So investieren Sie 2021 in Kryptowährungen

August 06, 2021 11:16 UTC

Das schier unglaubliche Wachstum von Bitcoin (BTC) und Ether (ETH), hat Kryptowährungen immer weiter in den Fokus von Anlegern gerückt. Während ihre hochspekulative Natur viele Investoren davon abhält, in eine Kryptowährung zu investieren, sehen andere gute Gründe, um sich in dieser noch relative neuen Anlageklasse zu engagieren.  

Dieser Artikel beleuchtet die wichtigsten Fragen, die aufkommen, wenn Sie in Kryptowährungen investieren möchten. 

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Warum überhaupt in Kryptowährungen investieren? 

Vor zehn Jahren hätten die meisten Leute gelacht, wenn Sie verkündet hätten, einen Teil Ihres Anlageportfolios in einer virtuellen Währung zu halten, die durch verschiedene kryptografische und computergenerierte Mittel geschaffen wird und gesichert ist.  

Aber inzwischen könnte man Sie für rückständig halten, wenn Sie noch nie in Ihrem Leben einen einzigen Bitcoin, Ethereum oder Litecoin gehandelt haben. 

Die Technologie Blockchain, die Bitcoin und anderen Kryptowährungen zugrunde liegt, wurde als potenzieller Gamechanger für eine große Anzahl von Branchen beschrieben. Schifffahrt, Bank- und Gesundheitswesen, Lieferketten - alles könnte umgekrempelt werden.  

Durch die Distributed-Ledger-Technologie (zu Deutsch etwa „Technik verteilter Kassenbücher“), die auf vertrauenswürdigen Akteuren in Computernetzwerken aufbaut, führt beispielsweise zum Wegfall von Zwischenhändlern. So können neue wirtschaftliche Aktivitäten entstehen, die vorher nicht möglich waren. 

Dieses Potenzial von Kryptos macht sie zu einer attraktiven Option für Menschen, die an die Zukunft digitaler Währungen glauben. Für sie stellt die Investition in Kryptowährungen eine Möglichkeit dar, hohe Renditen zu erzielen und gleichzeitig die Zukunft der Technologie zu unterstützen. 

Ein weiterer häufiger Grund, in Kryptowährungen zu investieren, ist der Wunsch nach einem zuverlässigen, langfristigen Wertaufbewahrungsmittel. Im Gegensatz zu Fiatgeld, das als reines Tauschmittel keinen eigenen Wert besitzt und praktisch unbegrenzt vermehrbar ist, ist das Angebot der meisten Kryptowährungen durch mathematische Algorithmen gedeckelt. 

Das macht es für Politik und Regierung faktisch unmöglich, die Währung durch Inflation zu verwässern. Darüber hinaus ist es aufgrund der kryptographischen Natur von Digitalwährungen für eine Regierungsbehörde ausgeschlossen, Token (so werden die Krypto-Vermögenswerte genannt) ohne die Kooperation des Besitzers zu besteuern oder zu konfiszieren. 

Diese Eigenschaft macht Kryptowährungen attraktiv für Menschen, die sich Sorgen um Hyperinflation, Bankzusammenbrüche oder andere Katastrophenszenarien machen. Insbesondere Bitcoin hat aufgrund seiner deflationären und zensurresistenten Merkmalen Aufmerksamkeit erregt, was Befürworter dazu veranlasst, ihn als "digitales Gold" zu bezeichnen. 

Nicht zuletzt sind viele Experten der Meinung, dass Kryptowährungen immer noch in den Kinderschuhen stecken, auch wenn die Preise hoch erscheinen. Das bedeutet, dass, wer jetzt investiert, in Wahrheit vielleicht noch günstig einsteigt.  

Es gibt Vermutungen, dass Bitcoin eines Tages bis zu 100.000 USD wert sein könnte. Ein häufig zitierter Bericht der Citibank spricht sogar davon, dass die digitale Währung bis Ende 2021 300.000 USD pro Coin überschreiten könnte. 

Grund genug, einmal näher hinzuschauen. 

Welche Kryptowährungen gibt es eigentlich? 

