DAX Analyse: Die Zahlen sind mies, die Stimmung ist gut

Mai 10, 2020 20:00
  • Aktuelle Analyse, Wochenausblick (11.05. - 15.05.) und Setups für den deutschen Leitindex DAX – Chartanalyse für aktive Trader

DAX Rückblick: (04.05.2020 - 09.05.2020)

Der DAX ging am Montagmorgen bei 10.463 Punkten in den vorbörslichen Handel. Der Index notierte damit 140 Punkte unter der ersten vorbörslichen Notierung am Montagmorgen der Vorwoche und 304 Punkte unter dem Wochenschluss am Freitag der Vorwoche. Der Index versuchte zwar am Montagmorgen nach Norden auszubrechen, scheiterte aber im Bereich der 10.610 Punkte. Bis in den späteren Handel ging es wieder zurück in Richtung der 10.500 Punkte. Erst am Dienstag setzte sich etwas Kaufdruck durch. Der DAX konnte sich im Zuge dessen bis über die 10.700 Punkte schieben - dort aber nicht festsetzen. Am Mittwoch wurde das Tageshoch vom Dienstag überschritten, der DAX schaffte es aber erneut nicht, sich über der 10.700 Punkte-Marke zu etablieren. Es ging am Mittwoch dann noch einmal in Richtung der 10.500 Punkte, wobei diese Marke nicht erreicht wurde. Am Donnerstag setzten sich dann die Bullen endgültig durch. Sie schoben den DAX über die 10.800 und am Freitag sogar über die 10.900 Punkte. Der DAX hat damit in dieser Handelswoche jeden Tag jeweils ein höheres Tageshoch formatiert.

Das Wochenhoch liegt aber unter der 11.000 Punkte-Marke und unter dem Level der Vorwoche. Das Wochentief lag unter dem Niveau der Vorwoche, und unter der 10.500 Punkte-Marke. Die Range war deutlich kleiner als in der Vorwoche - sie lag auch deutlich unter dem Jahresdurchschnitt. Auch in dieser Woche hat der Index einen kleinen Gewinn ausweisen können. In den vergangenen fünf Handelswochen wurde damit 4 Handelswochen im Gewinn abgeschlossen.

Wir hatten in unserem Setup auf der Oberseite erwartet, dass der DAX mit dem Überschreiten der 10.910/12 Punkte weiter an unsere nächste Anlaufmarke bei 10.923/25 Punkten laufen könnte. Diese Bewegung hat sich eingestellt, das Anlaufziel wurde nicht ganz erreicht, das Setup hat damit nicht perfekt gepasst. Die Rücksetzer gingen mit dem Unterschreiten der 11.550/48 Punkte ganz knapp unter unsere nächste Anlaufmarke bei 11.531/29 Punkten.

     

DAX 2020 Statistik

   
 

Wochenhoch

Wochentief

Wochenschluss

Wochenergebnis

Wochenrange

           

09/2020

13.325

11.721

11.927

-1.630

1.604

10/2020

12.280

11.421

11.544

-383

859

11/2020

11.040

8.977

9.618

-1.926

2.063

12/2020

9.197

8.184

8.608

-1.010

1.013

13/2020

10.139

8.444

9.536

928

1.695

14/2020

10.096

9.325

9.526

-10

771

15/2020

10.711

9.835

10.681

1.155

876

16/2020

10.822

10.218

10.701

20

604

17/2020

10.717

10.231

10.470

-231

486

18/2020

11.262

10.522

10.767

297

740

19/2020

10.926

10.428

10.922

155

498

           

Durchschnittliche Range 2020

   

757

           

Gewinn- zu Verlustwochen

   

10 / 10

 

* Marken gelten für die Handelszeiten 08:00 - 22:00 Uhr

DAX - Wie könnte es weitergehen:

  • DAX-WS 10.930/39/57....11.065/91....11.145/85....11.230/44
  • DAX-US: 10.887/31.....10.781/49.....10.692/45/13....10.587/456.....10.499

Die wichtigsten Marken auf Basis unseres DAX Setups:

  • Intraday-Marke 10.957 und 10.745
  • Tagesschlussmarken 11.092 und 10.560
  • Break1 Bull (WochenSchluss) (12.674)
  • Break2 Bull (MonatsSchluss) (13.135)
  • Boxbereich 13.790 bis 6.669
  • Zyklische Bewegungen 2020 – 2033
  • Range 16.722 bis 1.778

