EURUSD Analyse: Steigende Angst vor Inflation

Mai 05, 2021 11:00
  • EUR/USD Analyse & Wochenausblick 05.05.2021 mit Set-ups - für aktive Forex-Trader, Daytrading

Autoren: Winfried Veeh und Jens Chrzanowski

Der USD hat am Dienstag Nachmittag von der Nachricht profitiert, dass das amerikanische Finanzministerium die Notwendigkeit von höheren Zinsen angedeutet hat. Die US-Finanzministerin sieht die Gefahr, dass die US-Wirtschaft überhitzt und hält es deshalb für denkbar, dass die Zinsen moderat erhöht werden könnten.

Bereits zuvor haben Analysten Bedenken geäußert, dass die Preise auch durch die Billionenschweren Konjunkturprogramme deutlicher steigen könnten. Die letztendliche Entscheidung für eine Zinserhöhung trifft aber die FED. Diese hatte aber bereits zu verstehen gegeben, dass sie weit im Voraus signalisieren werde, wenn sich eine Änderung in der Geldpolitik einstellen sollte. Die Äußerungen haben auch die Aktienmärkte zunächst auf Talfahrt geschickt.

Das Impfen in Deutschland kommt voran. Die bürokratischen Vorgaben werden sukzessive abgebaut und schon geht es voran. Vorstellbar ist, dass im 3. Quartal die meisten Menschen, die geimpft werden wollen, auch geimpft werden. Damit könnte sich die Normalität im Spätsommer dann einstellen. Freuen kann man sich wahrscheinlich wieder auf die Weihnachtsmärkte Ende des Jahres, was für viele Menschen ein wichtiger Schritt zurück zur Normalität wäre. Die Debatte über die Finanzierung der Corona Hilfen / Schulden wird nach den Bundestagswahlen an Fahrt gewinnen.

EURUSD-Rückblick (28.04.2021 - 04.05.2021)

Der EUR bewegte sich zu Beginn unseres Betrachtungszeitraums, am Mittwoch der letzten Handelswoche, im Bereich der 1,2071 und damit gut 40 Pips über dem Niveau fünf Handelstage zuvor. Das Währungspaar konnte sich am Mittwoch der letzten Handelswoche zunächst deutlicher erholen. Im späteren Handel stieg der EUR dynamisch und mit Momentum an die 1,2135. Es ging hier zunächst nicht weiter. Im Rahmen des Frühhandels am Donnerstag konnte das Währungspaar noch minimal gegenüber dem TH von Mittwoch zulegen, allerdings bröckelten die Notierungen dann wieder ab. Am Freitag stellte sich dann breite Schwäche ein. Der EUR gab deutlich und mit Momentum nach und schaffte es praktisch erst mit dem Wochenschluss sich knapp über der 1,2000 zu stabilisieren. Zu Wochenbeginn setzten sich dann zunächst wieder freundliche Notierungen durch. Der EUR konnte sich im Zuge dessen bis an die 1,2076 schieben, verlor hier aber die Kraft. Es ging bereits im Rahmen des Frühhandels wieder abwärts. Das Währungspaar schaffte es erst am Dienstag Mittag sich zu stabilisieren und leicht zu erholen. Diese Erholung wurde am Nachmittag aber wieder abverkauft.

Das Hoch im Betrachtungszeitraum liegt knapp über dem Level der Vorperiode. Der EUR konnte sich damit noch einmal leicht verbessern. Ebenso lag das Tief knapp über dem Level des letzten Betrachtungszeitraums, und knapp unter der 1,2000. Die Range war mit 137 Pips in etwa so groß wie in der Vorperiode. Der Wochenschluss hingegen lag deutlich unter dem Level der Vorwoche.

Wir hatten auf der Oberseite damit gerechnet, dass der EUR mit dem Überschreiten der 1,2119/21 weiter an unser nächstes Anlaufziel bei 1,2130/32 laufen könnte. Diese Bewegung hat sich eingestellt, das Anlaufziel wurde erreicht und überschritten, das Setup hat damit nicht gepasst. Die Rücksetzer gingen mit dem Unterschreiten der 1,2012/10 hingegen exakt an unser nächstes Anlaufziel bei 1,2001/1,1999. Hier hat das Setup perfekt gegriffen.

