Automatisiertes Trading: Wie Trading Bots und Expert Advisors funktionieren

Was bedeutet automatisiertes Trading?

Automatisiertes Trading ist die automatisierte Ausführung von Handelsstrategien mithilfe von Software. Trading Bots oder Expert Advisors analysieren Marktdaten, prüfen definierte Regeln und platzieren Orders automatisch. Dadurch lassen sich Handelsprozesse strukturieren und systematisieren – das Marktrisiko bleibt jedoch bestehen.

Kurz erklärt: Automatisiertes Trading nutzt Software, um definierte Handelsregeln automatisch umzusetzen. Plattformen wie MetaTrader ermöglichen dies über sogenannte Expert Advisors (EAs).

Die Informationen in diesem Artikel dienen nur zu Bildungszwecken und stellen keine Finanzberatung dar. Konsultieren Sie einen Finanzberater, bevor Sie Anlageentscheidungen treffen.

Was ist automatisiertes Trading?

Viele Marktteilnehmer interessieren sich für automatisches Trading, weil es Struktur, Disziplin und Wiederholbarkeit in den Handelsprozess bringen kann. Während manuelles Trading häufig von subjektiven Einschätzungen beeinflusst wird, ermöglicht automatisiertes Trading eine konsistente Umsetzung definierter Kriterien.

Typische Motive sind:

  • Disziplinierte Einhaltung fester Regeln
  • Gleichzeitige Überwachung mehrerer Märkte
  • Testbarkeit über Backtesting
  • Reduzierung emotionaler Einflüsse

Typischerweise erfolgt automatisiertes Trading über sogenannte Expert Advisors (EAs) innerhalb von Handelsplattformen wie dem MetaTrader.

Ein automatisiertes Handelssystem arbeitet nach einem klaren Prinzip:

Wenn Bedingung X erfüllt ist → dann wird Aktion Y ausgeführt.

Diese Bedingungen können sich beziehen auf:

  • technische Indikatoren (z. B. gleitende Durchschnitte)
  • Preisniveaus oder Ausbrüche
  • Volatilitätsparameter
  • Zeitfilter oder Handelszeiten
  • Risikolimits pro Position

Im Gegensatz zum diskretionären Trading verfolgt automatisches Trading einen strukturierten, reproduzierbaren Ansatz. Die zugrunde liegende Logik ist dokumentierbar, testbar und überprüfbar.

Wichtig ist jedoch die Einordnung:

Automatisierung bedeutet nicht, dass Marktrisiken verschwinden. Märkte bleiben volatil, und auch ein Trading Roboter oder Expert Advisor unterliegt denselben Marktmechanismen wie manuelle Strategien.

Automatisiertes vs. algorithmisches Trading – gibt es einen Unterschied?

Die Begriffe werden häufig synonym verwendet. Technisch betrachtet ist algorithmisches Trading der übergeordnete Begriff für den Einsatz mathematischer oder regelbasierter Modelle im Handel.

Begriff  Bedeutung 
Automatisiertes Trading  Automatische Ausführung fest definierter Handelsregeln 
Algorithmisches Trading  Einsatz mathematischer oder statistischer Modelle 
Trading Bot  Allgemeiner Begriff für automatisierte Handelssysteme 
Trading Roboter  Umgangssprachliche Bezeichnung 
Expert Advisor (EA)  Konkretes Programm innerhalb von MT4/MT5 

Automatisches Trading beschreibt konkret die automatisierte Umsetzung dieser Regeln innerhalb einer Handelsplattform.

In der Praxis wird im MetaTrader-Umfeld meist vom Expert Advisor gesprochen. Ein EA ist ein Programm, das:

  • Marktdaten analysiert
  • Regeln überprüft
  • Orders automatisch ausführt
  • Positionen verwaltet

Mehr dazu: Expert Advisors (EA) in MT4/MT5.

Warum gewinnt automatisiertes Trading an Bedeutung?

Mehrere Faktoren tragen dazu bei:

  • Technologische Entwicklung – leistungsfähige Plattformen ermöglichen komplexe Strategien.
  • Skalierbarkeit – mehrere Märkte können parallel überwacht werden.
  • Regelkonsequenz – emotionale Einflüsse werden reduziert.
  • Testbarkeit – Strategien können historisch überprüft werden.

