EURUSD Analyse: Angst vor nächster Corona-Welle beeinflusst Märkte

Juli 21, 2021 12:10
  • EUR/USD Analyse & Wochenausblick 21.07.2021 mit Set-ups -
    für aktive Forex-Trader, Daytrading ✅ Euro News ✅ Devisenhandel Aktuell

Autoren: Winfried Veeh und Jens Chrzanowski

Die Aktienmärkte haben in den letzten Handelstagen unter dem Eindruck weiter steigender Infektionszahlen, insbesondere durch die Delta Variante, gestanden. Diese Mutation scheint sich sehr schnell durchzusetzen.

Die Fallzahlen in GB beispielsweise sind so hoch wie seit Januar, obwohl die Mehrheit der Bevölkerung vollständig geimpft ist. Das lässt den Schluss zu, dass die Impfungen nicht unbedingt und notwendigerweise eine Corona Infektion verhindert. Damit sollten die Corona Regeln nach wie vor streng eingehalten werden. Experten verweisen darauf, dass Deutschland im September, wenn die Menschen aus dem Urlaub zurückgekehrt sind, die nächste Corona Welle bevor stehen könnte. Sollte sich das einstellen, so wäre dies ein weiterer massiver Schlag für Unternehmen und Beschäftigte.

Am Donnerstag tagt die EZB. Wir erwarten nicht, dass es eine Veränderung an der aktuellen Ausrichtung der bestehenden Geldpolitik kommt. Vielmehr ist darauf zu achten, welche mittelfristige Einschätzung die Zentralbank hat und wie sich die Instrumente verändern werden. Bereits jetzt wird spekuliert, dass das Aufkaufprogramm, möglicherweise unter einem anderen Namen, weiter fortgeführt wird. In unseren Augen wird die Zentralbank, auch bei weiter steigenden Preisen, die Zinsen dort lassen wo sie sind und mit dem Aufkaufprogramm weiter fortfahren.

EURUSD-Rückblick (14.07.2021 - 20.07.2021)

Der EUR bewegte sich zu Beginn unseres Betrachtungszeitraums, am Mittwoch der letzten Handelswoche, im Bereich der 1,1788 und damit gut 40 Pips unter dem Niveau fünf Handelstage zuvor. Das Währungspaar konnte sich am Mittwoch der letzten Handelswoche dynamisch nach Norden schieben. Es ging im Zuge dessen bis zum Abend an die 1,1839. Am Donnerstag wurde dieses Hoch noch überschritten. Der EUR konnte sich im Zuge dessen bis in den Bereich der 1,1850 schieben, kam hier aber nicht weiter. Gegen Mittag erfolgten erneute Abgaben, die bis an und unter die 1,1800 gingen. Der EUR begab sich von hier aus in eine Seitwärtsbox, die am Freitag nur eine geringe Range hatte. Das Währungspaar schaffte es, einen Wochenschluss über der 1,1800 zu formatieren. Zu Wochenbeginn ging es dann auch direkt weiter abwärts. Der EUR konnte sich erst bei 1,1763 stabilisieren und erholen. Dieses Tief wurde am Dienstag erneut angelaufen und unterschritten. Am Nachmittag gelang eine Stabilisierung und eine kleinere Erholung.

Das Hoch im Betrachtungszeitraum lag erneut unter dem Level der Vorperiode, das Tief ebenfalls. Damit hat der EUR übergeordnet weiter an Substanz verloren. Der Wochenschluss konnte zwar über der 1,1800 formatiert werden, er lag jedoch deutlich unter dem Niveau der Vorwoche. Die Range war noch einmal kleiner und lag unter der 100 Pips Marke und auch unter dem Jahresdurchschnitt.

Wir hatten auf der Oberseite damit gerechnet, dass der EUR mit dem Überschreiten der 1,1843/45 weiter an unser nächstes Anlaufziel bei 1,1851/53 laufen könnte. Diese Bewegung hat sich eingestellt, das Anlaufziel wurde erreicht und um einige Pips überschritten, das Setup hat damit nicht gepasst. Die Rücksetzer gingen mit dem Unterschreiten der 1,1767/65 knapp unter unser nächstes Anlaufziel bei 1,1760/58.

  • Hoch*: 1,1850                    Vorperiode: 1,1881
  • Tief*:   1,1755                    Vorperiode: 1,1772
  • Wochenschluss: 1,1805        Vorwoche:  1,1876
  • Range*: 95 Pips                Vorperiode: 109 Pips

* Betrachtungszeitraum 14.07.2021 - 20.07.2021 - Handelszeiten zwischen 08:00-22:00 Uhr

EURUSD: Wie könnte es weitergehen?

