Fed rettet Aktienmarkt - schon wieder - wie oft kann das noch funktionieren?

Juni 30, 2020 10:04


DAX30 CFD

Obwohl der Handelsstart in dieser Woche besonders schwach, mit dem DAX30 weit unter 12.000 Punkten, begann, brauchten die Bullen nur bis zum Abend, um den DAX erneut über die 12.000 Punkte zu treiben.

Der Antrieb für den Kursanstieg war die Bekanntgabe der Fed, weitere Anteile der US-Staatsanleihen zu kaufen, sodass der Abstand beim Kauf von Staatsanleihen durch die Zentralbank erneut kleiner wird. Das bestätigt noch einmal, warum sich Trader nicht gegen die Fed stellen sollten.

Es bleibt jedoch abzuwarten, ob die Anteile weiterhin höher gehandelt werden können, da der einzige bullische Treiber die Liquidität der Zentralbank bleibt.

Mit der zunehmenden Angst vor einer zweiten Infektionswelle (Peking hat bereits letzten Dienstag damit begonnen, erneut alle Schulen zu schließen und das Covid-19 Warnlevel von 3 auf 2 erhöht), könnten die Märkte erneut von einem stärkeren Verkaufsdruck in den nächsten Tagen getroffen werden.

Aus diesem Grund liegt der technische Fokus beim DAX30 bei der Region um die 11.800 Punkte. Ein Durchbruch nach unten macht eine tiefere Korrektur möglich, sodass das erneute Testen der Region um die 11.450/11.500 eine realistische Option bleibt.

Auf der anderen Seite, wenn die Bullen einen Rückstoß unter 12.000 Punkte verhindern können (dank der Hilfe der Fed), ist ein Peak von 12.900 Punkten oder sogar über 13.000 möglich.

DAX30 CFD Tageschart

Quelle: Admiral Markets MetaTrader5 Supreme Edition DAX30 CFD Tageschart. Datenspanne: 06. März 2019 bis 19. Juni 2020. abgerufen am 19. Juni 2020, 10:00 Uhr - Bitte beachten Sie: Vergangene Performances sind kein verlässlicher Indikator für zukünftige Performances.

Der Wert des DAX30 CFD hat sich in 2015 um 9,56%, in 2016 um 6,87% und in 2017 um 12,51% gesteigert. In 2018 ist der Wert um 18,26% gefallen, während in 2019 der Wert um 26,44% gestiegen ist. Dementsprechend hat der Wert im Verlauf dieser 5 Jahre um 34,2% zugelegt.

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US-Dollar

Nachdem der US-Dollar Index Future unter die 100,00 Punkte gefallen ist, könnte der Dollar das bärische Momentum kurzfristig reduzieren.

Dennoch erscheint das Bild für den US-Dollar nicht sonderlich vielversprechend zu sein: Die Rate für US-Staatsanleihen hat sich erneut bei 0,60% verfestigt, obwohl kein Durchbruch nach unten erfolgte. Eine mögliche Ursache könnte in den US-Wirtschaftsprognosen oder auch in der halbjährlichen Stellungnahme von Fed-Chef Powell vor dem US-Kongress am letzten Mittwoch begründet liegen, die wenig enthusiastisch war.

Dennoch ist es unserer Ansicht nach lediglich eine Frage der Zeit bis die Fed das Tempo des QE-Programms erneut erhöht. Der Grund könnte hierbei die steigende Volatilität in den Aktien- und Anleihemärkten und somit ein Bruch bei der US-Zinsrate nach unten sein.

Angesichts dieser Umstände bleibt der Zustand beim US Dollar weiterhin neutral, zwischen den 94,00 und 104,00 Punkten. Dennoch bestehen die Chancen auf einen baldigen Bruch unter 94,00 Punkte, sodass die 93,00 Punkte ein neues nach unten gerichtetes Kursziel sein könnten.

OHLC-Chart des US-Dollars

Quelle: Barchart- U.S Dollar Index - Weekly Nearest OHLC Chart. Datenspanne: Juli 2017 bis Juni 2020. abgerufen am 19. Juni 2020, 10:00 Uhr - Bitte beachten Sie: Vergangene Performances sind kein verlässlicher Indikator für zukünftige Performances.

Euro

Der Euro hat beim bullischen Momentum in den letzten Tagen einiges einbüßen müssen, indem er beim Durchbruch über 1,1400 Punkte scheiterte.

Dennoch bleiben wir dem Euro gegenüber optimistisch, da sich das Gesamtbild beim Währungspaar EUR/USD über die letzten Tage nicht verändert hat.

Es wird erwartet, dass der monetäre und fiskale Stimulus in der Euro-Zone zu höheren Zinssätzen beim Euro führen wird und die US-Zinsraten weiter fallen werden. Obwohl die Fed den US-Haushalt weiter aufblasen wird, erscheint es unwahrscheinlich, dass weitere fiskale Stimuli von den USA veranlasst werden, da die US-Wahlen in diesem Jahr bevorstehen.

Die Ratendifferenz und die Erwartung, dass die Zinssätze beim Dollar fallen werden, favorisieren Kursgewinne beim Währungspaar EUR/USD.

Auf Basis dieser Information schien die Konsistenz der Rate über 0,6% bei den 10-jährigen US-Staatsanleihen in den letzten soliden US-Wirtschaftsprognosen, aber auch in der wenig enthusiastischen Stellungnahme von Fed-Chef Powell beim US-Kongress letzten Mittwoch, begründet zu liegen. Als Resultat bleibt ein Bruch nach unten früher oder später auf unserer Agenda.

