Was ist eine Ordergebühr und reduziert sie wirklich meine Rendite?

Admirals

Die Chance, an den Finanzmärkten Geld zu verdienen, kostet meistens Geld. Einerseits gibt es natürlich Risiken, die Ihre Gewinne schmälern können. Aber auch die Kosten – ob sie Gebühren, Provisionen oder Kommissionen genannt werden – wirken sich auf die Rendite aus.

Lesen Sie weiter, um mehr darüber zu erfahren, wie diese Kosten Ihre Trading-Resultate beeinflussen können. 

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Was ist eine Ordergebühr?

Sie arbeiten hart für Ihr Geld möchten es deshalb nicht nur behalten, sondern nach Möglichkeit sogar vermehren. Wenn Sie also planen, an den Finanzmärkten aktiv zu werden, sollten Sie einige Dinge beachten.  

Investieren hat nämlich seinen Preis. Und diverse Kosten wie Depotgebühren, Ein- und Auszahlungsentgelte und allgemein Transaktionskosten können sich zu einem nicht geringen Betrag summieren. 

Dass Dienstleister wie Depotbanken oder Online-Broker Geld für das Aufrechterhalten ihres Betriebs und ihr Serviceangebot verlangen, ist zunächst natürlich völlig normal. Selbst die einfachste Anlageform ist mit Kosten verbunden. Bei den meisten Sparkonten wird beispielsweise eine Gebühr erhoben, wenn Sie kein Mindestguthaben halten oder eine Bearbeitungsgebühr, wenn Sie mehr als eine Abhebung pro Monat vornehmen. 

Was genau sind jetzt aber Ordergebühren? Anleger können auf vielfältige Weise an den Finanzmärkten aktiv werden: Sie können Aktien oder Anteile an börsengehandelten Fonds (sogenannte Exchange Traded Funds oder ETFs) kaufen und verkaufen, Differenzkontrakte (Contracts for Difference oder CFDs) oder Rohstoffe wie Gold oder Agrarprodukte handeln. 

Da es aber nicht möglich ist, eine Aktie beispielsweise direkt von einer Aktiengesellschaft zu erwerben, erteilen Sie als Investor einem Vermittler, eben Bank oder Broker, einen Auftrag dazu. Sie geben ihm also eine Order, ein bestimmtes Finanzinstrument für Sie zu kaufen oder zu verkaufen.

Dafür, dass der Mittler diesen Auftrag ausführt, erhebt er eine Gebühr, die Ordergebühr. Diese Kosten entstehen also nur dann, wenn eine Transaktion stattfindet, deshalb gehören Ordergebühren auch zu den Transaktionskosten. Sie fallen in verschiedener Form immer an, sowohl beim Handel an einer formellen Börse als auch im außerbörslichen Bereich. Letzterer ist nach seiner englischsprachigen Bezeichnung als Over-the-Counter oder OTC-Markt bekannt. Im OTC-Handel sind häufig geringere Ordergebühren als an der Börse zu finden. 

Aus Anlegersicht ist es entscheidend zu verstehen, dass bei jeder wirtschaftlichen Tätigkeit nur dann ein Gewinn entsteht, wenn die Erträge größer sind als die Aufwendungen. Deshalb ist es so wichtig, die Kosten des Investierens, wozu eben auch die Ordergebühren gehören, so gering wie möglich zu halten. 

Allerdings ist es so, dass die Ordergebühren von Bank zu Bank oder von Broker zu Broker erheblichen variieren können. Das kann unter anderem auch an dem unterschiedlichen Serviceangebot liegen. Grundsätzlich ist zwischen Discount-Brokern, die im Prinzip nicht mehr als die Orderabwicklung anbieten und Full-Service Brokern, die zum Beispiel auch ein Aus- und Weiterbildungsangebot für ihre Kunden bereithalten. 

Bevor Sie sich also dafür entscheiden, die Dienste eines bestimmten Brokers in Anspruch zu nehmen, sollten Sie die Ordergebühren (und alle weiteren anfallenden Kosten) kennen. 

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Wie setzen sich Ordergebühren zusammen?

Zunächst stellt sich die Frage, wie genau die Ordergebühr berechnet wird. Es gibt allerdings keine allgemeingültige Systematik dafür. 