  • Euro-WS: 1,1865....1,1940/55/88......1,2090....1,2139......1,2279/89......1,2313/33/73.....1,2433
  • Euro-US: 1,1770/48/33......1,1680/43.......1,1581/66.....1,1467

Die wichtigsten Marken auf Basis unseres Setups:

  • I-Day-Marke                          1,1866  und  1,1748
  • Tagesschlussmarken               1,1981  und  1,1639
  • Boxbereich                            1,2555  bis   1,0504
  • Range                                   1,3479  bis   0,9631

Zum EURUSD in den kommenden fünf Handelstagen:

Chartcheck - Betrachtung im Weekly:

Der EUR hat seine Talfahrt auch in den letzten Handelstagen fortgesetzt, wenn auch mit reduzierter Geschwindigkeit. Er hat sich auf Wochenbasis unter der SMA50 (aktuell bei 1,1964) etabliert. Erholungsbewegungen in Richtung der SMA50 haben in den letzten Handelstagen nicht stattgefunden, bzw. wurden im Keim erstickt. Damit bleibt das Chartbild weiter eingetrübt.

Es ist im Chart gut erkennbar, dass der EUR jetzt an der Unterkante seines bärischen Keils angekommen ist. Sollte der Keil regelgerecht aufgelöst werden, so könnte es in den kommenden Handelstagen weiter abwärts gehen. Dabei könnte der Bereich bei 1,1575 eine mögliches Anlaufziel sein.

Denkbar wären aber auch Erholungsbewegungen, die im Bereich der unteren Linie starten könnten. Übergeordnet könnte dann der Bereich bei 1,1950/60 bzw. die SMA50 angelaufen werden. Da die SMA20 (aktuell bei 1,1973) knapp über dem WS-Bereich und der SMA50 verläuft dürfte der EUR hier Schwierigkeiten haben, direkt weiterzukommen, sollte er es überhaupt schaffen wieder in diesen Bereich zu laufen.

Chartbild Weekly: bärisch

 

DAILY

Auch auf Tagesbasis ist zu erkennen, dass der EUR in der letzten Handelswoche weiter an Boden verloren hat. Er ist auf Tagesschlussbasis unter die 1,1960/50 gefallen und hat diesen Bereich eigentlich mehr oder weniger kampflos aufgegeben. Er hat zwar mehrfach versucht, die Barriere zu überwinden, ist aber immer wieder gescheitert. Im Chart ist erkennbar, dass der EUR in der Vergangenheit häufig Probleme hatte, das Level bei 1,1950/60 zu überwinden. In den letzten Handelstagen lag der Fokus auf der Unterseite. Erholungen haben nicht einmal die SMA20 (aktuell bei 1,1844) erreicht.

Denkbar ist, dass der EUR von der 1,1775/50 eine Erholungsbewegung bis an die SMA20 starten könnte. Sollte er sich im Zuge dessen über diese Durchschnittslinie schieben und etablieren können, so wäre der Weg an die 1,1950/60 theoretisch frei. Aber er muss über die SMA20 kommen und sich darüber etablieren. Das ist die Voraussetzung, dass sich dieses Szenario einstellt.

Bleibt er aber unter der SMA20, so könnte es jederzeit weiter abwärts gehen, insbesondere wenn er sich per Tagesschluss unter der unteren Kanallinie etabliert. Dann wäre es denkbar, dass es zunächst an die 1,1730/00 und dann weiter abwärts an die 1,1575 gehen könnte.

Chartbild Daily: bärisch

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4h Chart:

Das 4h Chart zeigt, dass der EUR in den letzten Handelstagen mit der SMA20 (aktuell bei 1,1791) und der SMA50 (aktuell bei 1,1816) gekämpft hat. Es ging immer mal wieder über die SMA20, an der SMA50 war dann aber schon wieder Schluss. Die SMA50 ist im Augenblick der Deckel für den EUR. Im Chart ist erkennbar, dass es von der SMA50 immer in Richtung Süden gegangen ist.

Jetzt kommt es darauf an, dass der EUR sich von der unteren Kanallinie des bärischen Dreiecks wieder in Richtung der SMA20 und dann weiter in Richtung der SMA50 schieben kann. Sollte er es schaffen, sich über der SMA50 zu etablieren, so wäre dies ein Erfolg. Dann könnte es kurzfristig weiter aufwärts bis in den Bereich der 1,1900 und dann weiter in Richtung der 1,1950/60 gehen.

