DAX Analyse: Anlaufziel 13.000

Juli 05, 2020 19:45
  • Aktuelle Analyse, Prognose, Wochenausblick (06.07. - 10.07.) und Setups für den deutschen Leitindex DAX – Chartanalyse für aktive Trader

DAX Rückblick: (29.06.2020 - 03.07.2020)

Der DAX ging am Montagmorgen bei 11.972 Punkten in den vorbörslichen Handel. Der Index notierte damit 228 Punkte unter der ersten vorbörslichen Notierung am Montagmorgen der Vorwoche aber 90 Punkte unter dem Wochenschluss am Freitag der Vorwoche. Der DAX formatierte gleich zu Wochenbeginn sein Wochentief: Von hier aus ging es bis zum Abend wieder über die 12.200 Punkte. Der Index schaffte es sich hier zunächst festzusetzen. Am Dienstag setzte sich die Aufwärtsbewegung weiter fort, allerdings weniger dynamisch. Der Mittwochvormittag war zunächst von deutlich nachgebenden Notierungen geprägt, nachdem es bis zum Mittag aufgrund von technischen Problemen zu keinem Handel gekommen ist. Dieser Rücksetzer wurde aber bis zum Xetra-Schluss zurückgekauft. Der DAX konnte sich dann am Donnerstag sehr dynamisch bis an die 12.600 Punkte schieben und dieses Level auch kurzfristig überwinden; es gelang den Bullen am Freitag jedoch nicht, den DAX über diesem Level zu halten. Im Handelsverlauf stellten sich dann Abgaben ein, die bis unter die 12.500 Punkte gingen. Dem DAX gelang es aber einen Xetra-Schluss als auch einen Wochenschluss über dieser Marke zu formatieren.

Das Wochentief liegt genau auf dem Level der Vorwoche. Der DAX formatierte es bereits am Montagmorgen; von hier aus ging es dann bis Donnerstag stramm aufwärts. Das Wochenhoch liegt knapp über dem Niveau der Vorwoche. Nach einem Wochenverlust in der Vorwoche konnte der Index in der laufenden Handelswoche wieder einen Gewinn abbilden. Damit hat es in diesem Jahr 14 Gewinnwochen gegeben. Die Range war kleiner als in der Vorwoche, sie lag auch unter dem Jahresdurchschnitt.

Wir hatten in unserem Setup auf der Oberseite vermutet, dass der DAX mit dem Überschreiten der 12.515/17 Punkte maximal an unser nächstes Anlaufziel bei 12.528/30 Punkte laufen könnte. Diese Bewegung hat sich eingestellt, das Anlaufziel wurde mehr als deutlich überschritten, das Setup hat damit nicht gepasst. Die Rücksetzer gingen mit dem Unterschreiten der 11.980/78 Punkte unter unser nächstes Anlaufziel bei 11.963/61 Punkten.

     

DAX 2020 Statistik

   
 

Wochenhoch

Wochentief

Wochenschluss

Wochenergebnis

Wochenrange

           

17/2020

10.717

10.231

10.470

-231

486

18/2020

11.262

10.522

10.767

297

740

19/2020

10.926

10.428

10.922

155

498

20/2020

10.986

10.160

10.533

-389

826

21/2020

11.247

10.615

11.125

592

632

22/2020

11.825

11.116

11.677

552

709

23/2020

12.863

11.649

12.773

1.096

1.214

24/2020

12.928

11.757

12.014

-759

1.171

25/2020

12.486

11.588

12.209

195

898

26/2020

12.617

11.957

12.062

-147

660

27/2020

12.664

11.957

12.582

520

707

           

Durchschnittliche Range 2020

   

785

           

Gewinn- zu Verlustwochen

   

14 / 13

 

* Marken gelten für die Handelszeiten 08:00 - 22:00 Uhr

DAX - Wie könnte es weitergehen:

  • DAX-WS 12.601/19/44.....12.706/30/50/87......12.389.....12.391
  • DAX-US: 12.532......12.489/45/15.....12.390/42/23......12.282/68/02

Die wichtigsten Marken auf Basis unseres DAX Setups:

  • Intraday-Marke 12.670 und 11.480
  • Tagesschlussmarken 12.857 und 11.962
  • Break1 Bull (WochenSchluss) (12.674)
  • Break2 Bull (MonatsSchluss) (13.135)
  • Boxbereich 13.790 bis 6.669
  • Zyklische Bewegungen 2020 – 2033
  • Range 16.722 bis 1.778

DAX Chartcheck - Betrachtung im 4h Chart:

Der Index hat sich in den letzten beiden Wochen immer im Dunstkreis der SMA20/50 in Daily (aktuell bei 12.272 / 12.306 Punkten) aufgehalten. Der DAX ist in dieser Handelswoche am Donnerstag über die SMA50 gelaufen und hat sich auch über dieser Durchschnittslinie etabliert. Damit hat er nun alle drei Durchschnittslinien hinter sich gelassen und damit einen bullischen Ausbruch formatiert. Auch im Daily wird deutlich, dass es nach einigen Wochen in einer engen Box jetzt nach Norden ging. Allerdings hat der DAX jetzt einen Abwärtskanal vor sich, der sich aus dem Allzeithoch ableitet. Diesen Kanal muss er überwinden, um Perspektiven auf der Oberseite zu haben und um die 13.000 Punkte zu erreichen. Ob er diese Abwärtslinie überschreiten kann, wird sich in der kommenden Woche zeigen. Grundsätzlich hat sich das Chartbild bullisch aufgehellt.

