EURUSD Analyse: Corona-Pandemie lässt Märkte abstürzen

Februar 26, 2020 12:00
  • EUR/USD Analyse mit Set-ups und Wochenausblick - für aktive Forex-Trader

Das Corona-Virus bestimmt mittlerweile alle wirtschaftlichen Schlagzeilen und Prognosen und scheint Europa nun überall erreicht zu haben. Die Unsicherheit der Anleger und Marktteilnehmer wirkt sich unweigerlich auch auf die Märkte aus, wodurch ein entsprechender Absturz an den weltweiten Börsen zu verzeichnen ist.

Die Märkte wurden in den letzten Tagen vor allem durch das Coronavirus negativ beeinflusst. Nachdem die Zahlen in China offiziell zurückgehen,scheint sich der Virus in Europa schnell auszudehnen. Aber auch andere Länder im mittleren Osten sind zunehmend betroffen. Solange sich das Virus in den entwickelten Ländern ausbreitet, ist es möglich es einzudämmen, da hier die medizinische Versorgung gegeben ist. Streut es aber in Richtung der weniger entwickelten Länder mit einem schlechten Gesundheitssystem, könnte aus der Epidemie schnell eine Pandemie werden.

Fakt ist, dass das Virus einen negativen Einfluss auf die Weltwirtschaft haben wird. China wird definitiv einen Einbruch im BIP für das 1. Quartal verzeichnen, Deutschland als Exportnation wird wahrscheinlich auch ein Schrumpfen der Wirtschaft zur Kenntnis nehmen müssen. Ob und wie schnell der Verlust kompensiert werden können wird davon abhängen, wie schnell man das Virus in den Griff bekommt. Es gibt aber bereits Stimmen, die vor einer Produktknappheit im März warnen.

EURUSD-Rückblick (19.02.2020 - 25.02.2020)

Der EUR bewegte sich zu Beginn unseres Betrachtungszeitraums, am Mittwoch der letzten Handelswoche, im Bereich der 1,0798 und damit gut 110 Pips unter dem Level fünf Handelstage zuvor. Das Währungspaar setzte am Mittwoch zunächst noch etwas zurück, konnte sich bei 1,0781 stabilisieren und leicht erholen. Im Zuge dieser Erholung ging es zunächst an die 1,0811. Hier bereits lief die Bewegung aus und der EUR setzte am Donnerstag erneut zurück. Dieser Rücksetzer ging bis exakt an die 1,0777. Von hier aus kam es dann zu einer deutlichen Erholung an die 1,0821. Der EUR setzte von hier aus zwar erneut zurück, konnte sich am Freitag aber am Nachmittag deutlich und mit Momentum erholen. Es ging im Zuge dessen bis an die 1,0863. Bis zum Handelsschluss setzte der EUR leicht zurück und ging bei 1,0846 aus dem Wochenhandel. Zu Wochenbeginn setzte sich erneute Schwäche durch. Der EUR fiel bis an die 1,0805 und konnte sich erst hier stabilisieren, aber bereits am Abend wieder in Richtung der 1,0850 laufen. Am Dienstag konsolidierte das Währungspaar zunächst, bevor es am Abend dann in Richtung der 1,0890 ging, die dann auch erreicht wurden. Es kam im Nachgang im Rahmen des Frühhandel zu leichten Abgaben.

Das Hoch im Betrachtungszeitraum liegt erneut deutlich unter dem Niveau der Vorperiode. Der EUR hat es nicht geschafft, sich wieder über die 1,0900 zu schieben. Das Tief liegt bei 1,0777 und damit wurde das GAP auf Wochenbasis aus April 2017 geschlossen. Die Range war mit 113 Pips erneut überschaubar. Der Wochenschluss lag über dem Niveau der Vorperiode.

Wir hatten in unserem Setup auf der Oberseite erwartet, dass der EUR mit dem Überschreiten der 1,0882/84 weiter an unser nächstes Anlaufziel bei 1,0890/92 laufen könnte. Diese Bewegung hat sich eingestellt, das Anlaufziel wurde exakt getroffen, das Setup hat damit perfekt gepasst. Die Rücksetzer gingen mit dem Unterschreiten der 1,0785/83 ebenfalls exakt an unser nächstes Anlaufziel bei 1,0778/76. Hier hatten wir auch mit größeren Erholungsbewegungen gerechnet. Diese Erwartung hat sich so eingestellt, das Anlaufziel wurde getroffen, das Setup hat damit perfekt gegriffen.

  • Hoch*: 1,0890 Vorperiode: 1,0925
  • Tief*: 1,0777 Vorperiode: 1,0786
  • Wochenschluss: 1,0846 (1,0830)
  • Range*: 113 Pips Vorperiode: 139 Pips

* Betrachtungszeitraum 19.02.2020 - 25.02.2020 - Handelszeiten zwischen 08:00-22:00 Uhr

EURUSD: Wie könnte es weitergehen?

