EURUSD Analyse: Inflation durch Konjunkturpakete

April 14, 2021 13:54
  • EUR/USD Analyse & Wochenausblick 14.04.2021 mit Set-ups - für aktive Forex-Trader, Daytrading

Die Höhe der Konjunkturpakete in der EU und insb. In der USA, schüren die Angst vor einer höheren Zunahme der Inflation. Die Maßnahmen der Regierungen zur Stabilisierung der Wirtschaft könnten damit langfristig weniger Wirkung zeigen als erhofft.

Die Verbraucherpreise in den USA sind, wie von vielen erwartet, angestiegen. Es muss sich jetzt zeigen, ob diese Entwicklung nur einige Monate trägt, oder ob sich daraus ein Trend ableitet. Die Zentralbanken haben angedeutet, dass sie eine kurzfristig höhere Inflation tolerieren werden. Wenn die Preissteigerung aber ein Trend wird, dann werden die Zentralbanken gezwungen sein, aktiv zu werden.

Der EUR hat am Dienstag davon profitiert, dass das Vaccine von Johnson und Johnson in den USA zunächst nicht mehr geimpft wird. Das ist für viele Länder ein harter Rückschlag. Damit ist es bereits der zweite Impfstoff, der bei der Impfung Probleme bereitet. Allerdings sind die USA deutlich weiter was die Impfungen angeht. Mittlerweile deutet sich aber an, dass es nicht unbedingt und notwendigerweise darauf ankommt, die eigene Bevölkerung zu impfen, sondern auch die Weltgemeinschaft. Solange nicht die Mehrheit der Menschen gegen das Virus geimpft sind, solange besteht die Gefahr der Mutationen, die auch geimpfte Personen wieder befallen könnte.

EURUSD-Rückblick (07.04.2021 - 13.04.2021)

Der EUR bewegte sich zu Beginn unseres Betrachtungszeitraums, am Mittwoch der letzten Handelswoche, im Bereich der 1,1874 und damit gut 165 Pips über dem Niveau fünf Handelstage zuvor. Das Währungspaar konnte sich am Mittwoch über die 1,1900 schieben, aber nicht festsetzen. Es ging am Abend dann wieder unter das Level bei 1,1900. Am Donnerstag erfolgte dann der nächste Angriff, der auch erfolgreich beendet wurde. Der EUR konnte sich zunächst über der 1,1900 festsetzen, gab aber dann im Rahmen des Frühhandels zu Freitag erneut nach. Es wurde zwar ein erneuter Versuch gestartet, über die 1,1900 zu kommen, dieser gelang zwar, aber das Währungspaar konnte sich erneut nicht über dieser Marke festsetzen. Zu Wochenbeginn das gleiche Muster. Anlauf auf die 1,1900, ein Überschreiten und dann ein weiterer Rücksetzer. Erst am Dienstag Mittag gelang es dem EUR sich in einer sehr dynamischen Aufwärtsbewegung über die 1,1900 zu schieben und auch festzusetzen. Es ging im Zuge dessen bis in den Bereich der 1,1955

Das Hoch im Betrachtungszeitraum lag über der 1,1900 und über dem Level der Vorperiode. Der EUR hat es nach einigen Anläufen geschafft, sich über der 1,1900 zu etablieren. Das Tief im Betrachtungszeitraum lag mehr als deutlich über dem Level des letzten Betrachtungszeitraums. Der Wochenschluss lag ganz knapp unter der 1,1900 und ebenfalls deutlich über dem Wochenschluss der Vorwoche. Die Range war mit 95 Pips vergleichsweise klein. Sie lag unter der Vorperiode und unter dem Jahresdurchschnitt.

Wir hatten auf der Oberseite damit gerechnet, dass der EUR mit dem Überschreiten der 1,1941/43 weiter an unser nächstes Anlaufziel bei 1,1953/55 laufen könnte. Diese Bewegung hat sich eingestellt, das Anlaufziel wurde um einen Pip überschritten. Die Rücksetzer gingen mit dem Unterschreiten der 1,1870 exakt an unser nächstes Anlaufziel bei 1,1863/61. Damit hat das Setup in der letzten Woche sehr gut gegriffen.

