EURUSD Analyse: Wirtschaftsleistung der USA konsolidiert sich

August 26, 2020 13:00
  • EUR/USD Analyse mit Set-ups und Wochenausblick - für aktive Forex-Trader


Einige US-Wirtschaftsdaten haben sich robust gezeigt. So sind die Verkäufe von neuen Häusern im Juli um 13,9% gestiegen - der stärkste Anstieg seit 14 Jahren. Offensichtlich motivieren die niedrigen Hypothekenzinsen zunehmend mehr US-Bürger in die eigenen vier Wände zu investieren. Dabei scheint es auch so zu sein, dass zunehmend die Mittelschicht in den USA in Immobilien investiert.

Nachdem der Aktienmarkt in den vergangenen Jahren stark angestiegen ist, haben viele Amerikaner hier einige Geld verdienen können, was sie jetzt auch in Häuser investieren wollen. Mit der zunehmenden Nachfrage ziehen auch die Preise, gerade in den Speckgürteln der großen Städte, weiter an. In einigen Gebieten der USA ist aber auch festzustellen, dass die Preise für Immobilien nachgeben werden.

Übergeordnet ist das alles zunächst eine Momentaufnahme. Die Wirtschaft in den USA wird aktuell von gigantischen Konjunkturprogrammen gestützt. Einige Programme laufen die nächsten Wochen und Monate, wenn auch ausgedünnt weiter. Dem amtierenden US-Präsidenten ist wichtig, dass diese Programme mindestens bis Anfang November laufen. Danach könnten die Programme dann auslaufen. Es wird sich erst Anfang des nächsten Jahres zeigen, wie stabil die Wirtschaft in den USA tatsächlich ist. Bereits jetzt gibt es Analysten, die einen weiteren massiven Abschwung erwarten.

Rückblick (19.08.2020 - 25.08.2020)

Der EUR bewegte sich zu Beginn unseres Betrachtungszeitraums, am Mittwoch der letzten Handelswoche, im Bereich der 1,1937 und damit gut 214 Pips über dem Niveau fünf Handelstage zuvor. Das Währungspaar formatierte bereits am Mittwoch Vormittag das Hoch im Betrachtungszeitraum. Von hier aus ging es dann am Abend in einer dynamischen Bewegung abwärts. Der EUR setzte im Zuge dessen bis in den Bereich der 1,1830 zurück und konnte sich erst hier stabilisieren. Am Donnerstag ging es übergeordnet in einer engen Box seitwärts. Zwar konnte sich der EUR im Frühhandel am Freitag Morgen etwas erholen, diese Erholung wurde dann am Freitag Morgen dynamisch abverkauft. Die Stabilisierung gelang erst am Nachmittag im Bereich der 1,1754. Von hier aus konnte sich das Währungspaar leicht erholen, schaffte aber keinen Wochenschluss über der 1,1800. Zu Wochenbeginn setzten sich zunächst freundliche Notierungen durch, der EUR konnte im Zuge dessen bis an die 1,1849 laufen. Von hier aus ging es wieder abwärts und unter die 1,1800. Am Dienstag konnte sich der EUR zunächst erholen, gab dann aber wieder nach.

Das Hoch im Betrachtungszeitraum liegt unter dem Niveau der Vorperiode, das Tief liegt darüber. Der EUR hat im Betrachtungszeitraum damit eine geringere Range abgebildet, diese lag aber immer noch über dem Jahresdurchschnitt. Der Wochenschluss lag unter dem Level der Vorwoche und unter der 1,1800.

Wir hatten in unserem Setup auf der Oberseite erwartet, dass der EUR mit dem Überschreiten der 1,1940/42 weiter an unser nächstes Anlaufziel bei 1,1947/49 laufen könnte. Diese Bewegung hat sich eingestellt, das Anlaufziel wurde erreicht und leicht überschritten. Die Rücksetzer gingen mit dem Unterschreiten der 1,1772/70 noch unter unser maximales Anlaufziel auf der Unterseite bei 1,1761/59. Damit hat das Setup nicht optimal gegriffen.

  • Hoch*: 1,1951 Vorperiode: 1,1966
  • Tief*: 1,1754 Vorperiode: 1,1720
  • Wochenschluss: 1,1795 (1,1841)
  • Range*: 197 Pips Vorperiode: 246 Pips

* Betrachtungszeitraum 19.08.2020 – 25.08.2020 - Handelszeiten zwischen 08:00-22:00 Uhr

URUSD: Wie könnte es weitergehen?

  • Euro-WS: 1,1815/48/88.....1,1943.....1,2095.....1,2180...1,2272
  • Euro-US: 1,1810......1,1792/38......1,1690/40.....1,11518....1,1481.....1,1335/24

Die wichtigsten Marken auf Basis unseres Setups:

I-Day-Marke 1.1892 und 1.1691

Tagesschlussmarken 1.2098 und 1.1540

Boxbereich 1.2555 bis 1.0504

Range 1.3479 bis 0.9631

Zum EURUSD in den kommenden fünf Handelstagen:

Chartcheck - Betrachtung im Weekly & 4h-Chart:

Der EUR hat in der letzten Handelswoche eine Verschnaufpause eingelegt. Nachdem es vergleichsweise lange gedauert hat, den harten Widerstand bei 1,1333/35 zu überwinden, gelang der dynamische Ausbruch. Nachdem er ein neues Jahreshoch formatiert hat, konsolidiert der EUR aktuell im Bereich der 1,1800. Der Rücksetzer hat durchaus etwas bullisches, die Konsolidierung könnte aber noch etwas dauern. Die 1,2500 bzw. der Bereich bei 1,3750/1,4000 könnten langfristig übergeordnete Ziele sein.

