EURUSD Analyse: Hat die Brexit-Odyssee bald ein Ende?

Oktober 16, 2019 12:22

Die Marktlage im EURUSD wird aktuell von den Themen rund um den Brexit und dem chinesisch-amerikanischen Handelsstreit bestimmt.

In gut zwei Wochen wollen die Briten aus der EU ausscheiden, mit oder ohne Vertrag. Der britische Premierminister hat Anfang der Woche noch ein neues Paper nach Brüssel geschickt, allerdings muss dieses nach nachgearbeitet werden. Sollte dies dann eine Grundlage sein, so würden die Regierungschefs der EU Staaten Ende der Woche darüber beraten. Der britische Premier ist nach dem britischen Gesetz verpflichtet, eine erneute Verlängerung bei der EU zu beantragen, sollte bis Sonntag keine Vereinbarung zu Stande kommen. Die ganze Gemengelage ist aktuell unübersichtlich. Von Seiten der EU ist aber zu hören, dass sie einer weiteren Verlängerung notfalls zustimmen würden. Dazu müssen sich die Briten aber bewegen.

Nicht nur der Brexit wirft seine Schatten voraus, sondern auch der Zollstreit der USA mit den Chinesen wirkt zunehmend lähmend auf die globale Konjunktur. Zwar wurde am Wochenende ein Teildeal angekündigt, allerdings haben die Chinesen bereits weitere Forderungen gestellt. So einfach wie sich der amtierende US Präsident das vorstellt mit der Einigung mit China wird es wohl nicht werden. Es wurde aber eine Art Waffenruhe bis Mitte Dezember vereinbart. Erst dann wird sich zeigen, welchen Wert der Teildeal vom Wochenende hat.


EURUSD-Rückblick (09.10.2019 - 15.10.2019)

Der EUR bewegte sich zu Beginn unseres Betrachtungszeitraums, am Mittwoch der letzten Handelswoche, im Bereich der 1,0960 und damit 27 Pips über dem Niveau fünf Handelstage zuvor. Der EUR formatierte am Mittwoch das Tief im Betrachtungszeitraum. Von hier aus ging es an die 1,0990, wo der EUR aber zunächst nicht weiter kam. Erst am Donnerstag morgen erfolgte dann der Schub in Richtung der 1,1000. Das Währungspaar schaffte es aber erneut nicht, sich über diesem Level festzusetzen. Im weiteren Handelsverlauf gaben die Notierungen dann wieder etwas nach. Zu Wochenschluss kam es zu einer Impulsbewegung, die bis an die 1,1063 ging. Der EUR konnte das Niveau nicht halten und gab bis zum Wochenschluss gut 30 Pips nach, formatierte aber einen Wochenschluss über der 1,1000. Am Montag bewegte sich der EUR zunächst in einer engen Box seitwärts. Bewegung kam dann am Dienstag auf. Der EUR rutschte am Nachmittag unter die 1,1000, wurde aber umgehend wieder zurückgekauft und in Richtung der 1,1030 zurückgeschoben.

Das Hoch im Betrachtungszeitraum liegt deutlich über dem Level der Vorperiode. Der EUR hat es damit geschafft, sich über der 1,1000 zu etablieren. Das Tief der letzten fünf Handelstage liegt auch deutlich über dem Niveau der Vorperiode. Die Range war mit 107 Pips etwas größer als 5 Handelstage zuvor.

Wir hatten in unserem Setup auf der Oberseite erwartet, dass der EUR mit dem Überschreiten der 1,1042/44 weiter bis maximal an die 1,1051/53 laufen könnte. Diese Bewegung hat sich eingestellt, das Anlaufziel wurde um 10 Pips überschritten, das Setup hat damit nicht gepasst. Die Rücksetzer gingen mit dem Unterschreiten der 1,0960 nicht ganz an unsere nächste Anlaufmarke bei 1,0954/52.

  • Hoch*: 1,1063 Vorperiode: 1,1001
  • Tief*: 1,0956 Vorperiode: 1,0904
  • Wochenschluss: 1,1034 (1,0979)
  • Range*: 107 Pips Vorperiode: 97 Pips

* Betrachtungszeitraum 09.10.2019 – 15.10.2019 - Handelszeiten zwischen 08:00-22:00 Uhr

EURUSD: Wie könnte es weitergehen?

