EURUSD Analyse: Möglicher Shutdown verunsichert Anleger

Oktober 28, 2020 12:15
  • EUR/USD Analyse & Wochenausblick mit Set-ups - für aktive Forex-Trader

Durch den europaweiten Anstieg der Covid-19 Infektionszahlen kommen in den europäischen Regierungen immer härtere Eindämmungsmaßnahmen auf den Verhandlungstisch. Auch ein erneuter Shutdown des öffentlichen Lebens scheint plötzlich wieder möglich und verunsichert die Anleger - auch in Deutschland.

Die nächsten Tage werden von dem US-Wahlkampf geprägt sein. Der Wahlausgang ist alles andere als entschieden, beide Seiten kämpfen vor allem in den Swing Staaten um Stimmen und damit um die Wahlmänner. Sollte der amtierende Präsident die Wahlen verlieren, könnte es noch einige Zeit dauern, bis er die Niederlage akzeptiert. Da aber auch 35 Senatoren und das Repräsentantenhaus neu gewählt werden, könnte sich der Ausgang der US-Wahl hier konstituieren. Verlieren die Republikaner die Mehrheit im Senat (aktuell 53 Sitze) und verlieren Sie auch Sitze im Repräsentantenhaus, so ist ein republikanischer Präsident vergleichsweise "machtlos".

In Deutschland wie auch in Europa spitzt sich die Lage durch den COVID19 Virus zu. Unsere Nachbarländer eilen von Rekord zu Rekord Infektionszahlen und es ist absehbar, dass das Gesundheitssystem bei diesem Zuwachs an die Grenzen stoßen könnte. Der nationale Lockdown wird von Seiten der Politik unter allen Umständen verhindert werden, obwohl aktuell viel darauf hindeutet, dass es Anfang November tatsächlich noch einmal in diese Richtung gehen könnte. Die Wirtschaft, insbesondere Branchen wie Tourismus, Gastronomie oder Luftfahrt, würden damit den nächsten Punch bekommen. Welche langfristigen Konsequenzen die Krise hat, werden wir erst 2021/2022 sehen.

EURUSD-Rückblick (21.10.2020 - 27.10.2020)

Der EURUSD bewegte sich zu Beginn unseres Betrachtungszeitraums, am Mittwoch der letzten Handelswoche, im Bereich der 1,1846 und damit gut 100 Pips über dem Niveau fünf Handelstage zuvor. Das Währungspaar konnte sich am Mittwoch zunächst etwas weiter nach Norden schieben. Weiter als 1,1881 ging es dann am Abend aber nicht mehr. Im Rahmen des Frühhandels ging es zunächst etwas abwärts, der EUR konnte sich am Donnerstag morgen zunächst etwas erholen, kam aber nicht mehr an die 1,1870 heran. Was folgte waren dann sukzessive Abgaben, die den EUR bis in den Bereich der 1,1811 brachten. Am Freitag ging es zunächst unter das Level der 1,1800, das Währungspaar konnte sich aber rasch stabilisieren und erholen. Es ging im Zuge dieser Erholung bis in den späteren Handel an die 1,1865 zurück. Zu Wochenbeginn stellten sich zunächst leichtere Notierungen ein, der EUR schaffte es übergeordnet sich zunächst über der 1,1800 zu halten, gab aber im Rahmen des Frühhandels zu Mittwoch deutlich nach.

Die Range in den letzten fünf Handelstagen war sehr eng. Der EUR schwankte nur 90 Pips und lag damit deutlich unter dem Jahresdurchschnitt. In der Summe aber hat sich der EUR in den letzten fünf Handelstagen nicht wesentlich bewegt. Das Hoch im Betrachtungszeitraum lag über dem Level der Vorperiode, das Tief ebenfalls deutlich über dem Niveau des letzten Betrachtungszeitraums. Der Wochenschluss wurde über der 1,1800 formatiert und lag auch deutlich über dem Niveau der Vorwoche.

Wir hatten in unserem Setup auf der Oberseite erwartet, dass der EUR mit dem Überschreiten der 1,1874/76 weiter an unser nächstes Anlaufziel bei 1,1885/87 laufen könnte. Diese Bewegung hat sich eingestellt, das Anlaufziel wurde nicht erreicht, das Setup hat damit nicht gepasst. Die Rücksetzer gingen mit dem Unterschreiten der 1,1800/1,1798 hingegen exakt an unser nächstes Anlaufziel bei 1,1792/90. Hier hat das Setup perfekt gegriffen.

  • Hoch*: 1,1881 Vorperiode: 1,1841
  • Tief*: 1,1791 Vorperiode: 1,1688
  • Wochenschluss: 1,1858 (1,1714)
  • Range*: 90 Pips Vorperiode: 163 Pips

* Betrachtungszeitraum 21.10.2020 – 27.10.2020 - Handelszeiten zwischen 08:00-22:00 Uhr

EURUSD: Wie könnte es weitergehen?