Gleichzeitig erfordert automatisiertes Trading ein solides Verständnis von Risikomanagement, Marktstruktur und technischer Umsetzung.

Wie funktioniert automatisches Trading technisch?

Automatisches Trading basiert auf einer klar definierten technischen Prozesskette. Ein Expert Advisor (EA) oder Trading Bot arbeitet nicht intuitiv, sondern folgt strikt programmierten Regeln. Der Ablauf lässt sich in vier zentrale Schritte unterteilen.

1. Marktdaten erfassen und analysieren

Zunächst verarbeitet das System kontinuierlich eingehende Kursdaten. Dazu gehören:

  • Tick-Daten (jede einzelne Kursbewegung),
  • Kerzendaten (Open, High, Low, Close),
  • technische Indikatoren,
  • Zeit- oder Volatilitätsfilter.

Diese Daten bilden die Grundlage für jede automatisierte Entscheidung. Eine fundierte Einführung in die Grundlagen der technischen Analyse kann dabei helfen, die zugrunde liegenden Mechanismen besser zu verstehen.

2. Regelprüfung

Im nächsten Schritt überprüft das System, ob die festgelegten Bedingungen erfüllt sind.

Beispiele für typische Regeldefinitionen:

  • Wenn gleitender Durchschnitt A über B steigt → Kauf
  • Wenn Kurs unter ein definiertes Niveau fällt → Verkauf
  • Wenn maximale Positionsanzahl erreicht → keine neue Order

Diese Regeln sind vollständig reproduzierbar. Genau darin liegt ein zentraler Vorteil des automatisierten Tradings: Entscheidungen werden konsistent umgesetzt.

3. Orderausführung

Sobald eine Bedingung erfüllt ist, sendet das System automatisch eine Order an den Markt. Dabei kommen unterschiedliche Ordertypen zum Einsatz:

  • Market Order
  • Limit Order
  • Stop Order

Die tatsächliche Ausführung kann von Faktoren wie Spread, Slippage oder Marktliquidität beeinflusst werden. Besonders bei hoher Volatilität können Abweichungen zwischen gewünschtem und ausgeführtem Preis auftreten.

4. Positions- und Risikomanagement

Professionelle automatisierte Systeme enthalten eine integrierte Risikologik. Dazu gehören:

  • Stop-Loss-Definitionen
  • Take-Profit-Levels
  • Positionsgrößenberechnung
  • Maximaler Kontorisikoanteil

Ein strukturiertes Risikomanagement ist entscheidend, da auch automatisiertes Trading erheblichen Marktrisiken unterliegt.

Technische Infrastruktur: Warum Stabilität entscheidend ist

Da automatisches Trading auf permanenter Marktüberwachung basiert, spielt die technische Umgebung eine wichtige Rolle. Unterbrechungen durch Internetprobleme oder Systemausfälle können Auswirkungen auf offene Positionen haben.

Aus diesem Grund nutzen viele Trader einen Virtual Private Server (VPS), um ihre Plattform stabil und durchgehend laufen zu lassen.

Zusammengefasst ist automatisiertes Trading kein „magischer“ Prozess, sondern eine technisch strukturierte Abfolge aus Datenauswertung, Regelprüfung, Orderausführung und Risikokontrolle.

So starten Sie strukturiert mit automatisiertem Trading

1. Ziele und Risikorahmen definieren

→ Legen Sie vorab fest, welches Risiko pro Position maximal akzeptabel ist.

2. Maximalen Tagesverlust / maximales Drawdown-Limit festlegen

→ Dadurch wird klar definiert, ab welchem Verlustniveau der Handel automatisch pausiert oder überprüft werden sollte.

3. Maximale Anzahl gleichzeitig offener Positionen definieren

→ Dies hilft, eine übermäßige Markt-Exponierung zu vermeiden und das Gesamtrisiko kontrollierbar zu halten.

4. Methode der Positionsgröße festlegen (feste Lotgröße / % Risiko / volatilitätsbasiert)

→ Eine transparente Positionsgrößen-Logik sorgt dafür, dass das Risiko je Trade systematisch und nachvollziehbar gesteuert wird.

5. Strategieregeln dokumentieren

→ Ein- und Ausstiegskriterien müssen klar messbar formuliert sein.

