Gold Analyse: Seitwärtszone setzt sich fort – technisch wie fundamental ausgeglichene Situation

Mai 05, 2020 10:15
  • Aktuelle Gold Analyse: Chartanalyse, Wochenausblick, Set-Ups und mehr – für aktive Trader

Autor der aktuellen Analyse: Markus Grüne

Gold Chartanalyse 05.05.2020 Tagesansicht

Überblick: Gold, das große Bild

Aus fundamentaler wie technischer Sicht drängt sich bei Gold derzeit keine klare Richtung auf und so handelt das Edelmetall weiter seitwärts. Die aktuelle Tradingrange ist mit gut 70 Dollar allerdings breit, so dass sich für den aufmerksamen Marktteilnehmer auch ohne klaren Trend immer wieder gute Gelegenheiten finden lassen.

Neben der übergeordnet weiterhin bullishen Argumentation kamen in der vergangenen Woche doch die ein oder anderen bearishen Daten zum Tragen. Während der bis letzten Mittwoch seit 25 Tagen in Folge anhaltende Trend hoher ETF-Zuflüsse zwar gebrochen wurde, dürfte dies, wenn überhaupt, eher ein psychologischer Faktor gewesen sein, denn ein materieller. Getreu dem Motto „eine Schwalbe macht noch keinen Sommer" bleiben die Prognosen für kommende Rekordbestände weiterhin bestehen, ein Trendwechsel ist hier derzeit nicht zu vermuten. Eher spielt die nun deutlich nachlassende chinesische Goldnachfrage eine Rolle. Das erste Quartal zeigte einen Rückgang von immerhin 48 Prozent im Jahresvergleich und spiegelt deutlich die Folgen der dortigen Corona-Situation insbesondere auf den Retailmarkt wider. Dass im Zuge dessen auch die Goldproduktion nachlässt ist zwar richtig, der chinesische Produktionsrückgang bleibt im Vergleich dazu mit gut elf Prozent jedoch relativ gering. Die Situation in Indien, dem weltweit zweitgrößten Goldnachfrager, ist ähnlich, hier brach die Nachfrage im gleichen Zeitraum um 36 Prozent ein.

Auch aus Russland kommen eher preisdämpfende Meldungen. Die dortige Zentralbank plant nach eigener Aussage nicht, ihr bisheriges Goldkaufprogramm fortzusetzen. Dies dürfte zum größten Teil, wenn nicht komplett, der schon jetzt prekären Haushaltslage des Landes geschuldet sein. Werfen Sie einen kurzen Blick auf die Rohölpreise, dann wird klar, dass man dort aktuell wohl andere Sorgen hat, als seine Goldspeicher aufzufüllen.

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Allerdings mehren sich die Zeichen für eine Verbesserung auf der Nachfrageseite. International werden Lockerungen der jeweiligen Isolationspolitik mindestens diskutiert, in Teilen bereits umgesetzt (USA, auch Europa). Das ist zugegebenermaßen umstritten, unterstützt aber die Preise sowohl von Industrie- als auch Edelmetallen. Verschiedene Minenunternehmen deuten bereits an, ab Mitte Mai ihre Aktivitäten wieder erhöhen zu wollen. Preisdämpfend dürfte diese Entwicklung dennoch nicht wirken, wenn man bedenkt, von welch niedrigem Niveau man nun wieder startet. Allein Südafrika produziert nur noch ein Fünftel dessen, was zu dessen Hochzeiten aus dem Minen gebracht wurde. Auch das aktuelle Statement der US-Fed machte, fast schon gewohnheitsmäßig erwartbar, abermals den unbedingten Willen zur Stützung der heimischen Wirtschaft deutlich. Die angesprochenen und darüber hinausgehenden noch vorstellbaren Maßnahmen dürften den Edelmetallbereich weiter stützen. Immerhin bereiten die Herren Powell und Kollegen ihre Mitbürger bereits auf die kommenden wohl schlechtesten jemals gesehenen US-Wirtschaftsdaten vor. Einige Ökonomen gehen von einer Ausweitung der US-Zentralbankbilanz auf 12 Billionen US-Dollar aus (und die aktuellen sechs Billionen sind schon ohne Beispiel). Vor diesem Hintergrund scheint ein Hedge gegen den Verfall der „Paper Assets" in Form von Gold und anderer Edelmetalle durchaus gerechtfertigt.