  • Hoch*: 1,1956                    Vorperiode: 1,1847
  • Tief*:   1,1861                    Vorperiode: 1,1708
  • Wochenschluss: 1,1897        Vorwoche:  1,1754
  • Range*: 95 Pips                Vorperiode: 166 Pips

* Betrachtungszeitraum 07.04.2021 - 13.04.2021 - Handelszeiten zwischen 08:00-22:00 Uhr

EURUSD: Wie könnte es weitergehen?

  • Euro-WS: 1,1974....1,2070...1,2125.....1,2262/79/89......1,2333/73.....1,2433
  • Euro-US: 1,1955....1,1881/30.....1,1791/48/07......1,1687/43.....1,1581/66....1,1467

Die wichtigsten Marken auf Basis unseres Setups:

  • I-Day-Marke                          1,1975  und  1,1791
  • Tagesschlussmarken               1,2097  und  1,1568
  • Boxbereich                            1,2555  bis   1,0504
  • Range                                   1,3479  bis   0,9631

Zum EURUSD in den kommenden fünf Handelstagen:

Chartcheck - Betrachtung im Weekly:

Der EUR konnte sich in der letzten Handelswoche über die SMA50 (aktuell bei 1,1755) schieben und es scheint, also ob er sich auch über dieser Durchschnittslinie etablieren kann. Er hat sich jetzt, das ist im Chart erkennbar, über die 1,1955 schieben können. Im Chart ist auch erkennbar, dass er in den letzten Handelswochen große Probleme hatte, diese Linie zu überwinden. Sollte er es schaffen, sich über der 1,1955 zu etablieren, könnte es auch direkt weiter bis an die SMA20 (aktuell bei 1,2050) gehen. Kann er sich auch über die SMA20 schieben und vor allem etablieren, so hätte er wieder eine Perspektive auf die 1,2240/50.

Rücksetzer könnten jederzeit an die SMA50 gehen. Darunter könnte die SMA200 (aktuell bei 1,1551) noch einen weiteren Halt bieten.

Chartbild Weekly: neutral

Daily:

Auch auf Tagesbasis ist zu erkennen, wie schwer sich der EUR mit der 1,1955 tut. Er hat mehrmals versucht, dieses Level zu überschreiten, ist aber immer wieder gescheitert. Der EUR hat es jetzt aber geschafft, sich wieder an und über die 1,1955 schieben können und hat jetzt die SMA50 (aktuell bei 1,1965) vor sich.

Daraus leiten sich jetzt auf Tagesbasis zwei Szenarien ab. Entweder der EUR schafft es, sich auch über die SMA50 zu schieben und auf Tagesbasis zu etablieren. Dann hätte er die Möglichkeit weiter nach Norden zu laufen. Der übergeordnete Anlaufbereich wäre zunächst die 1,2240/60.

Scheitert er aber, so könnte es wieder unter die 1,1955 gehen und dann weiter bis an die SMA200 (aktuell bei 1,1897) bzw. bis an die SMA20 (aktuell bei 1,1846) Sollte es einen Tagesschluss unter der SMA20 geben, so würde sich das Tageschart wieder eintrüben.

Chartbild Daily: neutral

4H-Chart:

Im Chart ist gut erkennbar, dass der EUR den Ausbruch am Dienstag mit Dynamik und mit Momentum geschafft hat. Es ging an und über die 1,1955. Die letzten Kerzen hatten einen bullischen Charakter. Somit hat der EUR jetzt kurzfristig die Chance weiter zu steigen. Er hat aber im Daily noch die SMA50 vor sich, die es zu überwinden gilt. Gelingt dies, so könnte es weiter aufwärts gehen.

Rücksetzer könnten sich bis in den Bereich der SMA20 (aktuell bei 1,1913) bzw. bis an die SMA200 (aktuell bei 1,1894) und dann bis an die SMA50 (aktuell bei 1,1866) einstellen.

Chartbild 4h Chart: bullisch

Fazit: der EUR hat seine Aufwärtsbewegung weiter fortsetzen können. Er befindet sich aktuell im Bereich der 1,1955/65. Er muss sich per Tagesschluss über die 1,1965 schieben und etablieren. Gelingt dies wäre der Weg an die 1,2240/60 übergeordnet theoretisch frei. Geht es wieder unter die 1,1955 so könnten Rücksetzer bis in den Bereich der 1,1890/70 einstellen.