DAX Chartcheck - Betrachtung im 4h Chart:

Der DAX hat in der Woche den Ausbruch bestätigt. Es ging in der 2. Wochenhälfte über die SMA50 (aktuell bei 10.748 Punkten) und die SMA20 (aktuell bei 10.725 Punkten). Der DAX hat sich auch über den Bereich bei 10.750/800 Punkte geschoben, an der er in den letzten Handelstagen immer wieder gescheitert ist. Damit ist der Weg an die 11.000 und im Nachgang an die 11.350/420 Punkte theoretisch frei. Bei 11.421 Punkten befindet sich noch das GAP vom 06.03.2020, das im Zuge dessen geschlossen werden könnte. Darüber könnte es noch bis in den Bereich der 11.800 Punkte gehen. Voraussetzung für dieses Szenario ist, dass der DAX über der SMA50/20 bleibt.

Rücksetzer könnten jederzeit in den Bereich der SMA50/20 gehen. Da beide Linien vergleichsweise eng zusammenliegen, ist der DAX hier vergleichsweise gut unterstützt. Geht es aber wieder unter die SMA20 und etabliert sich der Index darunter, könnten sich weitere Abgaben einstellen, die bis an die 10.600 und dann an die 10.350 Punkte gehen könnten. Ein Tagesschluss unter der 10.350 Punkte mit einer Bestätigung am Folgetag würde das Chartbild wieder eintrüben.

  • Wahrscheinlichkeit Bull Szenario: 60 %
  • Wahrscheinlichkeit Bear Szenario: 40 %

Fazit: Der DAX hat jetzt die Perspektive weiter zu steigen. Er könnte sich zunächst über die 11.000 Punkte schieben und dann übergeordnet bis in den Bereich der 11.350/420 Punkte laufen. Rücksetzer könnten bis in den Bereich der SMA50/20 gehen. Darunter könnten sich weitere Rücksetzer einstellen, die übergeordnet bis an die 10.600 und dann an die 10.350 Punkte gehen könnten.

  • Einschätzung kurzfristiges Chartbild: bullisch
  • Einschätzung übergeordnetes Chartbild: neutral

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DAX Rahmenbedingungen, das große Bild:

Die Arbeitslosigkeit in den USA ist im April auf 14,7% gestiegen. Das ist der höchste Anstieg seit der großen Depression 1929. Diese Zahl zeigt allerdings nur die halbe Realität, da es die Daten nur bis Mitte April ausweist. Wie bekannt ist die Arbeitslosigkeit seitdem weiter gestiegen und es ist davon auszugehen, dass es zumindest in den kommenden Wochen auch so weiter gehen könnte. Aktuell haben über 30 Mio. US-Bürger ihren Job verloren. Das bedeutet, dass die nächste Meldung im Juni dann wahrscheinlich über der 20% Marke liegen könnte. Damit ist jeder 5. US-Bürger arbeitslos. Der amtierende US-Präsident lässt nicht locker und versucht den Shutdown so rasch wie möglich zu beenden. Da dies, vergleichbar mit Deutschland, die Sache der einzelnen Bundesstaaten ist, dürfte klar sein, wer für eine mögliche 2. Infektionswelle in acht oder in 10 Wochen verantwortlich gemacht wird. Aus der Sicht vieler wird die Öffnung viel zu schnell betrieben, was aber vor allem ökonomischen Überlegungen geschuldet ist. Es ist offensichtlich, dass das Virus sich in den USA, alleine bedingt durch das Reisen von einem Bundesstaat in den nächsten, weiter verbreiten kann. Zudem stehen, gerade in den ländlichen Gebieten keine ausreichende Testkapazitäten zur Verfügung.