Wenn überhaupt, könnten die meisten Menschen nur einige der bekannteren Kryptos wie Bitcoin, Dogecoin, Ethereum aufzählen. Tatsächlich ist das nur eine kleine Auswahl. Nur wenige Coins schaffen es in den Mainstream-Diskurs. 

Wie viele Kryptowährungen gibt es aber wirklich? Mit Stand Mai 2021 sind tatsächlich mehr als 10.000 verschiedene Kryptowährungen gelistet, wobei diese Zahl täglich steigt. Berichten zufolge beträgt die gesamte Marktkapitalisierung für alle Kryptowährungen satte 1.559.079.159.418 USD.  

Von diesen 1,5 Billionen US-Dollar stammen jedoch über 60% allein von Bitcoin und Ethereum. Nur etwa 1600 der verschiedenen Währungen haben eine Gesamtmarktkapitalisierung von über 1.000.000 USD. 

Aber wie und in welche Kryptowährung in 2021 investieren? 

Wie investiert man in Kryptowährungen? 

Einer der Nachteile beim Kauf von Kryptowährungen ist, dass sie nicht an den üblichen Finanzplätzen zu bekommen sind. Weder Banken noch Investment-Häuser bieten sie an. Daher werden sie zum größten Teil bei Kauf und Verkauf von Kryptowährungen auf speziellen Börsen wie Coinbase oder GEMINI beschränkt sein.  

Um Kryptowährungen zu kaufen, benötigen Sie ein sogenanntes "Wallet", eine Online-App, die Ihre Währung aufbewahren kann. In der Regel erstellen Sie ein Konto bei einer Börse und können dann echtes Geld überweisen, um Kryptowährungen wie Bitcoin oder Ethereum zu kaufen. 

Aber ist das der einzige Weg, wenn man in Kryptowährungen investieren möchte? Falls Ihnen der Kauf von Kryptowährungen zu riskant erscheint, können Sie andere Möglichkeiten in Betracht ziehen, um das Gewinnpotenzial auszuschöpfen.  

Sie können zum Beispiel die Aktien von Unternehmen wie Coinbase, Square (ein US-amerikanischer Zahlungsdienstleister, geführt von Twitter-Gründer Jack Dorsey, der stark auf Bitcoin setzt) und Online-Bezahldienst PayPal (hat Anfang 2021 begonnen, Kryptowährungen in seine Plattform zu integrieren) kaufen. 

Eine weitere Möglichkeit ist, in eine Börse wie die CME Group zu investieren, die ihrerseits den Handel mit Krypto Futures ermöglicht. Allerdings: Zwar können Investitionen in diese Unternehmen profitabel sein, haben aber nicht das gleiche Aufwärtspotenzial wie der direkte Kauf von Kryptowährungen. 

Der nächste Abschnitt stellt weitere Investitionsmöglichkeiten vor, mit denen Sie das Dilemma lösen können. 

Ist Investieren immer gleich kaufen? Diese Möglichkeiten gibt es, in Kryptos zu investieren 

Investieren in Kryptowährungen kann also verschiedene Formen annehmen. Neben dem direkten Kauf und der Beteiligung an Firmen, die zumindest einen Teil ihrer Gewinne mit Kryptos erzielen, bieten sich auch derivate Finanz- und Hebelprodukte an. 

Dieser Abschnitt stellt drei davon vor. 

Futures 

Krypto Futures sind derivative Produkte. Im Wesentlichen bilden Futures eine vertragliche Verpflichtung zwischen zwei Parteien, einen Vermögenswert (Asset) an einem vorher festgelegten Datum und Preis entweder zu kaufen oder zu verkaufen.  

Die Vereinbarung leitet sich von einem Basiswert ab, daher die Bezeichnung Derivat (das lateinische derivare bedeutet so viel wie „ableiten“). Dieser Basiswert oder Underlying ist im Fall von Krypto Futures die digitale Münze, oder Coin. 

Mit Futures können Trader auf den zukünftigen Preis eines Vermögenswerts spekulieren. Sie gehen dabei entweder Long, hoffen also auf einen Preisanstieg, oder Short, wenn sie einen Rückgang erwarten.  

