Gold Analyse: Chance-Risiko-Verhältnis-technisch von der Long-Seite immer attraktiver

April 06, 2021 10:30
  • Aktuelle Gold Analyse 06.04.2021: Chartanalyse, Wochenausblick, Set-Ups und mehr – für aktive Daytrader

Heute von Jens Klatt vertretungsweise.

 

Das übergeordnete Bild für Gold

Das gelbe Edelmetall sah sich in den Schluss des ersten Quartals heftigem Gegenwind von der Zinsfront ausgesetzt.

Zinsen 10-jähriger US-Schuldtitel stiegen auf über 170 Basispunkte und somit auf den höchsten Stand seit Januar 2020. Infolgedessen kam es in Gold erneut zu Abschlägen, der Preis des Edelmetalls fiel (kurzzeitig) unter die Marke von 1.700 USD pro Feinunze und beschloss das erste Quartal Abschlägen von mehr als 10%.

Seit der Markierung seiner Allzeithochs um 2.075 USD/Feinunze im August 2020 hat Gold nun in der Spitze fast 20% korrigiert, findet interessanterweise aus rein technischen Gesichtspunkten weiterhin eine Unterstützung im Bereich des 61.8% Fibonacci-Retracements der Bewegung von den 2020er Jahrestiefs zu den Jahreshochs, dazu aber etwas später mehr.

Grundsätzlich überrascht die Schwäche in Gold, besonders bei näherer Betrachtung des global makroökonomischen Bildes.

Der Grund für den stärksten Anstieg 10-jähriger Zinsen seit 1994 auf Quartalsbasis geht an erster Stelle zurück auf die Erwartung eines Billionen-schwerer Corona-Konjunkturprogramms seitens der Biden-Administration, gepaart mit einer stark anziehenden Inflationserwartung.

Während man Gold nun zwar bekanntlich als klassischen „Inflations-Hedge“ versteht, ist es vor allem die Realverzinsung, die für das gelbe Edelmetall Zins-technisch den Takt vorgibt: steigt diese (wie aktuell, da der US-Zins schneller steigt als die Inflationserwartung der Marktteilnehmer) wirkt sich das zunächst negativ auf das „0-Zins-Investment“ Gold aus.

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Allerdings: die Ankündigung des US-Präsidenten Joe Biden vergangene Woche Mittwoch, dass es weitere Konjunkturprogramme mit dem Ziel „wirtschaftliche Erholung“ über das 1.9 Billionen USD schwere Corona-Konjunkturprogramm hinaus geben wird, die wiederum mit frisch gedruckten US-Dollar der US-Notenbank FED finanziert werden dürften, schaffen ein über günstiges Marktumfeld für Gold.

Unterstrichen wird dieses durch die vor rund drei Wochen seitens der FED klar kommunizierte Aussicht auf eine lockere Geldpolitik mit einem Leitzins der laut „FED Dot Plot“ bis ins Jahr 2024 zwischen 0 – 0.25% verharren wird.

Ausgehend hiervon überraschen die jüngsten Daten zum Commitment of Traders Report (CoT) für Gold kaum: trotz der jüngsten Schwächeperiode, die sich mittlerweile über ein Zeitfenster von mehr als sechs Monate erstreckt, halten trendfolgend agierende Großspekulanten (Hedge Funds, Vermögensverwalter, CTAs) an einer ausgeprägten Netto-Long-Positionen fest.

Das ist ein Indiz, dass sich auch weiterhin die Erwartungshaltung präsentiert, dass es eher früher als später zu einer erneut zunehmenden, negativen Realverzinsung und folglich anziehende Notierungen im gelben Edelmetall kommen dürfte.

Und während es technisch unterhalb von 1.750/60 Punkten zunächst dabei bleibt, dass hier erst eine Rückeroberung auf Schlusskursbasis den Bären ihren kurzfristigen Vorteil entziehen würde, ist die anhaltende und erneute Stabilisierung im Bereich des weiter oben thematisierten 61.8% Fibonacci-Retracements ausgehend von der Bewegung der 2020er Jahrestiefs zu den 2020er Jahreshochs ein technisch interessantes Indiz, was eine Long-Position Chance-Risiko-Verhältnis-technisch interessant werden lässt.

Und selbst ein kurzer „Flush“ unter die März-Tiefs um 1.676 USD wäre kein Beinbruch, eine deutlichere Eintrübung fände sich erst mit einem Tagesschluss unter 1.600 USD/Feinunze:

 

Gold: Die Trading Setups

Anknüpfend an die obigen Zeilen überrascht es kaum, dass unsere mittelfristige Einschätzung zu Gold insgesamt positiv und bullish bleibt.

Wie allerdings auch aufgegriffen, sind unterhalb von 1.750/60 USD nur konservative bzw. Positionsgrößen-technisch defensive Long-Engagements zu favorisieren, dann mit Stop unterhalb der März-Tiefs bei 1.675 USD.

 

Long-Setup: 

Auf 4-Stundenbasis bleibt die Abwärtssequenz im gelben Edelmetall intakt, zumindest solange Gold unter 1.750/760 USD pro Feinunze handelt.

Long-Engagements sind demnach weiter erst mit Eroberung der März-Hochs um 1.750/760 USD in Betracht zu ziehen, allerdings könnte man einen ersten kleinen und aggressiven Versuch in Vorwegnahme eines solchen Bruchs im aktuellen Bereich oberhalb von 1.720 USD auf den Weg bringen, Stop auf der 1.675 USD.

Short-Setup:

Die defensive Haltung in Bezug auf Long-Engagements unterhalb von 1.750/60 USD ergibt sich aus der unterhalb intakt bleibenden Abwärtssequenz mit fallenden Hochs und Tiefs. In der Tat ließe sich bei einem erneuten Rutsch und Tagesschluss unter 1.720 ein Short-Trade einstreuen, Stop auf der 1.760 und Ziel um 1.650 Punkte.

Grundsätzlich würde ich allerdings einen solchen Short-Trade aggressiv managen wollen, da trotz des trendfolgenden Grundgedankens Short-Engagements Chance-Risiko-Verhältnis-technisch zunehmend unattraktiver werden dürften.

 

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Quellen: Eigenanalyse, genutzt werden die Charts vom MetaTrader 4.

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