  • Hoch*: 1,2136                    Vorperiode: 1,2115
  • Tief*:   1,1999                    Vorperiode: 1,1993
  • Wochenschluss: 1,2017        Vorwoche:  1,2095
  • Range*: 137 Pips                Vorperiode: 122 Pips

* Betrachtungszeitraum 28.04.2021 - 04.05.2021 - Handelszeiten zwischen 08:00-22:00 Uhr

EURUSD: Wie könnte es weitergehen?

  • Euro-WS: 1,2125/44/86.....1,2241/62/79/89......1,2333/73.....1,2433
  • Euro-US: 1,1955/50/40......1,1851.....1,1791/48/07......1,1687/43.....1,1581/66....1,1467

Die wichtigsten Marken auf Basis unseres Setups:

  • I-Day-Marke                          1,2146  und  1,1940
  • Tagesschlussmarken               1,2241  und  1,1791
  • Boxbereich                            1,2555  bis   1,0504
  • Range                                   1,3479  bis   0,9631

Zum EURUSD in den kommenden fünf Handelstagen:

Chartcheck - Betrachtung im Weekly:

Nachdem sich der EUR zunächst wieder über die SMA20 (aktuell bei 1,2033) schieben konnte, ging es zu Wochenbeginn wieder unter diese Linie. Die aktuelle Wochenkerze befindet sich unter der SMA20, was tendenziell bärisch zu interpretieren ist.

Um erneute Perspektiven auf der Oberseite zu haben, muss der EUR möglichst zügig wieder über diese Durchschnittslinie und er muss sich vor allem auf Wochenschlussbasis darüber etablieren. Sollte das gelingen, so könnte es weiter aufwärts gehen. Anlaufziel könnte übergeordnet das Jahreshoch sein.

Gelingt das aber nicht, so könnten sich weitere Abgaben einstellen, die bis in den Supportbereich bei 1,9555/50 gehen könnten. Das Währungspaar ist hier vergleichsweise gut unterstützt. Sollte das Level aber mit Dynamik und mit Momentum angelaufen werden, so könnte der EUR auch direkt bis an die SMA50 (aktuell bei 1,1827) durchgereicht werden.

Ein Wochenschluss unter dem Support bei 1,1955/50 hätte bärischen Charakter, insbesondere dann, wenn er in der Folgewoche bestätigt werden würde.

Chartbild Weekly: bärisch

Daily:

Auch auf Tagesbasis ist zu erkennen, dass sich der EUR über die 1,1950/55 schieben und etablieren konnte. In den letzten Handelstagen ging es aber wieder zurück an die SMA20 (aktuell bei 1,2018) Die Tageskerze am Dienstag hat diese Durchschnittslinie mit dem Kerzendocht unterschritten. Die Tageskerze am Mittwoch morgen notiert im Dunstkreis dieser Durchschnittslinie

Es kommt jetzt darauf an, dass der EUR keinen Tagesschluss unter der SMA20 formatiert. Sollte er dies schaffen, so könnte es könnte es wieder in Richtung der 1,2100/30 bzw. übergeordnet in Richtung der 1,2200/50 gehen.

Gelingt das aber nicht, so könnte der EUR zunächst in den Bereich der 1,1955/50 nachgeben. Im Chart ist erkennbar, dass er auf diesem Level vergleichsweise gut unterstützt ist. Zum einen stützt die SMA50 (aktuell bei 1,1954) und darunter die SMA200 (aktuell bei 1,1942). Wird dieser Bereich mit Dynamik und mit Momentum angelaufen, so ist vorstellbar, dass es auch mit einer laufenden Tageskerze unter den Support geht. Wichtig ist aber, dass es zu keinem Tagesschluss unter der 1,1940 kommt. Sollte sich das aber einstellen, könnten sich weitere Abgaben einstellen, die bis in den Bereich der 1,1730/00 gehen könnten.

Chartbild Daily: bullisch

4H-Chart:

Im Chart ist erkennbar, dass sich das kurzfristige Chartbild eingetrübt hat. Der EUR ist unter die SMA20 (aktuell bei 1,2041) als auch unter die SMA50 (aktuell bei 1,2071) gefallen. Mittlerweile hat er sich auch unter diesen beiden Durchschnittslinien etabliert.