Trader, die eine Long-Position eingehen, verpflichten sich, den Anlagewert zu einem bestimmten Datum zu kaufen. Für Short Trader gilt umgekehrt Entsprechendes. Bei Erreichen des Verfallsdatums des Futures rechnen die Parteien ab, und der Kontrakt wird geschlossen. 

Futures werden zu standardisierten Kontraktgrößen an Börsen gehandelt. Diese Eigenschaft macht Futures für viele Privatanleger weniger attraktiv, da ein vergleichsweise hoher Kapitaleinsatz notwendig ist.  

Optionsscheine  

Optionsscheine, die vielen als Klassiker unter den Hebelprodukten gelten, umgehen das Problem zu ambitionierter Kontraktgrößen. Daher können Anleger mit einem relativ geringen Kapitaleinsatz einen höheren Gewinn erzielen, als wenn sie Kryptowährungen direkt kaufen würden. 

Mit einem Optionsschein erwirbt man das Recht und im Gegensatz zum Future nicht die Verpflichtung, den Underlying zu einem vorab festgelegten Preis zu kaufen oder zu verkaufen. 

Im Vergleich zu den im nächsten Abschnitt besprochenen CFDs haben Optionsscheine einen entscheidenden Nachteil: Sie besitzen eine beschränkte Laufzeit und der Wert des Scheines sinkt tendenziell, je näher das Verfallsdatum rückt. 

CFDs (Contracts for Difference)

Aus den vorgenannten Gründen sind Contracts for Difference (Differenzkontrakte oder CFDs) eher für Einsteiger geeignet als Futures oder Optionsscheine. Weder verfallen sie zu einem bestimmten Datum wie Optionsscheine, noch muss der Anleger große Kapitalbeträge aufbringen.  

Die Gewinnchancen sind dabei aber mindestens genauso gut. Bei Differenzkontrakten handelt es sich nämlich auch um Hebelprodukte, die auf Margin gehandelt werden können. Das bedeutet, dass Sie als Anleger nicht den gesamten Wert des Kontrakts auf Ihr Brokerkonto einzahlen, sondern nur eine Art Sicherheitsleistung, eben die Margin. Das Gegenstück zur Margin ist der Hebel, um den ihre Investition verstärkt wird.  

Der Trading Hebel berechnet sich, indem man die Zahl 100 durch den Marginsatz teilt. Beträgt beispielsweise die Margin 20%, so ist der Hebel 5 (100/20). Das bedeutet, dass eventuelle Kursgewinne mit dem Faktor 5 multipliziert werden. Dasselbe gilt aber auch für potenzielle Verluste. 

Ein CFD ist ein Vertrag, mit dem Sie sich verpflichten, die Preisdifferenz einer Kryptowährung zwischen dem Zeitpunkt, an dem Sie Ihre Position eröffnen, und dem Zeitpunkt, an dem Sie sie schließen, auszutauschen.  

Sie spekulieren auf die Kursentwicklung der Kryptowährung, anstatt das Eigentum an der Kryptowährung zu übernehmen. Wenn Sie eine Long-Position eröffnen und die Kryptowährung im Wert steigt, machen Sie einen Gewinn, aber wenn sie im Preis fällt, machen Sie einen Verlust - das Gegenteil gilt für eine Short-Position. 

In welche Kryptowährung sollte ich 2021 investieren?  

Bei deutlich über 10.000 Kryptowährungen ist die Frage, in welche man investieren soll, nicht leicht zu beantworten. Sicher ist es eine gute Idee, die Hauptwährungen im Auge zu behalten (drei davon sind exemplarisch unten aufgeführt).  

Aber Sie sollten in Ihre Überlegungen auch mit einbeziehen, dass durch die Möglichkeit, mit CFDs in Kryptowährungen zu investieren, Ihre Optionen erweitert werden. Durch die geringe Mindestinvestition bei CFDs sowie ihre ständige und schnelle Handelbarkeit erlauben es auch Privatanlegern, sich vorsichtig an Kryptowährungen der zweiten Reihe heranzuwagen. 

Hier vier der großen Player: 

Bitcoin

Es ist nicht zu leugnen, dass Bitcoin seit seiner Gründung der dominierende Spieler in seinem Feld ist. Sowohl Kleinanleger als auch institutionelle Investoren greifen immer häufiger zu. 

