EURUSD Analyse: USA auf dem Weg zur Vollbeschäftigung

April 07, 2021 14:00
  • EUR/USD Analyse & Wochenausblick 07.04.2021 mit Set-ups - für aktive Forex-Trader, Daytrading

Die USA scheinen auf dem Weg zurück in die Vollbeschäftigung zu sein. Die US-Arbeitsmarktdaten sind am Freitag der letzten Woche gut ausgefallen. Die US-Arbeitslosenquote ist, wie von uns erwartet, auf 6% gefallen. Zwar ist es bis zu den 3,8% US-Arbeitslosenquote, die vor der Pandemie geherrscht haben, noch etwas Weg, aber der Trend ist entscheidend und der deutet nach unten.

In gut vier Wochen werden die Daten zum US-BIP für das 1. Quartal 2021 erwartet. Prognosen zufolge dürften diese sehr positiv ausfallen und auf dem Level der Wachstumsraten von China liegen.

Ganz anders die Situation in Europa. In Deutschland sind gerade einmal 5% der Menschen zweifach geimpft. Die Politik überschlägt sich mit Prognosen wann 20% oder die Herdenimmunität erreicht ist. Fakt ist aber, dass der Fortschritt bei den Impfungen unterdurchschnittlich im Vergleich zu anderen Ländern, und damit ernüchternd ist. Politische Akteure widersprechen sich immer wieder und immer häufiger. Die Wahlen 2021 in gut 6 Monaten werfen ihre Schatten voraus. Der Fokus aktuell wird sicherlich darin liegen, alle Menschen vollständig zu impfen, sodass Normalität zurückkehrt. Nach den Wahlen und der Regierungsbildung geht es dann darum, die Kosten der Pandemie zu verteilen.

EURUSD-Rückblick (31.03.2021 – 06.04.2021)

Der EUR bewegte sich zu Beginn unseres Betrachtungszeitraums, am Mittwoch der letzten Handelswoche, im Bereich der 1,1708 und damit gut 140 Pips unter dem Niveau fünf Handelstage zuvor. Das Währungspaar schaffte es aber, am Mittwoch morgen schon das Tief im Betrachtungszeitraum zu formatieren. Von hier aus ging es bis zum Nachmittag an die 1,1760. Es ging dann im späteren Handel als auch im Frühhandel wieder etwas abwärts, am Donnerstag konnte der EUR seine Aufwärtsbewegung aber weiter fortsetzen. Es ging im Zuge dessen bis in den Bereich der 1,1780. Zwar wurde dieses Hoch am Freitag bestätigt und knapp überschritten, es stellten sich im Handelsverlauf dann aber weitere Abgaben ein und das Währungspaar gab in Richtung der 1,1750 nach in dessen Dunstkreis auch der Wochenschluss formatiert wurde. Zu Wochenbeginn ging es dynamisch nach Norden. Der EUR konnte die 1,1800 überwinden und sich am Dienstag dann auch verbindlich über diesem Level festsetzen und bis in den Bereich der 1,1874 laufen.

Das Hoch im Betrachtungszeitraum liegt über dem Level der Vorperiode, das Tief in etwa auf gleichem Niveau. Der EUR hat es geschafft, sich über der 1,1700 zu stabilisieren und sich auch wieder zu erholen. Der Wochenschluss wurde zwar unter dem Level der Vorwoche formatiert, der EUR konnte sich aber zu Wochenbeginn wieder über die 1,1800 schieben. Die Range war etwas größer als in der Vorperiode.

Wir hatten auf der Oberseite damit gerechnet, dass der EUR mit dem Überschreiten der 1,1862/69 weiter an unsere nächste Anlaufmarke bei 1,1877/79 laufen könnte. Diese Bewegung hat sich eingestellt, das Anlaufziel wurde nicht ganz erreicht. Die Rücksetzer gingen nicht unter die 1,1705, unsere Anlaufziele auf der Unterseite wurden damit nicht erreicht.

  • Hoch*: 1,1874                    Vorperiode: 1,1847
  • Tief*:   1,1708                    Vorperiode: 1,1711
  • Wochenschluss: 1,1754        Vorwoche:  1,1793
  • Range*: 166 Pips                Vorperiode: 136 Pips

* Betrachtungszeitraum 31.03.2021 - 06.04.2021 - Handelszeiten zwischen 08:00-22:00 Uhr

EURUSD: Wie könnte es weitergehen?