4H-Chart:

Der EUR notiert aktuell im Bereich die SMA20 (aktuell bei 1,1810) Kann er sich über dieser Linie halten, so könnte er versuchen die SMA50 (aktuell bei 1,1848) zu erreichen. Diese Linie ist aktuell die letzte Hürde, um die Aufwärtsbewegung erneut fortzusetzen. Sollte es gelingen die SMA50 zu überwinden und sich über dieser Linie zu etablieren (zwei grüne Kerzen hintereinander), so wären die 1,2000/50 das nächste denkbare übergeordnete Anlaufziel.

Sollte es aber unter die SMA20 gehen und der EUR sich unter dieser Linie etablieren, so könnten sich die Abgaben noch weiter fortsetzen. Denkbare Anlaufbereiche könnten die 1,1740/30 und dann die 1,1690 sein.

Fazit: Der EUR könnte seine Konsolidierung noch etwas fortsetzen. Dabei haben die SMA50 und die SMA20 im 4h Chart eine größere Bedeutung. Etabliert er sich über der SMA50 könnte der EUR seine Aufwärtsbewegung weiter fortsetzen. Etabliert er sich unter der SMA20 könnte es noch etwas weiter abwärts gehen.

  • Wahrscheinlichkeit Bull Szenario: 50 %
  • Wahrscheinlichkeit Bear Szenario: 50 %

EURUSD-Setups in den kommenden fünf Handelstagen:

Long-Setup: Der EUR könnte versuchen zunächst unsere Anlaufziele bei 1,1815/17, bei 1,1822/24, bei 1,1832/34, bei 1,1841/43 und dann bei 1,1847/49 zu erreichen. Kann er sich bis in den Bereich der 1,1841/49 schieben, so könnte es hier schwer werden weiter zu kommen. Eventuell läuft sich der EUR an diesem Level auch müde. Gelingt es ihm aber, sich über die 1,1847/49 zu schieben, so könnte es auch direkt weiter an unsere nächsten Anlaufziele bei 1,1855/57, bei 1,1862/64, bei 1,1871/73, bei 1,1880/82, bei 1,1895/97, bei 1,1902/04 und dann 1,1909/11 gehen. Kann er sich über die 1,1909/11 schieben, so könnte er dann versuchen, unsere Anlaufziele bei 1,1919/21, bei 1,1930/32, bei 1,1938/40, bei 1,1951/53, bei 1,1960/62, bei 1,1971/73, bei 1,1779/81 und dann bei 1,1990/92 bzw. bei 1,1998/1,2000 zu erreichen. Kommt es im Bereich der 1,1998/1,1200 zu keinen Rücksetzern, so könnte sich die Aufwärtsbewegung weiter fortsetzen. Unsere Anlaufziele wären dann bei 1,2005/07, bei 1,2011/13, bei 1,2020/22, bei 1,2029/31, bei 1,2037/39, bei 1,2045/47 und dann bei 1,2050/52 zu finden. Kann sich der EUR über die 1,2050/52 schieben, so könnte es dann weiter an unsere nächsten Anlaufziele bei 1,2060/62, bei 1,2067/69, bei 1,2077/79, bei 1,2086/88, bei 1,2093/95 und dann bei 1,2101/03 gehen.

Short-Setup: Kann sich der EUR nicht über der 1,1815 halten, so könnten die Rücksetzer zunächst unser Anlaufziel bei 1,1810/08 erreichen. Kommt es hier zu keinen Erholungen, so könnten sich die Abgaben fortsetzen. Unsere Anlaufziele wären dann bei 1,1792/91, bei 1,1786/84, bei 1,1777/75, bei 1,1767/65, bei 1,1759/57, bei 1,1749/47, bei 1,1740/38 und dann bei 1,1736/34 zu finden. Setzt der EUR bis in den Bereich der 1,1740/34 zurück, so hätte er in diesem Bereich gute Chancen auf Stabilisierung und Erholung. Gelingen diese aber nicht, bzw. wird das Level mit Dynamik und mit Momentum angelaufen, so könnte es durchaus weiter abwärts gehen. Unsere Anlaufmarken wären dann die 1,1725/23, die 1,1714/12, die 1,1708/06, die 1,1700/1,1698 und dann die 1,1691/89 bzw. die 1,1682/80.

Übergeordnete erwartete Tendenz im Betrachtungszeitraum: seitwärts

Die wichtigsten Veröffentlichungen der nächsten 7 Tage:

  • 27.08.2020: USA – Bruttoinlandsprodukt Q2
  • 27.08.2020: USA – Erstanträge Arbeitslosenhilfe
  • 01.09.2020: EUR – Verbraucherpreisindex
  • 02.09.2020: USA – ADP Beschäftigungsänderung


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Quellen: Eigenanalyse, genutzt werden die Charts vom MetaTrader 4.

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Jens Chrzanowski
Jens Chrzanowski Niederlassungsleiter und Mitglied des globalen Group Management Boards | Berlin |

Gründer und Leiter des deutschen Büros von Admirals seit 2011. Vorherige berufliche Stationen bei FXCM, E*TRADE und der Deutschen Bank.