EURUSD Analyse: Einer Gewinnwoche folgt aktuell eine Verlustwoche

November 18, 2020 13:00
  • R/USD Analyse & Wochenausblick mit Set-ups - für aktive Forex-Trader

Wochenanalyse EUR/USD KW 47 /48 2020 (Betrachtungszeitraum 18.11.2020 - 24.11.2020)

EURUSD Rückblick (11.11.2020 - 17.11.2020)

Der EUR zum USD bewegte sich zu Beginn unseres Betrachtungszeitraums, am Mittwoch der letzten Handelswoche, im Bereich der 1,1824 und damit gut 165 Pips über dem Niveau fünf Handelstage zuvor. Das Währungspaar gab zunächst nach, konnte sich bei 1,1745 stabilisieren und im Nachgang dessen wieder etwas erholen. Diese Erholung wurde am Donnerstag abverkauft und es ging zurück in den Bereich der 1,1800/10. Am Freitag setzte sich die Aufwärtsbewegung weiter fort, allerdings nur sehr moderat. Der EUR konnte sich bis zum Abend an die 1,1838 schieben, der Wochenschluss wurde knapp darunter formatiert. Der Wochenbeginn war zunächst von Abgaben gekennzeichnet, die bis an die 1,1814 liefen. Hier setzte dann wieder Kaufinteresse ein und der EUR konnte sich sukzessive erholen. Diese Erholung setzte sich auch am Dienstag weiter fort. Im Zuge dessen konnte der EUR die 1,1894 erreichen.

Das Hoch im Betrachtungszeitraum liegt im Dunstkreis des Levels bei 1,1900, das Hoch in der Vorperiode wurde aber nicht erreicht. Das Tief im Betrachtungszeitraum lag deutlich über dem Niveau der Vorperiode und über dem WS-Bündel 1,1740/30. Der Wochenschluss lag zwar über der 1,1800, aber unter dem Niveau der Vorwoche. Die Range in den letzten fünf Handelstagen war deutlich kleiner als im letzten Betrachtungszeitraum.

Wir hatten in unserem Setup auf der Oberseite erwartet, dass der EUR mit dem Überschreiten der 1,1879/81 weiter an unser nächstes Anlaufziel bei 1,1892/94 laufen könnte. Diese Bewegung hat sich eingestellt, das Anlaufziel wurde exakt getroffen, das Setup hat damit perfekt gegriffen. Die Rücksetzer gingen mit dem Unterschreiten der 1,1755/53 weiter an unser nächstes Anlaufziel bei 1,1747/45 laufen könnte. Auch unser Anlaufziel auf der Unterseite wurde exakt getroffen, das Setup hat damit perfekt gegriffen.

  • Hoch*: 1,1894 Vorperiode: 1,1920
  • Tief*: 1,1745 Vorperiode: 1,1628
  • Wochenschluss: 1,1834 Vorwoche: 1,1874
  • Range*: 149 Pips Vorperiode: 292 Pips

*Betrachtungszeitraum 11.11.2020 - 17.11.2020 - Handelszeiten zwischen 08:00-22:00 Uhr

EURUSD - Wie könnte es weitergehen?

  • Euro-WS: 1,1867/77/86....1,1915/43....1,2095.....1,2180...1,2272
  • Euro US: 1,1791/34/15....1,1643....1,1581/66.....1,1467/13.....1,1331.....1,1183.....1,1090/51

Die wichtigsten Marken auf Basis unseres EURUSD Setups:

  • Intraday-Marke 1,1926 und 1,1709
  • Tagesschlussmarken 1,2039 und 1,1572
  • Boxbereich 1,2555 bis 1,0504
  • Range 1,3479 bis 0,9631

Ausblick für die kommenden fünf Handelstage:

Chartcheck - Betrachtung im WEEKLY/DAILY/4h Chart:

Weekly


Die Kursmuster im Weekly sind seit sechs Wochen gleich. Einer Verlustwoche folgt eine Gewinnwoche. Die SMA20 (aktuell bei 1,1751) hat bei den Rücksetzer, bzw. den Erholungen immer eine wichtige Rolle gespielt, wie im Chart gut erkennbar ist. Das Währungspaar hat es in den letzten Handelsmonaten bisher immer geschafft, sich über der SMA20 zu halten und damit ist der langfristige Aufwärtstrend nach wie vor in Takt.

