EURUSD Analyse: Corona-Pandemie hält Märkte in Atem

März 18, 2020 12:00
  • EUR/USD Analyse mit Set-ups und Wochenausblick - für aktive Forex-Trader

Für die Aktienmärkte standen auch in den letzten Handelstagen unter dem Eindruck der Corona-Krise. Die FED hatte vor einigen Tagen eine weitere Zinssenkung bekannt gegeben, die allerdings wirkungslos verpufft ist. Die Märkte hat das nicht beeindrucken können. Die EZB hat vorige Woche die Maßnahmen zur Geldpolitik vorgestellt, aber hier ist leider kommunikative nicht alles optimal gelaufen. Das was den Markt Ende der Woche etwas stabilisieren konnte war die Ankündigung der Bundesregierung mehr oder weniger einen Blankoscheck auszustellen. Das ist grundsätzlich auf Wohlwollen gestoßen. Es realisieren immer mehr Anleger, dass es mit der Corona Krise nicht getan ist, sondern dass die wirtschaftlichen Konsequenzen immer massiver werden, je länger das Virus nicht besiegt ist. Der Handel in Deutschland ist, stark eingeschränkt und dürfte insbesondere auf den Tourismus und die Gastronomie negative Auswirkungen haben. Welche, wird man erst in Monaten in der Gesamtheit sehen.

Wichtig wird sein, dass die Corona Krise nicht in eine Weltwirtschaftskrise mündet, deren Effekte uns noch in 10 Jahren beschäftigen werden. Der Einbruch an den Aktienmärkten hat ganz massive Auswirkungen auf die Versicherungen. Diese haben in den letzten Jahren von den steigenden Aktienkursen profitieren können und dabei den negativen Zins kompensieren können. Dieser Effekt fällt jetzt weg.

Der EUR hat in den letzten Tagen deutlich an Wert eingebüßt. Investoren bekommen wieder mehr Vertrauen in den US-Dollar.

EURUSD-Rückblick (04.03.2020 - 10.03.2020)

Der EUR bewegte sich zu Beginn unseres Betrachtungszeitraums, am Mittwoch der letzten Handelswoche, im Bereich der 1,1364 und damit gut 190 Pips über dem Level fünf Handelstage zuvor. Das Währungspaar formatierte am Mittwoch Morgen bereits das Hoch im Betrachtungszeitraum. Von hier aus ging es dann bis zum Abend unter die 1,1300, die allerdings am Donnerstag Morgen erneut kurz überschritten werden konnten. Der EUR war aber nicht in der Lage, sich über diesem Level zu halten. Am Donnerstag Nachmittag kam es dann im Rahmen der EZB Sitzung zu einem Abverkauf des EUR. Dieser setzte bis in den Bereich der 1,1055 zurück und konnte sich erst hier wieder erholen. Es ging im Rahmen dieser Erholung aber nicht mehr nachhaltig über die 1,1200. Am Freitag bröckelten die Notierungen aber wieder ab. Der EUR schaffte es knapp einen Wochenschluss über der 1,1100 zu formatieren. Zu Wochenbeginn zogen die Notierungen zunächst wieder an. Der EUR konnte im Zuge dessen die 1,1200 überschreiten, schaffte es aber nicht, sich über diesem Level festzusetzen. Am Dienstag setzte sich im Handelsverlauf weitere Schwäche durch und der EUR unterschritt die 1,1000, eine Stabilisierung gelang erst im Bereich der 1,0955.

Das Hoch im Betrachtungszeitraum, als auch das Tief liegen deutlich unter dem Level der Vorperiode. Der EUR hat damit die Erholungsbewegung der letzten Wochen beendet. Zu Wochenbeginn ist er wieder unter die 1,1000 gerutscht, womit sich das Chartbild eingetrübt hat. Der Wochenschluss liegt deutlich unter dem Level der Vorwoche. Die Range war noch einmal größer als in der Vorperiode.

Wir hatten auf der Oberseite erwartet, dass der EUR mit dem Überschreiten der 1,1361/61 weiter bis an die 1,1370/72 laufen könnte. Dieser Bewegung hat sich eingestellt, das Anlaufziel wurde allerdings verfehlt, das Setup hat damit nicht gepasst. Die Rücksetzer gingen mit dem Unterschreiten der 1,1154/52 deutlich unter unser maximales Anlaufziel auf der Unterseite bei 1,1144/42.

  • Hoch*: 1,1366 Vorperiode: 1,1485
  • Tief*: 1,0955 Vorperiode: 1,1095
  • Wochenschluss: 1,1101 (1,1286)
  • Range*: 411 Pips Vorperiode: 390 Pips

* Betrachtungszeitraum 10.03.2020 - 17.03.2020 - Handelszeiten zwischen 08:00-22:00 Uhr

EURUSD: Wie könnte es weitergehen?

