DAX Analyse: Rücksetzer mit Potential bis an die 12.200 drohen

September 27, 2020 20:00
  • Aktuelle Analyse, Prognose, Wochenausblick (28.09. - 02.10.) und Setups für den deutschen Leitindex DAX – Chartanalyse für aktive Trader

DAXRückblick: (21.09.2020 - 25.09.2020)

Der DAX ging am Montagmorgen bei 13.051 Punkten in den vorbörslichen Handel. Der Index notierte damit 230 Punkte unter der ersten vorbörslichen Notierung am Montagmorgen der Vorwoche und 67 Punkte unter dem Wochenschluss am Freitag der Vorwoche. Der Index formatierte bereits am Montagmorgen das Wochenhoch. Es ging von hier aus dann in teilweise sehr dynamischen Impulsen abwärts. Der Index verlor über 500 Punkte und konnte sich erst am Abend stabilisieren und schwenkte dann in eine Seitwärtsbox ein. Diese hat er erst am Mittwochmorgen verlassen. Die Bullen schoben den DAX zurück über die 12.800 Punkte, schafften es aber nicht, ihn dort zu stabilisieren. Im Nachgang dessen ging es dann weiter abwärts. Bis zu Abend ging es fast zum Tagestief von Montag. Der Donnerstag war ebenfalls davon gezeichnet, dass der DAX in einer größeren Box seitwärts lief. Am Freitagmorgen kam es zunächst dynamisch abwärts. Der Index konnte sich am späten Vormittag bei 12.339 Punkten stabilisieren und von hier aus dann sukzessive wieder erholen. Diese Erholung hielt nachbörslich an und die Bullen konnten den DAX zumindest über der 12.500 Punkte-Marke ins Wochenende schicken.

Das Wochenhoch liegt deutlich unter dem Level der Vorwoche. Der DAX ist am Montag stark gefallen und hat sich dann praktisch bis Donnerstag seitwärts bewegt. Am Freitag kam es dann zu einem weiteren Abverkauf. Auch das Wochentief liegt deutlich unter dem Level der Vorwoche. Es ist das tiefste Wochentief seit der KW 31/2020. Auch der Wochenschluss ist der niedrigste seit der KW 31/2020. Ebenso hat der DAX in der abgelaufenen Handelswoche wieder einen Wochenverlust ausgewiesen, der größte seit der KW24/2020. Die Range war deutlich größer als in der Vorwoche, sie lag auch über dem Jahresdurchschnitt.

In dieser Handelswoche ging es nicht über die 13.100 Punkte, unsere Anlaufziele auf der Oberseite wurden damit nicht angelaufen. Die Rücksetzer gingen mit dem Unterschreiten der 12.567/65 Punkte deutlich unter unser maximales Anlaufziel auf der Unterseite bei 12.555/53 Punkten. Damit hat das Setup nicht gepasst.

DAX 2020 Statistik

Wochenhoch

Wochentief

Wochenschluss

Wochenergebnis

Wochenrange

29/2020

13.000

12.529

12.962

252

471

30/2020

13.218

12.776

12.831

-131

442

31/2020

12.937

12.209

12.318

-513

728

32/2020

12.799

12.363

12.705

387

436

33/2020

13.103

12.601

12.870

165

502

34/2020

13.055

12.629

12.794

-76

426

35/2020

13.245

12.835

13.064

270

410

36/2020

13.460

12.747

12.971

-93

713

37/2020

13.316

12.855

13.183

212

461

38/2020

13.340

13.031

13.118

-65

309

39/2020

13.055

12.339

12.576

-542

716

Durchschnittliche Range 2020

699

Gewinn- zu Verlustwochen

20 / 19

* Marken gelten für die Handelszeiten 08:00 - 22:00 Uhr

DAX - Wie könnte es weitergehen:

  • DAX-Widerstände: 12.627/42/86.....12.720/52/87......12.828/97......12.948/62
  • DAX-Unterstützungen: 12.547/25......12.494/77/01......12.366/13/4.....12.241/11/05.....12.178

Die wichtigsten Marken auf Basis unseres DAX Setups:

  • Intraday-Marke 12.633 und 12.367
  • Tagesschlussmarken 12.822 und 12.244
  • Break1 Bull (WochenSchluss) (12.674)
  • Break2 Bull (MonatsSchluss) (13.135)
  • Boxbereich 13.790 bis 6.669
  • Zyklische Bewegungen 2020 – 2033
  • Range 16.722 bis 1.778

DAX Chartcheck - Betrachtung im Daily / 4h Chart:

DAILY

Nachdem der DAX nun seit Wochen in einer engen Box seitwärts gelaufen und auf der Oberseite nicht weitergekommen ist, kam es zu Wochenbeginn zu dem Rutsch aus der Box. Damit hat sich das Chartbild natürlich deutlich eingetrübt. Der Index ist im Tageschart in einem Rutsch sowohl unter die SMA50 (aktuell bei 12.918 Punkten) als auch unter die SMA20 (aktuell bei 12.988 Punkten) gerutscht. An diesen beiden Durchschnittslinien hat sich der DAX in den vergangenen Handelswochen immer wieder stabilisieren und abstoßen können.

Aktuell besteht damit die Möglichkeit, dass der DAX in den kommenden Handelstagen noch weiter zurücksetzen könnte. Im Zuge dessen muss der SMA200 (aktuell bei 12.178 Punkten) Beachtung geschenkt werden. Die SMA200 war im Juli die Unterstützung, von der er sich dann wieder erholen und in seine Box schieben konnte. Rücksetzer könnten sich somit bis in den Bereich der SMA200 ausdehnen. Dem DAX könnte auch helfen, dass bei 12.311 Punkten und bei 12.205 Punkten im Weekly weitere Unterstützungen bestehen. Wird das Level bei 12.200/178 Punkten aber mit Dynamik und mit Momentum angelaufen, so ist vorstellbar, dass es auch noch bis in den Bereich der 12.065/50 Punkte gehen könnte. Ein Tagesschluss unter der SMA200 mit Bestätigung am Folgetag könnten aber ein Hinweis auf weitere Abgaben sein.

Erholungen könnten den DAX in den kommenden Handelstagen bis in den Bereich der SMA50/20 tragen. Ob die Kraft reicht, auch die 13.000 Punkte anzulaufen bleibt abzuwarten. Aufhellen würde sich das Chartbild erst mit einem Tagesschluss über der 12.250 Punkte Marke, ein Level, dass wir in der kommenden Handelswoche nicht erwarten.

*****

*****

4h Chart

Der DAX konnte sich am Donnerstag zwar wieder über die SMA20 (aktuell bei 12.616 Punkten) schieben, dort aber nicht festsetzen. Folglich ging es am Freitag wieder unter diese Linien. Denkbar ist aber, dass die Bullen versuchen könnten, den DAX über die SMA20 zu schieben und dort auch zu etablieren. Sollte das gelingen, so könnte es auch noch weiter aufwärts an die SMA50 (aktuell bei 12.871 Punkten) bzw. bis an die SMA200 (aktuell bei 13.000 Punkten) gehen.

Rücksetzer könnten zunächst an das Tief von Freitag (12.339 Punkte) gehen. Darunter wäre dann der Weg an die 12.200/SMA200 offen. Sollte der DAX bis an die SMA200 zurücksetzen, ist es zentral, dass er keinen Tagesschluss unter dieser Linie markiert. Wird dieser am Folgetag bestätigt könnten sich die Abgaben noch deutlich ausdehnen.

  • Wahrscheinlichkeit Bull Szenario: 45 %
  • Wahrscheinlichkeit Bear Szenario: 55 %

Fazit: der DAX könnte in den nächsten Handelstagen versuchen, zurück in seine Box zu kommen. Dazu muss er zunächst über die 12.616 Punkte und dann übergeordnet über die 12.871 Punkte. Rücksetzer haben das Potential bis an die 12.200/178 Punkte bzw. bei Dynamik und Momentum bis 12.065/50 Punkte zu laufen.