Solange der EUR über der SMA20 notiert, kann er theoretisch jederzeit die 1,1950/60 bzw. im Nachgang das Jahreshoch anlaufen. Rücksetzer könnten bis an die SMA20 gehen. Kommt es im Bereich dieser Linie nicht zu einer Erholung, bzw. wird sie deutlich unterschritten und auch ein Wochenschluss unter diesem Level formatiert, könnten sich die Abgaben weiter fortsetzen. Anlaufziel könnte dann die SMA200 (aktuell bei 1,1423) sein.


DAILY

Im Daily hat sich das Chartbild in der letzten Handelswoche aufgehellt. Der EUR konnte sich mit Momentum über die SMA50 (aktuell bei 1,1771) und über die SMA20 (aktuell bei 1,1786) schieben und etablieren. Es ging zwar noch einmal an die beiden Linien, der EUR konnte sich aber exakt hier erholen und wieder in Richtung Norden laufen. Somit ist auch das Daily als bullisch zu interpretieren.

Solange der EUR über diesen beiden Durchschnittslinien notiert, solange könnte es weiter aufwärts gehen. Sollte der EUR sich der EUR über der 1,1880 etablieren können, so könnten die Anlaufziele bei 1,1910/20 und dann übergeordnet bei 1,1950/60 erreicht werden können.

Rücksetzer haben das Potential bis an die SMA20/50 zu gehen. Aktuell liegen beide Linien noch vergleichsweise eng zusammen, was den EUR vergleichsweise gut stützen könnte. Selbst wenn die Linien unterschritten werden sollte, würde dies nicht unbedingt und notwendigerweise auf weitere Abgaben hindeuten. Wesentlich ist, dass es der EUR schafft, einen Tagesschluss über diesen beiden Durchschnittslinien zu formatieren.

Sollte dies aber nicht gelingen, und ein Tagesschluss unter der SMA20/50 am Folgetag bestätigt werden, könnten sich übergeordnet weitere Abgaben bis an die SMA200 (aktuell bei 1,1367) gehen.


4h Chart:

Der EUR hat sich wieder über die SMA20 (aktuell bei 1,1848) schieben und etablieren können. Damit ist auch das kurzfristige Chartbild bullisch zu interpretieren. Es könnte damit weiter aufwärts gehen. Die Anlaufziele auf der Oberseite wurden bereits im Daily genannt. Solange sich der EUR über der SMA20 und der SMA50 (aktuell bei 1,1833) halten kann, sind die oberen Anlaufziele aktiv.

Rücksetzer könnten sich zunächst an die SMA20/50 und dann übergeordnet bis an die SMA200 (aktuell bei 1,1778) gehen. Spätestens im Bereich der SMA200 bzw. bei 1,1750/30 sollten sich bei Rücksetzern, die diesen Bereich anlaufen, stabilisieren und erholen.


Fazit: die übergeordneten Chartbilder im Weekly und im Daily sind bullisch zu interpretieren. Der EUR hat damit die Chance weiter zu steigen. Anlaufziele könnten die 1,1910/20 und dann der Bereich bei 1,1950/60 sein. Sollte es zu einem Tagesschluss unter der 1,1760 kommen, der am Folgetag bestätigt wird, könnte es zunächst abwärts gehen.

