DAX Wochenausblick: Das Chartbild bleibt weiter bärisch, trotz 4 Prozent Wochengewinn

März 13, 2022 15:30

Rund 4 Prozent Wochengewinn liegen hinter uns, inklusive sehr hoher Volatilität. Das Chartbild bleibt aber weiter bärisch - nur sehr überraschende, positive politische News würden den DAX Richtung Norden schieben können.

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DAX Rückblick: (07.03.2022 - 11.03.2022)

Der DAX ging am Montagmorgen bei 12.748 Punkten in den vorbörslichen Handel. Der Index notierte damit 1.317 Punkte unter der ersten vorbörslichen Notierung am Montagmorgen der Vorwoche und 347 Punkte unter dem Wochenschluss am Freitagabend der Vorwoche. Der DAX40 konnte sich am Montag zunächst etwas erholen und lief bis zum Nachmittag an die 13.120 Punkte, gab von hier aus aber wieder deutlich nach. Das Wochentief von Montag wurde am Dienstagmorgen zum Zuge des Rücksetzers nicht mehr erreicht. Es ging am Dienstagmorgen dynamisch und mit Momentum nach Norden. Der Index konnte sich bis an die 13.341 Punkte schieben, dort aber nicht festsetzen. Teile der Aufwärtsbewegung wurden im Nachgang dessen wieder abverkauft. Die Aufwärtsbewegung wurde am Mittwoch wieder aufgenommen. Es ging mit Dynamik und mit Momentum bis fast an die 14.000 Punkte. Die Bullen schafften es aber nicht den DAX in diesem Bereich festzusetzen. Es ging im Nachgang dessen wieder in Richtung Süden. Zwar konnten sich die Notierungen am Donnerstag zunächst stabilisieren, sie gaben im weiteren Handelsverlauf dann weiter nach. Am Freitagmorgen setzten sich erneut die Bullen durch. Der DAX40 konnte zunächst bis an die 13.550/600 Punkte laufen. Gegen Mittag stellte sich eine dynamische Aufwärtsbewegung ein, die bis fast an die 14.100 Punkte ging, im Nachgang dessen aber bis zum Abend wieder abverkauft wurde. Der DAX ging bei 13.546 Punkten aus dem Wochenhandel.

Das Wochenhoch liegt erneut unter dem Level der Vorwoche, das Wochentief ebenso. Die Range und damit die Volatilität war die größte in diesem Jahr; sie war noch einmal größer als in der Vorwoche und lag auch deutlich über dem Jahresdurchschnitt. Nach drei Verlustwochen konnte der DAX in dieser Handelswoche einen Gewinn ausweisen. Es ist der dritte in diesem Jahr.

Wir hatten auf der Oberseite mit dem Überschreiten der 13.625/27 Punkte damit gerechnet, dass der DAX weiter an unser maximales Anlaufziel bei 13.632/34 Punkten laufen könnte. Diese Bewegung hat sich eingestellt, das maximale Anlaufziele auf der Oberseite wurde erreicht und deutlich überschritten. Das Setup hat damit nicht gepasst. Die Rücksetzer gingen mit dem Unterschreiten der 12.678/76 Punkte-Marke deutlich unter unser maximales Anlaufziel auf der Unterseite bei 12.662/60 Punkten.

DAX - Wie könnte es weitergehen:

Dax Widerstände

  • 13.502/37/79
  • 13.603/16/61/93
  • 13.701/44
  • 13.821/87
  • 13.915/56
  • 14.167
  • 14.204

Dax Unterstützungen

  • 13.563/11/02
  • 13.491/78/72/38/29
  • 13.358/27
  • 13.238
  • 13.129
  • 12.485

Die wichtigsten Marken auf Basis unseres DAX Setups:

  • Intraday-Marke                                13.743  und  13.219
  • Tagesschlussmarken                     13.317  und  12.741
  • Break1  Bull (Wochen-Schluss)                    (14.167)
  • Break2  Bull (Monats-Schluss)                    (12.866)
  • Boxbereich                                  16.230  bis  6.669
  • Zyklische Bewegungen 2020 – 2033
  • Range                                         17.127  bis  1.778

DAX  Chartcheck - Betrachtung im Daily / 4h Chart:

DAILY

Der DAX40 hat seine Abwärtsbewegung in der letzten Handelswoche zunächst weiter fortgesetzt. Es wurde ein neues Jahrestief formatiert. Von hier aus ging es dann aber zwei Handelstage dynamisch nach Norden. Die Tageskerze am Freitag lässt auch zu wünschen. Insgesamt hat sich das übergeordnete Chartbild nicht wesentlich verändert. Es ist nach wie vor bärisch zu interpretieren – trotz rund 4% Wochengewinn in der zurückliegenden Handelswoche.