Bei Admirals kann sowohl Bitcoin selbst wie auch sein Spin-off Bitcoin Cash als CFD in zahlreichen Variationen getradet werden. Als Bitcoin Cash vs. Bitcoin oder gegen die Hauptwährungen, wie zum Beispiel Bitcoin vs. Euro

Ethereum

Ethereum belegt seit Jahren den zweiten Platz nach Bitcoin. Mit einer Marktkapitalisierung von etwa 276 Milliarden USD liegt der Anteil von Ethereum am gesamten Kryptomarkt bei etwa 18% - weit entfernt von den 47%, die Bitcoin hat, aber mehr als viermal so hoch wie der nächstgelegene Token. 

Ähnlich wie bei Bitcoin hat Admirals auch verschiedene CFDs mit Ethereum als Underlying im Angebot. Zum Beispiel Ethereum Classic vs. US Dollar.  

Cardano

Cardano ist mit 43 Milliarden Dollar die fünftwertvollste Kryptowährung, ist eine dezentrale Blockchain-Plattform, die eine native Kryptowährung, in diesem Fall Ada, verwendet, um sichere Peer-to-Peer-Transaktionen zu ermöglichen. Sie wurde 2015 von Ethereum-Mitbegründer Charles Hoskinson gegründet und soll nur einen Bruchteil der von Bitcoin und Ethereum benötigten Energie verbrauchen. 

Dogecoin (DOGE)

Benannt nach dem beliebten "Doge"-Internet-Meme eines Shiba-Inu-Hunds wurde Dogecoin ins Leben gerufen. Die Kryptowährung ist in diesem Jahr um 4.000 % gestiegen und ist damit die achtgrößte nach Marktkapitalisierung. 

Insgesamt kann man bei Admirals zehn sogenannte Digital Currency Cross Pairs und 22 Digital Currency Pairs with Fiat Currencies (Kryptowährungen gegen herkömmliche Währungen) handeln. 

Wie investiere ich richtig in Kryptowährungen?  

Streng genommen gibt es kein richtig oder falsch, wenn Sie in Kryptowährungen investieren wollen. Ihre Trading-Entscheidungen sollten sich immer an Ihren individuellen Voraussetzungen und Zielen ausrichten. 

Dennoch gibt es grundsätzliche Tipps, die allgemein für Investitionen in die Finanzmärkte gelten und die daher jeder Anleger beachten sollte. Dazu gehören: 

  • Zunächst einmal müssen Sie verstehen, dass profitables Trading zeitintensiv sein kann. Falls Sie noch keine Fachkenntnisse besitzen, sollten Sie sich zunächst die Grundlagen aneignen. Das Weiterbildungsangebot eines soliden Brokers ist dafür ein guter Startpunkt.  
  • Üben Sie zuerst mit einem kostenlosen Demokonto. Wenn es dann mit dem eigentlichen Trading losgeht, wird die Beobachtung der Märkte eine Menge Aufmerksamkeit von Ihnen erfordern.  
  • Wenn Sie in Kryptowährungen investieren, sollten Sie nur das Geld einsetzen, dessen Verlust Sie im Ernstfall auch verschmerzen könnten.
  • Legen Sie ein Investitionsziel fest. „Geld verdienen“ ist nicht genau genug. Machen Sie sich klar, worauf sie hinarbeiten möchten. Eine zusätzliche Absicherung fürs Alter? Ein regelmäßiger Gewinn, um Ihr Arbeitseinkommen zu ergänzen?
  • Lesen Sie sich ein, welche Strategien für Sie in Frage kommen, erstellen Sie für sich eine maßgeschneiderte Strategie für das Investieren in Kryptowährungen und vor allem: Halten Sie sich auch daran!
  • Kontrollieren Sie Ihre Emotionen. Angst oder Gier sind keine guten Berater, wenn Sie in Kryptowährung investieren.
  • Vergessen Sie das Risikomanagement nicht. Arbeiten Sie mit Stop Loss und diversifizieren Sie Ihr Gesamtportfolio. 

Neben diesen Tipps mit allgemeinem Charakter hier noch ein Hinweis für alle, die speziell in Kryptowährung investieren möchten: Kaufen Sie nicht, nur weil der Preis niedrig ist! 

