US-Dollar konsolidiert auf Tiefstständen, Vorsicht bleibt

Dezember 15, 2020 10:24

USD auf dem Tiefstand

Die jüngste Talfahrt des US-Dollars stabilisierte sich in der vergangenen Woche und der Wert der Weltreservewährung konsolidierte sich im Bereich der Tiefstände der letzten Jahre. Die Anleger waren sowohl an den Devisen- als auch an den Aktienmärkten positiv, aber auch etwas vorsichtiger gestimmt, was zu einer Verlangsamung der vorherrschenden Trends führte. 

USD

Die US-Wirtschaftsdaten waren durchwachsen und uneinheitlich. Die Inflation blieb stabil auf einer jährlichen Basis von 1,2% im November, wobei die Preise im Jahresvergleich um 1,6% stiegen, wenn man die Komponenten Energie- und Nahrungsmittel abzieht. Die Arbeitslosenzahl stieg von 0,71 auf 0,85 Millionen pro Woche. 

Weltweit bleiben die Zahlen der Neuinfektionen hoch:

  • Die Anzahl der Neuinfektionen in den USA liegt bei ca. 215.000 basierend auf den letzten sieben Tagen und eine Verlangsamung der Entwicklung ist derzeit nicht zu erkennen. 

 

  • In Indien wurde ein Rückgang der Neuinfektionen von 40.000 auf 30.000 verzeichnet

 

  • In Brasilien betrug die Zahl der Neuinfizierten 42.000 bis 50.000

 

  • Russland registrierte eine Stabilisierung der Infiziertenzahlen von 28.000 pro Tag.

In Frankreich sind die Zahlen vergleichsweise gering mit 14.000 Neuinfektionen pro Tag. Aber auch Italien verzeichnet einen Rückgang auf 17.000 pro Tag. 

Euro

Das zentrale Währungspaar EUR/USD fluktuierte leicht über dem 1,210 Punkte Level. Zu den europäischen Daten zählten unter anderem die folgenden Informationen:

  • Der europäische ZEW-Konjunkturindex stieg von 32,8 auf 54,4 Punkte und deutet damit auf eine verbesserte Stimmung der Wirtschaftsteilnehmer bezüglich der Zukunftsaussichten hin. 

 

  • Im November betrug die jährliche Inflation in Deutschland -0,3% und weist somit deflationäre Züge auf. 

 

  • Viel Aufmerksamkeit erhielt die Sitzung der Europäischen Zentralbank, die eine Aufstockung des Anleihenrückkaufprogramms um 500 Milliarden auf 1,85 Billionen Euro und eine Verlängerung des Programms bis mindestens März 2022 ankündigte.

 

  • Die Leitzinssätze bleiben unverändert bei -0,5%

Das EUR/USD Währungspaar verlor in dieser Woche -0,1%.

JPY

Das wichtigste asiatische Währungspaar USD/JPY fluktuierte leicht um das 104,0 Punkte Level herum. Unter den veröffentlichten Wirtschaftsdaten wurden auch die Ausgaben der privaten Haushalte des Landes im Oktober, die im Vergleich zum Vorjahr um 1,9% wuchsen, bekanntgegeben. Der japanische Premierminister kündigte zusätzlich ein 700-Milliarden-USD schweres Wirtschaftsförderungsprogramm an. Es ist das dritte Förderprogramm in diesem Jahr und soll der Wirtschaft und Bevölkerung des Landes helfen, die negativen Auswirkungen der Pandemie zu mildern.

USD/JPY beendete die Woche mit einem Kursverlust von -0,1%.

GBP

Das britische Pfund sank gegenüber dem US-Dollar auf 1,32 Punkte und erreichte am Freitag im Laufe der Handelssitzung sogar die 1,314 Punkte. Investoren sind beunruhigt, dass Großbritannien keine Einigung mit der Europäischen Union zum Austritt aus dem europäischen Binnenmarkt und der Zollunion erzielen könnte, was möglicherweise zu Zöllen und Quoten im Handel zwischen beiden Ländern führen und die Wirtschaft beider Länder schädigen könnte. Zu den Daten zählte ebenfalls die industrielle Produktion, die um -5,5 % im Jahresvergleich zurückgegangen ist.

GBP/USD beendete die Woche mit einem Kursverlust von -1,6%.

Wirtschaftsereignisse 

Diese Woche startet mit der Bekanntgabe des japanischen und europäischen industriellen Produktionsvolumens. Die restliche Woche werden die folgenden Informationen bekannt gegeben: 

  • Wichtige Daten zur chinesischen Industrie, den Einzelhandelsverkaufszahlen und Investments werden am Dienstag erwartet. Im Anschluss werden die Daten zum englischen Arbeitsmarkt und zur US Industrie veröffentlicht. 

 

  • Mittwoch startet mit den japanischen Exportergebnissen, gefolgt von den britischen Inflationsraten, den vorläufigen PMI-Indizes der wichtigsten Volkswirtschaften und schließlich den US-Einzelhandelsumsätzen. 

 

  • Die Sitzung des US Federal Reserve wird am Mittwoch stattfinden

Die Sitzung der Bank of England wird am Donnerstag stattfinden und die Daten des Einzelhandels des Landes am Freitag veröffentlicht werden. 

Laut dem Admiral Markets Marktstimmungsbarometer:

  • halten 46% der Investoren eine Long-Positionen auf das EUR/USD Währungspaar (ein Anstieg von 17% im Vergleich zu den Daten der letzten Woche)

 

  • halten 73% der Investoren Long-Positionen auf das zentrale asiatische Währungspaar USD/JPY (ein Anstieg von 32 Punkten) 

 

  • erwarten 49% der Teilnehmer einen Anstieg (ein Zuwachs von 15% im Vergleich zur letzten Woche) bei GBP/USD 

Solche Marktdaten werden als kontraindikativ interpretiert, daher wird erwartet, dass EUR/USD steigt, USD/JPY sinkt und das Paar GBP/USD auf einem neutralen Niveau bleibt. Die Analyse der Positionierungsdaten muss mit fundamentalen Projektionen und technischer Analyse kombiniert werden. 

Quellen: bloomberg.com, reuters.com, Admiral Markets MT4 Supreme Edition, investing.com

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