EURUSD Analyse: Euro wird immer stärker

Dezember 16, 2020 11:00
  • EUR/USD Analyse & Wochenausblick 16.12.2020 mit Set-ups - für aktive Forex-Trader

 

Der EUR weist seit Monaten eine Stärke zum Dollar aus, wobei sowohl die Amerikaner als auch die Europäer die gleichen wirtschaftlichen Probleme durch die Pandemie haben. Zum einen profitiert der EUR von der Geldpolitik der EZB. Diese hat die Geldschleusen bei der letzten Sitzung noch einmal weiter geöffnet.

Damit will die Zentralbank Unternehmen mit noch mehr Liquidität versorgen. Es gibt allerdings ernstzunehmende Stimmen, die davor warnen, dass dadurch Zombieunternehmen geschaffen werden. Diese Gefahr ist nicht von der Hand zu weisen, aktuell hat das aber keine Auswirkung auf die Wahrnehmung der Anleger oder der Bänker. Am Mittwoch dieser Woche tagt die FED, denkbar ist, dass der EUR durch die Beschlüsse noch weiter an Stärke gewinnen wird. Diese Stärke ist auch dadurch begründet, dass Anleger eine Inflationsgefahr eher in den USA sehen als in Europa. In Amerika läuft die konjunkturelle Erholung deutlich besser als in Europa - die Wirtschaft ist deutlich geringer geschrumpft und erholt sich offenbar schneller - womit auch die Inflationsgefahren mittelfristig steigen könnten. Zwar ist im Moment weder in den USA noch in Europa eine nennenswerte Geldentwertung zu sehen, dennoch könnte die Inflation in einigen Monaten steigen, auch wegen der Coronakrise.

Die EU hat den Briten in den Verhandlungen zu einem harten Brexit noch eine allerletzte der wirklich allerletzten Chance gegeben, doch noch zu einer Einigung zu finden. Wir gehen aber davon aus, dass es zu einem harten Brexit kommen wird, weil die restliche Zeit von 15 Tagen nicht ausreichend wird, sollte es tatsächlich zu einer Einigung kommen, dies auch von den Parlamenten zu ratifizieren.

EURUSD-Rückblick (09.12.2020 - 15.12.2020)

Der EUR bewegte sich zu Beginn unseres Betrachtungszeitraums, am Mittwoch der letzten Handelswoche, im Bereich der 1,2129 und damit gut 65 Pips über dem Niveau fünf Handelstage zuvor. Das Währungspaar gab am Mittwoch zunächst deutlicher nach. Es ging im Zuge dessen bis in den Bereich der 1,2059. Erst hier gelang die Stabilisierung und die Erholung. Diese Erholung setzte sich bis zum Donnerstag fort und hatte einen dynamischen Charakter. Der EUR lief bis an die 1,2159. Erst hier kam es zu erneuten Gewinnmitnahmen. Das Währungspaar gab bis Freitag Nachmittag nach. Die Stabilisierung gelang über der 1,2100, knapp darüber wurde auch der Wochenschluss formatiert. Zu Wochenbeginn kam es zu einem deutlichen Anstieg, der bis an die 1,2177 führte. Erst hier lief die Bewegung aus, der EUR setzte im Nachgang dessen sehr dynamisch zurück. Von 1,2123 ging es dann wieder ein Stückchen aufwärts. Am Dienstag ging es übergeordnet in einer engen Box seitwärts. Der Rücksetzer am Nachmittag wurde zeitnah zurückgekauft.

Das Hoch im Betrachtungszeitraum liegt exakt auf dem Level der Vorperiode, was es auch nicht so oft gibt. Das Tief liegt ebenfalls knapp über dem Level des letzten Betrachtungszeitraum. Der Wochenschluss wurde wieder über der 1,2100 formatiert, allerdings knapp unter dem Wochenschluss der Vorwoche. Die Range war mit 118 Pips etwas kleiner als fünf Handelstage zuvor.

Wir hatten in unserem Setup auf der Oberseite erwartet, dass der EUR mit dem Überschreiten der 1,2159/61 weiter an unser nächstes Anlaufziel bei 1,2170/72 laufen könnte. Diese Bewegung hat sich eingestellt, das Anlaufziel wurde erreicht und leicht überschritten. Wir hatten aber in diesem Bereich damit gerechnet, dass die Aufwärtsbewegung beendet sein könnte, was sich übergeordnet auch eingestellt hat. Die Rücksetzer gingen mit dem Unterschreiten der 1,2069/67 hingegen exakt an unser nächstes Anlaufziel bei 1,2060/59. Damit hat das Setup gut gepasst.

  • Hoch*: 1,2177                    Vorperiode: 1,2177
  • Tief*:   1,2059                    Vorperiode: 1,2040
  • Wochenschluss: 1,2111        Vorwoche:  1,2120
  • Range*: 118 Pips                Vorperiode: 137 Pips

* Betrachtungszeitraum 09.12.2020 – 15.12.2020 - Handelszeiten zwischen 08:00-22:00 Uhr

EURUSD: Wie könnte es weitergehen?