  • Einschätzung kurzfristiges Chartbild: bärisch
  • Einschätzung übergeordnetes Chartbild: bärisch

DAX Rahmenbedingungen; Das große Bild:

Der Anleger haben in der letzten Handelswoche auf die zunehmenden Infizierten-Zahlen in Deutschland und in Europa reagiert. Nicht nur in Deutschland, sondern auch in den Nachbarländern steigen die COVID-Infizierten teilweise sprunghaft an. Israel hat sich beispielsweise in einen zweiten Lockdown begeben; vorstellbar ist, dass einige Länder in Europa in den kommenden Tagen nachziehen könnten. In Deutschland sind die Zahlen zwar gestiegen, aber noch vergleichsweise moderat. Dennoch infizieren sich jetzt zunehmend jüngere Menschen. Da jetzt auch die Grippesaison wieder losgeht, könnten sich die Situation in Deutschland durchaus wieder zuspitzen. Es besteht Hoffnung, dass wir im 1. Quartal 2021 einen geprüften Impfstoff zur Verfügung haben könnten; dennoch wird es Monate dauern, bis alle Menschen eine Impfung bekommen haben. Somit dürfte das Corona-Virus unser Leben bis mindestens Mitte 2021 bestimmen. Es ist zu hören, dass die Insolvenzen bisher nicht so stark gestiegen sind, dennoch gibt es Branchen, in denen vielen Betriebe aufgeben werden - Gastronomie, Tourismus oder Luftfahrt sind besonders betroffen.

In den USA wird die Marke von 7 Millionen Infizierten kurzfristig überschritten werden. Bis zum Jahresende könnten dort 250.000 - 300.000 Menschen gestorben sein. Die Politik geht dort aber völlig anders mit der Situation um wie beispielsweise Europa. Es herrscht Wahlkampf: Obwohl der amtierende US-Präsident deutlich zurückliegt, ist es alles andere als ausgemacht, ob er die Wahl auch verliert. Wahrscheinlich wird es so sein, dass das Wahlergebnis nicht am Wahltag vorliegt, sondern erst Tage später, und dann ist die Frage, ob der Unterlegene das Ergebnis auch anerkennt. Gleichzeitig werden auch 35 Senatoren neu gewählt, sowie das Repräsentantenhaus.

DAX Trading Setups

Long Setups: Die Bullen könnten zunächst versuchen, den DAX über der 12.570 Punkte-Marke zu etablieren. Sollten sie das gelingen, so könnten sich weitere Erholungen einstellen, die unsere Anlaufziele bei 12.585/87, bei 12.597/99, bei 12.606/08 bzw. bei 12.614/16 Punkten erreichen könnte. Kommt es hier zu keinen Rücksetzern, so könnte sich die Aufwärtsbewegung weiter fortsetzen. Unsere Anlaufziele wären dann bei 12.621/23, bei 12.636/38, bei 12.648/50, bei 12.661/63, bei 12.676/78 und dann bei 12.689/91 Punkten zu finden. Über der 12.689/91 Punkte-Marke wären die 12.705/07, die 12.717/19, die 12.729/31, die 12.747/49, die 12.767/69, die 12.780/82, die 12.793/95 bzw. die 12.804/069 Punkte unsere nächsten Anlaufmarken. Über der 12.804/06 Punkte-Marke könnte es weiter zu unseren nächsten Anlaufzielen bei 12.818/20, bei 12.835/37, bei 12.851/53, bei 12.863/65 und dann bei 12.871/73 Punkten gehen. Kann sich der DAX bis in den Bereich der 12.863/65 Punkte schieben, so könnte es speziell hier schwer werden weiter zu kommen. Eventuell ist die Aufwärtsbewegung spätestens hier beendet. Wird das Level aber mit Dynamik und mit Momentum angelaufen, so könnte es auch direkt weiter an unsere nächsten Anlaufziele bei 12.885/87, bei 12.898/900, bei 12.914/16, bei 12.923/25, bei 12.942/44, bei 12.952/54, bei 12.965/67, bei 12.280/82 und dann bei 12.995/97, bzw. bei 13.002/04 Punkten gehen.

