DAX Wochenausblick: Nächster Halt: Neues Allzeithoch

November 07, 2021 15:15

Wie in der letzten Analyse prognostiziert wurden die 16.000 Punkte-Marke im DAX genommen, und die Reise scheint noch nicht zu Ende zu sein. Bis Jahresende heißen die nächsten Halts wohl: Immer neue Allzeithochs für den deutschen Aktienindex DAX.

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DAX Rückblick: (01.11.2021 - 05.11.2021)

Der DAX ging am Montagmorgen bei 15.739 Punkten in den vorbörslichen Handel. Der Index notierte damit 159 Punkte über der ersten vorbörslichen Notierung am Montagmorgen der Vorwoche und 29 Punkte über dem Wochenschluss am Freitagabend der Vorwoche. Bereits am Montag konnte sich der DAX40 etwas nach Norden schieben, kam aber erst am Dienstag richtig weiter. Es ging im Zuge einer weiteren Aufwärtsbewegung bis fast an die 16.000 Punkte-Marke, die nicht ganz erreicht wurde. Dieses Level wurde aber am Mittwochabend überschritten. Der DAX schaffte es am Donnerstag, sich über diesem Level festzusetzen, lief aber in einer sehr engen Box seitwärts. Der Index konnte sich am Freitag zwar etwas weiter nach Norden schieben, aber auch diese Bewegung hatte wenig Vola. Dennoch, es gab neue Allzeithochs im DAX-Index.  

Das Wochenhoch liegt über dem Level der Vorwoche und über der 16.000 Punkte-Marke, das Wochentief liegt ebenfalls deutlich über dem Niveau der Vorwoche. Erstmals in seiner Geschichte hat der DAX-Index einen Wochenschluss über der 16.000 Punkte-Marke formatieren können. Auch in dieser Woche konnte der DAX40 einen Wochengewinn ausweisen. Die Range war zwar größer als in der Vorwoche, lag aber unter dem Jahresdurchschnitt.

Wir hatten auf der Oberseite mit dem Überschreiten der 16.023/25 Punkte-Marke erwartet, dass der DAX weiter an unser nächstes Anlaufziel bei 16.029/31 Punkten laufen könnte. Diese Bewegung hat sich eingestellt, das maximale Anlaufziel wurde erreicht und überschritten, das Setup hat damit nicht gepasst. Die Rücksetzer gingen nicht unter die 15.700 Punkte, unsere Anlaufziele auf der Unterseite wurden damit nicht erreicht.

DAX - Wie könnte es weitergehen:

Dax Widerstände

  • 16.004/55/67
  • 16.128/68
  • 16.249/89
  • 16.338/76
  • 16.445

Dax Unterstützungen

  • 15.986/59/28
  • 15.895/71/37/34
  • 15.776/49/37/07
  • 15.623

Die wichtigsten Marken auf Basis unseres DAX Setups:

  • Intraday-Marke                                16.127  und  15.923
  • Tagesschlussmarken                     16.443  und  15.737
  • Break1  Bull (WoSchluss)                 (13.979)
  • Break2  Bull (MoSchluss)                 (12.803)
  • Boxbereich                                  16.230  bis  6.669
  • Zyklische Bewegungen 2020 – 2033
  • Range                                         17.127  bis  1.778

DAX Chartcheck - Betrachtung im Daily / 4h Chart:

DAILY

Der DAX40 hat sich zu Wochenbeginn verbindlich über der SMA20 (aktuell bei 15.623 Punkten) etablieren können. Es ging, und das ist im Chart gut erkennbar, die letzten vier der fünf Handelstage nur aufwärts. Die letzten beiden Tageskerzen haben allerdings eine überschaubare Größe. Dennoch ist das übergeordnete Chartbild bullisch zu interpretieren. Solange sich der DAX per Tagesschluss über der SMA20 halten kann, solange hat er die Möglichkeit neue Hochs zu formatieren.

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Rücksetzer auf Tagesschlussbasis bis an die SMA20 würden das bullische Chartbild nicht in Frage stellen. Sollte es per Tagesschluss unter die SMA20 gehen, so könnte die SMA50 (aktuell bei 15.559 Punkten) noch Halt bieten. Erst mit einem Tagesschluss unter der SMA50 mit einer Bestätigung am Folgetag würde das Chartbild eintrüben. Bärisch würde es werden, wenn die Bullen es nicht verhindern können, dass es zu einem Tagesschluss unter der SMA200 (aktuell bei 15.236 Punkten) kommt, der am Folgetag bestätigt wird.

