Aktienmärkte erholen sich, während Gold und Öl stagnieren

März 10, 2022 15:28

Nach aufeinanderfolgenden Sitzungen mit steigenden Öl- und Goldpreisen und fallenden Aktienkursen widersetzte sich der Preis gestern dem Trend.

Nachdem Kassagold am Dienstag über 2.000 $ pro Unze gestiegen war, schien es, als würde es sein Allzeithoch von 2.072,50 $ brechen, das im August 2020 erreicht worden war. Gestern fiel das Edelmetall jedoch wieder unter 2.000 $ zurück und beendete die Sitzung um 2,8 % niedriger, was alle Gewinne vom Dienstag zunichtemachte.

Beim Rohöl sahen wir eine ähnliche Situation. Nach mehreren Tagen mit Gewinnen, an denen es so aussah, als ob sowohl Brent- als auch WTI-Rohöl neue Allzeithochs erreichen würden, fielen beide stark.

WTI-Rohöl beendete die Sitzung fast 12 % niedriger, während Brent 13 % niedriger schloss, im größten Tageseinbruch von Öl seit den frühen Tagen der Pandemie im Jahr 2020. Beide Benchmarks haben es heute Morgen geschafft, einen Teil ihrer Verluste auszugleichen.

Dieser Einbruch des Ölpreises kam, als Bedenken hinsichtlich eines eingeschränkten Angebots durch verschiedene Faktoren gemildert wurden.

Die Preise fielen gestern stark, nachdem der Botschafter der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) in Washington sagte, sein Land werde die OPEC (deren Mitglied sie sind) ermutigen, eine Erhöhung der Ölförderung in Betracht zu ziehen. Nach diesen Kommentaren wandte sich der Energieminister der VAE jedoch an Twitter, um das Engagement des Landes für das bestehende Abkommen zwischen den OPEC-Mitgliedern zu bekräftigen.

Diese Kommentare folgten auf Nachrichten, dass die USA sich um eine Lockerung der Sanktionen gegen venezolanisches Öl bemühten und einer Einigung mit dem Iran über die Wiederbelebung des Atomabkommens näher rückten, was beides zu einer größeren Ölversorgung des globalen Marktes führen könnte.

 

Als sich die Öl- und Goldpreise abkühlten, erholten sich die Aktienmärkte in ganz Europa und Nordamerika. In den USA stiegen Finanz- und Technologieaktien und führten die wichtigsten Wall-Street-Indizes nach oben. Dow Jones, S&P 500 und Nasdaq Composite legten jeweils um 2 %, 2,57 % und 3,59 % zu.

Steigende Energiepreise in Verbindung mit der Erwartung, dass die Federal Reserve nächste Woche die Zinssätze anheben wird, um die hohe Inflation einzudämmen, haben Ängste vor einem anhaltenden Wirtschaftsabschwung geweckt.

Daher trugen die Nachrichten über einen potenziellen Anstieg des Ölangebots dazu bei, die Besorgnis der Anleger zu lindern, da niedrigere Energiekosten die Inputkosten für Unternehmen senken und hoffentlich die Verbraucherstimmung ankurbeln werden.

Zwei Branchen, die besonders positiv auf den gestrigen Ölpreisverfall reagierten, waren Banken und Fluggesellschaften.

Die Gewinne der Banken korrelieren positiv mit der allgemeinen Gesundheit der Wirtschaft, und daher waren die Aktienkurse in den letzten Sitzungen aufgrund von Befürchtungen eines wirtschaftlichen Abschwungs unter Druck geraten.

Beispielsweise war der Aktienkurs der Bank of America vor der gestrigen Sitzung seit Anfang Februar um 16,4 % gefallen. Gestern jedoch schloss die Bank of America die Sitzung mit einem Gewinn von 6,35 %, während andere namhafte Banken ähnliche Gewinne verzeichneten.

Ebenso hatten zuletzt steigende Ölpreise die Fluggesellschaften an den Aktienmärkten in Mitleidenschaft gezogen, da die Treibstoffkosten rund 30 % der Betriebskosten einer Fluggesellschaft ausmachen.

Der Rückgang des Ölpreises wurde daher von den Anlegern gut aufgenommen, und die Aktien der Fluggesellschaften erhielten am Markt Auftrieb. Zu den besten Performern in der Luftfahrtbranche gehörte gestern United Airlines, deren Aktienkurs um 8,27 % anstieg und im nachbörslichen Handel weiter stieg.

Anleger sollten die Ölpreise in den kommenden Tagen, Wochen und Monaten im Auge behalten, da sie die Finanzmärkte weiterhin beeinflussen werden und sich die Situation ständig ändert.

Heute wird die Europäische Zentralbank (EZB) das Ergebnis ihrer jüngsten geldpolitischen Sitzung bekannt geben, und obwohl die Zinssätze voraussichtlich unverändert bleiben werden, werden die Anleger nach Anzeichen dafür Ausschau halten, wie sich die aktuellen geopolitischen Probleme auf die Geldpolitik auswirken werden.

Darüber hinaus sollen vor der Fed-Sitzung nächste Woche die neusten Zahlen des US-Verbraucherpreisindex (VPI) heute Nachmittag veröffentlicht werden. Auch wenn diese Zahlen nicht die volle Auswirkung des jüngsten Anstiegs der Ölpreise zeigen werden, werden die Anleger sie genau beobachten.

Wenn die Inflation höher als erwartet gemeldet wird, könnte die Fed gezwungen sein, eine höhere Zinserhöhung als die derzeit erwarteten 25 Basispunkte in Betracht zu ziehen.

Quelle: Admirals MetaTrader 5 United Airlines Tageschart. Zeitraum: 7. Juli 2021 – 9. März 2022. Erfassungsdatum: 10. März 2022. Die Wertentwicklung in der Vergangenheit ist kein zuverlässiger Indikator für zukünftige Ergebnisse.

Quelle: Admirals MetaTrader 5 United Airlines Wochenchart. Zeitraum: 23. August 2015 – 6. März 2022. Erfassungsdatum: 10. März 2022. Die Wertentwicklung in der Vergangenheit ist kein zuverlässiger Indikator für zukünftige Ergebnisse.

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Roberto Rivero
Roberto Rivero Finanzautor, Admirals, London

Roberto hat 11 Jahre lang Handels- und Entscheidungsfindungssysteme für Trader und Fondsmanager entwickelt und weitere 13 Jahre bei S&P mit professionellen Investoren gearbeitet. Er hat einen BSc in Wirtschaftswissenschaften und einen MBA.