EURUSD Analyse: Übergeordnetes Chartbild weiter bullish!

Dezember 09, 2020 11:15
  • EUR/USD Analyse & Wochenausblick 09.12.2020 mit Set-ups - für aktive Forex-Trader


EURUSD Rückblick (02.12.2020 - 08.12.2020)

Der EUR zum USD bewegte sich zu Beginn unseres Betrachtungszeitraums, am Mittwoch der letzten Handelswoche, im Bereich der 1,2065 und damit gut 100 Pips über dem Niveau fünf Handelstage zuvor. Das Währungspaar formatierte bereits am Mittwoch das Tief im Betrachtungszeitraum. Von der 1,2040 ging es dann kontinuierlich aufwärts. Der EUR gab am Donnerstagmorgen zwar leicht nach, konnte dann aber seine Aufwärtsbewegung weiter fortsetzen. Diese ging bis zum Abend an die 1,1274. Zwar setzte der EUR danach etwas zurück, am Freitag wurden den 1,2174 erneut attackiert und um 3 Pips überschritten. Von hier aus setzte eine breite Abwärtsbewegung ein. Der EUR schaffte es einen Wochenschluss über der 1,2100 zu formatieren, was deutlich über dem Wochenschluss der Vorwoche lag. Zu Wochenbeginn gab das Währungspaar zunächst deutlich und auch dynamisch nach. Die Abwärtsbewegung konnte sich erst im Bereich der 1,2078 stabilisieren. Die darauffolgende Erholung lief fast bis an das Hoch von Freitag. Diese Aufwärtsbewegung hatte aber keine Substanz. Der EUR gab im späteren Handel weiter nach. Am Dienstag ging es übergeordneten Box seitwärts, der EUR schaffte es sich über der 1,2100 festzusetzen.

Das Hoch im Betrachtungszeitraum liegt deutlich über dem Niveau des letzten Betrachtungszeitraums und über der 1,2100. Das Hoch der Vorperiode konnte um 100 Pips überschritten werden. Das Tief lag über der 1,2000 und auch deutlich über dem Level der Vorperiode. Die Range in den letzten fünf Handelstagen war etwas kleiner als in der Vorperiode.

Wir hatten in unserem Setup auf der Oberseite erwartet, dass der EUR mit dem Überschreiten der 1,2170/72 weiter an unser nächstes Anlaufziel bei 1,2182/84 laufen könnte. Diese Bewegung hat sich eingestellt, das Anlaufziel wurde nicht erreicht, das Setup hat nicht gepasst. Die Rücksetzer gingen mit dem Unterschreiten der 1,2058/56 knapp unter unser nächstes Anlaufziel bei 1,2045/43. Damit hat das Setup der letzten fünf Handelstage nicht perfekt gegriffen.

  • Hoch*: 1,2177 Vorperiode: 1,2075
  • Tief*: 1,2040 Vorperiode: 1,1882
  • Wochenschluss: 1,2120 Vorwoche: 1,1962
  • Range*: 137 Pips Vorperiode: 193 Pips
  • Abgleich der Range: (erwartet/Ist) Hoch: 1,2161 / 1,2177 Tief: 1,2025 / 1,2040

*Betrachtungszeitraum 01.12.2020 - 08.12.2020 - Handelszeiten zwischen 08:00-22:00 Uhr

EURUSD - Wie könnte es weitergehen?

  • Euro-WS: 1,2149/59/83.....1,2259....1.2373....1.2433
  • Euro US: 1,2060.....1,1981/10.....1,1880......1,1791/34/15....1,1643....1,1581/66.....1,1467/13

Die wichtigsten Marken auf Basis unseres EURUSD Setups:

  • Intraday-Marke 1,2193 und 1,204
  • Tagesschlussmarken 1,2271 und 1,1791
  • Boxbereich 1,2555 bis 1,0504
  • Range 1,3479 bis 0,9631

EURUSD Ausblick für die kommenden fünf Handelstage:

Chartcheck - Betrachtung im WEEKLY/DAILY/4h Chart:

Weekly

Der EUR hat sich verbindlich über der SMA20 (aktuell bei 1,1841) etabliert. Es ging in den letzten Handelswochen und -monaten immer mal wieder an diese Durchschnittslinie, die aber auf Wochenbasis gehalten hat. In den letzten beiden Handelswochen wurde diese Linie nicht mehr angelaufen. Der übergeordnete Aufwärtstrend ist nach wie vor in Takt. Der EUR hat die Chance weiter zu steigen.