Die meisten Anfänger machen einen häufigen Fehler: Sie kaufen einen Coin, weil sein Preis niedrig, also günstig, zu sein scheint. Die Entscheidung, in welche Kryptowährung Sie investieren, sollte aber weniger mit der (ohnehin subjektiven) Erschwinglichkeit, sondern vielmehr hauptsächlich mit der Marktkapitalisierung (die nach der Formel aktueller Marktpreis x Gesamtzahl der ausstehenden Coins ermittelt wird) der jeweiligen Währung zu tun haben. 

Der Grund für die Bedeutung der Marktkapitalisierung ist, dass die Märkte für Kryptowährungen notorisch volatil, also „instabil“ sind. Dabei gilt: Je größer die Marktkapitalisierung eines Coins, desto stabiler wird der Markt dafür sein. 

Wenn Sie in Kryptowährung investieren möchten, ist der Preis also nur ein Kriterium. Und häufig nicht das wichtigste. Allerdings sollte dabei nicht übersehen werden, dass auch die Kryptowährung mit der größten Marktkapitalisierung, Bitcoin, noch immer ziemlich volatil ist. 

Zu guter Letzt folgender Hinweis: Suchen Sie sich einen passenden Broker, mit dem Sie in eine Kryptowährung investieren möchten. Dabei sollten Sie Sorgfalt walten lassen.

Neben den bei der Brokerwahl immer wichtigen Aspekten wie strenge Regulierung und Einlagensicherung, günstige Kommissionen und Spreads oder ein deutschsprachiger Kundenservice, spielt im Fall von Kryptowährungen eine verlässliche IT-Infrastruktur eine besondere Rolle. Nichts ist schlimmer auf volatilen Märkten wie denen für Kryptos, als plötzlich nicht mehr agieren zu können, weil irgendwo ein Server ausgefallen ist.  

Die Fallstricke des Kryptowährungsmarktes und wie man sie umgehen kann 

Es stimmt schon: Beim Investieren in Kryptowährungen kann man eine Menge Geld verdienen. Aber man kann auch große Verluste einfahren, wenn man die Besonderheiten des Kryptomarktes nicht kennt. Hier drei häufige – und zum Glück im Wesentlichen vermeidbare – Fehler: 

1. Auf Betrüger hereinfallen  

Kryptowährungen sind immer noch ein besonderes Investment. Wenn Sie bislang der Meinung sind, dass Märkte nicht reguliert werden sollten, könnte sich das ändern, nachdem Sie ein oder zwei Jahre lang mit Kryptowährungen gehandelt haben.

Die Finanzpresse war schon immer voller Geschichten über fragwürdige Geschäfte. Aber während viele der alten Betrügereien längst aus dem Investing-Mainstream verschwunden sind, treiben sie im Krypto-Segment noch ihr Unwesen.  

Nehmen Sie Abstand, wenn Sie irgendwelche allzu verlockend wirkende Angebote sehen. Denken Sie an die alte Weisheit: Wenn es wie eine Ente aussieht, watschelt und quakt, ist es wahrscheinlich kein Schwan.  

2. Buy High, Sell Low

Das ist natürlich das Gegenteil der klassischen Investmentempfehlung, günstig zu kaufen und mit Aufschlag zu verkaufen. Es ist aber etwas, was bei Kryptos häufig passiert. 

Ein Beispiel: Zum Zeitpunkt X lesen Anleger auf Twitter, dass der Preis von Coin Y in die Höhe schießt und FOMO („Fear of Missing Out“, die Angst, etwas zu verpassen) schlägt zu. Aber kaum haben sie in die betreffende Kryptowährung investiert, beginnt der Preis zu sinken. 

Springen Sie also nicht auf jeden Zug auf, der vorbeikommt. Halten Sie sich an Ihre Ein- und Austrittsstrategie und handeln Sie einen bestimmten Coin nicht nur aus emotionalen Gründen. 

3. Cyber Security

Kryptowährungen sind nicht immun gegen Hackerangriffe. Es gibt durchaus Sicherheitsrisiken im Cyberspace, denen man sich bewusst sein muss.  