Gelingt dies aber nicht und bleibt der EUR unter der SMA20 hängen, so könnte es zunächst wieder in Richtung der unteren Kanallinie gehen. Rutscht der EUR unter diese Linie und etabliert sich darunter, könnte es vergleichsweise schnell an die 1,1700 gehen. Darunter wäre das Anlaufziel aus dem Weekly eine denkbare und mögliche übergeordnete Anlaufmarke.

Chartbild 4h Chart: bärisch

 

Fazit: der EUR muss sich über die SMA50/20 im 4h Chart schieben und etablieren, wenn er wieder Perspektiven auf der Oberseite haben möchte. Sollte das gelingen, so könnte es weiter aufwärts an die 1,1950/60 gehen. Sollte dieses Vorhaben scheitern und sich der EUR unter der unteren Kanallinie etablieren, könnten sich weitere, im Zweifel, auch größere Rücksetzer einstellen.

  • Wahrscheinlichkeit Bull Szenario: 30 %
  • Wahrscheinlichkeit Bear Szenario: 70 %

 

EURUSD-Setups in den kommenden fünf Handelstagen:

Long-Setup: Kann sich der EUR über der 1,1765 behaupten, so könnte er versuchen unsere nächsten Anlaufziele bei 1,1772/74, bei 1,1782/84 und dann bei 1,1790/92 zu erreichen. Kann er sich über die 1,1790/92 schieben, so könnte es weiter aufwärts an unsere nächsten Anlaufziele bei 1,1798/1,1800, bei 1,1808/10 und dann bei 1,1815/17 gehen. Über der 1,1815/17 wären unsere nächsten Anlaufziele die 1,1825/27, die 1,1833/35, die 1,1840/42 und dann die 1,1845/47. Über der 1,1845/47 wären unsere nächsten Anlaufziele bei 1,1851/53, bei 1,1860/62, bei 1,1869/71 und dann bei 1,1875/77 zu finden. Kommt es bei 1,1875/77 zu keinen Rücksetzern, so könnte sich die Aufwärtsbewegung weiter fortsetzen. Unsere Anlaufziele wären dann die 1,1883/85, die 1,1895/97, die 1,1903/05, die 1,1912/14, die 1,1921/23 bzw. die 1,1930/32.

Short-Setup: Kann sich der EUR nicht über der 1,1765 halten, so könnten die Rücksetzer zunächst unsere nächsten Anlaufziele bei 1,1757/55, bei 1,1748/46, bei 1,1739/37 und dann bei 1,1732/30 erreichen. Kommt es 1,1732/30 zu keinen Erholungen, so könnte sich die Abwärtsbewegung weiter fortsetzen. Unsere Anlaufziele wären dann bei 1,1725/23, bei 1,1717/15, bei 1,1710/08, bei 1,1703/01, bei 1,1695/93, bei 1,1688/86 und dann bei 1,1679/77 zu finden.

Erwartete Wochenrange auf Basis unseres Setups

1,1810 (1,1847) bis 1,1730 (1,1701)

Übergeordnete erwartete Tendenz im Betrachtungszeitraum: seitwärts/abwärts

 

 

Die wichtigsten Veröffentlichungen der nächsten 7 Tage:

  • 22.07.2021: EUR – Zinsentscheid EZB
  • 23.07.2021: EUR – Einkaufsmanagerindex EMI
  • 26.07.2021: EUR – ifo-Geschäftsklimaindex
  • 27.07.2021: USA – CB Verbrauchervertrauen

 

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Quellen: Eigenanalyse, genutzt werden die Charts vom MetaTrader 4.

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Die Autoren können ganz oder teilweise in den besprochenen Werten investiert sein. Diese Inhalte stellen keine Finanzanalyse dar: Es handelt sich um eine Werbemitteilung, welche nicht allen gesetzlichen Vorschriften zur Gewährleistung der Unvoreingenommenheit von Finanzanalysen genügt und keinem Handelsverbot vor der Veröffentlichung der Analysen unterliegen.

Winfried Veeh
Winfried Veeh
CEO & Founder von Day-Trading-Live Portal

Betreibt die Daytrading-Webseite www.day-trading-live.de gemeinsam mit seinem Partner Costa Tsitlakidis. Analysefokus sind der Dax, die amerikanischen Indizes und Forex. Über 40 Jahre gemeinsame Tradingerfahrung