Noch im Werden befindlich und mit ungewissem Ausgang sind derzeit die neuerlich aufkeimenden Spannungen zwischen den USA und China, nachdem erstere den Ursprung des weiterhin weltbeherrschenden Virus in einem chinesischen Labor sehen und diese Auffassung auch recht deutlich nach außen vertreten. Sollte dadurch der Waffenstillstand des jüngsten Handelskonflikts zwischen den beiden Staaten brechen und dieser die rezessiven Tendenzen noch verstärken, könnte dies durchaus weitreichende negative Folgen für die physische Weltgoldnachfrage haben. Noch sind das ungelegte Eier, perspektivisch verdient diese Situation aber Beachtung.

Gold - Betrachtung im 4h Chart und Setups für die kommenden Tage

Gold Chartanalyse 4h Ansicht 05.05.2020

Unter dem Strich ist nicht viel passiert, seit dem Marktkommentar der vergangenen Woche, zumindest, wenn man die Preise nur punktuell betrachtet. Händler, die die aktuelle breite Seitwärtszone zwischen rund $1.740 und $1.670 für sich zu nutzen wissen, werden jedoch auch in einem solchen Umfeld auf Ihre Kosten kommen. Im Berichtszeitraum wurde die untere Begrenzung dieser Range wieder beinahe punktgenau erreicht, der darauf folgende Aufschwung führte wieder bis in seine Mitte zurück, was immerhin gut 45 Dollar sind.

Gold: Unsere Trading Setups:

Long-Setup: Wie schon in der vergangenen Woche zur gleichen Zeit handelt Gold dicht an der 1.700er-Marke, also ziemlich mittig in der oben genannten Seitwärtszone. Zwischen hier und dem nächsten dickeren Widerstandsbereich bei $1.730/$1.740 steht nun noch die Region um $1.710, die in der vergangenen Woche an Relevanz gewonnen hat. Ein Überschreiten dieses Niveaus wäre der erste prozyklische Trigger, mit Ziel am folgenden Widerstand um $1.730, danach folgt das April-Hoch bei rund $1.750. Oberhalb dessen liegt das nächste kurzfristige Ziel schon bei $1.800. Falls Gold zunächst weiter nachgibt, was beim aktuellen Chartbild wahrscheinlicher scheint als ein unmittelbar bevorstehender Anstieg an und über die eben genannten Bereiche, bietet sich die Region zwischen $1.680 und $1.670 für neue Zukäufe an. Hier verläuft die Unterseite der derzeitigen Seitwärtszone, die, noch ergänzt um ein dort befindliches Fibonacci-Cluster, eine gute Ausgangsbasis bildet.

Short-Setup: Kann die aktuell gefallene Unterstützung bei rund $1.700 nicht mit einer der folgenden Kerzen zurückerobert werden, dürfte sich Goldpreis recht schnell wieder im Bereich der Unterseite der oben angesprochenen Seitwärtszone wiederfinden. Die Region zwischen $1.680 und $1.670 hat sich seit Anfang April als stabil erwiesen, hier wäre mindestens an Gewinnmitnahmen zu denken oder bereits in Longrichtung zu switchen, mit kurzem Stopp darunter. Unterhalb dieses Bereichs liegt das nächste Ziel bei $1.650 und, noch wichtiger, zwischen $1.640 und $1.630. Hier finden sich wieder Fibonacci-Cluster, die die Bedeutung dieser Unterstützungszone noch erhöhen. Oberhalb des aktuellen Niveaus könnte im Bereich des nächsten Widerstands um $1.710 antizyklisch verkauft werden, die nächste Möglichkeit darüber findet sich bei rund $1.730. Hier wird die Luft wieder dünner, auch, da die fundamentale Lage nicht ausnahmslos bullish ist.


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Quellen: Eigenanalyse, genutzt werden die Charts vom MetaTrader 4.

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