Wöchentlicher Marktausblick: Impfstoffzulassung, Brexit-Verhandlungen und vieles mehr

Dezember 15, 2020 13:02

Impfstoff erhält Zulassung in den USA

Bei drei zentralen Meldungen wird erwartet, dass sie diese Woche die Richtung des Marktes vorgeben werden, während wir auf die Weihnachtsfeiertage zusteuern:

  • Die Zustimmung der FDA für den Start der Impfungen in den USA, nachdem der Pfizer Impfstoff seine Zulassung erhalten hat
  • Die Fortführung der Brexit-Verhandlungen zwischen Großbritannien und der EU
  • Die Sitzung der US Federal Reserve Bank

Der Impfprozess beginnt in den USA

Nachdem die FDA am Sonntag den Impfstoff von Pfizer zugelassen hat, sind die USA dem Beispiel Großbritanniens und anderer Länder gefolgt und haben einen wichtigen Schritt im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie gemacht.

Nur wenige Länder wurden von der Pandemie in einem solchen Ausmaß heimgesucht wie die USA, die letzte Woche einen Rekord von von 234.000 registrierten Neuinfektionen in 24 Stunden aufstellten. Die Gesamtanzahl von 16 Millionen registrierten Fällen und 302.762 Todesfällen seit Beginn der Pandemie wurde somit übertroffen. 

Die Auslieferung des Impfstoffes wurde als Notfallmaßnahme für Personen über 16 Jahren grundsätzlich genehmigt. Insgesamt stehen nun 2,9 Millionen Dosen zur Verteilung bereit.

Brexit-Verhandlungen werden fortgesetzt 

Letzte Woche war eine kritische Woche für die Verhandlungen des Handelsabkommens zwischen der EU und Großbritannien. Sonntag war von beiden Seiten als Frist für eine Einigung festgelegt worden. 

Aber wieder einmal, während Europa mit Spannung die Bekanntgabe der Entscheidung erwartete, wurde eine Verlängerung der Verhandlungen angekündigt, um eine Einigung zu erzielen. Boris Johnson und Ursula Von der Leyen stimmten der Verlängerung am Sonntagnachmittag telefonisch zu und bewiesen damit, falls es nicht bereits eindeutig war, dass beide Parteien eine Einigung als lebenswichtig ansehen, obwohl ihre jeweiligen Positionen von außen betrachtet weit auseinander zu liegen scheinen. 

Seit dem Referendum Großbritanniens über die Mitgliedschaft in der EU im Juni 2016 scheint die Geschichte des Brexit endlos zu sein. Nun bleibt weniger als ein Monat, bis die Übergangszeit für beide Parteien zu Ende ist. 

In der vergangenen Woche wurden bereits wichtige Schritte unternommen, nachdem der britische Premierminister die Rücknahme umstrittener Klauseln innerhalb des Binnenmarktgesetzes angekündigt hatte. Diese standen im direkten Widerspruch zum Austrittsabkommen, das im vergangenen Januar mit der EU bezüglich der irischen Grenze geschlossen wurde. 

Die Verlängerung wird den Finanzmärkten, die in der vergangenen Woche stark von der Unsicherheit geprägt waren, etwas Luft verschaffen. Bis die Einigung erzielt wird, wird diese Unsicherheit jedoch weiter zunehmen, da die Chancen auf einen No-Deal-Brexit von Tag zu Tag zu wachsen scheinen. Länder wie Frankreich, Belgien, die Niederlande und Dänemark haben bereits deutlich gemacht, dass sie lieber kein Abkommen möchten, als dass die EU Großbritannien zu viele Zugeständnisse macht. 

Der Fokus richtet sich auf das Federal Reserve 

Letzte Woche unternahm die Präsidentin der EZB Christine Lagarde einen weiteren Schritt in ihrem Plan alles zu tun, was nötig sei, indem sie ihrem geldpolitischen Stimulierungsprogramm neues Leben einhauchte. Nun ist die US-Notenbank an der Reihe, die Zügel in die Hand zu nehmen und die Möglichkeit zu prüfen, neue geldpolitische Maßnahmen einzuführen. 

Die aktuelle Beschäftigungsrate und die Situation in Bezug auf die Pandemie sind in den USA alles andere als vielversprechend. Die Beschäftigungsrate von November zeigt einen geschwächten Arbeitsmarkt, in dem die Arbeitslosigkeit zunimmt. 