6. Backtest mit realistischen Kostenannahmen durchführen

→ Berücksichtigen Sie Spread, Slippage und Kommissionen.

7. Forward-Test im Demokonto starten

→ Testen Sie das System unter aktuellen Marktbedingungen.

8. Monitoring- und Notfallregeln festlegen

→ Definieren Sie, wann ein System pausiert oder überprüft wird.

9. Parameteränderungen protokollieren

→ Jede Anpassung sollte dokumentiert und nachvollziehbar sein.

Diese strukturierte Vorgehensweise erhöht Transparenz und Kontrollierbarkeit.

Automatisiertes Trading mit MetaTrader 4 und MetaTrader 5

Für viele Trader ist der MetaTrader 4 (MT4) oder MetaTrader 5 (MT5) die zentrale Plattform für automatisiertes Trading. Beide Plattformen unterstützen sogenannte Expert Advisors (EAs), also Programme, die Handelsstrategien automatisch umsetzen.

Der MetaTrader bietet eine integrierte Entwicklungsumgebung (MetaEditor), mit der automatisierte Strategien programmiert oder angepasst werden können. Dabei kommen die Programmiersprachen MQL4 (für MT4) und MQL5 (für MT5) zum Einsatz.

Ein Expert Advisor kann:

  • mehrere Märkte gleichzeitig überwachen
  • technische Indikatoren automatisch berechnen
  • Orders platzieren, ändern oder schließen
  • Risikoparameter verwalten
  • Handelszeiten definieren

Gerade die Möglichkeit, Strategien systematisch zu testen und zu optimieren, macht MetaTrader im Bereich automatisches Trading besonders verbreitet.

Installation und Aktivierung eines Expert Advisors

Die Einbindung eines EAs erfolgt direkt innerhalb der Plattform:

  1. Datei in das „Experts“-Verzeichnis einfügen
  2. Plattform neu starten
  3. EA auf den gewünschten Chart ziehen
  4. „AutoTrading“ aktivieren

Vor dem Einsatz im Live-Konto empfiehlt sich ein Test im Demokonto.

Wichtig ist, dass nur nachvollziehbare und transparente Strategien verwendet werden. Unrealistische Performance-Versprechen oder fehlende Dokumentation sind Warnsignale.

Red Flags bei der Auswahl eines Expert Advisors (EA)

  • Garantierte Renditen oder „risikofreie“ Versprechen
  • Keine nachvollziehbare Erklärung der Strategie-Logik
  • Kein vollständiger Backtest-Report inkl. Annahmen zu Spread/Slippage/Kommissionen
  • Starkes Martingale-/Averaging-Vorgehen ohne klare, harte Risikolimits
  • Keine Transparenz zu maximalem Drawdown bzw. möglichen Verlustserien

MT4 oder MT5 – Unterschiede im automatisierten Trading

Während MT4 besonders im Forex-Bereich etabliert ist, bietet MT5 zusätzliche Funktionen wie:

  • erweiterte Ordertypen
  • verbesserte Backtesting-Optionen
  • Multi-Asset-Unterstützung

Beide Plattformen ermöglichen automatisiertes Trading auf verschiedenen Märkten.

Die Wahl zwischen MT4 und MT5 hängt primär von individuellen Anforderungen und bevorzugten Funktionen ab – nicht von potenziellen Ergebniserwartungen.

Backtesting, Optimierung und Strategieprüfung

Bevor ein automatisiertes Handelssystem live eingesetzt wird, sollte es systematisch geprüft werden. Zwei zentrale Verfahren sind dabei Backtesting und Forward-Testing.

Was ist Backtesting?

Beim Backtesting wird eine Handelsstrategie anhand historischer Kursdaten getestet. Ziel ist es zu analysieren, wie sich die definierten Regeln unter vergangenen Marktbedingungen verhalten hätten.

Im MetaTrader erfolgt dies über den integrierten Strategie-Tester.

Ein Backtest kann unter anderem zeigen:

  • Trefferquote
  • durchschnittliches Chance-Risiko-Verhältnis
  • maximale historische Verlustphase (Drawdown)
  • Handelsfrequenz

Allerdings ist Backtesting kein Prognoseinstrument. Historische Ergebnisse sind kein verlässlicher Indikator für zukünftige Entwicklungen.

