DAX Analyse: Brexit und Zollstreit bewegen

Oktober 13, 2019 20:00
  • Aktuelle Analyse, Wochenausblick und Setups für den deutschen Leitindex DAX – Chartanalyse für aktive Trader

Der DAX ging am Montagmorgen der vergangenen Handelswoche bei 12.009 Punkten in den vorbörslichen Handel. Er startete 360 Punkte unter der ersten vorbörslichen Notierung am Montag der Vorwoche und 55 Punkte unter dem Wochenschluss am Freitagabend der Vorwoche. Der Index konnte sich am Montag zunächst etwas erholen und bis an die 12.140/60 Punkte laufen. Am Dienstag kam es bis zum frühen Nachmittag zu Gewinnmitnahmen. Der DAX setzte im Zuge dessen bis in den Bereich der 11.916 Punkte zurück. Erst hier gelang die Stabilisierung um am Mittwoch dann auch eine Erholungsbewegung, die im Frühhandel zu Donnerstag aber praktisch wieder abverkauft wurde. Am Donnerstagmorgen griffen die Bullen ein. Sie schoben den Index zunächst in Richtung der 12.100 Punkte und im späteren Handel dann in Richtung der 12.200 Punkte. Am Freitag kam es dann zu dynamischen und von Momentum getrieben Anstieg, der den DAX bis zum Abend über die 12.500 Punkte brachte. Der Leitindex schaffte es aber nicht, über dieser Marke ins Wochenende zu gehen.

Das Wochenhoch liegt über dem Level der Vorwoche. Damit bewegen sich die Wochenhochs der letzten fünf Handelswochen alle in einer Box von gut 70 Punkten. Das Wochentief wurde auch über dem Level der Vorwoche formatiert, es liegt aber unter der 12.000 Punkte-Marke. In dieser Woche konnte der Dax wieder einen substantiellen Gewinn ausweisen. Die Range lag mit 600 Punkten über dem Jahresdurchschnitt, aber unter dem Niveau der Vorwoche.

Wir hatten in unserem Setup auf der Oberseite erwartet, dass der DAX mit dem Überschreiten der 12.412/14 Punkte weiter bis maximal an die 12.422/24 Punkte laufen könnte. Diese Bewegung hat sich eingestellt, das Anlaufziel wurde deutlich überschritten, das Setup hat damit nicht gepasst. Die Rücksetzer gingen mit dem Unterschreiten der 11.923/21 Punkte nicht ganz an unsere nächste Anlaufmarke bei 11.911/09 Punkten.

DAX 2019 Statistik

Wochenhoch

Wochentief

Wochenschluss

Wochenergebnis

Wochenrange

31/2019

12.475

11.835

11.909

-523

640

32/2019

11.858

11.534

11.735

-174

324

33/2019

11.838

11.263

11.567

-168

575

34/2019

11.854

11.531

11.536

-31

323

35/2019

11.988

11.487

11.955

419

501

36/2019

12.206

11.866

12.173

218

340

37/2019

12.496

12.178

12.454

281

318

38/2019

12.491

12.301

12.404

-50

190

39/2019

12.441

12.140

12.329

-75

301

40/2019

12.496

11.821

12.064

-265

675

41/2019

12.555

11.916

12.467

403

639

Durchschnittliche Range 2019

359

DAX - Wie könnte es weitergehen:

  • DAX-WS 12.493....12.507/44/52/85.....12.604/42/64.....12.701/22
  • DAX-US: 12.457.....12.386/28/06.....12.276/38....12.186/52/26....12.086

Die wichtigsten Marken auf Basis unseres DAX Setups:

  • I-Day-Marke 12.551 und 12.324
  • Tagesschlussmarken 12.606 und 12.082
  • Break1 Bull (WochenSchluss) (12674)
  • Break2 Bull (MonatsSchluss) (13135)
  • Boxbereich 13.790 bis 6.669
  • Zyklische Bewegungen 2020 – 2033
  • Range 16.722 bis 1.778

DAX Chartcheck - Betrachtung im 4h Chart:

Der DAX konnte sich am Freitag von SMA20 (aktuell bei 12.180 Punkten) dynamisch an und über den Abwärtskanal (aktuell bei 12.398 Punkten) schieben. An diesem Abwärtskanal ist er in den vergangenen Handelswochen immer wieder gescheitert. Damit haben die Bullen einen Big Point gemacht. Sie müssen jetzt aber versuchen, den Index über dieser Linie zu halten. Schaffen sie das, so könnte sich die Aufwärtsbewegung in der kommenden Woche weiter fortsetzen. Anlaufziele wären dann die 12.580/600 bzw. übergeordnet die 12.750/800 Punkte.

Können die Bären aber kontern, so könnten sich Rücksetzer zunächst bis an den Abwärtskanal einstellen. Rutscht der DAX unter das Level bei 12.400 Punkten, so könnte es zunächst zurück an die SMA200 bzw. an die SMA20 (aktuell bei 12.154 Punkten) und dann an die SMA50 (aktuell bei 12.081 Punkten) gehen. Unter der SMA50 würde sich das Chartbild allerdings wieder deutlich eintrüben.