  • Wahrscheinlichkeit Bull Szenario: 50 %
  • Wahrscheinlichkeit Bear Szenario: 50 %

 

*****

EURUSD Tages-Updates, jeden Morgen gegen 09 Uhr frisch und aktuell

*****

 

EURUSD-Setups in den kommenden fünf Handelstagen:

Long-Setup: Kann sich der EUR über der 1,1965 behaupten, so könnte er versuchen unsere nächsten Anlaufziele bei 1,1973/75, bei 1,1982/84, bei 1,1990/92, bei 1,1998/1,2000, bei 1,2008/10, bei 1,2017/19 und dann bei 1,2025/27 zu erreichen. Geht es über die 1,2025/27 wären unsere nächsten Anlaufziele bei 1,2033/35, bei 1,2041/43, bei 1,2049/51 und dann bei 1,2054/56 zu finden. Über der 1,2054/56 wären die 1,2064/66, die 1,2072/74, die 1,2080/82, die 1,2089/91 und dann die 1,2101/03 unsere nächsten Anlaufziele.

Short-Setup: Kann sich der EUR nicht über der 1,1965 halten, so könnten die Rücksetzer zunächst unsere nächsten Anlaufziele bei 1,1959/57 und dann bei 1,1953/51 erreichen. Kommt es hier zu keinen Erholungen, so könnten sich die Abgaben weiter fortsetzen. Unsere Anlaufziele wären dann bei 1,1946/44, bei 1,1938/36, bei 1,1929/27, bei 1,1921/19, bei 1,1913/11, bei 1,1905/03 und dann bei 1,1897/95 zu finden. Unter der 1,1897/95 wären die 1,1891/89, die 1,1884/82, die 1,1875/73 und dann die 1,1867/65 unsere nächsten Anlaufziele.

Erwartete Wochenrange auf Basis unseres Setups

1,1982 (1,2056) bis 1,1944 (1,1896)

Übergeordnete erwartete Tendenz im Betrachtungszeitraum: seitwärts

 

 

Die wichtigsten Veröffentlichungen der nächsten 7 Tage:

  • 15.04.2021: USA – Erstanträge Arbeitslosenhilfe
  • 15.04.2021: USA – Philly Fed Herstellungsindex
  • 16.04.2021: USA – Baugenehmigungen
  • 16.04.2021: EUR – Verbraucherpreisindex

 

Der StereoTrader bei Admiral Markets: Scalping, Limit Pullback und mehr

▶️ Hier informieren
▶️ Hier bestellen für Demo oder Livekonto

 

Die Ausbildungsoffensive 2021 für alle! Börse & Trading für Anfänger

Quellen: Eigenanalyse, genutzt werden die Charts vom MetaTrader 4.

► Handeln Sie verantwortungsvoll ◄
Diese Publikation liefert Markteinschätzungen, unabhängig davon, mit welchem Instrument ggf. getradet wird. Admiral Markets ist Forex & CFD Broker, sollten Sie den Basiswert als CFD traden, beachten Sie bitte: Forex & CFDs sind Hebelprodukte und nicht für jeden geeignet! Der Hebel multipliziert Ihre Gewinne, aber auch die Verluste. CFDs sind komplexe Instrumente und gehen wegen der Hebelwirkung mit dem hohen Risiko einher, schnell Geld zu verlieren. 71% der Retail Kunden verlieren Geld beim CFD-Handel mit diesem Anbieter. Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFDs funktionieren und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.

Die Basisinformationsblätter („KID") zu den Handelsinstrumenten finden Sie hier, den ausführlichen Hinweis zu Marktkommentaren hier und den ausführlichen Warnhinweis zu Handelsrisiken über folgenden Link: DISCLAIMER: https://admiralmarkets.de/risikohinweis

Die Autoren können ganz oder teilweise in den besprochenen Werten investiert sein. Diese Inhalte stellen keine Finanzanalyse dar: Es handelt sich um eine Werbemitteilung, welche nicht allen gesetzlichen Vorschriften zur Gewährleistung der Unvoreingenommenheit von Finanzanalysen genügt und keinem Handelsverbot vor der Veröffentlichung der Analysen unterliegen.

Jens Chrzanowski
Jens Chrzanowski Niederlassungsleiter und Mitglied des globalen Group Management Boards | Berlin |

Gründer und Leiter des deutschen Büros von Admirals seit 2011. Vorherige berufliche Stationen bei FXCM, E*TRADE und der Deutschen Bank.