  • Euro-WS: 1,1029.....1,1139....1,1239....1,1336....1,1502/43....1,1647....1,1736
  • Euro-US: 1,0991/69/43.....1,0854/27....1,0777/68

Die wichtigsten Marken auf Basis unseres Setups:

I-Day-Marke 1.1179 und 1.1025

Tagesschlussmarken 1.1337 und 1.0978

Boxbereich 1.2555 bis 1.0504

Range 1.3479 bis 0.9631

Zum EURUSD in den kommenden fünf Handelstagen:

Chartcheck - Betrachtung im 4h Chart:

Der EUR hat, wie im letzten Wochenfahrplan erwartet, die Aufwärtsbewegung, die ihn von der 1,0777 bis fast an die 1,1500 getragen hat, beendet. Der Rücksetzer insbesondere am Dienstag ist Beleg dafür. Die Kursmuster auf Tagesbasis stützen diese Einschätzung. Der EUR ist in den letzten Handelstagen wieder deutlich unter alle wesentlichen Durchschnittslinien gefallen.

Aktuell notiert der EUR unter der SMA200 (aktuell bei 1,1022). Sollte die nächste Kerze unter der SMA200 eröffnen und dann eine weitere rote Kerze folgen, müsste das bärisch interpretiert werden. Dann könnten sich weitere Rücksetzer einstellen, die den EUR übergeordnet bis zum Jahrestief bei 1,0777 bringen könnten.

Schafft es der EUR sich über die SMA200 zurückzuschieben, so könnten Aufwärts- und Erholungsbewegungen bis an die SMA20 (aktuell bei 1,1097) gehen. Darüber wäre dann Platz bis in den Bereich der 1,1150/60 bzw. bis an die SMA50 (aktuell bei 1,1232) Es ist festzuhalten dass bei 1,1098 auch die SMA200 im Daily liegt, der EUR es damit wirklich schwer haben könnte, sich über die 1,1100 zu schieben.

Fazit: Der EUR hat seine Aufwärtsbewegung für das erste beendet. Erholungsbewegungen könnten bis in den Bereich der SMA20 / 1,1100 gehen. Hier liegen harte Widerstände. Erst wenn es der EUR schafft, zwei grüne Kerzen hintereinander über der SMA20 zu formatieren, könnten weitere Erholungen anstehen. Scheitert er an der SMA200 wären weitere Abgaben denkbar, die übergeordnet bis in den Bereich des Jahrestiefs gehen könnten.

EURUSD-Setups in den kommenden fünf Handelstagen:

Long-Setup: Der EUR könnte zunächst versuchen, sich im Bereich der 1,0975 zu halten und zu etablieren. Sollte dies gelingen, so könnte er versuchen, unsere nächsten Anlaufziele bei 1,0989/91, bei 1,1002/04, bei 1,1020/22, bei 1,1029/31, bei 1,1044/46 und dann bei 1,1051/53 zu erreichen. Kann er sich über die 1,1051/53 schieben, wären unsere nächsten Anlaufziele bei 1,1063/65, bei 1,1073/75, bei 1,1082/84 und dann bei 1,1093/95, bzw. bei 1,1099/1,1101 zu finden. Kann sich der EUR bis an die 1,1093/1,1102 schieben, so könnte es hier schwer werden weiter zu kommen. Eventuell ist die Aufwärtsbewegung hier auch beendet und erneute Rücksetzer könnten sich einstellen. Wird das Level aber mit Dynamik und mit Momentum angelaufen, so könnte die Aufwärtsbewegung auch weiter gehen. Unsere Anlaufziele wären dann die 1,1109/11, die 1,1119/21, die 1,1131/33, die 1,1142/44 und dann die 1,1150/52 bzw. die 1,1163/65.

Short-Setup: Kann sich der EUR nicht über der 1,0975 halten, so könnten die Rücksetzer unsere Anlaufziele bei 1,0967/65, bei 1,0956/54, bei 1,0940/38, bei 1,0929/27, bei 1,0920/18 und dann bei 1,0905/03 erreichen. Kommt es bei 1,0905/03 zu keinen Erholungen, könnten sich weitere Abgaben einstellen, die unsere Anlaufziele bei 1,0899/97, bei 1,0888/86, bei 1,0875/73, bei 1,0860/58, bei 1,0845/43, bei 1,0830/28 und dann bei 1,0818/16 erreichen könnten. Rutscht der EUR unter die 1,0818/16 wären weitere Abgaben denkbar. Unsere Anlaufziele wären dann die 1,0806/04, die 1,0797/95, die 1,0786/84, die 1,0777/75 und dann die 1,0764/62.

Übergeordnete erwartete Tendenz im Betrachtungszeitraum: seitwärts / abwärts

Die wichtigsten Veröffentlichungen der nächsten 7 Tage:

  • 19.03.2020: USA – Philly Fed Herstellungsindex
  • 20.03.2020: USA – Verkäufe bestehender Häuser
  • 25.03.2020: EUR – ifo-Geschäftsklimaindex
  • 25.03.2020: USA – Auftragseingang langlebige Güter

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Quellen: Eigenanalyse, genutzt werden die Charts vom MetaTrader 4.

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Jens Chrzanowski
Jens Chrzanowski Niederlassungsleiter und Mitglied des globalen Group Management Boards | Berlin |

Gründer und Leiter des deutschen Büros von Admirals seit 2011. Vorherige berufliche Stationen bei FXCM, E*TRADE und der Deutschen Bank.