EURUSD Analyse: Wahlen in den USA

November 04, 2020 11:00
  • EUR/USD Analyse & Wochenausblick mit Set-ups - für aktive Forex-Trader

Die US-Wahlen sind gelaufen. Es ist allerdings nicht so ausgegangen, wie vorhergesagt und vielleicht auch von vielen, insbesondere hier in Europa erhofft. Es hat sich kein Erdrutschsieg eingestellt, sondern es ist nach wie vor ein Kopf an Kopf Rennen.

Sollte der amtierende Präsident in seinem Amt bestätigt werden, würde das bedeuten dass die Mehrheit der Menschen in den USA die Politik der letzten vier Jahre gutheißen. Da es sehr viele Briefwähler gibt, könnte sich das Endergebnis erst Ende der Woche einstellen.

Aktuell hört man wenig zum Thema Brexit - andere Themen bestimmen das Tagesgeschehen. Wir möchten das Thema aufgreifen und dahingehend sensibilisieren, dass auch der Brexit noch einen deutlich negativen Impact auf das Wachstum 2021 in Europa inkl. des Königreichs haben kann, wobei die Europäer diesen Rückschlag wahrscheinlich besser wegstecken können als die Briten. Der Vorteil oder den Nachteil einer Gemeinschaft werden die Briten dann in den kommenden Jahren einschätzen können.

EURUSD-Rückblick (28.10.2020 - 03.11.2020)

Der EURUSD bewegte sich zu Beginn unseres Betrachtungszeitraums, am Mittwoch der letzten Handelswoche, im Bereich der 1,1768 und damit gut 80 Pips unter dem Niveau fünf Handelstage zuvor. Das Währungspaar konnte sich am Mittwoch der letzten Handelswoche nicht festigen und gab weiter nach. Dies ging bis zum Nachmittag an die 1,1718. Nach einer Stabilisierung setzte sich die Talfahrt am Donnerstag dann weiter fort. Erst am Donnerstag Abend gelang die Stabilisierung weit unter der 1,1700. Der EUR brauchte dann bis zum Freitag Nachmittag um eine kleine Erholung abzubilden, die aber im Nachgang dessen sofort wieder abverkauft wurde. Der EUR setzte bis 1,1639 zurück, der Wochenschluss wurde nur knapp darüber formatiert. Zu Wochenbeginn wurde am Montag gleich ein neues Tief ausgebildet, es ging dann am Dienstag mit dynamischen Impulsen wieder an und über die 1,1700. Der EUR konnte sich auch im späteren Handel über diesem Level festsetzen, gab im Frühhandel zu Mittwoch dann aber deutlich nach und rutschte unter die 1,1700.

Das Hoch im Betrachtungszeitraum liegt weit unter dem Level der Vorperiode. Der EUR hat es nicht geschafft, sich in den letzten fünf Handelstagen wieder über die 1,1800 zu schieben. Das Tief liegt ebenfalls deutlich unter dem Level des letzten Betrachtungszeitraum. Die Range war mit 157 Pips deutlich größer als in der Vorperiode.

Wir hatten in unserem Setup auf der Oberseite erwartet, dass der EUR mit dem Überschreiten der 1,1769/71 nicht ganz an unser nächstes Anlaufziel bei 1,1779/81. Diese Marke wurde um einen Pip verpasst. Die Rücksetzer gingen mit dem Unterschreiten der 1,1665/63 noch deutlich unter unser maximales Anlaufziel auf der Unterseite bei 1,1654/52. Hier hat das Setup nicht gepasst.

  • Hoch*: 1,1778 Vorperiode: 1,1881
  • Tief*: 1,1621 Vorperiode: 1,1791
  • Wochenschluss: 1,1645 (1,1858)
  • Range*: 157 Pips Vorperiode: 90 Pips

* Betrachtungszeitraum 28.10.2020 – 03.11.2020 - Handelszeiten zwischen 08:00-22:00 Uhr

EURUSD: Wie könnte es weitergehen?

  • Euro-WS: 1,1730/35/52/92......1,1856/77/86....1,1915/43....1,2095.....1,2180...1,2272
  • Euro-US: 1,1637....1,1572/18.....1,1410.....1,1330/24.....1,1132.....1,1090/51

Die wichtigsten Marken auf Basis unseres Setups:

  • I-Day-Marke 1,1722 und 1,1578
  • Tagesschlussmarken 1,2039 und 1,1457
  • Boxbereich 1,2555 bis 1,0504
  • Range 1,3479 bis 0,9631

Zum EURUSD in den kommenden fünf Handelstagen:

Chartcheck - Betrachtung im Weekly:

Der EUR ist in den letzten Handelswochen nicht wirklich weitergekommen, das ist im Wochenchart sehr deutlich zu erkennen. Nach einer Woche der Erholung setzt eine Woche mit Gewinnmitnahmen ein. Der Rücksetzer in der letzten Handelswoche ging unter die SMA20 (aktuell bei 1,1675) Es scheint aber den Anschein zu haben, dass es der EUR schafft, sich wieder über diese Durchschnittslinie zu schieben, zumindest wurde zu Wochenbeginn ein ernsthafter Versuch unternommen. Im Rahmen zum Frühhandel zu Mittwoch ging es aber wieder unter die SMA20.

Wichtig ist, dass ein Wochenschluss über der 1,1675 formatiert wird. Sollte das der Fall sein, so könnte sich die Aufwärtsbewegung weiter fortsetzen. Übergeordnetes Anlaufziel könnte der Bereich bei 1,1880/1,1950 sein.