  • Wahrscheinlichkeit Bull Szenario: 70 %
  • Wahrscheinlichkeit Bear Szenario: 30 %

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EURUSD Rahmenbedingungen; Das große Bild:

Verschärfte Einschränkungen bezüglich der Corona Pandemie sind in Deutschland zu Wochenbeginn nicht getroffen worden. Es wurden lediglich Empfehlungen, bzw. Hinweise gegeben, wie sich Menschen einschränken sollen. Die Infektionszahlen sind nach wie vor hoch. Wir erwarten, dass es in der kommenden Woche aber weitere Verschärfungen geben könnte. Ob diese dann in einen zweiten Lockdown münden bleibt abzuwarten. Österreich hat den Lockdown verkündet und es ist davon auszugehen, dass noch andere europäische Länder nachziehen werden. Wahrscheinlich werden wir erst im Laufe des 1. Quartals 2021 eine Entspannung sehen, das 2. Quartal 2021 könnte eine spürbare Besserung bringen, das 3. Quartal 2021 zur Normalität zurückführen. Danach wird es zu einer Aufarbeitung kommen, was vor allem die Frage angeht, wer die Kosten der Pandemie tragen wird.

In dieser Woche sollte es zu einer Einigung oder eine Nicht-Einigung der EU mit den Briten kommen. Nach wie vor gibt es eine Reihe von offenen Fragen, die Wahl des neuen US-Präsidenten hat aber einen neuen Spin in die Verhandlungen gebracht. Allerdings ist nach wie vor nicht klar, ob es einen harten Brexit geben wird oder nicht.

Zum Markt in den kommenden fünf Handelstagen:

Long Setups: Kann sich der EUR über der 1,1880 behaupten, so könnte er dann versuchen unsere Anlaufziele bei 1,1892/94, bei 1,1899/1,1901, bei 1,1910/12, bei 1,1919/21 bzw. bei 1,1929/31 zu erreichen. Kommt es hier zu keinen Rücksetzern, so wären die 1,1938/40, die 1,1947/49, die 1,1955/57 und dann die 1,1961/63 unsere nächsten Anlaufziele. Über der 1,1961/63 wären unsere nächsten Anlaufmarken bei 1,1970/72, bei 1,1979/81, bei 1,1988/90, bei 1,1992/94, bei 1,2002/04, bei 1,208/10, bei 1,2017/19 und dann bei 1,2025/27 zu finden.

Short Setups: Kann sich der EUR nicht über der 1,1880 halten, so könnten die Rücksetzer zunächst unsere Anlaufziele bei 1,1871/69, bei 1,1863/61, bei 1,1854/52 und dann bei 1,1848/46 erreichen. Setzt der EUR bis an die 1,1854/48 zurück, so hätte er in diesem Bereich vergleichsweise gute Chancen auf Stabilisierung und Erholung. Gelingen diese aber nicht, bzw. wird das Level mit Dynamik und mit Momentum angelaufen, so könnte es weiter abwärts gehen. Unsere Anlaufziele wären dann bei 1,1837/35, bei 1,1829/27, bei 1,1821/19, bei 1,1809/07, bei 1,1799/97, bei 1,1785/83 und dann bei 1,1777/75, bei 1,1768/66, bei 1,1760/58 und dann bei 1,1754/52 zu finden. Unter der 1,1754/52 könnte es dann noch zu unseren Anlaufmarken bei 1,1744/42, bei 1,1735/33, bei 1,1728/26, bei 1,1719/17 bzw. bei 1,1710/08 gehen.

  • Übergeordnete erwartete Tendenz im Betrachtungszeitraum: seitwärts / aufwärts


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Quellen: Eigenanalyse, genutzt werden die Charts vom MetaTrader 4.

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Jens Chrzanowski
Jens Chrzanowski Niederlassungsleiter und Mitglied des globalen Group Management Boards | Berlin |

Gründer und Leiter des deutschen Büros von Admirals seit 2011. Vorherige berufliche Stationen bei FXCM, E*TRADE und der Deutschen Bank.