Fazit: Der DAX hat jetzt die Chance weiter zu steigen. Übergeordnet könnte es bis an die 12.750/800 Punkte gehen. Geht es unter die 12.400 Punkte (auf Tagesschlussbasis) könnten sich Rücksetzer bis an die 12.150/80 Punkte einstellen

  • Einschätzung kurzfristiges Chartbild: bullisch
  • Einschätzung übergeordnetes Chartbild: neutral

DAX – Das große Bild:

Der DAX hat am Freitag, genau wie andere Indizes auch, von dem angeblichen Fortschritt, bzw. der bevorstehenden Einigung im Zollstreit der USA mit den Chinesen profitiert. Nachdem der amtierende US Präsident verkündet hatte, dass man auf einem sehr guten Wege sei, zogen die Notierungen an den Börsen weltweit an. Was dann wirklich erreicht wurde ist ein Teilabkommen, was aber überhaupt noch nicht schriftlich fixiert wurde. Damit wurde wieder viel Hoffnung gemacht, rausgekommen ist aktuell aber wenig Greifbares. Sicher ist aber, dass es aktuell keine weiteren Zollerhöhungen gibt. Im November will man den nächsten Teilschritt machen. Bis dahin ist so eine Art Waffenstillstand vereinbart worden.

Hoffnungsvolles gibt es auch zum Brexit zu verkünden. Die Briten und die EU werden in der kommenden Woche noch einmal Gespräche aufnehmen, um auszuloten, ob eine Verschiebung des Brexits um weitere drei Monate sinnvoll ist oder sogar ein anderer Deal möglich sein könnte. Zum einen signalisiert der britische Premierminister (immer noch), dass er die Briten zum 31.10., auch ohne Vertrag aus der EU führen will, zum anderen führt er weitere Verhandlungen. Die mit den Vorgängen vertrauten Personen vermuten, dass die britische Regierung mit Nebelkerzen wirft. Nach wie vor ist die Wahrscheinlichkeit gegeben, dass die Briten Ende des Monats ohne Vertrag aus der Staatengemeinschaft ausscheiden. Aber auch hier gilt alles zu versuchen, zu einer Lösung zu kommen. Im Laufe der nächsten Woche wird sich konstituieren, wie real ein Ausstieg der Briten zum 31.10.2019 ohne Abkommen ist. Seit Samstag ist die Stimmung deutlich freundlicher.

Die Einschätzung für die neue DAX-Handelswoche:

Long Setups: Die Bullen könnten zunächst versuchen, den Dax über der 12.450 Punkte-Marke zu etablieren. Sollten sich die Bullen durchsetzen können, so könnte der DAX versuchen, unsere nächsten Anlaufziele bei 12.465/67, bei 12.474/76, bei 12.482/84, bei 12.494/96 und dann bei 12.505/07 Punkten zu erreichen. Kann er sich über die 12.505/07 Punkte schieben, so könnten dann unsere Anlaufziele bei 12.511/13, bei 12.525/28, bei 12.536/38, bei 12.552/54, bei 12.567/69, bei 12.576/78, bei 12.585/87 und dann bei 12.596/98 Punkten erreicht werden. Kommt es hier zu keinen Rücksetzern, so könnte sich die Aufwärtsbewegung weiter fortsetzen. Unsere Anlaufziele wären dann bei 12.604/06, bei 12.614/16, bei 12.624/26, bei 12.635/37, bei 12.649/51, bei 12.666/68, bei 12.682/84, bei 12.692/94 und dann bei 12.703/05, bzw. bei 12.711/13 Punkten zu finden. Bei einer ausgesprochenen Aufwärtsdynamik könnten auch unsere Anlaufmarken bei 12.717/19, bei 12.727/29, bei 12.739/41, bei 12.748/50, bei 12.757/59 und dann bei 12.771/73 Punkten erreicht werden.

Short Setups: Kann sich der DAX nicht über der 12.450 Punkte-Marke halten, so könnten Rücksetzer zunächst unsere Anlaufmarken bei 12.444/42, bei 12.428/26, bei 12.414/12, bei 12.404/02 und dann bei 12.398/96 Punkten erreicht werden. Kann sich der DAX bei 12.398/96 Punkten nicht erholen, könnten sich weitere Abgaben einstellen, die unsere Anlaufmarken bei 12.382/80, bei 12.372/70, bei 12.361/59, bei 12.350/48, bei 12.335/33, bei 12.317/15 und dann bei 12.305/03 Punkte erreichen könnten. Kommt es hier zu keinen Erholungen, wären unsere nächsten Anlaufziele bei 12.292/90, bei 12.281/79, bei 12.267/65, bei 12.260/58, bei 12.250/48, bei 12.239/37, bei 12.222/20 und dann bei 12.207/05, bzw. bei 12.190/88 Punkte zu finden.

Übergeordnete erwartete Tendenz in der KW 42 / 2019: seitwärts / abwärts


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Quellen: Eigenanalyse, genutzt werden die Charts vom MetaTrader 4.

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Jens Chrzanowski
Jens Chrzanowski Niederlassungsleiter und Mitglied des globalen Group Management Boards | Berlin |

Gründer und Leiter des deutschen Büros von Admirals seit 2011. Vorherige berufliche Stationen bei FXCM, E*TRADE und der Deutschen Bank.