Der Durchbruch über 1,1400/1,1500 ermöglicht dem EUR/USD das bullische Potenzial zur Region um die 1,1700/1,1800 Punkte, während jedoch ein Kursfall unter 1,1200 Punkte eine tiefere Korrektur mit dem Kursziel bei 1,100 ankündigen könnte:

Screenshot vom EUR USD Tages-Chart aus dem MetaTrader 5 von Admiral Markets

Quelle: Admiral Markets MetaTrader 5 Supreme Edition EUR/USD Tageschart. Datenspanne: 22. April 2019 bis 19. Juni 2020. abgerufen am 19. Juni 2020, 10:00 Uhr - Bitte beachten Sie: Vergangene Performances sind kein verlässlicher Indikator für zukünftige Performances.

Im Jahr 2015 fiel der Wert des EUR/USD um 10,2% und in 2016 um 3,2%. Im Gegensatz hierzu stieg der Wert im Jahr 2017 um 13,92%. In 2018 fiel er um 4,4% und in 2019 um 2,2%. Dementsprechend hat sich der Wert des Währungspaares nach 5 Jahren um 7,3% verringert.

JPY

Wenngleich sich das Gesamtbild bei USD/JPY verdunkelt hat und die realistische Möglichkeit besteht, dass wir ein erneutes Austesten der Region um die 105,00 Punkte oder sogar einen Bruch unter diese Marke sehen könnten, hat sich das Bild seit den letzten Tagen nicht großartig verändert.

Obwohl der Kursfall nach der Fed Leitzinsentscheidung am 10. Juni steil war, ist der Hauptgrund für die Stabilisierung über 106,80/107,00 in der soliden Performance der 10-jährigen US-Staatsanleihen zu finden. Diese wiederum lässt sich zweifelsohne auf die soliden US-Wirtschaftsprognosen zurückführen, die nicht überraschend kamen, nachdem die US-Daten seit dem Lockdown bereits den Boden erreicht hatten. Aber auch die wenig überschwängliche Stellungnahme von Fed-Chef Powell vor dem Kongress am letzten Mittwoch kann eine mögliche Ursache für die solide Performance sein.

Aufgrund der Zinssensitivität des JPY scheint es nicht weiter überraschend, dass wir einen Kursfall bei den US-Zinsen als bärischen Antrieb in Betracht ziehen und erwarten, dass der Kursfall unter 106,80/107,00 zu einem Austesten der Region um 105,00 führt.

Diese bärische Erwartung bewahrheitet sich, solange das Währungspaar nicht nachhaltig den Kurswert 109,00/109,50 erreicht:

USD-JPY Tages-Chart aus dem MetaTrader 5 von Admiral Markets

Quelle: Admiral Markets MetaTrader 5 Supreme Edition USD/JPY Tageschart. Datenspanne: 22. April 2019 bis 19. Juni 2020. abgerufen am 19. Juni 2020, 10:00 Uhr - Bitte beachten Sie: Vergangene Performances sind kein verlässlicher Indikator für zukünftige Performances.

2015 stieg der Wert des USD/JPY um 0,5%, während der Kurswert in 2016 um 2,8%, in 2017 um 3,6%, in 2018 um 2,7% und 2019 um 0,85% fiel. Der Wert des Währungspaares hat sich also nach 5 Jahren um 9,2% verringert.

Gold

Nachdem die Fed die Haltung zu den Leitzinsen bei 0% bis mindestens in das Jahr 2022 bestärkt hat und damit fortfährt, bei dem aktuellen Tempo US-Anleihen und Mortgage Backed Securities aufzukaufen, hat sich das Bild für Gold erneut verbessert.

Dennoch scheiterten die Bullen in den letzten Tagen daran, ein bullisches Momentum zu erreichen. Eine mögliche Ursache ist die Stabilisierung der 10-jährigen US-Staatsanleihen über 0,60%, bei der zweifelsohne die soliden US-Wirtschaftsprognosen und die wenig schwärmende Stellungnahme von Fed-Chef Powell letzten Mittwoch vor dem US-Kongress eine Rolle spielten.

Nach unserer Ansicht ist die aktuelle gemischte bis sprunghafte Performance von Gold auch ein Anzeichen der kurzfristigen Zurückhaltung der Fed: In der Woche der Rating Entscheidung wurde die US-Bilanz um lediglich 4 Milliarden USD erhöht, was die geringste Erhöhung seit Februar diesen Jahres bedeutet.

Nachdem jedoch die Aktienmärkte als Resultat der Entscheidung der Fed eine höhere Volatilität verzeichneten, sollte es lediglich eine Frage der Zeit sein, bis die Fed das QE erhöht, was in einem bullischen Antrieb für Gold resultieren wird. Besonders wenn das Edelmetall über 1.660 USD tradet, wird der Weg früher oder später für das aktuelle Allzeithoch von 1,920 USD geebnet werden.

Auf der anderen Seite könnte jedoch ein Fall unter 1.660 USD eine tiefere Korrektur verursachen, was sogar zu einem Bruch unter 1.660 USD führen könnte. Dennoch sollte so eine Entwicklung lediglich als kurzfristig betrachtet werden.

Screenshot vom Gold Tages-Chart aus dem MetaTrader 5 von Admiral Markets

Quelle: Admiral Markets MetaTrader 5 Supreme Edition Gold Tageschart. Datenspanne: 14. März 2019 bis 19. Juni 2020. abgerufen am 19. Juni 2020, 10:00 Uhr - Bitte beachten Sie: Vergangene Performances sind kein verlässlicher Indikator für zukünftige Performances.

Im Jahr 2015 fiel der Gold-Wert um 10,4%, während der Kurswert in 2016 um 8,1% und in 2017 um 13,1% stieg. 2018 fiel der Wert um 1,6%, stieg aber in 2019 um 18,9% an. Als Folge hat sich der Wert von Gold nach 5 Jahren um 28% erhöht.

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