Typische Fehler beim automatisierten Trading

Drei häufige Biases im Backtesting:

  • Look-Ahead-Bias: Nutzung zukünftiger Informationen im Test.
  • Curve Fitting (Overfitting): Überanpassung an historische Daten.
  • Kostenverzerrung: Unterschätzung von Spread und Slippage.

Robuste Strategien zeichnen sich nicht durch maximale historische Rendite aus, sondern durch Stabilität über unterschiedliche Marktphasen.

Professionelle Bewertungskriterien sind:

  • Konsistenz
  • moderater Drawdown
  • Parameterstabilität
  • realistische Kostenannahmen

Weitere Risiken:

  • Vernachlässigung von Handelskosten (Spread, Kommissionen)
  • Unrealistische Slippage-Annahmen
  • Nutzung zu kurzer Testzeiträume
  • Ignorieren verschiedener Marktphasen

Ein solides Risikoverständnis bleibt daher entscheidend.

Mehr über die verschiedenen Marktrisiken im Trading erfahren.

Forward-Testing und Demokonto

Nach einem Backtest sollte eine Strategie in einer realitätsnahen Umgebung getestet werden – beispielsweise im Demokonto.

Beim Forward-Testing wird das System unter aktuellen Marktbedingungen beobachtet. So lassen sich Aspekte wie:

  • Ausführungsqualität
  • reale Spreads
  • Marktvolatilität
  • Stabilität der Logik

besser beurteilen.

Warum Robustheit wichtiger ist als maximale Performance

Professionelle Systeme werden nicht nach der höchsten historischen Rendite bewertet, sondern nach:

  • Stabilität über unterschiedliche Marktphasen
  • moderaten Drawdowns
  • nachvollziehbarer Logik
  • kontrollierbarem Risiko

Automatisiertes Trading ist ein strukturierter Prozess. Ohne saubere Tests kann selbst eine technisch korrekte Strategie langfristig instabil sein.

Vorteile und Risiken von automatisiertem Trading

Automatisiertes Trading wird häufig mit Effizienz, Disziplin und technologischem Fortschritt assoziiert. Gleichzeitig bestehen – wie bei jeder Handelsform – substanzielle Risiken. Eine realistische Bewertung erfordert die Betrachtung beider Seiten.

Potenzielle Vorteile von automatischem Trading

Ein strukturierter Einsatz von Trading Bots oder Expert Advisors kann folgende Aspekte unterstützen:

  • Regelkonsequenz: Handelsregeln werden ohne emotionale Abweichung umgesetzt.
  • Zeitersparnis: Märkte können kontinuierlich überwacht werden.
  • Skalierbarkeit: Mehrere Märkte oder Strategien können parallel laufen.
  • Reproduzierbarkeit: Entscheidungen sind dokumentierbar und testbar.
  • Systematische Risikologik: Stop-Loss und Positionsgrößen lassen sich automatisieren.

Gerade bei regelbasierten Strategien kann die Eliminierung emotionaler Faktoren ein struktureller Vorteil sein.

Weitere Einblicke in die Trading-Psychologie können helfen, emotionale Einflüsse auf Handelsentscheidungen besser zu verstehen.

Zentrale Risiken beim Trading mit Bots

Automatisiertes Trading reduziert keine Marktrisiken – es verlagert sie teilweise in technische und strukturelle Bereiche.

Typische Risiken sind:

  • Marktregimewechsel: Eine Strategie funktioniert nicht dauerhaft unter allen Marktbedingungen.
  • Technische Ausfälle: Plattform- oder Internetprobleme können offene Positionen beeinflussen.
  • Overfitting: Historisch optimierte Strategien sind nicht zwangsläufig robust.
  • Fehlkonfiguration: Falsch gesetzte Parameter können Risiken erhöhen.
  • Blindes Vertrauen in Automation: Systeme benötigen Monitoring.

Übersicht: Trading Bot Vor- und Nachteile

Vorteile automatisiertes Trading  Risiken automatisiertes Trading 
Emotionale Neutralität  Marktveränderungen 
Disziplinierte Regelumsetzung  Technische Abhängigkeit 
Kontinuierliche Marktüberwachung  Slippage & Ausführungsrisiken 
Testbarkeit durch Backtesting  Überoptimierung 
Skalierbarkeit  Unzureichende Kontrolle 

Diese strukturierte Gegenüberstellung hilft, das Thema sachlich einzuordnen.

