Der US-Dollar hat seine Richtung geändert und deutlich an Wert gewonnen

März 16, 2020 11:00

Der US-Dollar hat seine Richtung geändert und deutlich an Wert gewonnen

Zu Beginn der vergangenen Woche drehte der US-Dollar unerwartet seine Richtung und begann rasch zu steigen, wodurch die Verluste der letzten Wochen beseitigt wurden. Die eher negative Stimmung an den Märkten wegen des Coronavirus hat Anleger veranlasst, zu sicheren Währungen zurückzukehren.

USD

Die US-Wirtschaftsdaten entsprachen weitgehend den Markterwartungen, standen aber nicht im Mittelpunkt des Interesses. Die Inflation lag im Februar bei 2,3% pro Jahr und blieb in den letzten Monaten stabil. Der Index des Verbrauchervertrauens der University of Michigan fiel von 101,0 auf 95,9 und erreichte ein 5-Monatstief. Da die Medien die Situation des Coronavirus und die Zahl der Infizierten ausführlich analysieren, nimmt auch die Angst in der Bevölkerung zu, was die allgemeine Stimmung verschlechtert und der Wirtschaft schadet.

Euro

Das Major-Währungspaar EUR/USD wurde weiterhin von der US-Stimmung angetrieben und wertete auf ein Niveau von 1.110 ab, was einem gleitenden 200-Tage-Durchschnitt entspricht. Die Europäische Zentralbank hat angekündigt, die Zinssätze nicht zu ändern, aber das Volumen des Anleihenkaufprogramms zu erhöhen und hat zusätzliche 120 Milliarden Euro für den Kauf von Schuldtiteln der Privatwirtschaft bereitgestellt. Es wurde auch angekündigt, dass den europäischen Geschäftsbanken günstige Kredite zur Verfügung gestellt werden, damit sie kleinen Unternehmen, die jetzt dem größten finanziellen Druck ausgesetzt sind, aktiver Kredite gewähren können. Zu den Wirtschaftsdaten gehörten die deutschen Exporte, die im Januar um -2,1% gegenüber dem Vorjahr zurückgingen, und wenn man die Exporte nach China berücksichtigt, sind sie um bis zu -6,5% gesunken. Die Industrieproduktion in der größten europäischen Volkswirtschaft ging im Laufe des Jahres um -1,3% zurück, obwohl der Rückgang geringer als erwartet ausfiel und die Daten insgesamt zumindest eine vorübergehende Stabilisierung zeigten. Inzwischen ist die europäische Industrie insgesamt um -1,9% gesunken und hat die negative Stimmung in der Branche beibehalten. EUR/USD hat im Laufe der Woche -1,6% verloren.

JPY

Das Währungspaar USD/JPY hat sich ebenfalls stabilisiert und an Wert gewonnen, was auf eine Stärkung des US-Dollars hindeutet. Die Anzahl der wichtigen Daten war minimal, wobei die Anleger die tatsächliche Wirtschaftsleistung im 4. Quartal 2019 mit einem Rückgang von -1,8% im Vergleich zum 3. Quartal und sogar -7,1% im Vergleich zum gleichen Quartal des Vorjahres beobachteten. Die Marktteilnehmer erwarten, dass sich Japan in einer Rezession befindet, da die geringere Aktivität im ersten Quartal 2020 wahrscheinlich eine weitere Abschwächung der Konjunktur bewirken wird. USD/JPY hat die Woche mit einer Wertsteigerung von +2,4% abgeschlossen.

GBP

Das britische Pfund sank gegenüber dem US-Dollar auf den tiefsten Stand der letzten Jahreshälfte. Die Wirtschaftsdaten waren begrenzt und der bedeutendste Indikator war der jährliche Rückgang des verarbeitenden Gewerbes um -2,9%. Die außerplanmäßige Sitzung der Zentralbank des Landes am vergangenen Mittwoch erregte jedoch die Aufmerksamkeit der Investoren. Es wurde beschlossen, den Zinssatz von 0,75% auf 0,25% zu senken und zusätzliche Finanzierungsinstrumente für kleine und mittlere Unternehmen angekündigt. GBP/USD hat die Woche mit einem Wertverlust von -5,9% abgeschlossen.

Wirtschaftliche Ereignisse

Diese Woche beginnt mit wichtigen Wirtschaftsindikatoren aus China, die auf die Situation im Februar hinweisen, als es den größten Ausbruch des Virus gab. Am Dienstag werden die US-Einzelhandels- und Industrievolumina veröffentlicht. Der Mittwoch beginnt mit der japanischen Exportleistung, gefolgt von einer Sitzung der US-Zentralbank, bei der sich die Investoren auf weitere Zinssenkungen freuen. Am Donnerstag und Freitag stehen keine wichtigen Daten auf dem Programm. Abgesehen vom Wirtschaftskalender werden sich die Investoren auch sehr auf verschiedene politische Treffen konzentrieren, da diese Quarantänemaßnahmen und verschiedene Anreizpakete diskutieren werden, die zweifellos die Märkte und die Stimmung beeinflussen werden.

Laut den Stimmungsdaten von Admiral Markets halten 38% der Anleger Long-Positionen in der EUR/USD-Paarung (16 Prozentpunkte mehr im Vergleich zur letzten Woche). Beim wichtigsten asiatischen Paar USD/JPY halten 51% der Anleger Long-Positionen (minus 21 Prozentpunkte). Beim Währungspaar GBP/USD erwarten 68% der Teilnehmer einen Anstieg (+34 Prozentpunkte). Solche Marktdaten werden als kontraindizierend interpretiert und deuten auf eine Wertsteigerung der EUR/USD-Paarung, eine Abwertung der GBP/USD-Paarung und eine neutrale USD/JPY-Position hin. Die Analyse von Positionierungsdaten sollte mit fundamentalen Prognosen und technischer Analyse kombiniert werden.

Quellen: bloomberg.com, reuters.com, Admiral Markets MT4 Supreme Edition, investing.com

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