  • Euro-WS:     1,2159/72/83.....1,2259....1.2373....1.2433
  • Euro-US: 1,2060.....1,1981/10.....1,1880......1,1791/34/15

Die wichtigsten Marken auf Basis unseres Setups:

  • I-Day-Marke                          1,2193  und  1,2040
  • Tagesschlussmarken               1,2271  und  1,1791
  • Boxbereich                            1,2555  bis   1,0504
  • Range                                   1,3479  bis   0,9631

Zum EURUSD in den kommenden fünf Handelstagen:

Chartcheck - Betrachtung im Weekly:

Der EUR hat sich verbindlich über der SMA20 (aktuell bei 1,1856) etabliert. Es ging in den letzten Handelswochen und -monaten immer mal wieder an diese Durchschnittslinie, die aber auf Wochenbasis gehalten hat. In den letzten Handelswochen wurde diese Linie nicht mehr angelaufen. Der übergeordnete Aufwärtstrend ist nach wie vor in Takt. Der EUR hat die Chance weiter zu steigen.

Solange der EUR über der SMA20 notiert, kann er theoretisch jederzeit weiter aufwärts gehen. Ein Anlaufziel könnte der Bereich bei 1,2240/60 und dann übergeordnet der Bereich bei 1,2550 sein. Rücksetzer könnten bis an die SMA20 gehen. Kommt es im Bereich dieser Linie nicht zu einer Erholung, bzw. wird sie deutlich unterschritten und auch ein Wochenschluss unter diesem Level formatiert, könnten sich die Abgaben weiter fortsetzen. Anlaufziel könnte dann übergeordnet die SMA200 (aktuell bei 1,1452) sein.

Chartbild Weekly: bullisch.

Daily:

Im Daily hat sich das Chartbild ebenfalls weiter aufgehellt. Der EUR konnte sich mit Momentum über die SMA20 (aktuell bei 1,2029) und über die SMA50 (aktuell bei 1,1880) schieben und etablieren. Es ging Mitte November zwar noch einmal an die beiden Linien, der EUR konnte sich aber exakt an den beiden Durchschnittslinien erholen und wieder in Richtung Norden laufen. Somit ist auch das Daily als bullisch zu interpretieren.

Solange der EUR über diesen beiden Durchschnittslinien notiert, solange könnte es weiter aufwärts gehen. Damit könnten die genannten Ziele im Weekly übergeordnet erreicht werden.

Rücksetzer haben das Potential bis an die SMA20/50 zu gehen. Selbst wenn die Linien unterschritten werden sollte, würde dies nicht unbedingt und notwendigerweise auf weitere Abgaben hindeuten. Wesentlich ist, dass es der EUR schafft, einen Tagesschluss über der SMA20 zu formatieren. Eintrüben würde sich das Chartbild aber erst mit einem Tagesschluss unter der SMA50 mit einer Bestätigung am Folgetag.

Chartbild Daily: bullisch.

4H-Chart:

Der EUR ist in den letzten Handelstagen immer mal wieder an die SMA20 (aktuell bei 1,2145) gefallen, bzw. hat sich übergeordnet im Dunstkreis dieser Linie bewegt. Wesentlich von dieser Linie weg ging es aber in den letzten Handelstagen nicht. Da die SMA50 (aktuell bei 1,2130) unter der SMA20 verläuft ist der EUR hier vergleichsweise gut abgesichert.

Das bedeutet: der EUR muss sich jetzt unbedingt über der SMA20 etablieren. Gelingt dies, könnte es weiter aufwärts gehen. Anlaufbereiche könnten zunächst bei 1,2170/80 und dann der Bereich bei 1,2240/50 sein. Übergeordnet könnten dann die 1,2550 erreicht werden.

Geht es aber wieder unter die SMA20 könnten weitere Rücksetzer bis in den Bereich der SMA50 gehen. Spätestens hier sollte der EUR dann drehen. Geht es aber unter diese Linien, insbesondere bei dynamischen Impulsen und etabliert sich der EUR unter dieser Linie, würde sich das Chartbild deutlicher eintrüben. Dann ist es denkbar, dass sich weitere Abgaben einstellen könnten, die übergeordnet bis an die SMA200 (aktuell bei 1,1926) gehen könnten. Spätestens im Bereich der SMA200 sollten sich Rücksetzer, die diesen Bereich anlaufen, stabilisieren und erholen.

Chartbild 4h Chart: bullisch.

Fazit: die übergeordneten Chartbilder sind nach wie vor bullisch zu interpretieren. Der EUR muss sich über der SMA20 im 4h Chart halten und etablieren. Gelingt dies sind weitere Kurssteigerungen denkbar. Scheitert der EUR könnten sich die Rücksetzer in Richtung der 1,2050/30 und dann weiter bis an die 1,1940 ausdehnen.