Solange der EUR über der SMA20 notiert, kann er theoretisch jederzeit weiter aufwärts gehen. Ein Anlaufziel könnte der Bereich bei 1,2240/60 und dann übergeordnet der Bereich bei 1,2550 sein. Rücksetzer könnten bis an die SMA20 gehen. Kommt es im Bereich dieser Linie nicht zu einer Erholung, bzw. wird sie deutlich unterschritten und auch ein Wochenschluss unter diesem Level formatiert, könnten sich die Abgaben weiter fortsetzen. Anlaufziel könnte dann übergeordnet die SMA200 (aktuell bei 1,1442) sein.

  • Chartbild Weekly: bullisch

DAILY

Im Daily hat sich das Chartbild in der letzten Handelswoche weiter aufgehellt. Der EUR konnte sich mit Momentum über die SMA20 (aktuell bei 1,1956) und über die SMA50 (aktuell bei 1,1843) schieben und etablieren. Es ging Mitte November zwar noch einmal an die beiden Linien, der EUR konnte sich aber exakt an den beiden Durchschnittslinien erholen und wieder in Richtung Norden laufen. Somit ist auch das Daily als bullisch zu interpretieren.

Solange der EUR über diesen beiden Durchschnittslinien notiert, solange könnte es weiter aufwärts gehen. Der EUR hat sich über der 1,2100 etabliert. Damit könnten die genannten Ziele im Weekly übergeordnet erreicht werden.

Rücksetzer haben das Potential bis an die SMA20/50 zu gehen. Selbst wenn die Linien unterschritten werden sollte, würde dies nicht unbedingt und notwendigerweise auf weitere Abgaben hindeuten. Wesentlich ist, dass es der EUR schafft, einen Tagesschluss über der SMA20 zu formatieren. Eintrüben würde sich das Chartbild aber erst mit einem Tagesschluss unter der SMA50 mit einer Bestätigung am Folgetag.

  • Chartbild Daily: bullisch

4h Chart:

Der EUR ist in den letzten Handelstagen unter die SMA20 (aktuell bei 1,2126) gefallen. Er hat es im Rahmen des Frühhandels zu Mittwoch geschafft sich wieder über diese Linie zu schieben. Im Chart ist erkennbar, das die SMA20 in den letzten Handelstagen ein Deckel war. Ausbrüche haben an dieser Linie jeweils ihr Ende gefunden.

Der EUR muss sich jetzt unbedingt über der SMA20 etablieren. Gelingt dies, könnte es weiter aufwärts gehen. Anlaufbereiche könnten zunächst bei 1,2170/80 und dann der Bereich bei 1,2240/50 sein. Übergeordnet könnten dann die 1,2550 erreicht werden.

Geht es aber wieder unter die SMA20 und etabliert sich der EUR unter dieser Linie, könnten weitere Rücksetzer bis in den Bereich der SMA50 (aktuell bei 1,2068) gehen. Spätestens hier sollte der EUR dann drehen. Geht es aber unter diese Linien, insbesondere bei dynamischen Impulsen und etabliert sich der EUR unter dieser Linie, würde sich das Chartbild deutlicher eintrüben. Dann ist es denkbar, dass sich weitere Abgaben einstellen könnten, die übergeordnet bis an die SMA200 (aktuell bei 1,1873) gehen könnten. Spätestens im Bereich der SMA200 sollten sich Rücksetzer, die diesen Bereich anlaufen, stabilisieren und erholen.

  • Chartbild 4h Chart: neutral

Fazit: die übergeordneten Chartbilder sind nach wie vor bullisch zu interpretieren. Der EUR muss sich über der SMA20 im 4h Chart etablieren. Gelingt dies sind weitere Kurssteigerungen denkbar. Scheitert der EUR könnten sich die Rücksetzer in Richtung der 1,2070/60 und dann weiter bis an die 1,1940 ausdehnen.