Der DAX notiert nach wie vor unter der  SMA20 (aktuell bei 14.204 Punkten). Solange das der Fall ist, sind weitere Abgaben jederzeit denkbar. Die Erholungsbewegung in der letzten Handelswoche hatte, wie im letzten Setup erwartet, eher den Charakter einer technischen Gegenbewegung. Auf der Unterseite könnte es jederzeit in Richtung des Jahrestiefs gehen.


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Erholungen könnten sich zunächst bis in den Bereich der SMA20 einstellen. Erst mit einem Tagesschluss über der SMA20 würde sich das Chartbild wieder etwas aufhellen. Dann wären weitere Erholungen bis in den Bereich der SMA50 (aktuell bei 15.066 Punkten) bzw. die SMA200 (aktuell bei 15.505 Punkten) denkbar.

Im Monatschart konnte sich der DAX40 wieder von der SMA200 (aktuell bei 13.115 Punkten) entfernen und nach Norden laufen.

  • Einordnung langfristiges Chartbild, Prognose (Daily): bärisch

4h Chart

Im 4h Chart ist erkennbar, dass der DAX40 sich zur Wochenmitte der letzten Handelswoche vom Jahrestief sukzessive nach Norden schieben konnte. Es ging zunächst an und im Nachgang über die SMA20 (aktuell bei 13.502 Punkten). Von hier aus ging es in dynamischen Impulsen weiter aufwärts an und über die SMA50 (aktuell bei 13.438 Punkten). Im Chart ist aber erkennbar, dass es der Index nicht geschafft hat sich über der SMA50 zu etablieren. Es ging am Donnerstag wieder unter diese Durchschnittslinie. Am Freitag ging es von der SMA20 dann dynamisch aufwärts, wobei es auch im Zuge dieser Bewegung nicht gelungen ist, sich über der SMA50 zu etablieren.

Der DAX notiert aktuell noch über der SMA20 / SMA50. Da beide Linien vergleichsweise eng zusammenliegen, könnte der Index hier gut unterstützt sein. Solange er über der SMA20 notiert, solange könnte es weiter aufwärts gehen. Übergeordnet könnten die 14.200/50 Punkte damit im Fokus der Bullen stehen. Darüber könnten dann die SMA200 (aktuell bei 14.593 Punkten) erreichbar sein.

Rutscht und etabliert sich der DAX40 aber wieder unter der SMA50, so könnten sich weitere Abgaben einstellen, die das Potential haben könnten übergeordnet bis in den Bereich des Jahrestiefs zu laufen.

  • Einordnung kurzfristiges Chartbild, Prognose (4h): bärisch

Fazit: der DAX muss sich zunächst über die SMA20 im 4h Chart etablieren. Erst wenn das geschafft ist, könnten sich weitere Erholungsbewegungen einstellen, die übergeordnet bis an die 14.200 und dann weiter bis an die 14.700 Punkten gehen. Solange der DAX40 aber unter der SMA20 im 4h Chart notiert, sind weitere Jahrestiefs jederzeit denkbar.

  •   Wahrscheinlichkeit Bull Szenario auf Basis unseres Setups:      45 %
  •   Wahrscheinlichkeit Bear Szenario auf Basis unseres Setups:     55 %

DAX Rahmenbedingungen:

Die Verbraucherpreise in den USA sind im letzten Monat um 8% gestiegen. Das ist der höchste Wert seit 40 Jahren. Somit dürfte es sicher sein, dass die FED am Mittwoch bei der nächsten Sitzung eine Erhöhung der Zinsen vornimmt. Die Steigerung könnte mit 0,25% aber niedriger ausfallen, als zunächst erwartet. Hintergrund ist, dass die amerikanische Notenbank mit den Zinserhöhungen zwar möglichst rasch die Inflation bekämpfen möchte, aber auch dafür sorgen muss, dass die Wirtschaft nicht abgewürgt wird. Insgesamt ein schmaler Grad.

Die EZB auf der anderen Seite lässt sich deutlich mehr Zeit für eine Erhöhung der Zinsen, was vielleicht im zweiten Halbjahr anstehen könnte. Als vergleichsweise sicher dürfte sein, dass bis dahin die Preise deutlich anziehen werden. Wir erwarten in den kommenden Monaten eine weiter steigende Inflation, die bei deutlich über 6%, vielleicht sogar bei 7% liegen dürfte.

Das Mediengeschehen beherrscht in den letzten zwei Wochen der Russland/Ukraine Konflikt. In den Hintergrund getreten ist die Corona Pandemie, die hier in Deutschland von Höchststand zu Höchststand läuft. In den letzten Wochen haben sich durchschnittlich 1,0 - 1,5 Mio. Menschen mit dem Virus infiziert. Wissenschaftler sprechen schon jetzt von einer 6. Welle. Zum Infektionsgeschehen beigetragen haben könnte der Karneval in Deutschland vor gut zwei Wochen. Vorstellbar, dass es hier eine weitere mittelfristige Gefahr geben könnte, auf die die Menschen nicht vorbereitet sind, da sie den Fokus auf andere Geschehnisse haben.