Um zu verstehen, wie genau sich eine Ordergebühr zusammensetzt, muss man den jeweiligen Einzelfall betrachten. Beim Börsenhandel ist es in der Regel so, dass es zwei Komponenten gibt: die von der Börse erhobenen (und vom Broker an den Anleger weitergereichten) Börsengebühren (inklusiver der sogenannten Maklercourtage) sowie die vom Broker selbst erhobenen Gebühren.  

Auf die erste Komponente hat der Broker also keinen Einfluss. Sie ist für ihn ein durchlaufender Posten. Erst mit der zweiten Komponente verdient der Broker sein Geld. Und da gibt es dann durchaus Unterschiede.  

Ordergebühren können sowohl fixe als auch variable Bestandteile oder eine Kombination aus beidem besitzen.  

  • Fixe Ordergebühr: Ein bestimmter Betrag, der pro Order erhoben wird. Das kann bei Discount Brokern eine Flatrate sein, oder ein Festpreispaket, wo für den Betrag X eine bestimmte Anzahl an Trades durchgeführt werden kann. 
  • Variable Ordergebühr: Hier berechnen sich die Kosten auf Basis des gehandelten Gegenwerts. Es wird ein prozentualer Anteil am Transaktionsvolumen berechnet, also zum Beispiel 0,15% des Handelsvolumens.  

Zumindest bei Online-Brokern sind inzwischen auch diverse Rabatte auf die Ordergebühr üblich, zum Beispiel in Form einer bestimmten Anzahl kommissionsfreier Trades pro Tag. Vieltrader, also solche Anleger, die eine große Zahl von Kauf- oder Verkaufsorders abwickeln, bekommen häufig ebenfalls einen Preisnachlass. Lesen Sie zu diesem Thema auch: Daytrading lernen - ein ausführlicher Leitfaden für Anfänger

Ein weiterer Punkt, der im Zusammenhang mit Ordergebühren wichtig ist: Jede Order hat zwei Seiten, das Öffnen und das Schließen der Handelsposition. Ordergebühren werden in der Regel für jede Seite des Handels erhoben, also separat für die Positionseröffnung und deren Schließung. Diese Art der Ordergebühr wird als Half-Turn bezeichnet. Die Kosten für den gesamten Trade, den Round-Turn, betragen also das Doppelte. 

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Wie wirkt sich die Ordergebühr auf potenzielle Gewinne aus?

Um diese Frage zu beantworten, ist es zunächst wichtig, den betriebswirtschaftlichen Grundsatz 

Gewinn = Erträge - Aufwendungen 

zu verinnerlichen. Anders ausgedrückt, müssen von jeder Bruttorendite (die an den Finanzmärkten zum Beispiel erzielt wird, weil der Kurs einer Aktie gestiegen ist) die Kosten für den Kauf- bzw. Verkauf der Aktie abgezogen werden. Erst dann erhält man die Nettorendite, also den Gewinn, über den man tatsächlich verfügen kann.  

Ein einfacher Fall: Angenommen, Sie investieren 1.000 Euro. Ob die Ordergebühr als fixer Betrag oder als prozentualer Anteil berechnet wird, spielt zunächst keine Rolle. Wenn Sie zum Beispiel für den Kauf der Aktien eine Ordergebühr von EUR 20.- zahlen, entspricht das einer Kostenquote von 2% ((20 : 1000) * 100) 

Das wäre die Half-Turn Gebühr. Wenn Sie dann Ihre Position wieder schließen (Round-Turn), fallen nochmals 20 Euro an. Das bedeutet, dass die Kosten für das Öffnen und Schließen Ihrer Position sich auf insgesamt 40 Euro, respektive 4% Ihres Anlagebetrags belaufen.  

Die unmittelbare Folge ist, dass zwischen Kauf und Verkauf der Kurs der Aktie also um 4% gestiegen sein müsste, damit Sie ohne Verlust aus dem Geschäft kommen. Erst ab einer Rendite von mehr als 4% überschreiten Sie die Gewinnschwelle. 

Ein weiterer Faktor, den es zu beachten gilt, ist, dass es nicht nur auf die Höhe der Ordergebühren ankommt, sondern auch auf die Häufigkeit der Zahlungen. Börsianer lieben Redewendungen und eine bekannte Weisheit ist: „Hin und her macht Taschen leer.“ Die Aussage bezieht sich darauf, dass Transaktionskosten wie Ordergebühren eben bei jeder Transaktion anfallen. Deshalb zahlen aktive Trader mehr Ordergebühren als Anleger, die seltener Positionen öffnen und schließen. Unter sonst gleichen Bedingungen bedeutet häufigeres Handeln also eine entsprechend größere Auswirkung auf die Rendite. 