  • Euro-WS: 1,0895....1,0958.....1,1000/25/78....1,1137.....1,1215/37....1,1466....1,1572
  • Euro-US: 1,0851/21/06.....1,0782/77/02....1,0625

Die wichtigsten Marken auf Basis unseres Setups:

I-Day-Marke 1.0895 und 1.0822

Tagesschlussmarken 1.1023 und 1.0754

Boxbereich 1.2555 bis 1.0504

Range 1.3479 bis 0.9631

Zum EURUSD in den kommenden fünf Handelstagen:

Chartcheck - Betrachtung im 4h Chart:

Wie im letzten Wochenfahrplan gepostet, haben wir die 1,0777 als mögliche Wendemarke gesehen, an dieser Marke hat der EUR in der letzten Handelswoche dann auch gedreht. Damit hat er eine wochenlange Talfahrt (zunächst) beendet.

Der EUR konnte sich in den letzten Handelstagen endlich wieder über die SMA20 (aktuell bei 1,0845) und über die SMA50 (aktuell bei 1,0827) schieben können. Damit hat sich das Chartbild leicht aufgehellt. Denkbar ist, dass der EUR seine Erholung jetzt weiter fortsetzen könnte. Die nächste relevante Anlaufmarke könnte die SMA20 im Daily (aktuell bei 1,0909) sein. Darüber könnte der EUR dann erneut Kontakt zur SMA200 (aktuell bei 1,0989) suchen. Spätestens dort könnte die Luft wieder dünner werden.

Sollte es aber wieder unter die SMA20/50 gehen wären die 1,0777 und dann der Bereich bei 1,0750/30 ein weiterer denkbarer Anlaufbereich

Fazit: Der EUR hat sich im Bereich der 1,0777 stabilisieren und erholen können. Solange er über der SMA20/50 notiert könnte sich die Erholungsbewegung weiter fortsetzen. Anlaufziele wären die 1,0915 und dann der Bereich bei 1,0990. Sollte es wieder unter die SMA20/50 gehen, wären die 1,0777 und dann der Bereich bei 1,0750/30 denkbare Anlaufziele.

EURUSD-Setups in den kommenden fünf Handelstagen:

Long-Setup: Der EUR könnte zunächst versuchen, sich im Bereich der 1,0875 zu halten und zu etablieren. Sollte dies gelingen, so könnte er versuchen, unsere nächsten Anlaufziele bei 1,0882/84, bei 1,0890/92, bei 1,0901/03 und dann bei 1,0908/10 zu erreichen. Kann er sich bis in den Bereich der 1,0908/10 schieben, so könnte der EUR hier eventuell Schwierigkeiten haben weiter zu laufen. Denkbar ist, dass die Aufwärtsbewegung hier auch beendet sein könnte. Wird das Level aber mit Dynamik und mit Momentum angelaufen, so könnte es auch direkt weiter an unsere nächsten Anlaufmarken bei 1,0917/19, bei 1,0925/27, bei 1,0936/38, bei 1,0944/46, bei 1,0952/54, bei 1,0961/63 und dann bei 1,0972/74 gehen. Über der 1,0972/74 wären die 1,0980/82, die 1,0990/92 und die 1,0997/99 unsere nächsten Anlaufziele.

Short-Setup: Kann sich der EUR nicht über der 1,0875 halten, so könnten die Rücksetzer unsere Anlaufziele bei 1,0865/63, bei 1,0857/55 und dann bei 1,0846/44 erreichen. Setzt der EUR bis an die 1,0846/44 zurück, so hätte der EUR in diesem Bereich gute Chancen auf Stabilisierung und Erholung. Gelingen diese nicht, bzw. wird das Level mit Dynamik und mit Momentum angelaufen, so könnte es auch direkt weiter an unsere nächsten Anlaufziele bei 1,0837/35, bei 1,0726/24, bei 1,0818/16, bei 1,0808/06, bei 1,0798/96, bei 1,0790/88, bzw. bei 1,0779/77 gehen.

Übergeordnete erwartete Tendenz im Betrachtungszeitraum: seitwärts / aufwärts

Die wichtigsten Veröffentlichungen der nächsten 7 Tage:

  • 27.02.2020: USA – Auftragseingang langlebige Güter
  • 28.02.2020: EUR – Arbeitslosenzahlen DE
  • 02.03.2020: USA – ISM Einkaufsmanagerindex
  • 03.03.2020: EUR – Verbraucherpreisindex

 

 

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Quellen: Eigenanalyse, genutzt werden die Charts vom MetaTrader 4.

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Jens Chrzanowski
Jens Chrzanowski Niederlassungsleiter und Mitglied des globalen Group Management Boards | Berlin |

Gründer und Leiter des deutschen Büros von Admirals seit 2011. Vorherige berufliche Stationen bei FXCM, E*TRADE und der Deutschen Bank.