EURUSD Analyse: Hilfsprogramme helfen EUR durch die Corona-Krise

September 02, 2020 14:00
  • EUR/USD Analyse mit Set-ups und Wochenausblick - für aktive Forex-Trader

Der EUR hat in den letzten Handelswochen von der deutlichen Schwäche der US-Wirtschaft profitiert. Es sieht in Europa in einigen Ländern der Gemeinschaft zwar auch nicht rosig aus, die Regierungschefs und die EZB sind aber konsequent mit Hilfsprogrammen eingeschritten.

In Deutschland wurde zwar offensiv von Seiten der Politik verschiedene Hilfsprogramme gestartet, die Realität sieht aber vielfach anders aus. So müssen die Corona Soforthilfen von vielen (Klein)Unternehmen jetzt wieder zurückgezahlt werden, was für viele kleine Unternehmen zu einem wirtschaftlichen Aus führen könnte. Aber auch andere Programme sind zum Teil bei weitem nicht ausgeschöpft. So stehen dann Anspruch und Wirklichkeit zueinander.

Was aber geholfen hat, ist das Kurzarbeitergeld. Deutschland scheint vergleichsweise gut durch die Krise zu kommen, was die Arbeitsmarktdaten angeht. So ist die Zahl der Arbeitslosen im August nur leicht gestiegen. Es bleibt aber dabei, dass sich erst im kommenden Jahr die wirtschaftlichen Schäden durch das Corona Virus in Gänze zeigen werden. Dann wird es auch zu einer Diskussion kommen, wer die ganzen Ausgaben finanzieren wird. Denkbar ist, dass diese Diskussion erst nach der Bundestagswahl 2021 richtig in Fahrt kommen wird.

Rückblick (26.08.2020 - 01.09.2020)

Der EUR bewegte sich zu Beginn unseres Betrachtungszeitraums, am Mittwoch der letzten Handelswoche, im Bereich der 1,1812 und damit gut 125 Pips unter dem Niveau fünf Handelstage zuvor. Das Währungspaar bewegte sich am Mittwoch der letzten Handelswoche zunächst seitwärts, um dann am Nachmittag das TT auszubilden. Von der 1,1772 ging es dann im späteren Handel wieder über die 1,1800. Über diesem Level konnte sich das Währungspaar am Donnerstag zunächst halten. Am Nachmittag stellte sich größere Vola ein. Der EUR formatierte zunächst das TH und dann das TT. Im späteren Handel pendelte sich der EUR wieder im Bereich der 1,1800/20 ein. Erst am Freitag kam es dann zu einem Anstieg der Notierungen, der auch substanzhaltig war. Das Währungspaar konnte sich im Zuge dessen über die 1,1900 schieben, wobei es der EUR auch schaffte, einen Wochenschluss über diesem Level zu formatieren. Zu Wochenbeginn setzte sich die Aufwärtsbewegung weiter fort. Der EUR konnte im Zuge dessen bis an die 1,1966 laufen und nach einem Rücksetzer im späteren Handel am Dienstag über die 1,2000, um ein neues Jahreshoch zu formatieren.

Das Währungspaar hat sich damit noch weitere nach Norden schieben können. Das Hoch im Betrachtungszeitraum ist die höchste Notierung seit 04/2018. Damit hat der EUR die höchste Notierung seit 28 Monaten markiert. Das Tief im Betrachtungszeitraum liegt knapp über dem Level der Vorperiode, der Wochenschluss deutlich über dem Level der Vorwoche. Die Range war mit 249 Pips deutlich größer als in der Vorperiode.

Wir hatten in unserem Setup auf der Oberseite erwartet, dass der EUR mit dem Überschreiten der 1,2005/07 weiter an unser nächstes Anlaufziel bei 1,2011/13 laufen könnte. Diese Bewegung hat sich eingestellt, das Anlaufziel wurde perfekt getroffen, das Setup hat damit sehr gut gepasst. Die Rücksetzer gingen mit dem Unterschreiten der 1,1777/75 knapp unter unser nächstes Anlaufziel bei 1,1767/65.

  • Hoch*: 1,2011 Vorperiode: 1,1951
  • Tief*: 1,1762 Vorperiode: 1,1754
  • Wochenschluss: 1,1904 (1,1795)
  • Range*: 249 Pips Vorperiode: 197 Pips

* Betrachtungszeitraum 26.08.2020 – 01.09.2020 - Handelszeiten zwischen 08:00-22:00 Uhr

EURUSD: Wie könnte es weitergehen?

  • Euro-WS: 1,1922....1,2095.....1,2180...1,2272
  • Euro-US: 1,1893/57/38/27......1,1768/37/21....1,1675/15

um EURUSD in den kommenden fünf Handelstagen:

Chartcheck - Betrachtung im Weekly & 4h-Chart:

Der EUR hat in der letzten Handelswoche eine Verschnaufpause eingelegt. Nachdem es vergleichsweise lange gedauert hat, den harten Widerstand bei 1,1333/35 zu überwinden, gelang der dynamische Ausbruch. Die folgende Konsolidierung dauerte nicht lange, in dieser Woche wurde ein neues Jahreshoch formatiert. Damit notiert der EUR so hoch wie seit 28 Monaten nicht mehr. Der EUR könnte jetzt in eine erneute Konsolidierung einschwenken. Solange diese über der 1,1760/40/30 stattfindet, wäre das absolut unkritisch. Im Weekly ist auch erkennbar, wohin der EUR im Rahmen der aktuellen Entwicklung auch noch übergeordnet laufen könnten.