Short Setups: Kann sich der DAX nicht über der 12.570 Punkte-Marke halten, so könnten Rücksetzer zunächst unsere Anlaufmarken bei 12.559/57, bei 12.538/36, bei 12.525/23, bei 12.511/09, bei 12.496/94, bei 12.480/78 und dann bei 12.465/63 Punkten gehen. Rutscht der Index unter die 12.465/63 Punkte, so könnten sich weitere Abgaben einstellen, die unsere Anlaufziele bei 12.449/47, bei 12.438/36, bei 12.425/23, bei 12.414/12, bei 12.404/02, bei 12.394/92, bei 12.378/76 und dann bei 12.365/63 Punkten erreichen könnten. Kommt es hier zu keinen Erholungen, so könnten sich weitere Abgaben einstellen, die unsere Anlaufziele bei 12.348/46, bei 12.335/33, bei 12.321/19, bei 12.305/03, bei 12.290/88, bei 12.276/74, bei 12.261/59 und dann bei 12.244/42 Punkten anlaufen könnten. Unter der 12.244/42 Punkte wären unsere nächsten Anlaufziele die 12.228/26, die 12.217/15, die 12.211/09, die 12.203/01, die 12.190/88 und dann die 12.180/78 Punkte.

  • Übergeordnete erwartete Tendenz in der KW 40 / 2020: seitwärts / abwärts


DAX Handel bei Admiral Markets: Die Fakten

▶️ Es kann nur einen geben! Admiral Markets ist DER DAX30 Spezialist!
▶️ Orderkosten: nur der Spread, keine Kommissionen. Keine Ordergebühren!
▶️ Typischer Spread zur Haupthandelszeit: nur 0,8 Punkte DAX30 & DJI30 1,5 Punkte
▶️ Keine Stop-Mindestabstände
▶️ Kein Mindestvolumen, Trading bereits ab 0,1 Kontrakten ,den CFD Minis
▶️ "Open End", kein auslaufender Kontrakt
▶️ Orderausführung gezählt in Millisekunden - ideal für DAX & Dow Scalping
▶️ Traden Sie nicht irgendwo! Traden Sie bei der Nummer 1 der Branche (Sieger bei Brokerwahl.de 2019 & 2020 Kategorie CFD).
▶️ JETZT starten! Long & Short Handel, BUY & SELL, auf steigende und fallende Kurse setzen


Der StereoTrader bei Admiral Markets: Scalping, Limit Pullback und mehr

▶️ Hier informieren
▶️ Hier bestellen für Demo oder Livekonto


Quellen: Eigenanalyse, genutzt werden die Charts vom MetaTrader 4.

► Handeln Sie verantwortungsvoll ◄
Diese Publikation liefert Markteinschätzungen, unabhängig davon, mit welchem Instrument ggf. getradet wird. Admiral Markets ist Forex & CFD Broker, sollten Sie den Basiswert als CFD traden, beachten Sie bitte: Forex & CFDs sind Hebelprodukte und nicht für jeden geeignet! Der Hebel multipliziert Ihre Gewinne, aber auch die Verluste. CFDs sind komplexe Instrumente und gehen wegen der Hebelwirkung mit dem hohen Risiko einher, schnell Geld zu verlieren. 81 % der Retail Kunden verlieren Geld beim CFD-Handel mit diesem Anbieter. Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFDs funktionieren und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.

Die Basisinformationsblätter („KID") zu den Handelsinstrumenten finden Sie hier, den ausführlichen Hinweis zu Marktkommentaren hier und den ausführlichen Warnhinweis zu Handelsrisiken über folgenden Link: DISCLAIMER: https://admiralmarkets.de/risikohinweis

Die Autoren können ganz oder teilweise in den besprochenen Werten investiert sein. Diese Inhalte stellen keine Finanzanalyse dar: Es handelt sich um eine Werbemitteilung, welche nicht allen gesetzlichen Vorschriften zur Gewährleistung der Unvoreingenommenheit von Finanzanalysen genügt und keinem Handelsverbot vor der Veröffentlichung der Analysen unterliegen.

Jens Chrzanowski
Jens Chrzanowski Niederlassungsleiter und Mitglied des globalen Group Management Boards | Berlin |

Gründer und Leiter des deutschen Büros von Admirals seit 2011. Vorherige berufliche Stationen bei FXCM, E*TRADE und der Deutschen Bank.