Sollte der DAX den Ausbruch schaffen und kann er sich über der Abwärtslinie etablieren, so könnte es weiter aufwärtsgehen. Dann wären die 13.000 Punkte das nächste relevante Anlaufziel. Scheitert er aber, so könnte es erneut zurück an die SMA20 (aktuell bei 12.447 Punkten) und dann an die SMA50 (aktuell bei 12.323 Punkten) gehen. Sollte die SMA20 nicht halten, könnten sich weitere Abgaben übergeordnet bis an die SMA200 (aktuell bei 12.078 Punkten) einstellen.

  • Wahrscheinlichkeit Bull Szenario: 50 %
  • Wahrscheinlichkeit Bear Szenario: 50 %

Fazit: Der DAX hat jetzt die Chance weiter zu steigen. Anlaufziel wären die 13.000 Punkte. Voraussetzung ist, dass er sich über die Abwärtslinie schieben und etablieren kann. Scheitert er, so könnte es wieder zurück an die SMA20 bzw. SMA200 gehen.

  • Einschätzung kurzfristiges Chartbild: bullisch
  • Einschätzung übergeordnetes Chartbild: bullisch

DAX Rahmenbedingungen, das große Bild:

Die USA haben ihren Unabhängigkeitstag gefeiert. Viele haben, auch unter dem Beifall von Donald Trump, so gefeiert wie in den vergangenen Jahren, dicht an dicht und ohne Mundschutz. Die USA verzeichnen nach wie vor die höchste Zahl von Neuinfizierten aller Länder. Sie haben die besten Perspektiven, irgendwann auch 100.000 Neuinfizierte pro Tag zu haben. Dann wird die Pandemie nicht mehr beherrschbar sein. Die Zahl der Todesopfer könnte damit in den USA in den nächsten Wochen und Monaten noch weiter steigen.

Die Regierungen sind dazu übergegangen, der Wirtschaft weitere Hilfspakete zur Verfügung zu stellen, sowohl in den USA als auch in Europa. In den USA hat die FED die Zinsen wieder gesenkt und auch die Aufkaufprogramme erneut gestartet. Mittlerweile kauft die FED auch direkt Unternehmensanleihen am Markt auf. So werden Zombie Unternehmen weiter am Leben gehalten. Es wird geschätzt, dass 20 % der Unternehmen in den USA mittlerweile in diese Kategorie fallen. Mit der Zinspolitik will die Zentralbank den Konsum anheizen, bzw. Verbraucher dazu zu bringen sich zu verschulden, um zu konsumieren. Dies funktioniert ganz gut, da sich immer mehr Privatleute verschulden, sei es für das Studium, sei es um ein neues Auto, oder ein neues Haus zu kaufen. Da die Hauspreise in den vergangenen Jahren stark angestiegen sind, hat das bisher gut funktioniert, da ein Haus mit Gewinn verkauft werden kann, die Schulden getilgt werden und am Ende bleibt (bisher) noch etwas übrig. In Deutschland sind die Verbraucher vielleicht etwas risikoaverser, dennoch wird die EZB mittelfristig die Zinsen auch weiterhin auf einem niedrigen Niveau halten. Zu viele Staaten im EUR-Raum sind mittlerweile derart hoch verschuldet, dass schon eine kleinere Zinserhöhung für die Staathaushalte nicht zu finanzieren werden. Diejenigen die Schulden machen müssen, können sich nach wie vor günstig refinanzieren.

DAX – Die Setups

Einschätzung für die neue DAX-Handelswoche:

Long Setups: Die Bullen könnten zunächst versuchen, den DAX über der 12.580 Punkte-Marke zu etablieren. Sollten sie das gelingen, so könnten sich weitere Erholungen einstellen, die unsere Anlaufziele bei 12.592/94, bei 12.606/08, bei 12.614/16, bei 12.627/29, bei 12.641/43, bei 12.655/57 und dann bei 12.664/66 Punkten erreichen könnten. Über der 12.664/66 Punkte-Marke wären unsere Anlaufziele bei 12.678/80, bei 12.695/97, bei 12.705/07, bei 12.715/17, bei 12.730/32, bei 12.745/47, bei 12.760/62, bei 12.778/80, bei 12.799/801 und dann bei 12.809/11 Punkten zu finden. Über der 12.809/11 Punkte-Marke wären unsere nächsten Anlaufziele die 12.820/22, die 12.835/37, die 12.848/50, die 12.868/70, die 12.880/82, die 12.896/98, die 12.903/05, die 12.918/20 und dann die 12.936/38 Punkte. Bei ausgeprägter Aufwärtsdynamik wäre auch ein Erreichen unserer Anlaufziele bei 12.948/50, bei 12.961/63, bei 12.977/79, bei 12.982/84, bei 12.994/92, bei 13.005/07, bei 13.013/15, bei 13.023/25 und dann bei 13.035/37 Punkten denkbar.