Frische Analyse Tages-Updates

Jeden Morgen vor 09 Uhr neu für aktive Daytrader mit aktuellen Setups:

DAX Trading Setups
Einschätzung für die neue DAX Handelswoche:

Long Setups: Die Bullen könnten zunächst versuchen, den DAX über der 13.530 Punkte-Marke zu etablieren. Sollte das gelingen, so könnte es weiter aufwärts an unsere nächsten Anlaufziele bei 13.541/43, bei 13.550/52 und dann bei 13.562/64 Punkten gehen. Kann sich der DAX40 über die 13.562/64 Punkte schieben, so wären unsere nächsten Anlaufziele bei 13.573/75, bei 13.586/88, bei 13.601/03 und dann bei 13.613/15 Punkten zu finden. Kommt es hier zu keinen Rücksetzern, so könnte der DAX direkt weiter an unsere nächsten Anlaufziele bei 13.622/24, bei 13.631/33, bei 13.644/46, bei 13.660/62, bei 13.671/73, bei 13.682/84 und dann bei 13.692/94 Punkte laufen. Kann er sich bis in den Bereich der 13.692/94 Punkte schieben, so könnte es hier schwer werden weiter zu kommen. Eventuell ist die Aufwärtsbewegung hier auch beendet. Wird das Level mit Dynamik und mit Momentum angelaufen, so könnte es direkt weiter aufwärts an unsere nächsten Anlaufziele bei 13.709/11, bei 13.722/24, bei 13.735/37, bei 13.745/47, bei 13.760/62, bei 13.774/76, bei 13.788/90, bei 13.804/06 und dann bei 13.818/20 Punkten gehen. Über der 13.818/20 Punkte-Marke wären die 13.833/35, die 13.848/50, die 13.861/63, die 13.880/82, die 13.898/900, die 13.912/14, die 13.924/26 und die 13.935/37 Punkte unsere nächsten Anlaufziele.

Short Setups: Kann sich der DAX40 nicht über der 13.530 Punkte halten, so könnten sich Abgaben einstellen, die unsere nächsten Anlaufziele bei 13.520/18 und dann bei 13.505/03 Punkten erreichen könnten. Unter der 13.505/03 Punkte-Marke wären unsere nächsten Anlaufziele bei 13.492/90, bei 13.479/77 und dann bei 13.472/70 Punkten zu finden. Unter der 13.472/70 Punkte-Marke könnte der Index dann unsere Anlaufziele bei 13.465/63, bei 13.455/53 bzw. bei 13.442/40 Punkten anlaufen. Kommt es hier zu keinen Erholungen, so könnten sich die Abgaben weiter fortsetzen. Unsere nächsten Anlaufziele wären bei 13.430/28, bei 13.419/17, bei 13.404/02, bei 13.390/88, bei 13.378/76, bei 13.363/61, bei 13.350/48, bei 13.336/34, bei 13.319/17, bei 13.305/03 und dann bei 13.292/90 Punkten zu finden. Kommt es hier zu keinen Erholungen, so könnte es weiter abwärts an unsere nächsten Anlaufziele bei 13.279/77, bei 13.260/58, bei 13.243/41, bei 13.229/27, bei 13.218/16, bei 13.207/05, bei 13.195/93, bei 13.180/78, bei 13.167/65 und dann bei 13.155/53 Punkten gehen.

Übergeordnete erwartete Tendenz in der KW 11 / 2022:

  • seitwärts / abwärts

Handelsoptionen des DAX40 Cash Indizes mit CFD in beide Marktrichtungen

Geht man von steigenden Kursen beim DAX aus, kann der risikobewusste Trader eine BUY-Position aufgeben. Geht man von fallenden Kursen aus, tätigt man eine SELL-Order. Wenn die Handelsstrategie aufgeht und der Händler auf der richtigen Marktseite ist, können in beiden Richtungen des Marktes Tradinggewinne erzielt werden. Geht die Handelsstrategie nicht auf, macht der Trader Verluste. Der Hebel bis zu 1:20 mit dem DAX40 CFD multipliziert dabei die möglichen Gewinne oder Verluste. 

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Quellen: Eigenanalyse, genutzt werden die Charts vom MetaTrader 4.

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Jens Chrzanowski
Jens Chrzanowski Niederlassungsleiter und Mitglied des globalen Group Management Boards | Berlin |

Gründer und Leiter des deutschen Büros von Admirals seit 2011. Vorherige berufliche Stationen bei FXCM, E*TRADE und der Deutschen Bank.