  • Wahrscheinlichkeit Bull Szenario: 50 %
  • Wahrscheinlichkeit Bear Szenario: 50 %

Erwartete Wochenrange auf Basis unseres Setups:

  • 1,2220 (1,2263) bis 1,2129 (1,2076)

EURUSD-Setups in den kommenden fünf Handelstagen:

Long-Setup: Kann sich der EUR über der 1,2160 behaupten, so könnte er versuchen unsere Anlaufziele bei 1,2170/72, bei 1,2182/84, bei 1,2193/95, bei 1,2202/04 und dann bei 1,2211/13 zu erreichen. Kommt es hier zu keinen Rücksetzern, so könnte sich die sich die Aufwärtsbewegung weiter fortsetzen. Unsere Anlaufziele wären dann bei 1,2220/22, bei 1,2238/40, bei 1,2248/50, bei 1,2261/63, bei 1,2271/73, bei 1,2282/84 bzw. bei 1,2291/93 zu finden.

Short-Setup: Kann sich der EUR nicht über der 1,2160 halten, so könnten die Rücksetzer zunächst unsere nächsten Anlaufziele bei 1,2151/49 und dann bei 1,2146/44 erreichen. Kommt es hier zu keinen Erholungen, so könnte sich die Aufwärtsbewegung weiter fortsetzen. Unsere nächsten Anlaufziele wären dann bei 1,2138/36 bzw. bei 1,2131/29 zu finden. Rutscht der EUR unter die 1,2131/29 könnten sich die Abgaben ausdehnen. Unsere Anlaufziele wären dann bei 1,2120/18, bei 1,2110/08, bei 1,2097/95, bei 1,2088/85, bei 1,2078/76, bzw. bei 1,2069/67 zu finden. Kommt es hier zu keinen Erholungen, so könnten sich die Abgaben weiter fortsetzen. Unsere Anlaufziele wären dann die 1,2060/59, die 1,2049/47, die 1,2041/39, die 1,2028/26, die 1,2020/18, die 1,2011/09 bzw. die 1,1999/97.

Übergeordnete erwartete Tendenz im Betrachtungszeitraum: seitwärts/aufwärts

 

 

Die wichtigsten Veröffentlichungen der nächsten 7 Tage:

  • 17.12.2020: EUR – Verbraucherpreisindex
  • 18.12.2020: EUR – ifo-Geschäftsklimaindex
  • 22.12.2020: USA – Bruttoinlandsprodukt Q3
  • 23.12.2020: USA – Auftragseingang langlebige Güter

 

EURUSD Tages-Updates, jeden Morgen gegen 09 Uhr frisch und aktuell

*****

EURUSD Forexhandel bei Admiral Markets:

  • EURUSD Handel zu nur 0,6 Pips typischen Spread! Ohne zusätzliche Orderkommission!
  • Keine Stop-Mindestabstände
  • Kein Mindestvolumen, Trading bereits ab 0,01 Lots ,den Microlots und Hebel bis zu 1:30 für Retail Clients
  • Orderausführung gezählt in Millisekunden - ideal für Forex Scalping
  • Traden Sie nicht irgendwo! Traden Sie bei der Nummer 1 der Branche (Sieger bei Brokerwahl.de 2019 & 2020 Kategorie CFD). Jetzt starten.

Der StereoTrader bei Admiral Markets: Scalping, Limit Pullback und mehr

▶️ Hier informieren
▶️ Hier bestellen für Demo oder Livekonto

 

Quellen: Eigenanalyse, genutzt werden die Charts vom MetaTrader 4.

► Handeln Sie verantwortungsvoll ◄
Diese Publikation liefert Markteinschätzungen, unabhängig davon, mit welchem Instrument ggf. getradet wird. Admiral Markets ist Forex & CFD Broker, sollten Sie den Basiswert als CFD traden, beachten Sie bitte: Forex & CFDs sind Hebelprodukte und nicht für jeden geeignet! Der Hebel multipliziert Ihre Gewinne, aber auch die Verluste. CFDs sind komplexe Instrumente und gehen wegen der Hebelwirkung mit dem hohen Risiko einher, schnell Geld zu verlieren. 81 % der Retail Kunden verlieren Geld beim CFD-Handel mit diesem Anbieter. Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFDs funktionieren und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.

Die Basisinformationsblätter („KID") zu den Handelsinstrumenten finden Sie hier, den ausführlichen Hinweis zu Marktkommentaren hier und den ausführlichen Warnhinweis zu Handelsrisiken über folgenden Link: DISCLAIMER: https://admiralmarkets.de/risikohinweis

Die Autoren können ganz oder teilweise in den besprochenen Werten investiert sein. Diese Inhalte stellen keine Finanzanalyse dar: Es handelt sich um eine Werbemitteilung, welche nicht allen gesetzlichen Vorschriften zur Gewährleistung der Unvoreingenommenheit von Finanzanalysen genügt und keinem Handelsverbot vor der Veröffentlichung der Analysen unterliegen.

Jens Chrzanowski
Jens Chrzanowski Niederlassungsleiter und Mitglied des globalen Group Management Boards | Berlin |

Gründer und Leiter des deutschen Büros von Admirals seit 2011. Vorherige berufliche Stationen bei FXCM, E*TRADE und der Deutschen Bank.