4H-Chart:

Der EUR notiert aktuell im Bereich die SMA20 (aktuell bei 1,1810) Kann er sich über dieser Linie halten, so könnte er versuchen die SMA50 (aktuell bei 1,1848) zu erreichen. Diese Linie ist aktuell die letzte Hürde, um die Aufwärtsbewegung erneut fortzusetzen. Sollte es gelingen die SMA50 zu überwinden und sich über dieser Linie zu etablieren (zwei grüne Kerzen hintereinander), so wären die 1,2000/50 das nächste denkbare übergeordnete Anlaufziel.

Sollte es aber unter die SMA20 gehen und der EUR sich unter dieser Linie etablieren, so könnten sich die Abgaben noch weiter fortsetzen. Denkbare Anlaufbereiche könnten die 1,1740/30 und dann die 1,1690 sein.

Fazit: Der EUR hat seine Konsolidierung beendet und ein neues Jahreshoch formatiert. Er könnte sich jetzt aber in die nächste Konsolidierung begeben, die sich über der 1,1760 konstituieren sollte.

  • Wahrscheinlichkeit Bull Szenario: 40 %
  • Wahrscheinlichkeit Bear Szenario: 60 %

EURUSD-Setups in den kommenden fünf Handelstagen:

Long-Setup: Der EUR könnte versuchen zunächst unsere Anlaufziele bei 1,1882/84, bei 1,1895/97, bei 1,1902/04, bei 1,1909/11 bzw. bei 1,1921/23 zu erreichen. Kommt es hier zu keinen Rücksetzer, so könnte sich die Aufwärtsbewegung weiter fortsetzen. Unsere nächsten Anlaufziele wären dann bei 1,1930/31, bei 1,1938/40, bei 1,1951/53, bei 1,1960/62, bei 1,1971/73, bei 1,1779/81 und dann bei 1,1990/92 bzw. bei 1,1998/1,2000 zu finden. Kommt es im Bereich der 1,1998/1,1200 zu keinen Rücksetzern, so könnte sich die Aufwärtsbewegung weiter fortsetzen. Unsere Anlaufziele wären dann die 1,2005/07, die 1,2011/13, die 1,2020/22, die 1,2029/31, die 1,2037/39, die 1,2045/47 und dann die 1,2050/52. Kann sich der EUR über die 1,2050/52 schieben, so könnte es dann weiter an unsere nächsten Anlaufziele bei 1,2060/62, bei 1,2067/69, bei 1,2077/79, bei 1,2086/88, bei 1,2093/95 und dann bei 1,2101/03 gehen.

Short-Setup: Kann sich der EUR nicht über der 1,1875 halten, so könnten die Rücksetzer zunächst unsere Anlaufziele bei 1,1869/67, bei 1,1961/59 und dann bei 1,1855/53 erreichen. Setzt der EUR bis in den Bereich der 1,1859/53 zurück, so hätte er hier vergleichsweise gute Chancen auf Stabilisierung und Erholung. Gelingen diese aber nicht, so könnte sich die Abwärtsbewegung weiter fortsetzen. Unsere Anlaufziele wären dann bei 1,1848/46, bei 1,1839/37, bei 1,18329/28, bei 1,1820/18, bei 1,1811/09 und dann bei 1,1802/00 zu finden. Unter der 1,1802/00 wären unsere nächsten Anlaufziele die 1,1792/91, die 1,1786/84, die 1,1777/75, die 1,1767/65 und dann die 1,1759/57. Setzt der EUR bis in den Bereich der 1,1765/57 zurück, so hätte er in diesem Bereich ebenfalls vergleichsweise gute Chancen auf Stabilisierung und Erholung. Gelingen diese aber nicht, bzw. wird das Level mit Dynamik und mit Momentum angelaufen, so könnte es durchaus weiter abwärts gehen. Unsere Anlaufmarken wären dann die 1,1744/42, die 1,1738/36, die 1,1732/30, die 1,1725/23, die 1,1714/12, die 1,1708/06, die 1,1700/1,1698 und dann die 1,1691/89 bzw. die 1,1682/80.

Übergeordnete erwartete Tendenz im Betrachtungszeitraum: seitwärts/abwärts

Die wichtigsten Veröffentlichungen der nächsten 7 Tage:

  • 03.09.2020: USA – ISM Einkaufsmanagerindex
  • 04.09.2020: USA – Arbeitslosenquote
  • 07.09.2020: USA – Tag der Arbeit (Feiertag)
  • 09.09.2020: USA – JOLTS Stellenangebote


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Quellen: Eigenanalyse, genutzt werden die Charts vom MetaTrader 4.

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Jens Chrzanowski
Jens Chrzanowski Niederlassungsleiter und Mitglied des globalen Group Management Boards | Berlin |

Gründer und Leiter des deutschen Büros von Admirals seit 2011. Vorherige berufliche Stationen bei FXCM, E*TRADE und der Deutschen Bank.