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Achten Sie darauf, Ihre Kosten möglichst niedrig zu halten

Es ist also klar, dass es beim Investieren nicht zuletzt darauf ankommt, die Kosten unter Kontrolle zu haben.

Unter den Brokern, deren Angebot Ihnen zur Verfügung steht, gibt es erhebliche Unterschiede. Achten Sie bei der Auswahl Ihres Brockers also unbedingt auf die Struktur der Ordergebühren. Wie man in den einschlägigen Brokervergleichen im Internet nachlesen kann, findet sich Admirals oftmals unter den günstigsten Anbietern wieder.  

Um Ihre Gesamtkosten niedrig und damit ihre Nettorendite hoch zu halten, spielen natürlich noch andere Kostenfaktoren jenseits der Ordergebühren eine Rolle. Achten Sie daher auch darauf, dass der von Ihnen gewählte Broker keine versteckten Gebühren wie zum Beispiel eine Nutzungsgebühr für die Handelssoftware erhebt (übrigens: Bei Admirals können Sie sich die weltweit führende Trading-Software, den MetaTrader kostenfrei herunterladen).  

Und schließlich sollten Sie auch noch bedenken, dass die Ordergebühren nicht das alleinige Kriterium zur Auswahl Ihres Brokers sein dürfen. Vermeintlich günstige Angebote stellen sich bei einem Blick in das Kleingedruckte häufig als doch nicht so vorteilhaft heraus.  

Außerdem sind nicht-finanzielle Faktoren wie zum Beispiel die Finanzmarktregulierungen, denen ein Broker unterliegt und die dem Anlegerschutz dienen, von zentraler Bedeutung bei der Brokerwahl. 

Auch auf den ersten Blick weniger entscheidende Punkte wie ein kompetenter und deutschsprachiger Kundenservice, wie er zum Beispiel von den Admirals-Mitarbeitern zur Verfügung gestellt wird, sollten Sie in ihrer Bedeutung für den Erfolg als Anleger nicht unterschätzen. 

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FAQ

Was sind Ordergebühren bei Aktien?  

Ordergebühren gehören zu den Transaktionskosten und fallen daher immer dann an, wenn eine Transaktion, also Kauf oder Verkauf einer Aktie, getätigt wird. Ordergebühren bei Aktien bestehen in der Regel aus zwei Komponenten: einmal die Gebühr, die von der betreffenden Börse erhoben wird und dem Entgelt, das der Broker oder die Bank für ihren Service berechnet. 

Wie hoch sind Ordergebühren? 

Das lässt sich allgemein nicht beantworten. Ordergebühren können fixe und variable Bestandteile haben, pro Transaktion pauschaliert oder als prozentualer Anteil des gehandelten Gegenwerts erhoben werden. 

Wann wird die Ordergebühr fällig? 

Die Ordergebühr wird bei Kauf und Verkauf eines Wertpapiers fällig. Wichtig ist hierbei die Unterscheidung in Half- und Round-Turn. Die angegebenen Ordergebühren beziehen sich regelmäßig auf einen Half-Turn, das heißt, nur das Öffnen oder Schließen einer Handelsposition. Für beide Seiten eines Geschäfts (Round-Turn) betragen die tatsächlichen Kosten, die die Ordergebühren verursachen, das Doppelte der Half-Turn Kosten. 

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Dieses Material beinhaltet keine und sollte nicht als Investmentberatung, Investmentempfehlung, Angebot oder Werbung für jegliche Art von Transaktion mit Finanzinstrumenten aufgefasst werden. Bitte seien Sie sich bewusst, dass Artikel wie dieser keine verlässlichen Voraussagen für gegenwärtige oder zukünftige Entwicklungen darstellen, da sich die Umstände jederzeit ändern können. Bevor Sie irgendeine Art von Investment tätigen, sollten Sie einen unabhängigen Finanzberater konsultieren, um sicherzustellen, dass Sie die vorhandenen Risiken richtig verstehen und einschätzen können. 

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