Gelingt es aber nicht, diesen Wochenschluss über der SMA20 zu markieren, so könnten sich übergeordnet weiter Rücksetzer einstellen, die bis in den Bereich der 1,1410 gehen könnten.


Daily:

Im Daily hat sich das Chartbild etwas eingetrübt. Der EUR ist unter die SMA50 (aktuell bei 1,1774) und unter die SMA20 (aktuell bei 1,1755) gefallen. Somit ist das Chartbild schon etwas kritischer zu interpretieren. Der EUR hat in den letzten Handelstagen immer einen Tagesschluss unter der SMA20 formatiert. Vorstellbar ist, dass Erholungsbewegungen bis in den Bereich der SMA20/50 gehen könnte. Aufhellen würde sich das Tageschart aber erst mit einem Tagesschluss über der 1,1775 mit einer Bestätigung am Folgetag.

Solange es der EUR nicht schafft, sich über die SMA20/50 zu schieben, könnten Rücksetzer jederzeit die Anlaufbereiche bei 1,1620/00 erreichen. Darunter könnte dann der Bereich bei 1,1550 bzw. bei 1,1410/00 stützen.

4H-Chart:

Der EUR ist gestern wieder über die SMA20 (aktuell bei 1,1664) gelaufen, im Rahmen des Frühhandels aber wieder unter diese Linie gefallen. Sollte es der EUR schaffen, sich wieder über die SMA20 zu schieben und auch zu etablieren, könnten weitere Erholungsbewegungen bis in den Bereich der SMA50 (aktuell bei 1,1736) und dann an die SMA200 (aktuell bei 1,1748) laufen. Sollte der Bereich der SMA50/200 mit Dynamik und mit Momentum angelaufen werden, wäre auch ein Erreichen der 1,1800/10 und dann der 1,1870/80 denkbar.

Solange der EUR unter der SMA20 notiert, könnten Rücksetzer jederzeit zurück an die 1,1620/00 und dann weiter bis an die 1,1500 gehen.


Der EUR ist wieder unter die SMA20 (aktuell bei 1,1816) und unter die SMA50 (aktuell bei 1,1802) gefallen. Aktuell kämpft er mit der SMA200 (aktuell bei 1,1771) Sollte er sich unter der SMA200 etablieren, könnte es kurzfristig weiter abwärts gehen. Der Bereich bei 1,1750/30 und dann bei 1,1690/80 könnte auch auf kurzfristiger Zeitebene stabilisierend wirken.

Aufhellen würde sich das Chartbild aber erst wieder über der 1,1820.

Fazit: der EUR muss sich zunächst über die SMA20 im 4h Chart etablieren. Dann wäre die Perspektive den Bereich bei 1,1730/50 erneut anzulaufen gegeben. Aufhellen würde sich das Chartbild aber erst über der 1,1770.

  • Wahrscheinlichkeit Bull Szenario: 30 %
  • Wahrscheinlichkeit Bear Szenario: 70 %

EURUSD-Setups in den kommenden fünf Handelstagen:

Long-Setup: Der EUR könnte zunächst versuchen unsere nächsten Anlaufziele bei 1,1641/43, bei 1,1652/54 und dann bei 1,1660/62 bzw. bei 1,1665/67 zu erreichen. Kann sich der EUR über die 1,1660/67 schieben, so könnte sich die Aufwärtsbewegung weiter fortsetzen. Unsere Anlaufziele wären dann bei 1,1675/77, bei 1,1686/88, bei 1,1696/98 und dann bei 1,1703/05 zu finden. Über der 1,1703/05 könnte der EUR dann unsere Anlaufmarken bei 1,1711/13, bei 1,1721/23, bei 1,1730/32, bei 1,1739/41 und dann bei 1,1747/49 erreichen. Über der 1,1747/49 schieben, wären unsere nächsten Anlaufziele die 1,1755/57, die 1,1763/65, die 1,1774/76, die 1,1787/89, die 1,1799/1,1801, die 1,1810/12, die 1,1821/23, die und dann die 1,1833/35.

Short-Setup: Kann sich der EUR nicht über der 1,1635 halten, so könnten die Rücksetzer zunächst unsere Anlaufziele bei 1,1629/27, bei 1,1620/18, bei 1,1610/08, bei 1,1598/96, bei 1,1590/88, bei 1,1579/77, bei 1,1569/67, bei 1,1559/57 und dann bei 1,1550/48 erreichen. Geht es unter die 1,1550/48, so wären unsere nächsten Anlaufziele bei 1,1539/37, bei 1,1529/27, bei 1,1521/19, bei 1,1510/08 und dann bei 1,1500/1,1498 zu finden.

Übergeordnete erwartete Tendenz im Betrachtungszeitraum: seitwärts/abwärts

Die wichtigsten Veröffentlichungen der nächsten 7 Tage:

  • 05.11.2020: USA – Fed Zinsentscheid
  • 06.11.2020: USA – Non-farm Payrolls
  • 10.11.2020: EUR – ZEW Konjunkturerwartung
  • 10.11.2020: USA – JOLTs Stellenangebote


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Quellen: Eigenanalyse, genutzt werden die Charts vom MetaTrader 4.

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Jens Chrzanowski
Jens Chrzanowski Niederlassungsleiter und Mitglied des globalen Group Management Boards | Berlin |

Gründer und Leiter des deutschen Büros von Admirals seit 2011. Vorherige berufliche Stationen bei FXCM, E*TRADE und der Deutschen Bank.