Short Setups: Kann sich der DAX nicht über der 12.580 Punkte-Marke halten, so könnten Rücksetzer zunächst unsere Anlaufmarken bei 12.565/63, bei 12.550/48, bei 12.536/34, bei 12.521/19, bei 12.508/06 und dann bei 12.494/92 Punkten erreichen. Kommt es bei 12.494/92 Punkten zu keinen Erholungen, so könnten sich die Abgaben weiter fortsetzen. Unsere nächsten Anlaufziele wären bei 12.480/78, bei 12.465/63, bei 12.454/52 bzw. bei 12.441/39 Punkten zu finden. Rutscht der DAX unter die 12.441/39 Punkte, so könnten sich weitere Abgaben einstellen, die unsere Anlaufziele bei 12.428/26, bei 12.414/12 bei 12.404/02, bei 12.390/88 und dann bei 12.376/74 Punkten erreichen könnten. Unter der 12.376/74 Punkte-Marke wären unsere nächsten Anlaufziele die 12.359/57, die 12.339/37 und dann die 12.325/23, bzw. die 12.311/08 Punkte. Setzte der Index bis an die 12.337/08 Punkte zurück, so hätte er in diesem Bereich gute Chancen auf Stabilisierung und Erholung. Gelingen diese aber nicht, so könnten sich weitere Abgaben einstellen, die unsere Anlaufziele bei 12.299/97, bei 12.282/80, bei 12.267/65, bei 12.252/50, bei 12.238/36, bei 12.224/22, bei 12.210/08, bei 12.198/96, bei 12.181/79 und dann bei 12.168/66 Punkten erreichen könnten.

 

DAX Handel bei Admiral Markets: Die Fakten

▶️ Es kann nur einen geben! Admiral Markets ist DER DAX30 Spezialist!

▶️ Orderkosten: nur der Spread, keine Kommissionen. Keine Ordergebühren!

▶️ Typischer Spread zur Haupthandelszeit: nur 0,8 Punkte DAX30 & DJI30 1,5 Punkte

▶️ Keine Stop-Mindestabstände

▶️ Kein Mindestvolumen, Trading bereits ab 0,1 Kontrakten ,den CFD Minis

▶️ "Open End", kein auslaufender Kontrakt

▶️ Orderausführung gezählt in Millisekunden - ideal für DAX & Dow Scalping

▶️ Traden Sie nicht irgendwo! Traden Sie bei der Nummer 1 der Branche (Sieger bei Brokerwahl.de 2019 & 2020 Kategorie CFD).

▶️ JETZT starten! Long & Short Handel, BUY & SELL, auf steigende und fallende Kurse setzen

Der StereoTrader bei Admiral Markets: Scalping, Limit Pullback und mehr

▶️ Hier informieren

▶️ Hier bestellen für Demo oder Livekonto

 

Quellen: Eigenanalyse, genutzt werden die Charts vom MetaTrader 4.

► Handeln Sie verantwortungsvoll ◄
Diese Publikation liefert Markteinschätzungen, unabhängig davon, mit welchem Instrument ggf. getradet wird. Admiral Markets ist Forex & CFD Broker, sollten Sie den Basiswert als CFD traden, beachten Sie bitte: Forex & CFDs sind Hebelprodukte und nicht für jeden geeignet! Der Hebel multipliziert Ihre Gewinne, aber auch die Verluste. CFDs sind komplexe Instrumente und gehen wegen der Hebelwirkung mit dem hohen Risiko einher, schnell Geld zu verlieren. 79 % der Retail Kunden verlieren Geld beim CFD-Handel mit diesem Anbieter. Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFDs funktionieren und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.

Die Basisinformationsblätter („KID") zu den Handelsinstrumenten finden Sie hier, den ausführlichen Hinweis zu Marktkommentaren hier und den ausführlichen Warnhinweis zu Handelsrisiken über folgenden Link: DISCLAIMER: https://admiralmarkets.de/risikohinweis

Die Autoren können ganz oder teilweise in den besprochenen Werten investiert sein. Diese Inhalte stellen keine Finanzanalyse dar: Es handelt sich um eine Werbemitteilung, welche nicht allen gesetzlichen Vorschriften zur Gewährleistung der Unvoreingenommenheit von Finanzanalysen genügt und keinem Handelsverbot vor der Veröffentlichung der Analysen unterliegen.

Jens Chrzanowski
Jens Chrzanowski Niederlassungsleiter und Mitglied des globalen Group Management Boards | Berlin |

Gründer und Leiter des deutschen Büros von Admirals seit 2011. Vorherige berufliche Stationen bei FXCM, E*TRADE und der Deutschen Bank.