Automatisierung ersetzt keine Verantwortung

Ein häufiger Irrtum besteht darin, automatisiertes Trading als „Selbstläufer“ zu betrachten. Professionelle Marktteilnehmer sehen es vielmehr als Werkzeug innerhalb eines kontrollierten Rahmens.

Entscheidend sind:

  • klare Risikoobergrenzen
  • dokumentierte Strategieparameter
  • regelmäßige Überprüfung
  • technische Stabilität

Für wen ist automatisiertes Trading geeignet?

Automatisiertes Trading ist kein eigenständiger Handelsstil, sondern ein Instrument zur strukturierten Umsetzung von Strategien. Ob ein Trading Bot oder Expert Advisor sinnvoll eingesetzt werden kann, hängt stark vom individuellen Ansatz und Erfahrungsniveau ab.

Geeignet für strukturorientierte Trader

Automatisches Trading eignet sich besonders für Marktteilnehmer, die:

  • regelbasierte Strategien bevorzugen
  • diszipliniert nach festen Kriterien handeln möchten
  • Handelsprozesse systematisieren wollen
  • mehrere Märkte gleichzeitig beobachten

Ein Trading Roboter kann helfen, klar definierte Strategien konsequent umzusetzen – insbesondere wenn emotionale Entscheidungen vermieden werden sollen.

Weniger geeignet bei unrealistischen Erwartungen

Automatisiertes Trading ist nicht geeignet für Personen, die:

  • kurzfristige oder garantierte Gewinne erwarten
  • Strategien ohne Testphase einsetzen möchten
  • keine Zeit für Überwachung und Anpassung investieren wollen

Auch automatisierte Systeme benötigen regelmäßige Kontrolle. Marktbedingungen verändern sich, Volatilität kann steigen oder sinken, Liquidität kann variieren.

Ein solides Verständnis von Marktmechanismen ist daher unerlässlich.

Erfahrungsstufen im Überblick

Erfahrungsniveau  Empfehlung 
Einsteiger  Zunächst Grundlagen + Demokonto nutzen 
Fortgeschrittene  Regelbasierte Strategien testen 
Erfahrene Trader  Systematische Optimierung & Diversifikation 

Ein schrittweiser Einstieg über ein Demokonto kann operative Risiken verringern.

Automatisiertes Trading für Anfänger?

Häufig wird gefragt, ob automatisches Trading für Anfänger geeignet ist. Die Antwort ist differenziert:

  • Technisch ist der Einstieg heute einfacher als früher.
  • Inhaltlich bleibt jedoch Marktverständnis entscheidend.

Wer die Logik einer Strategie nicht versteht, kann auch deren Risiken nicht bewerten.

Infrastruktur und VPS – Stabilität im automatisierten Trading

Da automatisches Trading kontinuierliche Marktüberwachung erfordert, spielt die technische Infrastruktur eine zentrale Rolle.

Warum Stabilität entscheidend ist

Ein automatisiertes System kann nur dann zuverlässig arbeiten, wenn:

  • die Handelsplattform durchgehend läuft
  • eine stabile Internetverbindung besteht
  • keine unerwarteten Systemunterbrechungen auftreten

Gerade bei volatilen Märkten können Verzögerungen oder Ausfälle relevante Auswirkungen haben.

Was ist ein VPS?

Ein Virtual Private Server (VPS) ist ein externer Server, auf dem die Handelsplattform rund um die Uhr betrieben werden kann – unabhängig vom eigenen Computer.

Typische Vorteile:

  • 24/7-Verfügbarkeit
  • stabile Verbindung
  • reduzierte Latenz
  • geringeres Risiko lokaler Systemausfälle

VPS ersetzt keine Strategieprüfung

Ein VPS verbessert die technische Stabilität, ersetzt jedoch keine:

  • saubere Strategieentwicklung
  • gründliche Backtests
  • regelmäßige Überwachung

Automatisiertes Trading bleibt ein strukturierter Prozess, bei dem Technologie und Risikomanagement ineinandergreifen.

Automatisiertes Trading als strukturiertes Werkzeug

Automatisiertes Trading ist ein technologisches Instrument zur regelbasierten Umsetzung von Handelsstrategien. Es kann Disziplin, Skalierbarkeit und Effizienz fördern, ersetzt jedoch weder Marktverständnis noch Risikomanagement.

