,2358/60 gehen. Über der 1,2358/60 wären unsere nächsten Anlaufziele bei 1,2367/69, bei 1,2374/76, bei 1,2382/84, bei 1,2391/93 und dann bei 1,2400/02 zu finden.

Short-Setup: Kann sich der EUR nicht über der 1,2240 halten, so könnten die Rücksetzer zunächst unsere nächsten Anlaufziele bei 1,2233/31, bei 1,2225/23, bei 1,2215/13, bei 1,2206/04, bei 1,2198/96 und dann bei 1,2188/86 erreichen. Unter der 1,2188/86 wären unsere nächsten Anlaufziele bei 1,2177/75, bei 1,2170/68 und dann bei 1,2160/58, bei 1,2154/52 und dann bei 1,2146/44 zu finden. Kommt es hier zu keinen Erholungen, so könnte sich die Abwärtsbewegung weiter fortsetzen. Unsere Anlaufziele wären dann die 1,2138/36, die 1,2129/27, die 1,2120/18, die 1,2111/09 und dann die 1,2104/02 unsere nächsten Anlaufziele. Unter der 1,2104/02 könnte der EUR dann unsere Anlaufziele bei 1,2095/93, bei 1,2084/82, bei 1,2075/73, bei 1,2066/64, bei 1,2055/53 und dann bei 1,2047/45 anlaufen.

Erwartete Wochenrange auf Basis unseres Setups

1,2299 (1,2351) bis 1,2196 (1,2104)

Übergeordnete erwartete Tendenz im Betrachtungszeitraum: seitwärts/aufwärts

 

 

Die wichtigsten Veröffentlichungen der nächsten 7 Tage:

  • 20.05.2021: USA – Philly Fed Herstellungsindex
  • 21.05.2021: USA – Verkäufe bestehender Häuser
  • 24.05.2021: EUR – Feiertag Pfingsten (DE)
  • 25.05.2021: EUR – ifo-Geschäftsklimaindex

 

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Quellen: Eigenanalyse, genutzt werden die Charts vom MetaTrader 4.

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Jens Chrzanowski
Jens Chrzanowski Niederlassungsleiter und Mitglied des globalen Group Management Boards | Berlin |

Gründer und Leiter des deutschen Büros von Admirals seit 2011. Vorherige berufliche Stationen bei FXCM, E*TRADE und der Deutschen Bank.