Einige Kryptowährungen sind bereits Opfer von Ransomware-Attacken und anderen Bedrohungen geworden. ZenCash und Ethereum Classic haben beide Millionen von Dollar durch Blockchain-Sicherheitsprobleme verloren.  

Im Allgemeinen sind Kryptowährungen allerdings ziemlich sicher. Das clevere, dezentralisierte System wächst rasant, und viele der auf dem Markt befindlichen Währungen werden schnell zum Mainstream.  

In einigen Teilen der Welt können Sie schon jetzt Ihren Kaffee mit Bitcoin bezahlen. Allerdings sollten Sie, genau wie bei Ihrem Online-Banking-Konto, darauf achten, dass keine potenziell sensiblen Daten in die Hände von Dritten gelangen. 

Fazit: Lohnt es sich, in Kryptowährungen zu investieren?  

Mittlerweile ist es nicht mehr allzu weit hergeholt, wenn behauptet wird, Kryptowährungen seien die Zukunft des Geldverkehrs. Genau wie viele andere Dinge und Prozesse des täglichen Lebens werden auch Finanztransaktionen zunehmend digital. Die meisten von uns könnten noch erleben, wie physisches Bargeld verschwindet.  

Aus dieser Perspektive erscheint es eine hervorragende Idee, zum jetzigen Zeitpunkt in Kryptowährungen zu investieren. Dennoch sollten Sie mögliche Nachteile und Fallstricke nicht unbeachtet lassen. 

Jeder einzelne Anleger und Trader trägt die Verantwortung dafür, nicht blind in Kryptowährungen zu investieren. Informieren Sie sich über das Bildungsangebot Ihres Brokers und verfolgen Sie die aktuelle Nachrichtenlage.  

Kryptowährungen sind bekanntlich volatil, weshalb es wichtig ist, zu wissen, was den Markt wahrscheinlich bewegen wird. Das kann alles Mögliche sein, von ICOs (Initial Coin Offerings sind das Äquivalent der Kryptowährungsbranche zu einem Börsengang oder Initial Public Offering. Ein Unternehmen, das Geld für die Entwicklung eines neuen Coins, einer App oder eines Dienstes aufbringen möchte, startet einen ICO, um Mittel zu beschaffen) und Blockchain Forks (im Wesentlichen ein kollektiv vereinbartes Software-Update), bis hin zu staatlichen Regulierungen. 

Zwei praktische Tipps zum Schluss: 

  • Denken Sie daran, dass der Markt für Kryptowährungen auf voraussehbare Zeit nicht mehr verschwindet. Es gibt also keinen Grund für ungesunde Hektik. Selbst wenn Sie sich für einige Wochen mit einem kostenlosen Demokonto vorbereiten, werden Sie nichts verpassen. Bereiten Sie sich lieber vor, bevor Sie echtes Geld setzen. 
  • Erwägen Sie Alternativen zum direkten Kauf von Kryptowährungen. Mit CFDs können Sie auch unmittelbar an der Kursentwicklung einzelner Coins partizipieren. Oder indirekt, indem Sie einen CFD eines Unternehmens kaufen, das mit seinem Geschäftsmodell von Kryptowährungen profitiert. 

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Dieses Material beinhaltet keine und sollte nicht als Investmentberatung, Investmentempfehlung, Angebot oder Werbung für jegliche Art von Transaktion mit Finanzinstrumenten aufgefasst werden. Bitte seien Sie sich bewusst, dass Artikel wie dieser keine verlässlichen Voraussagen für gegenwärtige oder zukünftige Entwicklungen darstellen, da sich die Umstände jederzeit ändern können. Bevor Sie irgendeine Art von Investment tätigen, sollten Sie einen unabhängigen Finanzberater konsultieren, um sicherzustellen, dass Sie die vorhandenen Risiken richtig verstehen und einschätzen können. 

Jens Chrzanowski
Jens Chrzanowski Niederlassungsleiter und Mitglied des globalen Group Management Boards | Berlin |

Gründer und Leiter des deutschen Büros von Admirals seit 2011. Vorherige berufliche Stationen bei FXCM, E*TRADE und der Deutschen Bank.