  • Wahrscheinlichkeit Bull Szenario: 60 %
  • Wahrscheinlichkeit Bear Szenario: 40 %

Erwartete Wochenrange auf Basis unseres Setups

  • 1,2195 (1,2263) bis 1,2110 (1,2060)

EURUSD Rahmenbedingungen; Das große Bild:

Die Politik ist zwar noch zögerlich, aber es wird wahrscheinlich so sein, dass es zumindest in einigen Bundesländern einen harten Lockdown geben wird. Dieser könnte dann durchaus über Weihnachten bis ins neue Jahr reichen. Offensichtlich versuchen die einzelnen Bundesländer das Weihnachtsgeschäft für den stationären Handel so lange wie möglich aufrecht zu halten, um damit wenigsten etwas der Umsatzverluste abzufedern. Dennoch wird es für viele Händler, als auch Unternehmen aus der Gastronomie oder dem Tourismus wahrscheinlich nicht reichen. Es ist die Rede davon, dass die Insolvenzen im kommenden Jahr deutlich steigern werden. Damit werden wir dann zeitverzögert den Effekt auf dem Arbeitsmarkt sehen.

Politik und die Zentralbank wird dem wahrscheinlich mit noch mehr Geld und noch geringeren Zinsen entgegensteuern - Auswirkung ungewiss.

Wir hatten schon vor Wochen darauf hingewiesen, dass die Wahrscheinlichkeit gegeben ist, dass es zu einem harten Brexit kommt. Diese Wahrscheinlichkeit ist in den letzten Tagen weiter gestiegen. Zwar haben die Briten ein Gesetz zurückgenommen, dass Teile des bestehenden Vertrages aushebeln könnten, allerdings ist dies nur eine Wiederherstellung des Status quo. Am Donnerstag und am Freitag tagen die EU-Regierungschefs. Das wäre die letzte der allerletzten Möglichkeit, dass die Europäer sich mit dem Brexit Vertrag beschäftigen können. Dieser muss noch von den jeweiligen Parlamenten genehmigt werden, das britische Parlament geht am Sonntag in die Weihnachtsferien. Der amtierende Premier Johnson hat kategorisch ausgeschlossen, dass die Briten eine Verlängerung der Übergangsfrist beantragen werden. Insgesamt ist damit der Ton gesetzt.

EURUSD-Setups in den kommenden fünf Handelstagen:

Long Setups: Kann sich der EUR über der 1,2130 behaupten, so könnte er versuchen unsere Anlaufziele bei 1,2135/37, bei 1,2144/46, bei 1,2152/54, bei 1,2159/61 und dann bei 1,2170/72 zu erreichen. Kommt es hier zu keinen Rücksetzern, so könnte sich die Aufwärtsbewegung weiter fortsetzen. Unsere Anlaufziele wären dann die 1,2182/84, die 1,2193/95, die 1,2202/04, die 1,2211/13 und dann die 1,2220/22. Über der 1,2220/22 wären unsere nächsten Anlaufziele die 1,2238/40, die 1,2248/50, die 1,2261/63, die 1,2271/73, die 1,2282/84 und dann die 1,2291/93.

Short Setups: Kann sich der EUR nicht über der 1,2130 halten, so könnten die Rücksetzer zunächst unser Anlaufziel bei 1,2127/25 erreichen. Rutscht der EUR unter die 1,2127/25 könnten sich die Abgaben ausdehnen. Unsere Anlaufziele wären dann bei 1,2120/18, bei 1,2110/08, bei 1,2097/95, bei 1,2088/85, bei 1,2078/76, bzw. bei 1,2069/67 zu finden. Kommt es hier zu keinen Erholungen, so könnten sich die Abgaben weiter fortsetzen. Unsere Anlaufziele wären dann bei 1,2060/59, bei 1,2049/47, bei 1,2041/39, bei 1,2028/26, bei 1,2020/18, bei 1,2011/09 bzw. bei 1,1999/97 zu finden.

  • Übergeordnete erwartete Tendenz im Betrachtungszeitraum: seitwärts / aufwärts


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Quellen: Eigenanalyse, genutzt werden die Charts vom MetaTrader 4.

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Roman Krutyanskiy
Roman Krutyanskiy Mitglied des Management Boards der Admiral Markets Group

Roman Krutyanskiy ist seit 2011 bei Admirals beschäftigt und war von 2017 bis 2021 Country Manager des Deutschen Teams. Seit 2021 ist er als Chief Service Officer und Chief Sales Officer Teil des Management Boards der Admiral Markets Group.