Die Anleger haben die steigende Arbeitslosigkeit in den vergangenen Wochen nicht sonderlich beunruhigt. Der DAX als auch der Dow Jones haben in den letzten Handelswochen wieder zulegen können, der Dow noch stärker als der deutsche Leitindex. Die Zahlen sind in fast allen Volkswirtschaften dieser Welt mies – die Börsenstimmung ist gut. Noch…
In der kommenden Handelswoche werden die ersten BIP Daten für das 1. Quartal 2020 erwartet. Bezogen auf Deutschland wird mit einem deutlichen Rückgang gerechnet, wobei der wirtschaftliche Einbruch im 2. Quartal abgebildet wird. Anfang Juli dürfte dann klar sein, wie groß der wirtschaftliche Schaden sein wird. Viele gehen von einer raschen Erholung der Wirtschaft aus. Diese Einschätzung teilen wir nicht. Die Lockerung ist auch durch bundespolitische Überlegungen geprägt gewesen. Die CDU wird Ende des Jahres einen (eine) neue Vorsitzende(n) wählen, der oder die dann, beim nächsten Wahlsieg auch Kanzler/in werden könnte, vorausgesetzt, die CDU wird die stärkste Partei. Wir gehen davon aus, dass wir erst dann zu einer Normalität zurückkehren werden, wenn wir einen Impfstoff haben. Bis dahin kann es jederzeit eine 2. oder 3. Infektionswelle geben.

Einschätzung für die neue DAX Handelswoche:

Long Setups: Die Bullen könnten zunächst versuchen, den Dax über der 10.920 Punkte Marke zu etablieren. Sollten sie das gelingen, so könnten sich weitere Erholungen einstellen, die unsere Anlaufziele bei 10.938/40, bei 10.955/57, bei 10.972/74, bei 10.982/84, bei 10.9925/94, bei 11.004/06, bei 11.017/19, bei 11.029/31 und dann bei 11.047/49 bzw. bei 11.061/63 Punkten erreichen könnten. Kann sich der Dax über die 11.061/63 Punkte schieben, so könnte er dann unsere Anlaufziele bei 11.075/77, bei 11.082/84, bei 11.098/100, bei 11.110/12, bei 11.125/27, bei 11.141/43, bei 11.153/55 und dann bei 11.168/70 Punkten versuchen anzulaufen. Kommt es bei 11.168/70 Punkten zu keinen Rücksetzern, kann sich die Bewegung weiter fortsetzen. Unsere Anlaufziele wären dann die 11.184/86, bei 11.202/04, bei 11.220/22, bei 11.239/41, bei 11.250/52, bei 11.262/64, bei 11.280/82, bei 11.294/96 und dann bei 11.303/05 bzw. bei 11.316/18 Punkte. Bei ausgeprägter Stärke wäre auch ein Erreichen der 11.324/26, der 11.348/50, bei 11.371/73, bei 11.385/87, bei 11.398/400, bei 11.409/11 und dann bei 11.421/23 Punkten denkbar.

Short Setups: Kann sich der Dax nicht über der 10.920 Punkte Marke halten, so könnten Rücksetzer zunächst unsere Anlaufmarken bei 10.904/02, bei 10.889/87, bei 10.873/71, bei 10.863/61, bei 10.843/41, bei 10.828/26 und dann bei 10.814/12 Punkte erreichen könnten. Geht es unter die 10.814/12 Punkte, wären weitere Abgaben denkbar, die unsere Anlaufziele bei 10.797/95, bei 10.780/78, bei 10.765/63, bei 10.750/48 und dann bei 10.735/33 bzw. bei 10.727/25 Punkten erreichen könnten. Setzt der Index bis in den Bereich der 10.750/25 Punkte zurück, so hätte er in diesem Bereich gute Chancen auf Stabilisierung und Erholung. Gelingen diese nicht, bzw. wird das Level mit Dynamik und mit Momentum erreicht, so könnten sich weitere Abgaben einstellen, die unsere Anlaufmarken bei 10.717/15, bei 10.705/03, bei 10.694/92, bei 10.678/76, bei 10.664/62, bei 10.650/48, bei 10.637/35, bei 10.624/22, bei 10.611/09 und dann bei 10.604/02 Punkten erreichen könnten. Unter der 10.602/04 Punkte Marke wären unsere Anlaufziele bei 10.590/88, bei 10.578/76, bei 10.565/63, bei 10.550/48, bei 10.531/29, bei 10.516/14, bei 10.509/07 und bzw. bei 10.494/92 Punkten zu finden.

  • Übergeordnete erwartete Tendenz in der KW 20 / 2020: seitwärts / aufwärts

 

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Quellen: Eigenanalyse, genutzt werden die Charts vom MetaTrader 4.

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Jens Chrzanowski
Jens Chrzanowski Niederlassungsleiter und Mitglied des globalen Group Management Boards | Berlin |

Gründer und Leiter des deutschen Büros von Admirals seit 2011. Vorherige berufliche Stationen bei FXCM, E*TRADE und der Deutschen Bank.