  • Euro-WS: 1,1077.....1,1126/73.....1,1248....1,1404/66
  • Euro-US: 1,0996/70/51/15.....1,0895/49....1,0784

Die wichtigsten Marken auf Basis unseres Setups:

I-Day-Marke 1.1026 und 1.0895

Tagesschlussmarken 1.1129 und 1.0782

Boxbereich 1.2555 bis 1.0504

Range 1.3479 bis 0.9631

Zum EURUSD in den kommenden fünf Handelstagen:

Chartcheck - Betrachtung im 4h Chart:

Der EUR am Dienstag wieder unter die SMA20 (aktuell bei 1,1028) gefallen. Im Zuge dessen ging es an die SMA200 (aktuell bei 1,1001) bzw. an die SMA50 (aktuell bei 1,0999). Die SMA200 und die SMA50 haben hier stützend gewirkt. Im Nachgang dessen wurde der EUR gleich wieder zurückgekauft. Er konnte sich im Rahmen des Frühhandels wieder über dieser Durchschnittsline etablieren. Jetzt kommt es darauf an, dass der EUR auch die SMA50 im Daily (aktuell bei 1,1041) überwindet. Am besten würde dies mit einem dynamischen Impuls funktionieren. Sollte es der EUR schaffen sich per Tagesschluss über die 1,1041 zu schieben und dort auch zu etablieren, wäre der Weg an die 1,1200/50 theoretisch frei.

Gelingt es dem EUR aber nicht sich über die 1,1040/45 zu schieben und einen Tagesschluss über diesem Level zu formatieren, so könnte es zunächst an die SMA200 und dann an die SMA50 gehen. Darunter würde sich das Chartbild wieder eintrüben, insbesondere auf Tagesschlussbasis.

Fazit: Der EUR hat es in den letzten Handelstagen geschafft, sich über der 1,1000 zu etablieren. Jetzt gilt es, die 1,1040/45 zu überwinden und sich über dieser Marke festzusetzen. Gelingt dies wäre der Weg an die 1,1200/50 frei. Geht es wieder unter die SMA200/50 würde sich das Chartbild wieder eintrüben.

EURUSD-Setups in den kommenden fünf Handelstagen:

Long-Setup: Der EUR könnte zunächst versuchen, sich im Bereich der 1,1040 zu halten und zu etablieren. Sollte dies gelingen, so könnte er versuchen, unsere nächste Anlaufmarke bei 1,1040/42 bzw. bei 1,1045/47 zu erreichen. Denkbar ist, dass es im Bereich der 1,1040/47 schwer werden könnte weiter zu kommen. Eventuell ist die Aufwärtsbewegung in diesem Bereich auch beendet. Wird das Level aber mit Dynamik und mit Momentum angelaufen, könnte der EUR auch direkt unsere nächsten Anlaufziele bei 1,1052/54, bei 1,1061/63, bei 1,1070/72, bei 1,1082/84 und dann bei 1,1094/96 erreichen. Über der 1,1094/96 wären unsere nächsten Anlaufziele bei 1,1099/1,1101, bei 1,1109/11, bei 1,1118/20, bei 1,1131/33, bei 1,1140/42 und dann bei 1,1151/53 zu finden.

Short-Setup: Kann sich der EUR nicht über der 1,1040 halten, so könnten die Rücksetzer zunächst unsere Anlaufziele bei 1,1033/31, bei 1,1027/25 und dann bei 1,1020/18 erreichen. Kommt es hier zu keinen Stabilisierungen, so wären weitere Abgaben denkbar. Unsere nächsten Anlaufziele wären die 1,1012/10 und dann die 1,1001/1,0999. Setzt der EUR bis in den Bereich der 1,1001/1,0999 zurück, so bestehen hier gute Chancen auf Stabilisierung und Erholung. Wird das Level aber mit Dynamik und mit Momentum angelaufen, so könnten sich weitere Abgaben einstellen, die unsere Anlaufziele bei 1,0990/88, bei 1,0978/76, bei 1,0965/63, bei 1,0955/53, bei 1,0950/48 und dann bei 1,0944/42 bzw. bei 1,0935/33 und dann bei 1,0928/26 erreichen könnten.

Übergeordnete erwartete Tendenz im Betrachtungszeitraum: seitwärts/abwärts

Die wichtigsten Veröffentlichungen der nächsten 7 Tage:

  • 17.10.2019: USA – Baugenehmigungen
  • 17.10.2019: USA – Philly Fed Herstellungsindex
  • 17.10.2019: USA – Rohöllagerbestände
  • 22.10.2019: USA – Hausverkäufe




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Quellen: Eigenanalyse, genutzt werden die Charts vom MetaTrader 4.

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Jens Chrzanowski
Jens Chrzanowski Niederlassungsleiter und Mitglied des globalen Group Management Boards | Berlin |

Gründer und Leiter des deutschen Büros von Admirals seit 2011. Vorherige berufliche Stationen bei FXCM, E*TRADE und der Deutschen Bank.