  • Euro-WS: 1,1885.....1,1955/74....1,2125.....1,2226/62/79/89......1,2333/73.....1,2433
  • Euro-US: 1,1830.....1,1791/48/07......1,1687/43.....1,1581/66....1,1467

Die wichtigsten Marken auf Basis unseres Setups:

  • I-Day-Marke                          1,1852  und  1,1679
  • Tagesschlussmarken               1,2028  und  1,1568
  • Boxbereich                            1,2555  bis   1,0504
  • Range                                   1,3479  bis   0,9631

Zum EURUSD in den kommenden fünf Handelstagen:

Chartcheck - Betrachtung im Weekly:

Der EUR konnte sich in der letzten Handelswoche an der SMA50 (aktuell bei 1,1735) stabilisieren und zu Wochenbeginn deutlicher erholen. Er damit das Szenario abgespult, das wir im letzten Setup erwartet haben. Damit hat das Währungspaar es (zunächst) verhindert, noch weiter zurückzusetzen. Wie im Chart erkennbar, könnte es in den nächsten Handelstagen weiter aufwärts bis in den Bereich der 1,1950/55 gehen. Dieser Bereich hat es als Widerstandsbereich ja in sich, wie im Chart zu erkennen. Schafft es der EUR aber, die 1,1950/55 zu überwinden, so könnte es auch direkt weiter an die SMA20 (aktuell bei 1,2048) gehen. Aufhellen würde sich das Chartbild aber erst, wenn es der EUR schafft, einen Wochenschluss über der SMA20 zu formatieren und sich dann im Nachgang auch darüber zu etablieren.

Rücksetzer könnten jederzeit an die SMA50 gehen. Darunter könnte die SMA200 (aktuell bei 1,1547) noch einen weiteren Halt bieten.

Chartbild Weekly: neutral

Daily:

Auch auf Tagesbasis ist zu erkennen, wie schwer sich der EUR mit der 1,1955 tut. Er hat mehrmals versucht, dieses Level zu überschreiten, ist aber immer wieder gescheitert. Der EUR hat es zu Wochenbeginn aber geschafft, sich wieder an und über die SMA20 (aktuell bei 1,1850) zu schieben. Jetzt muss er über die SMA200 (aktuell bei 1,1878), um übergeordnetd an die 1,1955 zu kommen. Sollte es klappen sich bis an die 1,1955 zu schieben, so muss der EUR sich über diesem Widerstand etablieren. Da knapp über der 1,1955 auch die SMA50 (aktuell bei 1,1978) verläuft, kann der EUR es in unseren Augen nur mit einem dynamischen und nachhaltigen Impuls schaffen, diese Level zu überwinden.

Rücksetzer könnten sich bis an die SMA20 bzw. bis an die 1,1700 einstellen. Darunter würde sich das Chartbild wieder eintrüben.

Chartbild Daily: neutral

4H-Chart:

Im Chart ist gut erkennbar, dass sich der EUR in den letzten Handelstagen deutlich erholen konnte. Nachdem er sich lange nicht über die SMA20 (aktuell bei 1,1808) schieben konnte, ist dies zu Wochenbeginn gelungen. Es ging in einer dynamischen Aufwärtsbewegung auch gleich über die SMA50 (aktuell bei 1,1776). Das Währungspaar hat es geschafft, sich über diese beiden Durchschnittslinien festzusetzen und weiter nach Norden zu laufen. Das ist übergeordnet bullisch zu interpretieren. Der EUR hätte jetzt noch das Potential bis in den Bereich der SMA200 (aktuell bei 1,1930) bzw. bis an die 1,1955 zu laufen. Sollte sich die aktuelle Bewegung bis in diesen Bereich ausdehnen, sollten die Kursmuster hier engmaschig beobachtet werden.

Rücksetzer könnten sich bis in den Bereich der SMA20/50 einstellen.

Chartbild 4h Chart: bullisch

Fazit: der EUR hat seine Abwärtsbewegung mittlerweile beenden können. Er hat an der wichtigen Unterstützung bei 1,1705 drehen und sich erholen können. Er muss sich jetzt über die SMA200 im Daily schieben, um Perspektiven auf die 1,1955 zu haben. Dort wird sich zeigen, ob der EUR die Kraft hat, diese Widerstandslevel zu überwinden. Rücksetzer könnten bis in den Bereich der 1,1795 und dann weiter bis an die 1,1705 gehen.