  • Euro-WS: 1,1792...1,1856/77/86....1,1915/43....1,2095.....1,2180...1,2272
  • Euro-US: 1,1742/35/30....1,1572/18.....1,1410.....1,1330/24.....1,1132.....1,1090/51

Die wichtigsten Marken auf Basis unseres Setups:

  • Intraday-Marke 1,1926 und 1,1768
  • Tagesschlussmarken 1,2039 und 1,1617
  • Boxbereich 1,2555 bis 1,0504
  • Range 1,3479 bis 0,9631

Zum EURUSD in den kommenden fünf Handelstagen:

Chartcheck - Betrachtung im Weekly:


Der EUR ist in den letzten Handelswochen nicht wirklich weitergekommen, das ist im Wochenchart sehr deutlich zu erkennen. Nach einer Woche der Erholung setzt eine Woche mit Gewinnmitnahmen ein. Übergeordnet ist der Aufwärtstrend aber noch intakt. Solange er sich über der SMA20 (aktuell bei 1,1653) halten kann, hat er die Perspektive die 1,1960 und dann das JH anzulaufen. Rücksetzer bis an den Bereich der SMA20 sind aktuell nicht kritisch und könnten sich in diesem Bereich stabilisieren und erholen.

Daily:


Im Daily hat sich das Chartbild etwas eingetrübt. Der EUR ist unter die SMA50 (aktuell bei 1,1793) gefallen und befindet sich jetzt im Dunstkreis der SMA20 (aktuell bei 1,1771). Somit ist das Chartbild schon etwas kritisch zu interpretieren. Bärisch eintrüben würde es sich, wenn es zu einem Tagesschluss unter der SMA20 kommen würde, der am Folgetag bestätigt werden würde. Dann wäre der EUR dort, wo er bereits seit einigen Wochen notiert hat.

Sollte es der EUR schaffen, sich wieder zurück über die SMA50 zu schieben und zu etablieren, wäre der Weg an die 1,1950/60 und dann an das JH theoretisch frei. Voraussetzung ist ein Tagesschluss über der SMA50 der am Folgetag bestätigt wird. Geht es aber unter die SMA20 so könnte zunächst der Bereich bei 1,1750/30 und dann bei 1,1690/80 stützen.

4H-Chart:

Der EUR ist wieder unter die SMA20 (aktuell bei 1,1816) und unter die SMA50 (aktuell bei 1,1802) gefallen. Aktuell kämpft er mit der SMA200 (aktuell bei 1,1771) Sollte er sich unter der SMA200 etablieren, könnte es kurzfristig weiter abwärts gehen. Der Bereich bei 1,1750/30 und dann bei 1,1690/80 könnte auch auf kurzfristiger Zeitebene stabilisierend wirken.

Aufhellen würde sich das Chartbild aber erst wieder über der 1,1820.


Fazit: der EUR muss sich erneut zurück über die 1,1800/20 schieben, um Perspektiven auf der Oberseite zu haben. Rücksetzer könnten noch bis an die 1,1690/80 gehen. Sollte es darunter gehen könnte noch der Bereich bei 1,1660/50 stabilisierend wirken.

  • Wahrscheinlichkeit Bull Szenario: 40 %
  • Wahrscheinlichkeit Bear Szenario: 60 %

EURUSD-Setups in den kommenden fünf Handelstagen:

Long-Setup: Der EUR könnte zunächst versuchen unser nächstes Anlaufziel bei 1,1769/71 zu erreichen. Kann er sich über die 1,1769/71 schieben, so könnten sich die Erholungsbewegungen weiter fortsetzen. Unsere Anlaufziele wären dann bei 1,1779/81, bei 1,1786/88 und dann bei 1,1793/95 zu finden. Geht es über die 1,1793/95 wären unsere nächsten Anlaufziele die 1,1802/04, die 1,1812/14, die 1,1819/21, die 1,1830/32, die 1,1841/43, die 1,1849/51, die 1,1863/65, die 1,1874/76, die 1,1885/87, die 1,1896/98 und dann die 1,1902/04.

Short-Setup: Kann sich der EUR nicht über der 1,1765 halten, so könnten die Rücksetzer zunächst unsere Anlaufziele bei 1,1759/57, bei 1,1750/48, bei 1,1742/40, bei 1,1736/34 und dann bei 1,1730/28 bzw. bei 1,1725/23 erreichen. Setzt der EUR bis an die 1,1734/25 zurück, so hätte er in diesem Bereich gute Chancen auf Stabilisierung und Erholung. Gelingen diese aber nicht, bzw. wird das Level mit Dynamik und mit Momentum angelaufen, so könnten sich weitere Abgaben einstellen, die unsere Anlaufziele bei 1,1719/17, bei 1,1710/08, bei 1,1701/1,1699, bei 1,1692/90, bei 1,1683/81, bei 1,1675/73, bei 1,1665/63 und dann bei 1,1654/52 erreichen könnten.

  • Übergeordnete erwartete Tendenz im Betrachtungszeitraum: seitwärts/abwärts

Die wichtigsten Veröffentlichungen der nächsten 7 Tage:

  • 29.10.2020: EUR – EZB Zinsentscheid
  • 30.10.2020: EUR – Verbraucherpreisindex
  • 02.11.2020: USA – ISM Einkaufsmanagerindex
  • 04.11.2020: USA – ADP Beschäftigungsänderung


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Quellen: Eigenanalyse, genutzt werden die Charts vom MetaTrader 4.

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Jens Chrzanowski
Jens Chrzanowski Niederlassungsleiter und Mitglied des globalen Group Management Boards | Berlin |

Gründer und Leiter des deutschen Büros von Admirals seit 2011. Vorherige berufliche Stationen bei FXCM, E*TRADE und der Deutschen Bank.