  • Einordnung langfristiges Chartbild, Prognose (Daily): bullisch

4h Chart

Im 4h Chart ist erkennbar, dass der DAX in den letzten Handelstagen über der SMA20 (aktuell bei 16.004 Punkten) etabliert hat. Die Bullen konnten in der letzten Handelswoche am Freitagabend noch einen Tages- Wochenschluss über dieser Durchschnittslinie formatieren. Damit haben sie den Grundstein für die Aufwärtsbewegung der letzten fünf Handelstage gelegt.

Solange sich der DAX40 über der SMA20 halten kann, solange könnten die Bullen neue Allzeithochs generieren. Übergeordnet könnte der Bereich bei 16.250/80 Punkten und dann der Bereich bei 16.450/80 Punkten erreicht werden.

Rücksetzer könnten sich bis an die SMA20 einstellen. Eintrüben würde sich das Chartbild dann, wenn der DAX unter die SMA20 fällt und sich auch darunter etabliert. Dann könnten sich weitere Rücksetzer einstellen, die bis in den Bereich der SMA50 (aktuell bei 15.837 Punkten) gehen könnten. Die Bären wären wieder im Spiel, sollte der Index unter die SMA50 fallen und sich darunter etablieren. Dann könnten sich weitere Abgaben einstellen, die das Potential haben könnten, bis in den Bereich der SMA200 (aktuell bei 15.487 Punkten) zu laufen.

  • Einordnung kurzfristiges Chartbild, Prognose (4h): bullisch

Fazit: Solange der DAX über der SMA20 im 4h Chart notiert, haben die Bullen die Möglichkeit, den Index übergeordnet wieder in Richtung der 16.250/80 und dann weiter in Richtung der 16.500 Punkte zu schieben. Immer neue Allzeithochs könnten zum Jahresende noch gesehen werden. Ein Tagesschluss unter der 15.623 Punkte-Marke könnte hingegen ein Zeichen für weitere Schwäche sein.

  • Wahrscheinlichkeit Bull Szenario auf Basis unseres Setups:     60 %
  • Wahrscheinlichkeit Bear Szenario auf Basis unseres Setups:    40 %

DAX Rahmenbedingungen:

Die FED hat in ihrer letzten Sitzung beschlossen, die geldpolitischen Zügel anzuziehen. Das Aufkaufprogramm wird jetzt sukzessive auslaufen. Mit diesen Maßnahmen hatte die Märkte im Vorfeld gerechnet, auch das Zeitfenster des Auslaufens bis Mitte 2022 war so erwartet worden. Somit haben die Aktienmärkte am Mittwoch erleichtert reagiert. Die EZB ist von dem Zurückfahren der Anleihekäufe noch sehr weit entfernt. Mittlerweile ist damit zu rechnen, dass diese noch bis Ende 2022 laufen könnten. Allerdings setzt dies voraus, dass die Inflation sich dann wirklich, wie von der Zentralbank erwartet, im 1. Quartal 2022 abflacht. Sollte die Preissteigerung weiter hoch bleiben, hätte nicht nur die EZB ein Problem.

Dass die Wirtschaft in den USA sich der Normalität nähert, haben die US-Arbeitsmarktdaten am Freitag gezeigt. Es wurden mehr Jobs als erwartet geschaffen; die Arbeitslosenquote ist weiter leicht gefallen. Der Jobaufbau könnte sich in den kommenden Monaten weiter fortsetzen. Die US-Administration hat auch das Konjunkturpaket auf den Weg gebracht, allerdings in einem deutlich kleineren Volumen. Es ist aber ein wichtiges Vorhaben der US-Regierung, die Infrastruktur zu modernisieren und mehr in Richtung sozialer Gerechtigkeit zu machen. Auch das haben die Märkte wohlwollend zur Kenntnis genommen.