  • Wahrscheinlichkeit Bull Szenario: 60 %
  • Wahrscheinlichkeit Bear Szenario: 40 %

 

*****

EURUSD Tages-Updates, jeden Morgen gegen 09 Uhr frisch und aktuell

*****

 

EURUSD-Setups in den kommenden fünf Handelstagen:

Long-Setup: Kann sich der EUR über der 1,1870 behaupten, so könnte er versuchen unser nächstes Anlaufziel bei 1,1878/80 bzw. bei 1,1883/85 zu erreichen. Vorstellbar ist, dass der EUR etwas Probleme haben könnte, dieses Level zu überwinden. Gelingt es aber, so könnte es weiter aufwärts an unsere nächsten Anlaufziele bei 1,1902/04, bei 1,1911/13, bei 1,1920/22, bei 1,1928/30 und dann bei 1,1941/43 bzw. bei 1,1953/55 gehen. Kann sich der EUR bis in den Bereich der 1,1953/55 schieben, so könnte es hier schwer werden weiterzukommen. Eventuell ist die Aufwärtsbewegung hier auch beendet. Wird das Level mit Dynamik und mit Momentum angelaufen, so könnte sich die Aufwärtsbewegung weiter fortsetzen. Unsere Anlaufziele wären dann bei 1,1960/62, bei 1,1968/70, bei 1,1974/76 bzw. bei 1,1985/87 zu finden.

Short-Setup: Kann sich der EUR nicht über der 1,1870 halten, so könnten die Rücksetzer zunächst unsere nächsten Anlaufziele bei 1,1863/61 und dann bei 1,1853/51 erreichen. Kommt es bei 1,1853/51 zu keinen Erholungen, bzw. wird das Level mit Dynamik und mit Momentum angelaufen, so könnten sich die Abgaben direkt weiter fortsetzen. Unsere Anlaufziele wären dann bei 1,1843/41, bei 1,1835/33 bzw. bei 1,1830/28 zu finden. Unter der 1,1830/28 wären unsere nächsten Anlaufziele die 1,1820/18, die 1,1811/09, die 1,1807/05, die 1,1797/95, die 1,1788/86, die 1,1780/78 und dann die 1,1775/73. Unter der 1,1775/73 wären die 1,1767/65, die 1,1758/56, die 1,1750/48, die 1,1742/40, die 1,1735/33 und dann die 1,1728/26 unsere nächsten Anlaufziele.

Erwartete Wochenrange auf Basis unseres Setups

1,1885 (1,1955) bis 1,1810 (1,1774)

Übergeordnete erwartete Tendenz im Betrachtungszeitraum: seitwärts / aufwärts

 

 

Die wichtigsten Veröffentlichungen der nächsten 7 Tage:

  • 08.04.2021: EUR – Geldpolitischer Begleittext
  • 08.04.2021: USA – Erstanträge Arbeitslosenhilfe
  • 08.04.2021: USA – Rede Fed-Vorsitzender Powell
  • 13.04.2021: EUR – ZEW Konjunkturerwartung

 

Der StereoTrader bei Admiral Markets: Scalping, Limit Pullback und mehr

▶️ Hier informieren
▶️ Hier bestellen für Demo oder Livekonto

 

Die Ausbildungsoffensive 2021 für alle! Börse & Trading für Anfänger

Quellen: Eigenanalyse, genutzt werden die Charts vom MetaTrader 4.

► Handeln Sie verantwortungsvoll ◄
Diese Publikation liefert Markteinschätzungen, unabhängig davon, mit welchem Instrument ggf. getradet wird. Admiral Markets ist Forex & CFD Broker, sollten Sie den Basiswert als CFD traden, beachten Sie bitte: Forex & CFDs sind Hebelprodukte und nicht für jeden geeignet! Der Hebel multipliziert Ihre Gewinne, aber auch die Verluste. CFDs sind komplexe Instrumente und gehen wegen der Hebelwirkung mit dem hohen Risiko einher, schnell Geld zu verlieren. 71% der Retail Kunden verlieren Geld beim CFD-Handel mit diesem Anbieter. Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFDs funktionieren und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.

Die Basisinformationsblätter („KID") zu den Handelsinstrumenten finden Sie hier, den ausführlichen Hinweis zu Marktkommentaren hier und den ausführlichen Warnhinweis zu Handelsrisiken über folgenden Link: DISCLAIMER: https://admiralmarkets.de/risikohinweis

Die Autoren können ganz oder teilweise in den besprochenen Werten investiert sein. Diese Inhalte stellen keine Finanzanalyse dar: Es handelt sich um eine Werbemitteilung, welche nicht allen gesetzlichen Vorschriften zur Gewährleistung der Unvoreingenommenheit von Finanzanalysen genügt und keinem Handelsverbot vor der Veröffentlichung der Analysen unterliegen.

Jens Chrzanowski
Jens Chrzanowski Niederlassungsleiter und Mitglied des globalen Group Management Boards | Berlin |

Gründer und Leiter des deutschen Büros von Admirals seit 2011. Vorherige berufliche Stationen bei FXCM, E*TRADE und der Deutschen Bank.