Um kurzfristig wieder Perspektiven auf der Oberseite zu haben, muss der EUR muss der EUR wieder über dies beiden Durchschnittslinien und sich vor allem darüber etablieren. Gelingt dies, so wäre der Weg nach Norden frei und die genannten Ziele aus dem Daily wären erreichbar.

Verbleibt der EUR aber unter der SMA20/50, so könnten sich die Rücksetzer ausdehnen und bis in den Bereich der 1,1955/50 laufen. In diesem Bereich könnte sich der EUR stabilisieren und erholen. Sollte es aber unter die 1,1940 gehen, so könnte die SMA200 (aktuell bei 1,1928) noch einen weiteren Support bieten. Sollte sich der EUR unter der SMA20 etablieren, so könnten weitere Abgaben folgen.

Chartbild 4h Chart: bärisch

Fazit: der EUR hat seine Vorgaben nicht nutzen können. Er ist im Weekly wieder an die SMA20 gelaufen und auch im 4h Chart unter die SMA20/50 gefallen. Damit haben sich übergeordnet die Aussichten eingetrübt. Rücksetzer könnten sich bis in den Bereich der 1,1955/50/30 einstellen, darunter würde sich das Chartbild deutlich eintrüben. Perspektiven hätte der EUR wieder über der 1,2050.

  • Wahrscheinlichkeit Bull Szenario: 35 %
  • Wahrscheinlichkeit Bear Szenario: 65 %

 

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EURUSD-Setups in den kommenden fünf Handelstagen:

Long-Setup: Kann sich der EUR über der 1,2020 behaupten, so könnte er versuchen unsere nächsten Anlaufziele 1,2026/28 und dann bei 1,2031/33 zu erreichen. Geht es über die 1,2031/33, so könnte der EUR unsere nächsten Anlaufmarken bei 1,2037/39, bei 1,2044/46, bei 1,2051/53, bei 1,2062/64 bzw. bei 1,2070/72 anlaufen. Kommt es hier zu keinen Rücksetzern, so könnte sich die Aufwärtsbewegung weiter fortsetzen. Unsere Anlaufziele wären dann bei 1,2079/81, 1,2089/91, bei 1,2101/03, bei 1,2111/13, bei 1,2119/21, bzw. bei 1,2130/32 zu finden. Über der 1,2130/32 könnte der EUR dann unsere nächsten Anlaufmarken bei 1,2141/43, bei 1,2149/51, bei 1,2160/62, bei 1,2170/72, bei 1,2177/79, bei 1,2183/85, bei 1,2192/94 und dann bei 1,2201/03 erreichen.

Short-Setup: Kann sich der EUR nicht über der 1,2020 halten, so könnten die Rücksetzer zunächst unsere nächsten Anlaufziele bei 1,2012/10, bei 1,2001/1,1999, bei 1,1989/87, bei 1,1978/76, bei 1,1970/68, bei 1,1961/59 bzw. bei 1,1954/52 erreichen. Setzt der EUR bis in den Bereich der 1,1961/52 zurück, so hätte er in diesem Bereich gute Chancen auf Stabilisierung und Erholung. Gelingen diese nicht, bzw. wird das Level mit Dynamik und mit Momentum angelaufen, so könnte es weiter abwärts gehen. Unsere Anlaufziele wären dann bei 1,1944/42, bei 1,1937/35 und dann bei 1,1929/27 zu finden. Unter der 1,1929/27 wären die 1,1921/19, die 1,1913/11, die 1,1905/03 und dann die unsere nächsten Anlaufziele. Sollte es unter die 1,1905/03 gehen, so könnte der EUR noch unsere Marken bei 1,1897/95, bei 1,1888/86, bei 1,1879/77, bei 1,1869/67 und dann bei 1,1860/58 anlaufen.

Erwartete Wochenrange auf Basis unseres Setups

1,2044 (1,2101) bis 1,1944 (1,1895)

Übergeordnete erwartete Tendenz im Betrachtungszeitraum: seitwärts/abwärts

 

Die wichtigsten Veröffentlichungen der nächsten 7 Tage:

  • 06.05.2021: USA – Erstanträge Arbeitslosenhilfe
  • 11.05.2021: USA – JOLTs Stellenangebote
  • 12.05.2021: EUR – ZEW Konjunkturerwartung DE
  • 12.05.2021: USA – Verbraucherpreisindex

 

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Quellen: Eigenanalyse, genutzt werden die Charts vom MetaTrader 4.

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