Es ist wahrscheinlich, dass Deutschland in den nächsten Wochen und Monaten in eine vierte Corona-Welle stolpert. Die Booster-Impfungen kommen nur schleppend voran, die Impfquote ist nach wie vor zu niedrig. Dies sind alles Faktoren, die darauf hindeuten könnten, dass sich die Lage in Deutschland in den kommenden Wochen deutlich verschärfen könnte.

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DAX Trading Setups
Einschätzung für die neue DAX Handelswoche:

Long Setups: Die Bullen könnten zunächst versuchen, den DAX40 über der 16.040 Punkte-Marke zu etablieren. Sollte das gelingen, so könnte es weiter aufwärts gehen. Unsere Anlaufziele wären dann bei 16.055/57, bei 16.066/68, bei 16.081/83, bei 16.095/97 und dann bei 16.105/07 Punkten zu finden. Kommt es hier zu keinen Rücksetzern, so könnte sich die Aufwärtsbewegung weiter fortsetzen. Unsere nächsten Anlaufziele wären bei 16.118/20, bei 16.131/33, bei 16.145/47, bei 16.158/60, bei 16.172/74, bei 16.185/87 und dann bei 16.194/96 Punkten zu finden. Kommt es hier zu keinen Rücksetzern, so könnte sich die Aufwärtsbewegung weiter fortsetzen. Unsere nächsten Anlaufziele wären die 16.202/04, die 16.210/12, die 16.222/24, die 16.233/35, die 16.246/48, die 16.258/60, die 16.271/73, die 16.283/85, die 16.297/99 und dann die 16.305/07 bzw. die 16.316/18 Punkte.

Short Setups: Kann sich der DAX nicht über der 16.040 Punkte halten, so könnten sich Abgaben einstellen, die unser nächstes Anlaufziele bei 16.028/16, bei 16.015/13 und dann bei 16.007/05 Punkten erreichen könnten. Setzt der DAX40 bis in den Bereich der 16.015/05 Punkte zurück, so hätte er hier vergleichsweise gute Chancen auf Stabilisierung und Erholung. Stellen diese sich aber nicht ein, bzw. wird das Level mit Momentum und Dynamik angelaufen, so könnte es weiter abwärts gehen. Unsere nächsten Anlaufziele wären dann bei 15.990/88, bei 15.979/77, bei 15.963/61, bei 15.949/47, bei 15.939/37, bei 15.926/24, bei 15.910/08 und dann bei 15.893/91 Punkten zu finden. Unter der 15.893/91 Punkte-Marke könnte es dann an unsere nächsten Anlaufmarken bei 15.880/78, bei 15.865/63, bei 15.852/50 und dann bei 15.838/36 Punkten gehen. Sollte es hier zu keinen Erholungen kommen, so wären die 15.823/21, die 15.808/06, die 15.790/88, die 15.775/73, die 15.759/57, die 15.743/41, die 15.729/27, die 15.713/11 und dann die 15.702/00 Punkte unsere nächsten Anlaufziele.

Übergeordnete erwartete Tendenz in der KW 45 / 2021:

  • seitwärts / aufwärts

 

Handelsoptionen des DAX40 Cash Indizes mit CFD in beide Marktrichtungen

Geht man von steigenden Kursen beim DAX aus, kann der risikobewusste Trader eine BUY-Position aufgeben. Geht man von fallenden Kursen aus, tätigt man eine SELL-Order. Wenn die Handelsstrategie aufgeht und der Händler auf der richtigen Marktseite ist, können in beiden Richtungen des Marktes Tradinggewinne erzielt werden. Geht die Handelsstrategie nicht auf, macht der Trader Verluste. Der Hebel bis zu 1:20 mit dem DAX40 CFD multipliziert dabei die möglichen Gewinne oder Verluste. 

Möchten Sie den DAX als Daytrader aktiv handeln? Dann eröffnen Sie ein kostenloses CFD Demokonto bei Admirals oder starten Sie live mit einem Tradingkonto zum aktivem DAX Daytrading. 

Quellen: Eigenanalyse, genutzt werden die Charts vom MetaTrader 4.

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Jens Chrzanowski
Jens Chrzanowski Niederlassungsleiter und Mitglied des globalen Group Management Boards | Berlin |

Gründer und Leiter des deutschen Büros von Admirals seit 2011. Vorherige berufliche Stationen bei FXCM, E*TRADE und der Deutschen Bank.