Die wesentlichen Erfolgsfaktoren sind:

  • klar definierte Strategieparameter
  • realistische Erwartungshaltung
  • umfassende Backtests und Forward-Tests
  • stabile technische Infrastruktur
  • kontinuierliche Überwachung

Ein Trading Bot oder Expert Advisor ist kein Ersatz für Analyse oder Kontrolle, sondern ein Werkzeug innerhalb eines strukturierten Prozesses.

Wer automatisches Trading als methodischen Ansatz versteht – nicht als Abkürzung –, kann es als Teil einer systematischen Handelsumgebung einsetzen.

Verbessern Sie Ihr Trading-Erlebnis

Häufige Fragen zum automatisierten Trading (FAQ)

Was ist ein Trading Bot?

Ein Trading Bot ist ein regelbasiertes Softwareprogramm, das automatisch Handelsentscheidungen umsetzt. In Plattformen wie dem MetaTrader wird ein solcher Bot als Expert Advisor (EA) bezeichnet. Er analysiert Marktdaten, prüft definierte Kriterien und führt Orders automatisch aus.

 

Wie funktioniert ein Expert Advisor im MetaTrader?

Ein Expert Advisor arbeitet innerhalb der Handelsplattform und folgt einer klar programmierten Logik. Er:

  • verarbeitet Kursdaten,
  • überprüft Handelsregeln,
  • platziert Orders automatisch,
  • verwaltet offene Positionen.

Je nach Konfiguration kann ein EA vollständig oder teilweise automatisiert handeln.

 

Kann automatisiertes Trading Gewinne garantieren?

Nein. Automatisiertes Trading garantiert keine Gewinne. Märkte unterliegen Volatilität, Liquiditätsschwankungen und strukturellen Veränderungen. Auch ein Trading Roboter arbeitet auf Basis definierter Regeln, die unter bestimmten Marktbedingungen funktionieren können – unter anderen jedoch nicht.

Ein strukturiertes Risikomanagement bleibt entscheidend. 

 

Ist automatisches Trading legal?

Ja. Automatisiertes Trading ist grundsätzlich legal, sofern es im Rahmen geltender regulatorischer Bestimmungen und Plattformbedingungen erfolgt. Die Nutzung von Expert Advisors innerhalb regulierter Brokerumgebungen ist ein etablierter Bestandteil moderner Handelsinfrastruktur. 

 

Reicht Backtesting aus, um eine Strategie zu bewerten?

Nein. Backtesting analysiert vergangene Marktbedingungen, kann jedoch zukünftige Entwicklungen nicht prognostizieren. Zusätzlich sollten Forward-Tests und eine kontinuierliche Überwachung erfolgen. 

 

Ist ein VPS zwingend notwendig?

Nicht zwingend, aber häufig sinnvoll. Ein VPS erhöht die Stabilität und ermöglicht eine dauerhafte Ausführung automatisierter Systeme. Er ersetzt jedoch keine Strategieprüfung oder Risikokontrolle.

 

Was ist der Unterschied zwischen EA und Trading Bot?

Ein Expert Advisor ist die konkrete Implementierung eines Trading Bots innerhalb von MetaTrader. „Trading Bot“ ist ein allgemeiner Begriff.

 

Muss ich programmieren können?

Nicht zwingend. Viele Expert Advisors sind vorgefertigt. Für individuelle Anpassungen sind jedoch Grundkenntnisse in MQL4 oder MQL5 hilfreich.

 

Warum funktionieren Strategien nicht dauerhaft?

Marktbedingungen ändern sich. Volatilität, Liquidität und Trendphasen variieren. 

 

INFORMATIONEN ZU ANALYTISCHEN MATERIALEN:

Die angegebenen Daten liefern zusätzliche Informationen zu allen Analysen, Schätzungen, Prognosen, Vorhersagen, Marktübersichten, wöchentlichen Ausblicken oder anderen ähnlichen Einschätzungen oder Informationen (im Folgenden „Analyse“), die auf den Websites der unter der Marke Admirals tätigen Investmentfirmen (im Folgenden „Admirals“) veröffentlicht werden. Bevor Sie eine Anlageentscheidung treffen, achten Sie bitte besonders auf Folgendes:

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