Es wird wichtig sein zu sehen, welche Entscheidungen getroffen werden, da das 908 Milliarden US-Dollar schwere Hilfspaket zur Bekämpfung der Auswirkungen der Pandemie weiterhin durch die Verhandlungen zurückgehalten wird. 

Neben diese drei wichtigen Ereignissen, sollten auch die in unserem Forex Kalender aufgeführten Veranstaltungen nicht außer Acht gelassen werden.

Forex Kalender vom 16. Dezember 2020 - 18. Dezember 2020

Quelle: Admiral Markets Forex Kalender

Die Marktsituation

Letzte Woche schlossen die großen Indizes weltweit mit leichten wöchentlichen Kursverlusten. Der DAX30 und der SP500 sanken zurück auf ihr erstes Unterstützungslevel beim 18-Handelssitzungen Durchschnitt. 

Es ist nun wichtig auf das Verhalten beider Indices zu achten und zu sehen, ob sie in der Lage sein werden sich von diesem Level zu lösen und sich an einem neuen Support Level orientieren, um das ansteigende Momentum mitzunehmen. 

Der Verlust dieser Ebene könnte die Umkehrung verstärken. Nach den Anstiegen im November und Anfang Dezember, die zu überkauften Kursen im Stochastik Indikator führten, könnte dieser Verteilungsprozess nun positiv sein. Diese Umkehrungen könnten als mögliche Einstiegspunkte für eine potenzielle Weihnachtsrallye interpretiert werden, vorausgesetzt sie verlieren nicht ihre Hauptunterstützungsebene  (Moving Average der 200-Perioden in rot). Dazu muss der DAX30 allerdings aus seinem aktuellen grünen Widerstand ausbrechen. 

DAX30 Tages-Chart aus dem MetaTrader 5

Quelle: Admiral Markets MT5 - DAX30 Tages-Chart - Zeitraum: 09.September 2019 bis 11.Dezember 2020. Aufruf: 11.Dezember 2020 - Bitte beachten Sie: Vergangene Kursverläufe sind keine verlässlichen Indikatoren für zukünftige Performance oder zukünftige Ergebnisse

S&P500 Tages-Chart aus dem MetaTrader 5

Quelle: Admiral Markets MT5 - SP500 Tages-Chart - Zeitraum: 09.September 2019 bis 14.Dezember 2020. Aufruf: 14.Dezember 2020 - Bitte beachten Sie: Vergangene Kursverläufe sind keine verlässlichen Indikatoren für zukünftige Performance oder zukünftige Ergebnisse

Auf der anderen Seite führt die anhaltende Aufwärtsbewegung, nach Bekanntgabe der erfolgreichen Impfstoffe, bei den Ölpreisen zu neuen Hochpunkten, die man in den vergangenen 8 Monaten nicht gesehen hat. Das Momentum wird durch die OPEC Vereinbarung gestärkt, die Produktion auf 500.000 Barrels pro Tag bis Januar zu erhöhen, anstatt der geplanten 2 Millionen Barrels insgesamt. 

Letzte Woche schlossen die Kurse bei 49,89 US-Dollar, nachdem sie um 1,92% gestiegen sind. Die Kurse führen somit den Trend vom November, bei dem die Preise um 25% angestiegen sind und somit endlich die Zone des starken Bullen-Kanals und den Durchschnitt der 200-Handelssitzungen durchbrachen, fort. 

In den ersten Stunden am Montag stieg Brent um 1% und überstieg damit die 50 US-Dollar Marke. Es ist wichtig zu sehen, ob Brent weiterhin in der Lage sein wird, diesen Ausbruch über einen längeren Zeitraum aufrechtzuerhalten und neue Höchststände anzustreben. Sollte es wieder unter seinen vorherigen Widerstand (grün) fallen, könnte Öl wieder in die Lateralität eintreten, deren Hauptunterstützung das blaue Band wäre.

Brent Tages-Chart aus dem MetaTrader 5

Quelle: Admiral Markets MT5 - Brent Tages-Chart - Zeitraum: 09.September 2019 bis 14.Dezember 2020. Aufruf: 14.Dezember 2020 - Bitte beachten Sie: Vergangene Kursverläufe sind keine verlässlichen Indikatoren für zukünftige Performance oder zukünftige Ergebnisse

2015 fiel der Wert von Brent um 35,12%. 2016 hingegen wurde ein Kursgewinn von 45,22% verzeichnet. Auch 2017 stieg Brent um 18,66 %. 2018 fiel der Kurs um 21,36 %, aber stieg in 2019 erneut um 25,20 % an. Nach fünf Jahren stieg Brent also insgesamt um 14,38 %.

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